Strahlende Kinderaugen, neue Kleider und Sackhüpfen
Quilotoa mit seiner Lagune ist eines der Wahrzeichen der ecuadorianischen Anden und Ort unseres Sozial- und Patenprogrammes. Letzte Woche war es mal wieder soweit, unser Sozialtag stand vor der Tür. Nach einiger Vorbereitung und voll bepackt mit den Patengeschenken, Basket- und Fußbällen, Hula-Hoop-Reifen, Zahnbürste und Zahnpasta für 300 Kinder, Ideen für Staffelspiele ging es am Donnerstag früh los. In Latacunga wurde noch schnell die bestellte Kleidung für die alle Kinder des Projektes abgeholt: die Jungs sollten Hosen und eine Sweat-Jacke und die Mädels Röcke und Strickjacken erhalten. So bepackt gelangten wir schließlich am Nachmittag nach Quilotoa, wo wir schon von unserem Projektleiter und einigen Kindern sehnsüchtig erwartet wurden. Am gleichen Abend kamen noch die Schüler der beiden Colegios vorbei, um ihre Geschenke und Kleidung in Empfang zu nehmen.
Nach einem fröhlichem Abend und einer kurzen, aber kalten Nacht ging es am nächsten Morgen ganz früh los, so dass wir die erste Schule bereits zu Schulbeginn um 8:00 Uhr erreichten. Wir wurde freudig begrüßt und als die Kinder erfuhren, dass wir einige Spiele vorbereit hatten, begannen ihre Augen zu strahlen. Schnell wurden die einzelnen Mannschaften gebildet und los ging es: neben Sackhüpfen musste die Strecke auch mit einer Kartoffel auf einem Löffel und einem kleinen Ball zwischen den Köpfen der Kinder bewältigt werden. Überall sah man nur lachende Menschen - Kinder, die Spaß am Spielen oder Eltern und Lehrer, die Freude am Zuschauen hatten.

Als Preis gab es für jedes Kind einen Lolli - nur die Gewinnermannschaft bekam noch eine zusätzliche Kleinigkeit. Danach ging es zügig ans Verteilen der Patengeschenke, Kleidung und Zahnbürsten bevor die nächste Schule auf dem Programm stand. Als Dank bekamen wir überall die typischen Speisen gereicht: Bohnen mit Eiern, zum Teil noch Käse oder eine Suppe.
Und so kehrten wir am Freitag Abend zwar müde aber mit vielen unvergesslichen Eindrücken zurück nach Quito. Hier weiterlesen »
Das Leben eines “profesor de ingles” in Llachon, Capachica
Seit knapp einem Monat haben wir in Capachica das Pilotprojekt “Volontär in Capachica” gestartet. Nicholas aus Wiesbaden hat sich entschieden während seiner Südamerikareise einen kleinen Abstecher nach Peru zu machen um in unserem Projekt auf der Halbinsel Capachica am Titicacasee als Volontär zu arbeiten. Nachmittags unterrichtet er Englisch an der Grundschule von Llachon und hilft unserer Ernährungsberaterin Isabel bei der Verteilung der Alimente. Er wohnt, schläft und isst bei einheimischen Familien in deren Adobehäusern ohne Heizung oder fließend Wasser. Der (gefühlte) 2 Meter große Nicholas fällt sofort auf unter den durchschnittlich 1,65 großen Peruaner. Er lebt sich jedoch sehr gut in den Alltag einer campesino Familie ein und scheint seinen Aufenthalt auf Capachica und die Erfahrungen die er macht sehr zu genießen. Bis auf ein gutes Stück Fleisch und einer frischen Latte Macchiatto scheint er nicht viel zu vermissen.
Hier seine Eindrücke über das Leben eines Englischlehrers in Llachon:
Winterkleidung für Los Pinos
Der Winter steht in Chile bevor und auch wenn in Santiago die Temperaturen in der Regel nicht unter 0°C fallen, so ist das nasskalte Wetter doch sehr unangenehm. Außerdem gibt es in vielen Häusern in Santiago keine Heizmöglichkeiten. Das Heizen mit Holz oder Kohle ist aufgrund der Smogproblematik verboten und eine Zentral- oder Gasheizung sehr teuer. Dadurch fühlen sich die Häuser wie Kühlschränke an. Warme Kleidung, Mützen, Schals und Schuhe ohne Löcher können da helfen, den Winter zu überstehen. Die Vereinsmitglieder von Visocial Chile starteten eine Sammelaktion unter dem Motto: Winterkleidung fürs Casa de los Pinos. Mit Hilfe von Freunden und Familien kam eine ganze Autoladung an Sachen zusammen, die die Mitarbeiter beim Sozialtag letzte Woche ins Projekt Casa de los Pinos brachten. Beim Kaffee wurde mit den Betreuern und Luis, dem Direktor von Los Pinos die aktuelle Situation des Projektes besprochen, anschließend wurden die Säcke ausgepackt und die Kleidung sortiert. Luis und seine Mitarbeiterinnen können nun in den nächsten Tagen und Wochen bedürftigen Kindern und deren Familien mit einer Kleiderspende unterstützen, den Winter zu meistern.
viSozial Seminar Frankfurt
Die Netzwerk-Gründung Deutschland hat letzte Woche in Berlin begonnen und war schon recht erfolgreich. So freue ich mich auf das Treffen in Frankfurt am
Montag 15.6. um 9.30 Uhr
Pfarrhaus der St. Josef Gemeinde
Eichwaldstr. 39
Frankfurt am Main
U-Bahn Haltestelle: Höhenstraße oder Bornheim Mitte (beides ungefähr gleich weit)
Bis dahin
Nicole
Sozialtag im Kindergarten Nueva Alborada in Arequipa
Letzte Woche hatten wir hier in Arequipa Besuch von drei Mädels aus Deutschland, die unsere Projekte in Peru besichtigt haben und bei dieser Gelegenheit professionelle Fotos von den Sozialprojekten gemacht haben. Voller Engagement hatten sich Melli, Julia und Phippy bereits im Vorfeld etwas ganz Besonderes für einen der Kindergärten einfallen lassen. Bewaffnet mit allerhand Bastelmaterilien standen sie am Flughafen vor mir und konnten es kaum erwarten, ihre Idee im Rahmen unseres allmonatlichen Sozialtages in der Cuna Nueva Alborada in Arequipa umzusetzen. Nach vier Tagen Projektbesichtigungen machten wir uns am letzten Freitag zu zwölft, mit allerhand Unterstützung aus dem Büro, auf nach Nueva Alborada, um dort einen Vormittag mit den Kids des dort ansässigen Kindergartens zu verbringen. Lest hier, was sich die Mädels für die Kids ausgedacht haben!
Abschied nehmen von Luz de Esperanza
Meine Zeit als Volontaer geht langsam aber sicher zu Ende, in einer Woche werde ich schon wieder nach Buenos Aires fliegen!
Mit Mathematik, Englischunterricht, sehr viel Musik, Brotbacken, Fussballspielen und einigen Ausfluegen ist die Zeit sehr schnell vergangen. Mit meiner woechentlichen Mathe-Lerngruppe haben Victor und ich letzten Mittwoch einen Ausflug nach Tiahuanaco gemacht. Dort haben wir die Museen und die Ruinen besichtigt.
Fuer mich war die Zeit im Projekt “Luz de Esperanza” eine spannende Erfahrung, einmal etwas ganz anderes als das “Leben in der Uni” zu sehen. Die chicos waren alle aufgeschlossen und haben mich sofort in ihr “Zuhause” problemlos eingegliedert. Nicht immer war es leicht fuer mich, aber ich werde meine “Grossfamilie” mit Sicherheit vermissen!
Viele Gruesse aus El Alto!
Daniel
Sport in San Juan Apostol
Sport ist ein Thema, welches in der Schule San Juan Apostol in Villa Cerillos, einem Stadtteil Arequipas, eine große Rolle spielt. Der Sportunterricht ist fester Bestandteil des Unterrichts. Die Kinder lieben es, sich auf dem Schulhof auszutoben und befolgen deshalb artig die Anweisungen der Lehrerinnen. Diese müssen sich täglich etwas neues einfallen lassen, da es nur wenige Spiel- und Sportgeräte für die Kinder gibt. Es gibt zwar ein Volleyballnetz, Basketballkörbe und Fußballtore, jedoch leider kaum Bälle, die nicht bereits eher einem Ei gleichen. Stattdessen werden viele verschiedene Fang- oder Hüpfspiele, für die man kein zusätzliches Material braucht, gespielt. Der Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Dafür ist der Sportunterricht in San Juan Apostol das beste Beispiel.
Auch in den Pausen toben die 460 Kinder wild auf dem Schulhof herum und stürzen sich zu fünfzigst auf die wenigen Spielgeräte, wie die eine Rustche oder die zwei Wippen, die einsam auf dem Gelände herumstehen. Keines der Kinder hat sich jedoch je darüber beschwert, dass es so wenige Spielgeräte gibt. Im Gegenteil sie freuen sich in ihrer Bescheidenheit über das, was vorhanden ist und spielen alle gemeinsam damit.
Ankunft in Los Pinos
“Das Andenpanorama ist eigentlich sehr schön”, sage ich zu Christine, auch einer Volontärin im Sozialprojekt “Casa de los Pinos” in Santiago de Chile. “Ja”, meint sie, “wenn das Drumherum nicht wäre.” Wir sind den zweiten Tag unserer Volontärszeit auf dem Weg ins Projekt und haben von der höherliegenden Metro einen guten Überblick über den südlichsten, größten und ärmsten Stadtteil Santiagos Puento Alto. Die hohen Bauten und Glasfassaden haben wir hinter uns gelassen. Immer mehr Häuser mit Wellblechdächern tauchen auf. Teilweise sehen die kleinen, meist einstöckigen Häuser schön aus, wenn sie von Weinreben umrankt werden. Was sich im Innern der Häuser abspielt, wissen wir nicht.
Exito Verde: Die Kids mal wieder im Grünen
Am letzten Samstag bekamen unsere Kinder aus dem Projekt UNINFA von Exito Verde einmal wieder eine Belohnung für ihre fleißige Mitarbeit. Für die Kids ist es immer das Größte aus ihrer gewohnten grauen Umgebung herauszukommen und auf einer Wiese Fussball zu spielen oder Mühe zu melken…. und genau das taten wir.
Miguel, Tobias und ich machten uns gemeinsam mit den UNINFA Kids auf den Weg nach “La Calera”, Dorf etwas außerhalb von Bogota. Am Platz des Dorfes machten wir Halt, um Luisa einzusammeln, die als sie noch in Bogota lebte, Exito Verde unterstützt hat. Wir freuten uns alle sie wieder zu sehen und die kleinen freuten sich endlich frühstücken zu können
Danach machten wir uns auf in Luisas neues zu Hause, wo sich alle sofort auf den Fussball stürzten und den Torwart Miguel ordentlich ins Schwitzen brachten … und spielten wir noch eine Runde “Lebend-Bowling” bevor es schon Mittagessen gab.
Hier gibts Bilder - schaut mal rein!
Seminar mit der Gemeinde Santiago de Okola
Letzten Donnerstag fand im Dorfentwicklungsprojekt Santiago de Okola am Titikakasee ein Koordinationsseminar statt. Ziel dieses Seminars war es, die Arbeit von viSozial, viventura und weiteren Non-Profit Organisationen für die Dorfbewohner transparenter zu machen. Alle Organisationen, die gemeinsam im Dorf Santiago de Okola agieren, haben sich mit den Dorfältesten, dem Elternbeirat und dem Tourismus-Verband der Gemeinde in der Dorfschule versammelt. Dort haben wir unsere Arbeit ganz konkret erklärt und die Zusammenhänge aller verschiedenen Arbeitsbereiche verständlich gemacht. Die drei Hauptpunkte unserer Vorstellung waren Bildung, Agrobiodiversität und Tourismus. Im Bereich Bildung liegt der Schwerpunkt der Arbeit von viSozial im Start des Patenschaftsprogramms für die Schulklassen und im Aufbau eines Museums in den Räumlichkeiten der Schule.
Lest mehr über unsere Arbeit in Santiago de Okola
« Weitere Einträge
