Samba-Workshop in Rio
Rio – das heißt auch Samba, denn dort ist diese Musik geboren. Jeder Carioca (die Einwohner Rios) hat diesen Rhythmus im Blut, er ist ein Teil dieser Menschen. Besonders in den Favelas ist der Samba präsent, denn die Musik läßt die Alltagssorgen vergessen und zeigt, wie schön das Leben sein kann.
Die Jugendlichen aus dem Sozialprojekt Curumim in der Favela Julio Otoni mit ihrer natürlich Begabung zum Tanz veranstalten schon seit Monaten mit viSozial-Hilfe Workshops für die viventura-Gruppen.
Anfang Januar war ich mit einer der Gruppen in Rio und wir hatten auch den Samba Workshop im Programm. Zwei Tage vorher ruft mich die Projektleiterin an und bat mich um ein Treffen. Wir trafen uns in einem Café in der Innenstadt und aufgelöst erzählte sie mir, dass einige Instrumente der Musikgruppe vom Projekt zerstört wurden und deshalb der Workshop nicht stattfinden könnte. Die Drogenhändler der Favela waren wütend, weil die Gruppe nicht auf einem ihrer Feste gespielt hatte. So drangen sie ins Gebäude des Projektes ein und zerstörten die Instrumente.
Das Problem haben wir dann recht schnell gelöst. Nach einer Inspektion der Instrumente waren nur zwei total zerstört, die anderen wurden gleich repariert. viSozial kaufte dann am nächsten Tag die beiden Instrumente und so wurde der Samba Workshop zur Freude aller durchgeführt. Mit diesem Workshop haben die Jugendlichen vom Projekt die Möglichkeit, ihr erstes Geld zu verdienen. Dadurch fällt es ihnen leichter sich von der Drogenszene fernzuhalten.
Die Touristen ließen auch noch eine Spende im Projekt, um die beim Einbruch zerstörte Türe zu ersetzen. Ganz vielen Dank an die Spender.





Hallo Otto,
ein interessanter Bericht. Klasse, dass du so schnell und unbürokratisch helfen konntest!
Viele Grüße, André