Besuch bei Para dar Esperanza

Donnerstag, den März 20, 2008 von britta

In der letzten Woche war es soweit: Wir neuen viSozial-Praktikantinnen aus dem Büro Ecuador machten uns auf, um unser Soziaprojekt Para dar Esperanza kennenzulernen. Para dar Esperanza befindet sich in Quitos Viertel Santa Maria. Hier leben sehr viele arme und benachteiligte Familien, deren Kinder häufig unter familiären Problemen wie Aggressivität und innerhäuslicher Gewalt leiden; Fürsorge im Elternhaus ist vielen nicht bekannt. Diese Kinder können ihre Nachmittage im Projekt Para dar Esperanza verbringen. Ihnen wird hier nicht nur mit Hausaufgabenbetreuung und einer Mahlzeit, sondern auch mit pädagogischer und psychologischer Unterstützung geholfen.

Jungs in Para dar EsperanzaAls wir ankamen, war das Gebäude von Para dar Esperanza, bestehend aus einer kleinen Küche und drei kleinen Räumen, schon voll. Etwa 45 Kinder waren da, die unter Anleitung von Betreuerinnen entweder spielten und malten, Hausaufgaben machten oder an einem der drei Computer im Projekt Unterricht hatten. Wir wurden von allen Kindern sehr freudig und mit lauten Sprechchören begrüßt, ausgefragt und nicht mehr losgelassen, bis wir jedes Kind einmal auf den Arm genommen hatten. Wir waren überrascht über die Herzlichkeit und Anhänglichkeit der Kinder uns Fremden gegenüber, besonders vor dem Hintergrund der häuslichen Situation vieler Kinder. Auch untereinander gingen die Kinder sehr fürsorglich und respektvoll miteinander um und zeigten eine große Dankbarkeit für die Hilfe, die ihnen durch das Projekt geboten wird.

Den restlichen Nachmittag verbrachten wir mit ihnen auf dem Spiel- und Bolzplatz neben dem Gebäude, wo sie sich austoben konnten, bevor die hungrigen Mägen mit etwas Besonderem gefüllt wurden: Ein kleiner ortsansässiger Laden hatte für die Kinder von Para dar Esperanza Würstchen gespendet, die die Kleinen mit großer Begeisterung verspeisten! Nach dem gemeinsamen Zähneputzen packten alle Kinder ihre selbst mitgebrachten Teller, Löffel und Tassen ein und machten sich auf den Heimweg.

Junge Para dar EsperanzaDerzeit wird Para dar Esperanza mit einigen Problemen konfrontiert: Das Grundstück, auf dem sich das angemietete Gebäude befindet, steht zum Verkauf. Es ist ungewiss, wie lange das Projekt dort fortgeführt werden kann. Eine Alternative gibt es bisher nicht. Die finanziellen Mittel zum Kauf dieses oder anderer Grundstücke des Viertels Santa Maria fehlen. Das große Ziel der Projektmitarbeiter, eine eigene Schule in Santa Maria zu errichten, in der alle Kinder ihre Schulzeit über die Pflichtjahre hinaus beenden können und gleichzeitig die Fürsorge bekommen, die ihnen zu Hause fehlt, liegt in weiter Ferne.

 

Für Unterstützung, sei es als Spende oder durch Mithilfe im Projekt, wären die Kinder aus Santa Maria sehr dankbar!

 

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