Dorfentwicklung in Okola - ein erstes Treffen

Montag, den März 31, 2008 von tomas

Wer von der Sonneninsel nach Norden schaut wird am gegenüberliegenden Üfer, weit in der Ferne einen beeindruckenden großen Felsen erblicken, der wie ein schlafender Drache aussieht.

Santiago de Okola, ein verschlafenes Dörfchen, liegt am Fuße dieses Drachenfelsens und betrachtet von dieser Seite des Sees das touristische Treiben gegenüber, auf der Sonneninsel und in Copacabana, begehrte Ziele in Bolivien.

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Santiago de Okola am Fuß des Drachens

5 Familien des Dorfes begannen vor 2 Jahren mit zwei Tourismusagenturen ein Experiment in Sachen Zusammenarbeit: Die Familien stellten den Touristen ein Zimmer zur Verfügung und bereiteten ein traditionelles Abendessen vor, sowie das Frühstück am nächsten Tag.

Diese Zusammenarbeit lief gut und nun scheint es dass in den folgenden Jahren mehr Touristen kommen können. Aus den 5 Familien sind 7 geworden und die Anwesenheit von Touristen im Ort wird immer üblicher.

Auch die bolivianische Regierung hat die Potentiale erkannt die der Tourismus rund um den Tititcacasee birgt und hat Geldmittel von der Weltbank bereitgestellt bekommen um die Entwicklung der Region voranzutreiben. In Ausicht stehen Investitionen in Wasserversorgung, Abfallbeseitigung, Bewässerung und Touristischer Infrastruktur.

Die Menschen von Okola haben sich vorgenommen diese Chance zu nutzen und gemeinsam mit ihrer Gemeinde der Regierung ein Projekt schriftlich zu überreichen um aufgrund der guten und schlechten Erfahrungen die in den letzten zwei Jahren mit Touristen gemacht wurden einige wichtige Vorhaben umsetzen zu könnenwelche die Entwicklung des Dorfes voranbringen.

Unser Beitrag als visozial ist dabei die Gemeinde bei der Organisation und Planung dieses Dorfentwicklungsprojektes zu helfen.

Am 12. März trafen wir uns mit Einwohner des Dorfes und veranstalteten ein kleines Seminar in dem erste Ideen und Ziele zusammengetragen wurde die in ein konkretes Projekt einfließen sollen.

Beschlossen wurde die Unterstützung der Dorfschule mit Lehrmaterial und Geräte, besonders ein Fotokopierer ist nötig, denn der nächste befindet sich in 30 Km. Entfernung.

Zusamen mit dem Lehrerkollegium und den Elternrat werden wir ein Schulgarten fördern mit dem der landwirtschaftliche Reichtum in den Lehrplan integriert werden soll.

Erstes Planungstreffen

Das erste Planungstreffen im Dorf

Der Bau eines Dorfmuseums, einer Anlegestelle und die Einrichtung einer Gemeinschaftsküche und Essraum die sowohl für Touristische als auch für Gemeindezwecke genutzt werden soll wurden auch beschlossen.

Wir freuen uns auf eine enge Zusammenarbeit mit Santiago de Okola!

Tomás Sivila - La Paz


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