Sommerferien bei Para dar Esperanza
eingetragen von britta, 31.Jul.2008
In den Sommerferien, die Anfang Juli angefangen haben, gibt es bei Para dar Esperanza immer besonders viel zu tun. Die Kinder des Viertels Santa María in Quito kommen in dieser Zeit besonders gerne ins Projekt, und statt der üblichen etwa 50 Kindern sind es um diese Zeit manchmal bis zu 100.
Für diese Ferien haben sich die Lehrerinnen von Para dar Esperanza ein
besonderes Programm einfallen lassen. So gibt es für die Kinder, die in der Schule mit dem Lesen und Schreiben große Probleme haben, von montags bis mittwochs eine intensive Nachhilfe, damit sie bis zum Anfang des neuen Schuljahres ihren Rückstand aufholen können. Die anderen Kinder machen an diesen Tagen viele Spiele und Mal- und Bastelarbeiten zu bestimmten Themen. Der große Überbegriff in diesen Sommerferien ist Werte. Bei Spielen und kleinen Arbeiten sollen den Kindern Begriffe wie Respekt, Rücksicht oder Freundschaft nähergebracht werden.
Einmal in der Woche wird sich dann entweder bei Sport, Spielen draußen oder Ausflügen richtig ausgetobt!
So haben wir in der letzten Woche haben wir einen Ausflug mit den Kindern zu einem Bauernhof in den Bergen gemacht. Mit Getränken, etwas Verpflegung und vielen
Kindern machten wir uns auf. Santa Maria liegt am Rande Quitos am Hang des Pinchinchas, und der Weg in die Natur ist nicht weit. Schon nach einer knappen halben Stunde waren wir im Grünen, und liefen über Wiesen und Felder die Berge hoch. Für die Kinder war das ein ganz tolles Erlebnis, sich in dieser Umgebung zu bewegen, denn trotz der Nähe verlassen sie ihr Viertel fast nie. Schon nach kurzer Zeit zeigte sich, wer die beste Kondition hatte: während die Kinder die Berge hochhüpften, ohne müde zu werden, mussten wir Erwachsenen uns ganz schön quälen! Oben angekommen wurden Lamas, Kühe und Pferde bestaunt und kleine Lämmchen gestreichelt. Nachdem dann Hunger und Durst gestillt waren, diskutierten die Kinder auf dem Heimweg über Größe, Farbe und die Laute, die die Tiere von sich geben. Wieder in Santa María angekommen, waren endlich auch die Kinder müde
Aber sie freuen sich schon auf ihren nächsten Ausflug in drei Wochen!
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