Sozialtag in Quilotoa
Am letzten Donnerstag haben wir wieder einmal für eineinhalb Tage unsere Bürotüren zugemacht und sind zusammen zu unserem Sommer-Sozialtag nach Quilotoa gefahren.
Es gab dieses Mal viel zu tun! Auf unserem vollgepacken Programm stand die Verteilung von Zahnbürsten und Zahnpasta, neuen Schuhen für unsere Patenkinder und der Päckchen, die im Laufe der letzten Monate für die Kinder bei uns im Büro eingetrudelt sind. Schon in den Tagen vor unserer Fahrt glich unser Büro eher einem Lager – es stapelten sich Kartons mit Schuhen, Zahnbürsten und Zahnpasta für etwa 200 Kinder!
Als wir am Donnerstag abend ankamen, gab es gleich eine schöne Überraschung. Am gleichen Tag wie wir war eine französische Viventura-Reisegruppe in Quilotoa angekommen, die ebenfalls im Haus von unserem Mitarbeiter José untergebracht war. José hatte für seine Gäste eine Folkloreband aus dem Dorf engagiert, und die Stimmund war schon sehr ausgelassen, als wir eintrafen. Kaum unsere Sachen abgelegt, wurden wir auf die Tanzfläche gezogen und erst wieder weggelassen, als die Band das Haus verließ, sodass wir ganz schnell die Kälte Quilotoas vergessen haben
Am nächsten Morgen wachten wir zwar noch etwas müde, aber voller Tatendrang auf. Unser erstes Ziel war
die Schule Mora Ruiz, die sehr abgelegen liegt und die ein kleiner Teil unserer Patenkinder besucht. Die Kinder warteten schon gespannt auf uns, und wir wurden mit einem kleinen Ständchen auf Quichua begrüßt, bevor wir uns mit Hilfe der
frazösischen Viventura-Gruppe, die uns begleitet hat, an die Verteilung der Zahnbürsten, Schuhe und Päckchen machten. Auch übergaben wir dieses Mal der Schule Mora Ruiz das Spendenmaterial wie Blöcke und Schreibsachen. So freuten sich Schüler und Lehrer sehr über unseren Besuch! Wir bekamen noch einen kleinen „Anden-Snack“ zur Stärkung, der aus Saubohnen, selbstgemachten Käse und heisser Milch besteht, bevor wir zu den Kindern der Schule Francisco Daquilema in Ponce weiterfuhren.
In Ponce trafen wir die Kinder im Haus des Schuldirektors, das direkt neben der Schule liegt, weil dort die Ferien schon angefangen hatten. Auch dort trudelten nach und nach alle Kinder ein, die sich sehr über Schuhe, Zahnbürsten und besonders die Patengeschenke freuten!
Am Nachmittag kamen alle Kinder der Schule Julio Cabascango, die auch schon Ferien hatten, und die Kinder der Colegios in Zumbahua und
Latacunga in das Haus von José. Da einige Kinder der Colegios arbeiten mussten, kamen stattdessen ihre Eltern oder Geschwister, und auch einige Lehrer fanden sich ein. Wir sortierten Schuhe und Zahnbürsten auf den großen Tischen, auf denen wir am Abend vorher Meerschweinchen verspeist haben, die eine ganz besondere lokale Spezialität aus Quilotoa sind. Der Raum platzte aus allen Nähten, und so konnten wir den Überblick über das Gewusel von Kindern, Eltern und Lehrern behalten.
Als dann am Abend alle Kinder gut versorgt und mit strahlenen Gesichtern nach Hause gingen, fuhren auch wir müde aber sehr zufrieden mit einem leeren Auto zurück nach Quito. Es war ein sehr schöner, erfolgreicher Sozialtag, und wir freuen uns schon auf unsere nächste Fahrt nach Quilotoa!
