…aller Anfang ist schwer…..und doch genauso spannend…
eingetragen von Sonja, 4.Aug.2008
Es war Mitte April, als ich das erste Mal die Schule San Juan Apostol betreten habe. Und schon gleich auch herzlichst von den Kindern empfangen wurde, die einen von der ersten Minute an mit einem Lachen, einer Offenheit und Neugier begegnen.
Die anderen Freiwilligen haben mir gleich die Räumlichkeiten gezeigt und erzählt und erklärt, wie es hier so abläuft. Anfangs erschien mir schon alles ziemlich chaotisch und ich hatte nicht so wirklich Ahnung, wie und wo ich anfangen soll
Allerdings legte sich dieses Gefühl schnell und nach einer Woche habe ich bereits 4 Klassen in Englisch übernommen und mich entschlossen, die verbleibende Zeit fest in einer Klasse, der Klasse 2A zu verbringen und dabei die Lehrerin Claudia bei ihrer Arbeit zu unterstützen und den Kindern bei ihren Aufgaben und Problemen zu helfen.
So entstand eine festere Bindung zu den Kindern und ich konnte auch besser ihre Entwicklung mitbekommen und den täglichen Ablauf.
Ausserdem gibt es natürlich auch immer wieder Feste, die vorbereitet werden müssen und somit viele Hände und Ideen benötigen, wie z.B. der Muttertag. Dieser Tag wird hier viel größer gefeiert als bei uns.
Neben zahlreichen selbst gebastelten Geschenken werden die Mütter von ihren Kindern mit Gesang und Theatereinlagen in der Aula gefeiert. Alle Klassen haben sich wahnsinnig viel Mühe gegeben und es ist einfach schön zu sehen, mit welchem Stolz und Eifer die Kinder ihre Darbietungen präsentieren.
Mit der Zeit kommen auch die vielen Ideen……
…und man hat gar nicht die Zeit alles zu realisieren ….
Aufgrund des Bedarfs an Lernmaterialien habe ich mich dazu entschlossen, selbst einige Lernspiele für den Englisch- und Mathematikunterricht (Memory, Domino, Puzzles usw.) zu kreieren. Die Schüler nahmen diese mit reger
Begeisterung an und v.a. halfen sie mir, die schnelleren Schüler motivierend zu beschäftigen und gleichzeitig zusätzlich zu fördern. Die Idee war, weitere Lernspiele nach meinen Modellen noch zusammen mit den Schülern herzustellen, wie z.B. ein riesiges Tiermemory in Englisch, doch leider fehlte dazu am Ende die nötige Zeit. Ich hoffe, dass vielleicht die nächsten Freiwilligen dieses Projekt weiterführen, denn so könnte über eine gewisse Zeit ein großer Pool an Lernmaterialien für die Schüler zusammengestellt und von allen jederzeit genutzt werden.
Sehr viel Neugier und Interesse zeigten die Schüler auch bei einer Stunde, die ich über die Welt, Europa und Deutschland gehalten habe. Mit Karten und Bildern, konnte ich die Fragen über Fragen, wo Deutschland liegt, wie es dort aussieht, was es dort alles gibt beantworten.
Es ist wirklich toll, wie offen die Schüler und Lehrer gegenüber jeglichen eigenen Ideen sind und so hat man wirklich absolute Freiheit, sich da einzubringen, wo man es gerne möchte. Es liegt immer in der eigenen Hand, wie viel Zeit man in das Projekt hineinsteckt, doch wenn man wieder einmal mehr die leuchtenden Augen der Kinder sieht, dann steckt man gerne viel Zeit hinein .
Die Lehrer sind alle absolut aufgeschlossen und leisten hier eine respektvolle Arbeit in dem Projekt, denn es ist zugegeben nicht immer einfach. Des öfteren braucht man schon starke Nerven. Doch der Dank der Schüler ist einem garantiert!
Zum Abschied hat meine Klasse für mich noch ein kleines, unvergessliches Fest vorbereitet, welches es mir allerdings nicht gerade einfach gemacht hat, mich zu verabschieden.
Zum Schluss möchte ich noch einmal allen Danken, den Betreuern, den Lehrern und den Schülern, die 2 Monate Arbeit in Arequipa für mich zu einem unvergesslichen Abenteuer gemacht haben !!!
Erfahrungsbericht von Angelika Schläfer (April- Mai 2008 im Sozialprojekt San Juan Apostól in Arequipa/Peru tätig)
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