„Eigentlich müsste man länger bleiben,2 1/2 Monate sind gar nichts“
Katrin ist seit drei Monaten zum dritten Mal in Peru. Das erste Mal ist sie vor zwei Jahren, im Oktober 2006 als Touristin auf der viventura Peru- Bolivien- Reise gekommen. Damals hatte sie auf der Sozialtour mit der damaligen viSozial- Praktikantin Daniela die Schule San Juan Apostol im Elendsviertel Villa Cerillos, etwas außerhalb von Arequipa, kennen gelernt. Die Schule mit ihren meist aus dem Hochland kommenden Kindern hat es der Peru- Begeisterten so sehr angetan, dass sie gleich nachfragte, wie sie sich dort sozial engagieren könne.
Zurück in Deutschland bewarb sie sich dann sofort über das Internet als Freiwillige und flog im September 2007 zurück nach Arequipa. Da sie zu der Zeit noch kein Spanisch sprach, buchte sie über viventura einen Sprachkurs, um sich mit den Kindern und Lehrerinnen verständigen zu können. Damals betreute sie die 5-Jährigen. Sie half ihnen bei Hausaufgaben und Schwierigkeiten im Unterricht, spielte mit ihnen oder nahm sie einfach nur in den Arm.
Aber auch diese 10 Wochen gingen viel zu schnell rum und Katrin musste zurück nach Deutschland. Dieses
Jahr kam sie wieder und entschied diesmal länger zu bleiben: „…zweieinhalb Monate sind gar nichts“. Bis Januar 2009 wird sie in Peru bleiben und bis Ende Oktober wird sie sich um Ihre Kinder, die jetzt in der Primaria sind kümmern. Sie freute sich riesig diese wieder zu sehen und auch die Kinder erkannten sie wieder und begrüßten sie herzlich. Zu Katrins Aufgaben gehört nun neben der Unterstützung der Lehrerin auch den Unterrichtsstoff zu erklären, bei Problemen zu helfen und die Examen zu korrigieren. Ihr gefällt es sehr, den Kindern etwas beibringen zu können und ihnen so vielleicht eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Manchmal ist das aber auch nicht so einfach, weil die Kinder unterschiedlich schnell verstehen, oft fehlt es an der nötigen Ruhe im Klassenraum, vielen Schülern fehlt die Konzentration, so dass sie enorme Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben haben. Selbst die spanische Sprache ist für einige 6- Jährige noch schwierig. Katrin hält den Englisch- und Computerunterricht deshalb noch für etwas zu früh, da viele damit überfordert sind. Besser wäre es ihrer Meinung nach diesen fakultativ in die Primaria einzuführen,wo die Kinder schon etwas älter sind.
Ein großes Problem in Villa Cerrillos ist die mangelnde Hygiene in den Familien der Kinder. So gibt es beispielsweise nicht genügend Möglichkeiten für eine ausreichende Zahnpflege. Viele der Kinder haben teilweise schon kaputte Zähne. In der Schule wird deshalb auf das Zähneputzen großen Wert gelegt. Katrin möchte auch die Eltern in diesen Sachen etwas besser aufklären.
Was die Freiwillige jedoch immer wieder freut und motiviert ist die Mentalität der Kinder „Sie sind so aufgeschlossen und interessiert und schenken einem Vertrauen und Zuneigung. Sie haben so viel Lebensfreude, auch wenn Ihre Lebensbedingungen sehr schwierig sind. Man bekommt viel mehr zurück als man geben kann.”
Zum Schluss möchte sie den zukünftigen Freiwilligen noch etwas mit auf den Weg geben: „Wichtig ist eine gute Vorbereitung. Man muss sich im klaren sein, dass Peru ein Entwicklungsland ist, d.h. dass die Menschen hier teilweise sehr arm und mangelernährt sind. Hier läuft auch nicht alles so schnell, wie man sich das manchmal wünschen würde. Man sollte mit eigenen Ideen nach Peru kommen, jedoch seine Ziele nicht zu hoch stecken, vieles ist nicht so leicht zu realisieren und braucht seine Zeit. Man kann den Menschen hier allein durch seine Hilfe und Zuneigung sehr viel geben.“





Hier steht: “Damals hatte sie auf der Sozialtour mit der damaligen viSozial- Praktikantin Daniela die Schule San Juan Apostol im” – ich war da keine Praktikantin mehr
sondern eigentlich schon 2 Jahre fest angestellt .. und eine Bitte dürfte ich wieder im Forum freigeschalten werden? Hatte euch schon mal angeschrieben .. würde auch gerne weiter von Deutschland mithelfen wenn das möglich ist. Liebe Grüße aus München, Dani
Hallo Dani,
danke für deinen Kommentar. Du solltest freigeschaltet sein. Bitte schreib mir noch einmal, wenn dem nicht so ist. Freue mich auch sehr über deine Nachricht, dass du von deutschland aus mithelfen möchtest! Bitte schreib mir doch mal an:
nicole@mundo-visozial.org
Dann können wir genaueres bereden.
Liebe Grüße aus Bogota
Nicole