Renovierung in Caracas

Bericht von Lena Peters

Trotz Ferienzeit im Casa Hogar Domingo Savio beginnt der Tag hier schon um 7.30Uhr mit den Bauarbeitern, die eifrig dabei sind, sämtliche Wände einzureißen. Das Kinderheim wird nämlich zur Zeit saniert, was in einigen Bereichen auch dringend nötig ist. Jedoch muss man hier die südamerikanische Kultur in die Zeitkalkulation einbeziehen – und so dauerte die Fertigstellung des Bades für die Kleinen ein halbes Jahr. Das Warten hat sich aber gelohnt und seit letzter Woche kann das strahlend weisse Heiligtum genutzt werden. Da auf die Küche und das Bad der Grossen aber nicht so lange verzichtet werden kann wurde die Anzahl der Bauarbeiter von einem auf den anderen Tag verdreifacht. Das lässt hoffen, dass das Haus noch vor Weihnachten fertig wird. Für die Kinder ist die Baustelle natürlich ein Paradies. Jeden Tag werden aus den rumliegenden Materialien eigene kleine Häuser gebaut oder beim Zementmischen geholfen. Dass die Küche vorrübergehend auf zwei kleine Herdplatten geschrumpft ist und es dadurch im Wechsel Nudeln und Reis gibt, stört auch niemanden. Als jedoch heute ein Teil des Hofs abgesperrt wurde, wo die Bauarbeiter ihr begehrtes Material und somit den „Spielplatz“ der Kinder vernichteten gab es lautstarken Protest. Die Schulferien gehen aber noch bis Mitte September und zur Zeit ist nur ein kleiner Teil der Kinder hier mit denen man ganz gut auf andere Plätze ausweichen kann. In diesem Sinne muchos saludos von der Baustelle.

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