Was wird aus den Kindern von Los Pinos?
Aufgrund der Absage von weiterer finanzieller Unterstützung seitens „SENAME“ (Jugendamt in Chile) droht der sozialen Einrichtung „Casa de los Pinos“ Ende dieses Monats (Sept. 08) das Aus.
Das soziale Projekt „Casa de los Pinos“ bedeutet für mehr als 150 Kinder im Armenviertel – Puente Alto/ Santiogo de Chile ein zweites Zuhause. Hier werden die Kinder nach der Schule wochentags von 14:00 bis 18:00 Uhr von Sozialarbeitern, Psychologen, Pädagogen und Freiwilligen betreut.
Viele der Kinder haben nur diese wenigen Stunden, in denen ihnen das Recht auf Selbstbestimmung und freie Entfaltung ermöglicht wird. Ihre Zukunftsperspektiven sind gering, umso erschreckender ist die Tatsache, dass die finanzielle Unterstützung vom Staat gestrichen wurde.
Gefördert werden im kommenden Jahr vor allem Einrichtungen, die mit straffällig gewordenen Jugendlichen arbeiten. Projekte, wie das „Casa de los Pinos“, die präventiv gegen Kriminalität, Drogenkonsum und Armut vorgehen werden bei der Verteilung der sozialen Fördergelder kaum berücksichtigt. Dies bedeutet, dass nur drei von sechzehn Projekten in Puente Alto mit ähnlicher Ausrichtung wie das „Casa de los Pinos“ weitergefördert werden. Somit droht 3500 Kinder der Verlust von räumlichem Schutz und pädagogischer Betreuung am Nachmittag.
Trotz der sozialen Missstände und Ungleichheiten zählt Chile laut „Weltbank“ seit 2006 nicht mehr zu den Entwicklungsländern. Zahlreiche Hilfsorganisationen zogen sich daraufhin als Unterstützer von sozialen Projekten zurück. Dies betraf auch Casa de los Pinos. Nun werden auch die Fördergelder seitens des chilenischen Jugendamtes „Sename“ gestrichen.
In Puente Alto lebt 80% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Weitere Missstände neben Massenarmut sind Wassermangel, knappe Stromversorgung und unzureichende Gesundheitsfürsorge. Gewalt, Kriminalität, sowie Drogenmissbrauch stehen auf der Tagesordnung und bestimmen den Alltag der Bewohner.
Die Kinder sind somit auch Problemen ausgesetzt, die häufig familieninterner Art sind und von gewalttätigen Auseinandersetzungen bis hin zu schwerem Missbrauch reichen. Das Hauptanliegen des Projekts „Casa de los Pinos“ besteht darin, den Kindern Schutz und Fürsorge zu bieten. Dem Leiter der Einrichtung, Luis Castro, der selbst im Viertel aufgewachsen ist und dort mit seiner Frau und seinen drei Kindern lebt, kommt es besonders darauf an, die Kinder des Projekts für den sozialen und bedachten Umgang mit anderen zu sensibilisieren. Um das gesamte Sozialwesen nachhaltig verbessern zu können, setzen sich die ausgebildeten Mitarbeiter individuell mit den Kindern und ihren Familienmitgliedern auseinander. Soziale und ökonomische Kompetenzen können somit gestärkt werden. Nicht zuletzt wird durch die Betreuung der Kinder aktiv für deren Gesundheit und medizinische Verpflegung gesorgt und dem Drogenmissbrauch entgegengewirkt.
Um das soziale Projekt „Casa de los Pinos“ Aufrecht erhalten zu können, wird Ihre/ Eure Hilfe benötigt. Für das Weiterbestehen der pädagogisch wertvolle Freizeit- und Nachmittagsbetreuung der Kinder werden Gelder in Höhe von ca. 3.300,- Euro (2.500.000 CLP) monatlich benötigt.
Ihre/ Eure Beiträge sind entscheidend für die Finanzierung der Mitarbeitergehälter, der Übernahme laufender Kosten, der Kosten für Verpflegung, Schul- und Workshopmaterialien.
Im Namen der Kinder danken wir allen Spendern/ Spenderinnnen und Paten/ Patinnen, die mit uns gemeinsam helfen, das „Casa de los Pinos“ zu erhalten.
Wir unterstützen “Casa de los Pinos” seit dem Jahr 2005 und möchte nun versuchen, durch eigene Mittel, ohne die Hilfe des Staates, das Projekt zu retten.
Links für alle die helfen möchten:
Spenden:
Unterstützung durch Spenden:
Wer unser Vorhaben im “Casa de los Pinos” unterstützen möchte, den bitten wir das folgende Spendenformular auszufüllen.
Pate/ Patin werden:
Allgemeine Informationen zu Patenschaften.
Weitere Informationen erhaltet ihr auch von unseren viSozial – Mitarbeitern in Chile :
und unter:








[...] wurde Mitte des Jahres die Unterstützung vom Staat entzogen (Infos dazu findet ihr hier ). viSocial in Chile hat das Projekt übernommen, um es am Leben zu erhalten und so 150 Kindern [...]