Ein guter Start des Patenschaftprogramms in Santiago de Okola (Bolivien)
Am Montag den 15.12.2008 machten Rita und ich aus auf den Weg nach Santiago de Okola. Im Gepäck: Informationsmaterial über ein Patenschaftsprogramm für die Schule in Okola, welches wir gerne mit dem Dorf umsetzten würden. Mit Spenden des viSozial. e.V. wurde die Schule bereits gefördert, z.B. durch die Anschaffung von Lehrmaterial und der Unterstützung bei dem Kauf eines Kopiergerätes. Doch dieses Geld reicht nicht, um notwendige größere, oder konstante Unterstützungen für die Schüler leisten zu können. Durch den Aufbau eines viSozial e.V. Patenschaftsprogramms für die Schule Okola wollen wir hier Abhilfe schafen…
Heute ist ein wichiger Tag für uns. Interssierten Eltern der Schüler in Okola möchten wir erklären was genau ein Patenschaftsprogramm ist, wie es funktioniert und welche Pflichten hierbei für beide Seiten entstehen. Wir hoffen, dass Interesse unserer Zuhörer wecken zu können und das wir über das Grobkonzept ins Gespräch kommen. Denn eines ist sicher – nur wenn die Bewohner von Okola ein Patenschaftsprogramm in ihrem Dorf wirklich wollen, sie unsere Arbeit unterstützen und sich für den Erfolg des Programms mit einsetzten, kann die Umsetzung gelingen.
Anhand einer kleinen Präsentation und eines Plakates erklären wir den aufmerksamen Zuhörern wie der Verein viSozial funktioniert und welche Bedeutung die Patenschaftsprogramme für den Verein haben. Wir erklären wie die Paten in Deutschland gefunden werden, wie das Geld die Empfänger erreicht, was der Pate im Gegenzug für seinen Einsatz erwarten kann und welche Arbeiten im Vorfeld bzw. Hintergrund notwending sind, damit ausreichend Paten, langfristig Unterstützung leisten. Der Direktor der Schule übersetzt unsere Erklärungen in Quechua, um sicherzustellen, dass wirklich alle unsere Ausführungen verstehen.
Sehr interessiert bestaunen die Anwesenden vor allem die Darstellungen unserer Slides aus dem Internet. Hier können sie sehen, wie die Kinder anderer Patenschaftsprogramme vermittelt werden. Sie sehen ihre Gesichter, die Informationen über die Kinder in einer für sie unverständlichen Sprache und erkennen, wie sich interessierte Leute aus Deutschland über die Projekte informieren können, um sie schließlich zu unterstützen. Es ist den Eltern anzumerken, wie sie darüber nachdenken, dass bald auch die Gesichter und Geschichten ihrer Kinder für Menschen aus Deutschland sichtbar sein könnten.
Besonders wichtig ist uns das allen deutlich wird, dass wir nur gemeinsam, in Zusammenarbeit, ein erfolgreiches Konzept entwickeln können. Termine und Formalien sollten sowohl von den Paten, den viSozial Mitarbeitern, der Schule, den Schülern und deren Eltern eingehalten werden. Gemeinsam können wir überlegen wie die Gelder sinnvoll eingesetzt und wie die Rückmeldeaktionen an die Paten in Deutschland organisiert werden.
Alle Gelder aus dem Patenschaftsprogramm sollen der Verbesserung der Bildung und Lebenssituation der Schüler in Santiago de Okola zu Gute kommen. Patenschaften können für Schulklassen übernommen werden, nicht für einzelne Kinder. Paten haben die Möglichkeit ihre Schützlinge während der gesamten Ausbildung zu begleiten und Hilfe zu leisten, die vielen Kindern zu Gute kommt, auch nachdem ein Kind die Schule bereits verlassen hat.
Die anwesenden Einwohner von Okola haben auf alle Ideen sehr offen und interessiert reagiert. Wie wir erhofft hatten wurden nach unseren Ausführungen Fragen gestellt und wir haben gemeinsam über Ideen und weitere Vorgehensweisen gesprochen. Die Gemeinde hat sich bereits am gleichen Tag entschieden, dass sie das Patenprogramm in Santiago de Okola einführen möchten. Am 30 Januar wollen wir uns alle nochmal zusammensetzten, um über organisatorische Details zu besprechen und eine Vereinbarung zu unterzeichnen.
Ich freue mich ganz besonders auf die Arbeit die nun in Okola ansteht. Ich bin mir sicher wieder sehr herzlich und offen von der Gemeinde aufgenommen zu werden, für die Zeit die ich direkt in Okola verbringen werde. Im Februar wollen wir eine größere Aktion starten, im Rahmen derer ich nach Okola fahren werde, um Fotos zu machen und sämtliche notwendigen Informationen zu sammeln.
Der erste Schritt ist getan, nun wollen wir gemeinsam weiter laufen, um den Kindern aus Santiago de Okola eine bessere Zukunftsperspektive ermöglichen zu können. In dieser explorativen Phase in der wir noch stecken, freuen wir uns ganz besonders über Kommentare und Anregungen von dir.
Weitere Informationen:
viSozial e.V. Bolivien: Projekt "Luz de Esperanza"





Schöner Bericht Gruß Rita