Muttertag in der Suppenküche in Arequipa
Vor zwei Tagen durfte ich gemeinsam mit dem MVC, einem katholischen Verein, mit dem wir hier in Arequipa eng zusammen arbeiten, ein kleines Muttertagsfest für die älteren Herrschaften, die regelmäßig in die Suppenküche nach Alto Jesus kommen, ausrichten. Schon am frühen Morgen versammelten wir uns, um den 24 Omas und dem einen Opa, die uns an diesem Vormittag mit ihrer Anwesenheit beglücken sollten, ein schönes Fest auszurichten.
Die Suppenküche in Alto Jesus ist genau wie der Kindergarten, die Krankenstation und die Apotheke, die sich im gleichen Gebäude befinden, ein sehr wichtiges Hilfsangebot für die Menschen der Umgebung. Sei es das liebevoll zubereitete Essen, die günstigen Medikamente oder die fürsorgliche Betreuung im Kindergarten – das Angebot ist groß und vor allem für alle erschwinglich. Deshalb ist die Resonanz von Seiten der Bevölkerung auch sehr groß.
Anlässlich des auch hier in Peru weit verbreiteten Muttertages sollten die treuen Großmütter und Großväter an ihrem Tag also etwas Besonderes erleben. Deshalb wurde gemeinsam gesungen, getanzt, gespielt und viel gelacht.
Die alten Leute wirkten sehr glücklich und zufrieden, da sie für einen Vormittag ihre Ängste und Sorgen vergessen konnten. Als besonderes Highlight hatten die Kindergartenkinder ein Lied zum Muttertag für die Omis und Opis einstudiert, welches sie ihnen stolz präsentierten und sie somit zu Tränen rührten. Außerdem wurde mit einer leckeren Torte der Geburtstag all derjenigen gefeiert, welche im Monat April Geburtstag hatten.
Der Einsatz von viSozial erfolgte dann noch vor dem von allen sehnlichst erwarteten Mittagessen: Jeder der an diesem Tag Anwesenden erhielt ein kleines Geschenk, welches aus einem oder zwei Kleidungsstücken, einer Seife und einer Muttertagskarte bestand. Die Kleiderspenden stammten aus den unzähligen Spenden, die im letzten Jahr bei uns eingegangen sind. Darunter befanden sich neben unzähligen Schulmaterialien und Medikamenten, welche wir bereits im Rahmen der Gesundheitskampagne und der Schulkampagne erfolgreich an den Mann bringen konnten, auch sehr viele Kleidungsstücke für Erwachsene. Auf Grund der großen Anzahl an Spenden konnten wir somit nicht nur den Kindern eine Freude machen, sondern auch der älteren Generation, welche sich in der Suppenküche von Alto Jesus sichtlich wohl fühlt. Im Namen aller Begünstigten und möchten wir uns an dieser Stelle noch einmal recht herzlich bei allen Gebern und Spendern bedanken! Viele der Menschen, die in Alto Jesus leben, sind auf solche Spenden angewiesen, um bei dem nachts doch kühlen Klima nicht allzu sehr zu frieren. Deshalb sind viele Kleidungsstücke, die beispielsweise für uns in Europa nicht mehr zu gebrauchen sind, weil sie gegebenenfalls ein Loch oder einen Fleck haben oder einfach nur aus der Mode sind, für die Menschen in Peru noch immer sehr wertvoll und nützlich. In diesem Sinne, denkt daran, alte Kleidung lieber an unserer Bedürftigen zu spenden als sie weg zu werfen!
Essenszubereitung in der Suppenküche:
Luftballonspiel:
Entgegennahme der Kleiderspenden:








Ja, auf jeden Fall!! Ich hab auch immer alte Sachen von mir mit nach Lateinamerika genommen und da verschenkt!