Schulkampagne am Titicacasee
Am 29. und 30. April war es auch für die Kinder unserer Projekte auf Capachica und dem Blindenzentrum am Titicacasee soweit. Durch die Unterstützung unserer Paten konnten wir jedem Kind in unseren 5 Projekten ein kleines Geschenk ermöglichen. Für die Schulkinder gab es jeweils Schreibutensilien und Hefte. Die Kindergarten- kinder bekamen Hygienesets, bestehend aus Zahnbürte, -putzbecher, -pasta, ein kleines Handtuch und einem Stück Seife sowie einer Tupperdose gefüllt mit Keksen und einer Banane. Gegen die bitterkalten Nächte am Titicacasee gab es zusätzlich für jedes Kind eine Fleecejacke mit unserem peruanischen Logo.
Die fleißigen Helfer aus Arequipa machten sich bereits um 2 Uhr morgens auf den Weg nach Puno um mir zur Hand zu gehen. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten im peruanischen Straßenverkehr haben sie es dann doch noch rechtzeitig geschafft.
Wie immer ging es in Hilata los. Die Grundschule mit 70 Kindern war noch relativ überschaubar. Am lustigsten ist es mit den kleinen vom Wawawasi, was wörtlich “kleines Haus” bedeutet und das Pendant zum deutschen Kindergarten ist. Danach ging es nach Chifron, der einzigen Gemeinde die wir als Projekt unterstützen. Obwohl viel mehr Kinder kamen als geplant, ging keines der Kinder leer aus. Um keines der anwesenden Kinder zu enttäuschen, hatten wir Ersatzfleecejacken mitgebracht für den Notfall.
Nach unserem Frühstück mit wundervollem Blick auf den Titicacasee, ging es am nächsten Tag zum Kindergarten in Santa Maria. Etwas verlegen und verwundert was hier passiert, waren die kleinen vom Wawawasi. Besonders haben sie sich jedoch über ihre Kekse gefreut.
Nur 15 Minuten Fahrt von Santa Maria entfernt, befindet sich die Grundschule von Llachon, mit 150 Schülern unser größtes Projekt auf Capachica. Wir wurden, im wahrsten Sinne des Wortes, mit Pauken und Trompeten empfangen. Auf dem Schulgelände spielte nämlich die Schulkapelle für uns. Danach führten die Schüler der 6. Klasse einen traditionellen Tanz in ihrer typischen Tracht für uns auf. Für die Schule in Llachon gab es noch eine extra Kleinigkeit. Durch die Patenspenden war es uns möglich die Schule mit ausreichend Musikinstrumenten, bestehend aus Trompeten, Xylophonen, Klarinetten und Notenständern auszustatten. Zusätzlich bekam jedes Kind eine typisch peruanische Panflöte. Da wir bisher gute Erfahrungen mit dem dortigen Musiklehrer gemacht haben, wollten wir seine Arbeit weiterhin unterstützen und jedem Kind die Möglichkeit geben ein traditionelles Musikinstrument zu erlernen.
Nach dem Mittagessen haben wir uns dann auf den Weg nach Puno ins Blindenzentrum gemacht. Die Kinder warteten schon erwartungsvoll auf uns. Die Geschenke für das Blindenzentrum wurden jeweils den Bedürfnissen der Kinder angepasst. Statt Stiften gab es Griffel (Eine Art Stempel zum eindrücken der Blindenschriftbuchstaben auf der Rückseite des Papiers.) und statt Heften gab es Schnellhefter zum einsortieren ihrer Blindenschriftnotizen. Zur Entfaltung der Kreativität erhielten sie noch zusätzlich eine Packung Knetgummi.








Ich finde es toll, dass ihr euch bei den Geschenken so viel Gedanken macht und den Kindern nicht irgendwas schenkt, sondern Dinge, die sie wirklich brauchen können. Der Wert eines Geschenkes wird nicht durch den Preis ausgedrükt; es sind die Überlegungen, die dahinterstehen. Das erfordert eine Auseinandersetzung mit den zu Beschenkenden und ist manchmal mühsamer als irgendwas schnell zu kaufen.