Unterwegs mit dem “Engel von Capachica”, Peru

Isabel1-150x150 Unterwegs mit dem Engel von Capachica, PeruIn der Vergangenheit haben wir bereits über unsere Ernährungskampagne auf Capachica und unsere Ernährungsberaterin Maria Isabel berichtet. Nun ist es wieder Zeit über die erfolgreiche Arbeit vor Ort und über Neuigkeiten zu berichten. Eine Woche lang habe ich Maria Isabel bei ihrer tagtäglichen Arbeit in den Projekten begleitet und konnte mich selber von dem Erfolg ihrer Arbeit sowie von ihrem Engagement, ihrer Energie und ihren Ideen beeindrucken lassen.

Montag früh am Morgen ging es los: in einem Kombibus und mit riesigen Säcken und Kisten voll mit Lebensmitteln. Nach wie vor kümmert sich Isabel im Rahmen der langfristigen Gesundheitskampagne darum, dass alle Kinder in unseren Projekten über die Woche verteilt eine ausgewogene Ernährung erhalten und mit noch fehlenden Lebensmitteln versorgt werden.

Der Ernährungsplan dieser Woche sah wie immer vor, dass die Kinder zu ihrem einseitigen Essen, welches aus Kartoffeln, Reis, Mais, Bohnen und Quinua besteht, jeden Tag ein anderes Obst erhalten. Zusätzlich bekommen  sie zu den Hauptmahlzeiten, verteilt auf die einzelnen Tage, Milchprodukte, wie Käse und Yoghurt, aber auch Fisch, Fleisch, Gemüse und Eier. Jeden Tag in der Woche fährt Isabel die verschiedenen Projekte an, um die Durchsetzung des Ernährungsplanes möglich zu machen. Eine wochenausfüllende Aufgabe, doch Isabel belässt es nicht dabei. Sie ist nicht nur Überbringerin der Lebensmittel, sondern packt wo sie nur kann mit an. Sie steckt viel Energie in die Zusammenarbeit und die Kommunikation mit den Menschen vor Ort und dies besonders in die Zusammenarbeit mit den Frauen der Gemeinden. Ich konnte mich selbst davon überzeugen, wie dankbar ihre Hilfe in den Gemeinden entgegen genommen wird, wie erfolgreich ihre Projekte sind und wie sie Motivation in den Menschen weckt. Sobald Isabel auf die Gebäude der Gemeinden und Schulen zugeht, kommen die ersten Kinder schon auf sie zu geströmt. Überall wird sie mehr als freudig empfangen und begrüßt und es ist einfach zu verstehen, warum.

Versammlung-500x375 Unterwegs mit dem Engel von Capachica, Peru

In der Schule Llachon helfen jetzt, wie selbstverständlich, viele Mütter freiwillig mit täglich für die circa 150 Kinder zu kochen. Somit ist eine vernünftige Zubereitung der Lebensmittel für die Kinder gewährleistet.

In der Gemeinde Santa Maria sind an einem Tag alle Mütter zu einer Versammlung erschienen und nehmen nun gemeinsam an einer bevorstehenden Baumpflanzaktion in der Gemeinde teil, über die wir natürlich auch ausführlich berichten werden.

Wir haben uns ebenfalls in der Gemeinde Capachica mit circa 25 Müttern getroffen. Isabel hat es möglich gemacht, dass die Frauen häkeln lernen konnten. Ganz begeistert und hoch motiviert sind die Damen bei der Arbeit und möchten von Isabel noch viele weitere nützliche Dinge lernen. Die Arbeiten sollen anschließend auf den Artesania-Märkten verkauft werden und der Gemeinde zu Gute kommen. Den ganzen Nachmittag hat Isabel selbst fleißig mitgehäkelt und Nachhilfeunterricht gegeben. Sie war so vertieft  in ihre Aufgabe, dass wir unseren letzten Bus nur noch durch einen schnellen Spurt bekommen haben.

Häkelnde CapachicaMütter

Am Mittwoch haben wir selbst voller Tatendrang mit angepackt und für die Kinder der Schule Hilata ein Festmahl gezaubert. Während meine Aufgabe das Tomatenschneiden war, hat Isabel kiloweise Hühnchen zerteilt. Mit Hilfe einiger anderer Frauen wurde dann das Essen an einer Feuerkochstelle zubereitet. Die Augen sowie gleichsam die Freude der Kinder waren riesig! Doch die Glücklichste von Allen war hinterher wohl Isabel. Für sie ist es das Größte den Kindern etwas Gutes zu tun und ihnen eine Freude bereiten zu können. Den ganzen Rückweg hat sie von nichts anderem gesprochen – wie eigentlich an jedem Tag.

Festmahl-500x375 Unterwegs mit dem Engel von Capachica, Peru

Am Ende der Woche haben alle Frauen der Gemeinde Chifrón an einer Forellen-Kochaktion teilgenommen. Wieder, wie kann es anders sein, von Isabel organisiert. Es ist schön zu sehen, dass die Frauen selbst Spaß daran haben und sogar Eigeninitiative zeigen, indem jede eine Kleinigkeit für das Essen mitgebracht hat.

Was würden wir und die Menschen auf Capachica bloß ohne den “Engel von Capachica” machen?

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