“Die andere Seite Bogotás” im Rahmen von Exito Verde
Ein weiterer Tag in Bogotá im Barrio Manitas mit den Kindern vom Projekt Exito Verde. Diesmal begleiteten uns Marcelo und Christoph in die südlichen Höhen Bogotás, um auch einmal miterleben zu können, wie ansteckend die Lebensfreude der Kinder dort ist. Marcelo berichtet im Folgenden über seine persönlichen Erfahrungen:
Ich absolviere momentan an der deutschen Schule von Bogotá, Colegio Andino, mein Schulpraxissemester. Da ich selbstverständlich von der Armut, die in Lateinamerika herrscht, weiß und durch die Privatschule eine ganz andere Seite von Bogotá kennen lerne, habe ich das Angebot von Nicole angenommen, im Süden eines der Sozialprojekte kennen zu lernen.
Mit einer sehr guten Busverbindung sind wir in den Stadtteil Ciudad Bolívar gefahren und schon während der Fahrt vom Norden in den Süden ist die allmähliche Veränderung der Häuser und Menschen kaum übersehbar. Drei Wochen hatte ich vorher bereits in Bogotá verbracht und fragte mich bereits, weshalb man so wenig von der Armut spürt, allerdings lag es eben daran, dass ich die meiste Zeit im „reichen“ Norden Bogotás gewesen bin. Angekommen mussten wir noch ein wenig durch das Dorf laufen, um zum Projekt zu kommen. Die Leute in dem Dorf sind sehr herzlich und aufgeschlossen. Schon auf dem Weg zum Projekt kamen Leute auf Nicole zu, um sie zu begrüßen und ein paar Worte auszutauschen; eine sehr nette und einladende Atmosphäre.
Als wir im Projekt ankamen wurden uns alle Leute vorgestellt und natürlich, wie in Lateinamerika so üblich, mit Küsschen begrüßt. Die Kinder waren bei der ersten Begrüßung etwas schüchtern, als ich mich allerdings zu den Kindern gesetzt habe, um mit ihnen etwas zu spielen, war die Schüchternheit verflogen. Nach wenigen Minuten haben sich zwei Mädchen an mich geschmiegt und mich behandelt als würden sich mich bereits jahrelang kennen. Nachdem wir eine Weile gespielt hatten, machten wir uns auf zu einem Sportplatz, um ein wenig Fußball zu spielen. Die Kinder blieben auf dem Sportplatz erst einmal an einem Klettergerüst stehen und tollten daran herum, wie es für Kinder in diesem Alter eben üblich ist. Nach etwas austoben machten wir uns auf den Weg zurück und Nicole erfüllte den Kindern ihren Wunsch ihnen etwas Deutsch beizubringen und damit neigte sich der Tag seinem Ende zu.
Zusammenfassend muss ich sagen, dass der Tag voller sehr wichtiger und interessanter Erfahrungen und der Ausflug ein absolutes Muss war, um beide Seiten Bogotás kennenzulernen.
Falls ihr ebenso wie Marcelo gerade in Südamerika seid und Lust habt in eines unserer Projekte zu schnuppern, dann wendet euch an info@mundo-visozial.org. Wir helfen euch dann gerne weiter.




