Volontärin im Hogar Querubines – eine unvergessliche Zeit
Christine, die als Volontärin im Waienhaus Hogar Querubines in Buenos Aires arbeitete, hat ihre dortige Zeit in einem Erlebnisbericht Revue passieren lassen:
Als ich am 1. August im Flieger von Chile nach Argentinien saß, war ich schon sehr gespannt, was mich dort erwarten würde. Nachdem ich zuvor fast 3 Monate als Volontärin im Casa de los Pinos in Santiago, einem Projekt, welches sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche nachmittags nach der Schule betreut, geholfen hatte, sollte ich nun 8 Wochen die Organisation Hogar Querubines in Buenos Aires unterstützen.
Jetzt bin ich fast am Ende meines Aufenthalts und in einer Woche stehe ich wieder auf deutschem Boden. Aber eigentlich will ich noch gar nicht zurück nach Deutschland, dazu macht mir die Arbeit mit den Kindern viel zu viel Spass. Aber nun zum Anfang: Das Sprichwort “Aller Anfang ist schwer” traf nur auf den Weg vom Flughafen zu meinem neuen zu Hause in Beccar – einem Vorort von Buenos Aires – zu. Auf der Fahrt platzte ein Reifen und so musste ich dem Taxifahrer beim Reifenwechsel zur Hand gehen. Mit ungefähr einer Stunde Verspätung kam ich dann endlich bei Adriana, die mich schon erwartete, um mir meine neue Bleibe zu zeigen, an. Adriana ist die Koordinatorin des Projekts. Sie und ihre Familie begrüßte mich sehr herzlich und ich wurde gleich mit Fragen überschüttet. Ich fühlte mich sofort heimisch.
Am nächsten Tag begann dann auch gleich die Arbeit. Mein Einsatzort war das Kinderheim “Navarro”, eines von 3 Kinderheimen der Organisation Querubines, mit insgesamt 15 Kindern im Alter von 5 Monaten bis 16 Jahren. Querubines ist ein gemeinnütziger Verein in Buenos Aires, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, verwaisten oder vernachlässtigen Kindern, die teilweise auch vom HIV-Virus betroffen sind, ein Zuhause zu geben.
In “Navarro” wurde ich gleich sehr herzlich aufgenommen. Nach einer kurzen Führung durch das Haus kam ich auch schon zum Einsatz. Rossana, eine der Betreuerinnen im Heim, fragte mich, ob ich Airton, unserem 5 Monate alten Nesthäckchen, nicht die Flasche geben wolle. Tja, und so war ich nach noch nicht mal einer halben Stunde mitten im Geschehen. Flasche geben, Windelwechseln, mit den Kindern malen, die Kindern in den Kindergarten und in die Schule bringen usw.. Langeweile kam nie auf. Es gab immer etwas zu tun. Und wenn mir mal nichts mehr einfiel, hatten die Kinder immer eine Idee, was man noch machen könnte: “Tia (zu deutsch:Tante) können wir heute etwas backen” oder “Tia, gehst du mit uns auf den Spielplatz” sind nur einige Beispiele.
Nachdem ich mich gut eingelebt hatte, habe ich mir dann in der zweiten Hälfte meines Aufenthalts zum Ziel gesetzt, für die älteren Kinder im Heim eine Freizeitbeschäftigungen zu suchen. Natürlich mit der Prämisse, möglichst wenig Geld dafür auszugeben. So bin ich hier in Beccar mit meinem Anliegen von Sportclub zu Sportclub gegangen und konnte bei fast allen einen Diskount von mind. 50% bekommen. Fast alle Kinder haben jetzt eine wöchentliche Beschäftigung, wie z.B.: Fussball, Schwimmen oder Boxen, die ihnen viel Spaß macht.
Mir bleiben jetzt nur noch wenige Tage hier im Projekt und an meinen Abschied will ich gar nicht denken. Die Kinder sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich werde sie alle sehr vermissen. Für mich war der Aufenthalt hier eine prägende Erfahrung und ich bewundere sehr, wie diese Kinder trotz ihres oft sehr schweren Schicksals und trotz der vielen Entbehrungen dennoch glückliche Stunden genießen. Mit diesem Bewusstsein nach Deutschland zurück zu kehren, hilft, die dortigen Probleme anders, vor allem gelassener zu betrachten.
Für die Hogar Querubines wünsche ich mir, dass sie für die nächste Zeit Volontäre/innen finden, die die Mitarbeiter/innen bei ihren Aufgaben unterstützen. Daher hoffe ich, dass mein Bericht für den/die ein oder andere(n) eine Ermunterung ist, ebenfalls in Hogar Querubines zu helfen, um den Kindern eine Chance zu geben. Genau wie ich, werdet ihr bestimmt auch eine unvergessliche Zeit verleben!





Ich freue mich, dass du so tolle Erfahrungen sammeln konntest, Christine! Aber noch viel schöner, dass die Kinder so viel von dir profitieren konnten! Ich hoffe auch, dass sich weiterhin so engagierte Freiwillige finden wie dich!
Liebe Grüße aus Arequipa von Nicole
Hallo! Ich werde von März bis Mai 2010 auch im Hogar Querubines arbeiten und bin schon ganz gespannt wie das wird! Hätte da noch ein paar Fragen bei denen mir Christine vielleicht weiter helfen könnte, deswegen wollte ich fragen ob ihr mir/ du mir deine e-mail Adresse schicken würdest? Wäre super! Liebe Gruße und einen Guten Rutsch! Jenny
Hey!
Auch ich geh im Sommer für drei Monate nach Buenos Aires (Ende Juli bis Ende Oktober) und hab noch soooo viele Fragen. Wäre es möglich E-Mail Adressen auszutauschen?
Würde mich über eine Nachricht freuen!
Jelena
Hey,
auch ich werde von ca Ende August (2010) bis Ende Februar (2011) nach Buenos Aires gehen und würde gern neben meinem Sprachkurs in einem Kinderheim helfen.Ich habe bisher leider keine Vorkenntnisse in spanisch und habe somit leider noch keine Kontakte bezüglich eines Kinderheims geknüpft.
Es wäre also sehr nett, wenn ihr mir eure Email-Adressen geben könntet um ein paar Tipps auszutauschen!
LG Ruth
Hey!
Schick mir doch einfach mal ne Mail an jel@gmx.us
liebe Grüße!
Jelena