Los Pinos fährt ins Zeltlager

Dienstag, den Januar 26, 2010 von dominik

Isaias„Fahren wir in den Sommerferien wieder auf Zeltlager?“, war eine der meist gestellten Fragen Anfang der Jahres der Kinder im Kinder- und Jugendzentrum Casa de los Pinos an uns Betreuer. Das 3-tägige Zeltlager mit den 9 bis 16jährigen Jugendlichen ist für die meisten die einzige Gelegenheit, in den Ferien richtig rauszukommen. Und so war es dann Mitte Januar auch soweit: 32 Kinder und 7 Betreuer stiegen mit voll gepackten Taschen und Rucksäcken, mit Zelten und großen Gaskochern, mit Töpfen und Lebensmitteln sowie mit Bällen und anderen Spielsachen in den Bus, der uns in das nahegelegene Dorf Pirque südlich von Santiago brachte. Schnell war alles ausgeladen und sogleich begann auch der Aufbau der Zelte. Die Jugendlichen wollten keine Zeit verlieren, um möglichst schnell in die Badehose zu schlüpfen und in das Schwimmbecken zu springen.

Luis, der Leiter des Casa de los Pinos sorgte mit seiner über 5jährigen Zeltlagererfahrung dafür, dass alles in seinen geordneten Bahnen lief und die Kinder auch sonst gut geschützt waren. Regelmäßig ordnete er das Eincremen mit Sonnencreme an und so standen die Jugendlichen vor der großen Flasche Schlange. Außerdem bekam jedes Kind eine Schildmütze geschenkt, die ein Volontär aus Deutschland mitgebracht hatte. Da bald Mittagessenzeit war, besorgten wir noch 20 kg Tomaten und 80 Pfirsiche aus der umliegenden Direktvermarktung und die erste große Mahlzeit konnte beginnen. Diesmal gab es das auch für Chile übliche Zeltlagergericht Nudeln mit Tomatensoße und als Nachtisch einen Pfirsich.

EssenfassenNach dem Essen hätten wir zwar gerne etwas geruht, aber dazu ließen die Kinder uns keine Gelegenheit. Schließlich bot der Campingplatz mit seinem Schwimmbad, seinem Fußballplatz und Volleyballfeld sowie seinem kleinen See mit Ruderbooten zu viele Beschäftigungsmöglichkeiten. Gegen Abend, als unsere Schultern vom Wasserpferdchenspielen weh taten, gab es Abendbrot und anschließend schauten wir einen Videofilm auf Großleinwand. Bevor die Kinder und auch wir Betreuer in die Zelte verschwanden, stärkten wir uns noch mit einer Suppe.

Campamento 2010Am nächsten Morgen weckten uns muhende Kühe und bellende Hunde. Nach dem Frühstück sprangen einige ins Wasser, während andere mit den Ruderbooten herumfuhren und versuchten, Frösche zu fangen. Das Mittagessen war wieder eine gute Gelegenheit, alle zusammenzutrommeln und neue Sonnencreme aufzutragen. Diese verfehlte auch ihre Wirkung nicht, denn außer kleinen Blessuren an Füßen und Beinen, die schnell mit Pflaster versorgt waren, verzeichneten wir keine “Notfälle”. Am Nachmittag besuchten uns Mathias und Malena vom viventura-Partnerbüro in Santiago und brachten bei der Gegenheit Fleisch und Kartoffeln für das traditionelle Asado am zweiten und letzten Abend mit. Und so wurde der Grill entfacht, die Kartoffeln gekocht und Fruchtsaft vorbereitet, um die hungrigen Badenixen und Fröschefänger sättigen zu können.

KabarettMit Einbruch der Dunkelheit entzündeten wir dann noch ein Lagerfeuer und die Jugendlichen Tito, Leandro und Isaías brachten uns mit einer improvisierten Kabarettshow so richtig zum Lachen. Ihr fast eineinhalbstündiges Programm mit kleinen Sketchen, Witzen und Slapsticks war wieder einmal ein Beweis dafür, welche Talente unsere Kinder und Jugendlichen vom Los Pinos so haben.

Reis mit WürstchenAm dritten Tag war vor allem Zeltabbau, Aufräumen und Spielsachensuchen angesagt. Nach dem Mittagessen – Reis mit Würstchen – holte uns der Bus ab und so gingen drei wunderschöne Tage Zeltlager zu Ende.

Abbau

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