Ein Gemeindezentrum für Taboquinhas

Der Ortsteil PortelinhaDurch die schwache Kakaoernte auf den Fazendas dieses Kakaogebietes sind viele Landarbeiter und Kleinbauern in den Ort Taboquinhas gekommen, wo sie auf mehr Arbeit oder Unterstützung der Gemeinde hoffen. Auf einem Gemeindeland am Rande des Städtchens haben die meissten ein Stückchen in Besitz genommen und dort ein Häuschen aus Brettern oder Lehm gebaut. Innerhalb kurzer Zeit entstand so ein neuer Ortsteil, Portelinha genannt, mit heute etwa 120 Familien. Durch eine Intervention des Babtistenpfarrers wurden noch rechtzeitig mit einer Maschine Erdstrassen durch das Gebiet geschoben, dadurch konnte dieses Viertel einigermassen geordnet wachsen und bei Trockenheit kann man sogar mit dem Auto durchfahren.

Viele sind noch Arbeitslos, aber einige haben eine Arbeit als Taglöhner gefunden und wer mehr Glück hatte, konnte sogar bei der Gemeinde eine Anstellung bekommen.  Die andern gehen auf den Fluss zum Fischen oder warten vor der Türe sitzend auf bessere Zeiten. Für die Jugendlichen ist aber wenig Aussicht auf Arbeit. Die Schulausbildung ist misserabel und sonst gibt es keinerlei Anreiz oder Unterstützung um einen Beruf zu erlernen oder zumindest in Kursen eine Weiterbildung zu bekommen oder eine handwerkliche Tätigkeit zu erlernen.

Im Ortsteil Portelinha

Wir hatten schon lange vor, in diesem Ortsteil ein Programm zu entwickeln um diesen Menschen auf irgendeiner Weise helfen zu können. Nun kam die tolle Nachricht von viSozial, dass ein Teil des Ertrages des Weihnachtsgewinnspiels nach Brasilien fliessen wird. So hatten  wir die letzten Wochen Pläne geschmiedet und mit Bewohnern gesprochen, um den bestmöglichen Nutzen für diese Menschen zu erreichen. Unter den Favoriten waren ein Waschhaus, Computer für Curse und ein Gemeindesaal. Am 14. Waren wir wieder im Ortsteil Portelinha und haben mit vielen Bewohnern über diese Möglichkeiten gesprochen. Die meisten haben sich dann für einen Gemeindesaal ausgesprochen und wir sahen dies auch als die beste Möglichkeit.  Im Ganzen Ortsteil gibt es kein Treffpunkt und keinerlei institution der Gemeinde. Der Gemeindesaal soll ein Zentrum für Kurse und Weiterbildung werden. Eine Firma in Ilhéus hat schon gebrauchte Computer zugesagt. Auch Volontäre als Lehrer gibt es schon. Ausserdem soll auch eine Capoeiragruppe gegründet werden. Diese Tätigkeiten holen die Jugendlichen von den Strassen, geben einen Sinn und Gemeinschaftsgefühl und halten sie fern von den Drogen.

Nun laufen die Vorbereitungen und alle sind voll grosser Erwartung. Im Zentrum des Viertels gibt es ein angefangenes Haus, welches zum Verkauf steht. Wir verhandeln mit dem Besitzer und auch mit der Gemeinde, welche das Grundstück von ihm kaufen soll. Es sieht alles sehr positiv aus und bald hoffen wir die Einweihung vornehmen zu können und dann vielen der Menschen in diesem Viertel eine neue Hoffnung zu bringen.Kinder in Taboquinhas

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1 Kommentar zu „Ein Gemeindezentrum für Taboquinhas“

  • Andrea:

    Das ist aber eine schöne Entwicklung.
    Ich freue mich für Euch und drücke Euch die Daumen, dass alles so umgesetzt werden kann, wie Ihr es Euch wünscht.

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