Schlechte und gute Nachrichten aus Chile

TumbesStelle dir einen nasskalten Novembertag vor – einen Tag, an dem man sich am liebsten mit einer Tasse heißen Tee und einem guten Buch in der warmen Wohnung in eine Decke einwickelt… So fühlt sich an vielen Tagen der Herbst und Winter in Chile an. Während in Deutschland endlich nach dem langen und schneereichen Winter der Frühling beginnt, steuert Chile auf den Winter zu. Am gestrigen Mittwoch, 31. März 2010 hat der erste starke Regen in Concepción und Umgebung eingesetzt. Die Menschen dort haben keine Bücher, kaum warme Decken und schon gar keine beheizten Wohnungen. Im Erdbebengebiet heißt es Ausharren in Zelten und unter Plastikplanen und hoffen, dass das Gas ausreicht, um wenigstens einen heißen Tee für seine Kinder zu kochen.

Aber es gibt auch gute Nachrichten zu verkünden. Am Ostersonntag wird der erste von drei Hilfskontainern aus Miami in Chile eintreffen. Heute haben wir von der Fundación Visocial Chile (chilenische Partnerorganisation von viSozial e.V.) uns mit Paulo, dem Schwager von Luis (Leiter des Los Pinos), zusammengesetzt. Paulo hat über das Netzwerk Red Viva, einer christlichen, sozialen Organisation Kontakte nach Miami. Von dort kommen nun Container mit Hilfsgütern wie Windeln, Luftmatratzen und starken Kunststoffplanen. Jetzt muss der Transport vom Hafen in San Antonio nach Santiago, eine entsprechend große Lagerhalle zum Umladen und Sortieren und schließlich der Transport nach Dichato und Tumbes organisiert werden. Dabei wollen wir natürlich so wenig wie möglich Spendengelder ausgeben. Allein die Zollgebühren und Steuern für einen Container betragen regulär über 350 EUR. Mit entsprechenden Bescheinigungen verschiedenster Behörden, die den Container als Hilfstransport deklarieren, wird es billiger. Diese sind zwar einen Tag vor dem langen Osterwochenende – auch in Chile ist Karfreitag Feiertag – nicht leicht zu bekommen. Aber wir haben Glück. Und so wird eine weitere Hilfeleistung für die Erdbebenopfer konkreter. Windeln als Ostergeschenk – die Menschen werden glücklich darüber sein.

Auch wenn wir Zollgebühren einsparen konnten, brauchen wir Geld für weitere Hilfsgüter, für Benzin oder LKW-Leihgebühren.

Du kannst uns mit einer Spende unterstützen.

Weitere Infos im Artikel „Helft Erdbebenopfern in Chile – Jetzt wirds konkret“.

Vielen Dank für deine Hilfe!

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