Ein Tag in unseren Projekten in Arequipa
Unser Tag beginnt mit einer aufregenden Taxifahrt durch den belebten Verkehr Arequipas. Zum ersten Mal verlassen wir das eher touristische Zentrum, um über steile Straßen in die ärmeren Vororte der Stadt zu gelangen.
Wir, das sind Maria und Franzi, die neuen Praktikantinnen bei viSozial, denen heute die Sozialprojekte vorgestellt werden. Franzi wird für das nächste halbe Jahr das Büro in Arequipa unterstützen und Maria macht hier einen Zwischenstopp bevor sie mit dem Team in Puno zusammenarbeiten wird.
Am höchsten Punkt eines der abenteurlich bebauten Hügel angekommen, empfängt uns eine angenehme Ruhe. Hier liegt auch eine der liebevoll eingerichteten Kindergrippen, wo die Kleinen gerade fleißig am Malen sind.
Nach dem Besuch einer ähnlichen Kindergrippe geht es weiter über staubige Straßen zur Policlínicos Maria de la Reconciliación. In dieser Einrichtung haben Bewohner des Viertels die Möglichkeit, medizinisch und psychologisch versorgt zu werden. Im Erdgeschoss befindet sich ein Kindergarten, der für die Erzieherinnen der Schönste in der ganzen Umgebung ist. Erst vor Kurzem hatte ein Freiwilligenarbeiter den kompletten Fußboden erneuert und praktische Möbel lassen den Raum gemütlich erscheinen.
Weiter ging es in eine Vorschule, in der wir sehr herzlich begrüsst wurden. Spontan überrascht uns hier eine Klasse mit einem ihrer landestypischen Kinderlieder, welches von einem Tanz begleitet wurde. Insgesamt werden in diesem Projekt 100 Kinder versorgt und gefördert, um sie bestmöglich auf die Schule vorzubereitet.
Ähnlich fröhlich ging es im Seniorenzentrum zu, wo wir unverhofft zu einer Geburtstagsparty stoßen. Mit lustigen Papphütten, Hawaiketten und Eis am Stiel wird der Geburtstag von Mrs. Carla gefeiert. Dreimal pro Woche kommen sie an diesem Ort zusammen, um zu essen, sich auszutauschen und den Gemüsegarten im Hinterhof zu pflegen.
Nach einem kleinen Tänzchen mit den Damen und Herren kehren wir in die Stadt zurück zum Projekt San Vincente de Paúl. Diese Einrichtung bietet mittellosen Senioren Unterkunft, Verpflegung und Geborgenheit. Statt der von uns erwarteten deprimierenden Stille empfängt uns eine aufgeregte “abuela”, die das Personal energisch und lautstark zum Kartoffelschleppen verdonnerte. Außerdem werden wir hier aufgeklärt, das eine echte Arequipeña stets ihren vornehmen Sonnenhut trägt.
Voller Eindrücke und ein bisschen verstaubt kehren wir ins Büro zurück. Wir haben jetzt einen guten Überblick über die Sozialprojekte bekommen und freuen uns darauf, diese in den nächsten Monaten zu unterstützen.




