Bedarf erfüllt! betterplace.org
Als ich im Mai 2011 Daniel, einen der jungen Verantwortlichen von Luz de Esperanza, anrief und fragte, was man unbedingt für die Wartung des Straßenkinderheimes in El Alto braucht, sagte er mir sofort: “Farbe für die Wände, Schutzlack für die Möbel und Schutzwachs für den Boden”. Selbstverständlich kennt er sich mit seinem Heim bestens aus, da er es zusammen mit anderen Straßenjungs und mit seinen eigenen Händen vor 11 Jahren gebaut hat, damit die Straßenkinder Hoffnung im Leben finden können. Dann war meine Antwort: “Ok, wir probieren bei betterplace.org und vielleicht bekommen wir das Geld (EUR 189.-) um die Wartung des Heims für ein paar Monaten zu sichern”.
Dann machte ich mich an die Arbeit auf der Website von betterplace.org. Der erste Schritt war dann das Projekt zu beschreiben und den Bedarf ganz genau zu benennen. Aber das Projekt kann nicht nur in Beschreibung und Benennung des Bedarfs bleiben, man muss das Projekt auch sehr anschaulich machen, damit die vielen potentiellen Unterstützer auf betterplace erfahren, wie der Alltag der Menschen rund um das Projekt aussieht und was mit den eingegangen Spenden passiert. Auf disem Grund sollte man auch so viele Blogseinträge, Fotos und Videos wie möglich auf der Website von betterplace.org veröffentlichen. Das war natürlich nicht schwierig, weil die Jungs von Luz de Esperanza eine sehr aktive Gruppe sind, die immer wieder Neuigkeiten abliefern, wie z.B. den tollen Musikworkshop mit dem bolivianischen Musiker Vadik Barrón, an dem fast alle Jungs des Heims sehr enthusiastisch teilgenommen haben. Nach 4 Workshops-treffen haben die Teilnehmer ihr eigenes Lied komponiert und mit Instrumenten interpretiert. “Ungerechtigkeit, Diskriminierung, Leben auf der Straße”, aber auf der anderen Seite wurden auch “Gefühle,
Freundschaft und Dankbarkeit” im ersten Workshop als Themen für den Song, der am Ende der 4 Workshops entstanden ist, genannt. Die Jungs entschieden sich letztendlich für “Dankbarkeit”.
Zum Weihnachten haben die Jungs an einem eintägigen Backenkurs teilgenommen, bei dem sie gelernt haben, wie die weihnachtliche “Panetone” gebacken wird. Alle durften mitmachen, nicht nur als Spaß, der Kurs war auch ein Teil der Beschäftigungstherapie, die die jungen Männer von Luz de Esperanza machen um das Leben auf der Straße zu verlassen. Da sie sich auch selbst finanzieren müssen, ist der Verkauf von Panetonen eine Möglichkeit. Außerdem zeigen die Jungs ihr Talent bei vielen anderen Aktivitäten wie z.B. Nähen, Kochen, Bauen, Schreinerei, usw.
Wie eine unserer Praktikantinnen/Volontärinnen mal geschrieben hat, “niemand der Jugendlichen von Luz de Esperanza hatte einen einfachen Start ins Leben. Geprägt von einem Leben auf der Straße, Alkohol und Drogen hoffen einige von ihnen auf eine bessere Zukunft. Luz de Esperanza ist ein soziales Projekt für junge Männern, die auf den Straßen von El Alto leben und ihr Leben endlich in die Hand nehmen wollen. Mit viel Kreativität und Geschick arbeiten sie an diesem Projekt am Stadtrand von El Alto”. Das Heim bekommt immer wieder neue Jungs und Kinder, die ein neues Leben suchen und viSozial hilft seit 2006 auch damit.
Auf betterplace.org steht auch, dass jeder sein eigenes Hilfsprojekt vorstellen kann – solange es einen sozialen Zweck verfolgt. “betterplace.org kann für Projekte (und Organisationen) die einfachste Art sein, Spenden im eigenen Umfeld zu sammeln. Zumindest dann, wenn betterplace.org dafür richtig genutzt wird”. Wie sind sicher, wir haben betterplace dafür richtig genutzt und im Namen der Jungs von Luz de Esperanza bedanken wir uns sehr herzlich bei allen Unterstützer und Spender, die über betterplace.org ermöglichen, dass das Straßenkinderheims von El Alto immer noch Licht für die Zukunft bekommt. Im Dezember 2011 haben wir unseren Bedarf bei betterplace erfüllt und sobald die Wartungsarbeiten in Luz de Esperanza angefangen haben, werden wir einen neuen Bericht veröffentlichen.
Bericht: Ana Rosa López de Cárdenas





