viSozial in Argentinien

Argentinien ist ein Land mit über 38 Millionen Einwohnern, von denen ungefähr 40% unter der Armutsgrenze leben. Die Wirtschaftskrisen 1990, 1995 sowie zwischen 1998 und 2002 und die korrupten Regierungen haben das Land in eine schwerwiegende soziale Situation gestürzt. Die falschen Hoffnungen der ländlichen Bevölkerung, in der Großstadt Arbeit zu finden und sich somit eine bessere Zukunft zu sichern, führten dazu, dass in der Hauptstadt mittlerweile über 15 Millionen Menschen wohnen. Insgesamt leben ca. 85% der argentinischen Bevölkerung in Städten. Der Rest des zweitgrößten Landes Südamerikas ist sehr dünn besiedelt.

In den Städten konzentriert sich somit die Armut. Nach letzten Zählungen liegt die Prozentzahl der Arbeitslosen bei ca. 12%, wobei viele der Beschäftigten für geringe Löhne ohne Arbeitsvertrag und ohne soziale Absicherung ihren Lebensunterhalt verdienen.

Auch das Gesundheitssystem in Argentinien wurde durch die Wirtschaftskrisen in Mitleidenschaft gezogen. Es gibt zwar flächendeckend Krankenhäuser, in denen die Behandlung für die Bevölkerung gratis ist, aber oft fehlen die Mittel um eine essenzielle Versorgung zu gewährleisten.

Ein weiteres Problem, dass Argentinien in den achtziger Jahren erreichte ist der Aidsvirus. Seit dem Jahr 1982 zählt man 25.000 Menschen die dem Virus erlagen. Aber die Zahl dürfte sehr viel höher sein, denn Aids wird in Argentinien immer noch sehr tabuisiert. Aufklärung und Prävention ist in dem katholisch geprägten Land immer noch unzureichend und viele Menschen sind einfach nicht ausreichend informiert. Argentinien zählt zu dem Land Lateinamerikas, das die höchste Rate an aidskranken Kindern zu verzeichnen hat. Von den heutzutage 23600 Erkrankten sind 7,6% unter 12 Jahren. Die meisten der Kinder werden noch während der Schwangerschaft, während der Geburt oder beim Stillen infiziert. Dies liegt daran, dass die Thematik “Aids” sowie “Aids in der Schangerschaft” nicht ausreichend kommuniziert wird und auch der Aids-Tests selten eigenverantwortlich durchgeführt wird.

Es gibt einige wenige Organisationen, die sich um die Betroffenen kümmert. Eine davon ist Querubines, ein Verein, der sich verwaisten oder vernachlässigten Kindern annimmt, die  mit dem Aidsvirus infiziert wurden und deren Familienangehörige an Aids erkrankt und verstorben sind. Für die Kinder wird von Betreuern und Lehrern ein liebevolles Zuhause geschaffen, in dem auch die medizinische Versorgung abgesichert ist. Wir finden die Arbeit von Querubines mehr als unterstützenswert und haben uns daher entschieden, dem Projekt finanziell zu helfen.

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