Querubines - Waisenhaus in Buenos Aires
Das Sozialprojekt Querubines wird seit April 2008 von viSozial e.V. unterstützt
Querubines, ein gemeinnütziger Verein in Buenos Aires, hat sich zur Aufgabe gemacht, verwaisten oder vernachlässtigen Kindern, die vom HIV-Virus betroffen sind ein Zuhause zu geben. Aber auch Kinder, die ohne familiäres Umfeld aufwachsen, finden in Querubines ihr Zuhause. In drei verschiedenen Häusern werden insgesamt 13 Kinder im Alter zwischen einigen Wochen und 18 Jahren versorgt. In Querubines erhalten alle Kinder die familiäre Zuneigung, die sie in ihrer leiblichen Familie nicht erfahren konnten. Sie bekommen im Heim regelmäßige Mahlzeiten, die notwendige medizinische Versorung und werden von den Therapeuten und Sozialarbeitern psychologisch betreut. Viele Kinder haben traumatische Erfahrungen in ihrem kurzen Leben gemacht, die sie zusammen mit ihrer neuen Familie versuchen zu verarbeiten. Auch schulisch erhalten die Kinder professionelle Hilfe.
Querubines schafft den Kindern eine Familie, in der sie die Möglichkeit haben, sich selbst zu entdecken, ihre Persönlichkeit zu stärken und Ruhe zu finden. Es wird ihnen ermöglicht in einem familiären Umfeld aufzuwachen und einfach Kind sein zu dürfen. Darüber hinaus setzt sich der Verein für die soziale Eingliederung der Kinder ein und bemüht sich ihnen eine angemessene Zukunft ohne Diskriminierung zu ermöglichen. Zu dieser Arbeit gehören zum Beispiel Aufklärungskampagnen in Buenos Aires. Hier arbeitet Querubines mit anderen Projekten und Institutionen zusammen.
Wie alles begann:
2002 öffnet der zwei Jahre zuvor gegründete gemeinnützige Verein Querubines in der Provinz von Buenos Aires das erste Heim für Kinder, die indirekt und direkt mit dem HIV – Virus betroffen sind. Derzeit leben insgesamt 13 Kinder zwischen 3 Monaten und 14 Jahren, 7 Betreuer und ein Lehrer im Heim. Die Kinder werden vor Ort psychologisch betreut und erhalten in naheliegenden Krankenhäusern und Krankenstationen die notwendige medizinische Versorgung. Sie besuchen die Schule in dem Stadtviertel.
2003 mietet und renoviert der Verein die zweite Örtlichkeit, und schaffte für weitere 6 Kinder eine Familie.
Im Februar 2006 wurde das dritte Heim eröffnet, in dem 10 Kinder im Alter von 3 Monaten bis 13 Jahren, 7 Betreuer und ein Lehrer untergebracht sind. Auch in diesem Heim erhalten die Kinder psychologische Unterstützung und werden in den umliegenden Krankenhäusern medizinisch versorgt.
Aktivitäten des Vereins:
- Workshops im Rahmen der Prävention und Vorsorge für Erwachsene mit Hilfe der evangelischen Kirche des Stadtteils
- Workshop für Kinder und Jugendliche zum Thema “Leben mit HIV”
- CLUB MACABI – Jugendclub für Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren
Die Zukunft von Querubines
Um weiteren Jugendlichen ein Zuhause zu bieten und eine entsprechende Betreuung zu gewährleisten ist der Bau eines Heimes geplant, dass 40 Jugendliche beherbergen soll.
In diesem „Zuhause“ sollen sie die Möglichkeit für Bildung, medizinische Versorgung, Freizeit und psychologische Unterstützung bekommen.
Der Wunsch von Querubines ist, dass die Kinder dieses Heimes selbst die Protagonisten ihrer Zukunft werden. Mit einer Imkerei, dem Aufbau eines Kräutergartens und einer Kleintierzucht sollen sie aktiv ihren Alltag bestimmen können.
Um dieses Projekt realisieren zu können, sind sie froh über jede Form von Unterstützung. Diese gibt Hoffnung, den Kindern eine bessere Welt zu zeigen und ihnen ein sicheres Umfeld zu bieten.
Was wird in naher Zukunft von viSozial e.V. geplant?
Gerne möchten wir Teil des Vorhabens von Querubines sein, ein Zuhause für die Kinder zu schaffen in dem sie Sicherheit und Geborgenheit finden. Deswegen möchte viSozial e.V. vor allem durch finanzielle Unterstützung an der Verwirklichung dieses Vorhabens mithelfen. Wir wollen das Projekt durch die Übernahme der monatlichen laufenden Kosten (Wasser, Strom, Gas und Telefon) sowie durch den Kauf von Lebensmitteln unterstützen.
Unterstützung durch Spenden:
Wer unser Vorhaben, Querubines zu helfen, unterstützen möchte, den bitten wir das folgende Spendenformular auszufüllen.
Aktive Unterstützung durch Freiwilligenarbeit:
Gern möchten wir das Projekt Querubines auch durch die Vermittlung von Freiwilligen unterstützen.
Kapazität:
Generell freuen wir uns immer über helfende Hände! Saisonbedingt variiert jedoch die Nachfrage nach Freiwilligen in Querubines. Im Durchschnitt benötigen wir ca. zwei Volontäre, um eine konstante Projektunterstützung gewährleisten zu können. Bei der Mitarbeit im Projekt ist es wichtig sich aktiv im Alltag der Kinder mit einzubringen. Man nimmt am vollständigen Tagesablauf der Kinder teil. Das Wichtigste ist die Präsenz und die Bereitschaft, sich auf die Kinder einzulassen. Außerdem freuen sich die Kinder und Erzieher des Projektes, wenn der Volontär viel Eigeninitiative aufbringt! Bei Fragen kann man sich direkt an unsere Ansprechpartnerin für Argentinien Katharina wenden.
Das Anforderungsprofil:
Mindestalter von 20 Jahre
- Gute Spanischkenntnisse
- Aufgeschlossenheit, Toleranz, Geduld und Belastungsfähigkeit
- Großes Interesse an fremden Kulturen
- Spaß daran zu haben, sich um Kinder mit besonderen Bedürfnissen zu kümmern, sie die Welt mit deinen Augen sehen zu lassen, mit ihnen zu spielen und für sie als Freund/in und Vertrauensperson da zu sein
- Wünschenswert sind Erfahrungen in der Sozial- oder Gruppenarbeit und evtl. in Südamerika
- Bereitschaft, mind. 6 Wochen im Projekt mitzuarbeiten
Dieses Projekt wird von einem Team von Sozialarbeitern, Psychologen und Ärzten betreut, und ist somit besonders interessant für Studenten der Sozialpädagogik, Psychologie und Medizin.
Arbeitsinhalte der Volontäre:
Lehrpersonen, Studierende oder sonstige Interessenten können die projektinterne Schule durch Musik-, Handarbeit-, Gärtnerei- oder Werkstattunterricht unterstützen. Neben der täglichen Mitarbeit im Lehrerteam bei verschiedensten Aufgaben und Gestaltung des Unterrichts, werden die Freiwilligen auch bei der alltäglichen Betreuung der Kinder mithelfen.
Das Betreuerteam freut sich immer über professionelle Unterstützung durch motivierte Freiwillige. Willkommen ist grundsätzlich jeder: Schulabgänger, Studenten oder Rentner. Bei längeren Aufenthalten sind auch Schulpsychologen und Betreuer gefragt, die sich um die Kinder und ihre Probleme kümmern können. Auch Gesundheits- und Ernährungsberater werden gebraucht. Aber auch Handwerker, Ingenieure und Landschaftsgärtner können helfen, das Projekt zu verschönern.
Das Aufgabengebiet ist sehr weit gefächert, so dass man hier am besten einen Blick auf die aktuellen Stellen werfen kann oder auch eigene Ideen zu uns mailen kann. Eine genaue Einteilung der Arbeitszeit kann vor Ort besprochen werden.
Was für eine Freiwilligenarbeit in Argentinien spricht:
Zuallererst sprechen natürlich die dadurch gewonnene Auslandserfahrung und die Vertiefung der Sprachkenntnisse für eine Freiwilligenarbeit in Argentinien. Bei der späteren Stellensuche ist die Ausübung eines Ehrenamtes gerne gesehen, weil es dem Bewerber soziale Kompetenz zuspricht. Des Weiteren hat man dadurch die Möglichkeit, eine fremde Kultur und Mentalität kennen zu lernen und ein Bewusstsein, für die Probleme von Entwicklungs- oder Schwellenländer zu schaffen. Die Voluntäre erkennen dadurch, dass auch sie etwas von anderen Kulturen lernen können. Dabei wird nicht nur der Blick für das Erfassen sozialer Problematiken geschärft, sondern auch für mögliche Lösungsansätze. Voluntäre leisten somit einen Beitrag zum interkulturellen Dialog, zur Entwicklungszusammenarbeit und zur Erkenntniserweiterung. Durch ein Volontariat hat man die Möglichkeit die sozialen und gesellschaftlichen Anliegen der Kinder, die in ihren Rechten missachtet werden, grenzüberschreitend wahrzunehmen und sich mit ihnen zu solidarisieren. Außerdem trägt dieser Schritt zur Entwicklung der eigenen Persönlichkeit bei, denn oft ist man auf sich alleine gestellt und muss gewichtige Entscheidungen alleine treffen und tragen.
Unterkunft:
Ein Beitrag zu diesem Thema folgt. Bei Fragen kann man sich gerne an unsere Ansprechpartnerin für Argentinien Katharina wenden.
Kosten und Verantwortung:
viSozial e.V. vermittelt ausschließlich den Kontakt zu ausgewählten Projekten und hilft ehrenamtlich bei Anfragen oder Problemen. Haftung durch viSozial e.V. ist ausgeschlossen. Für die Organisation von Versicherungen, Impfungen, Flügen, Unterkunft, Verpflegung, Visum und sonstigen organisatorischen Dingen ist der Volontär selbst verantwortlich, ebenso wie für die persönliche Sicherheit. Der Freiwillige übernimmt Flug- und Versicherungskosten, sowie die Kosten für Unterbringung und Verpflegung. Wir stellen keine Verträge oder ähnliches aus. Auf Wunsch kann aber ein Bestätigungsschreiben erstellt werden.
- Weitere allgemeine Informationen zum Freiwilligendienst sowie zu freien Stellen in Argentinien
- Antworten auf weitere Fragen findet man auch in den FAQs
Gerne kann man Kontakt zu unserer Ansprechpartnerin für Argentinien Katharina aufnehmen.
