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Abschied nehmen von Luz de Esperanza
Meine Zeit als Volontaer geht langsam aber sicher zu Ende, in einer Woche werde ich schon wieder nach Buenos Aires fliegen!
Mit Mathematik, Englischunterricht, sehr viel Musik, Brotbacken, Fussballspielen und einigen Ausfluegen ist die Zeit sehr schnell vergangen. Mit meiner woechentlichen Mathe-Lerngruppe haben Victor und ich letzten Mittwoch einen Ausflug nach Tiahuanaco gemacht. Dort haben wir die Museen und die Ruinen besichtigt.
Fuer mich war die Zeit im Projekt “Luz de Esperanza” eine spannende Erfahrung, einmal etwas ganz anderes als das “Leben in der Uni” zu sehen. Die chicos waren alle aufgeschlossen und haben mich sofort in ihr “Zuhause” problemlos eingegliedert. Nicht immer war es leicht fuer mich, aber ich werde meine “Grossfamilie” mit Sicherheit vermissen!
Viele Gruesse aus El Alto!
Daniel
Seminar mit der Gemeinde Santiago de Okola
Letzten Donnerstag fand im Dorfentwicklungsprojekt Santiago de Okola am Titikakasee ein Koordinationsseminar statt. Ziel dieses Seminars war es, die Arbeit von viSozial, viventura und weiteren Non-Profit Organisationen für die Dorfbewohner transparenter zu machen. Alle Organisationen, die gemeinsam im Dorf Santiago de Okola agieren, haben sich mit den Dorfältesten, dem Elternbeirat und dem Tourismus-Verband der Gemeinde in der Dorfschule versammelt. Dort haben wir unsere Arbeit ganz konkret erklärt und die Zusammenhänge aller verschiedenen Arbeitsbereiche verständlich gemacht. Die drei Hauptpunkte unserer Vorstellung waren Bildung, Agrobiodiversität und Tourismus. Im Bereich Bildung liegt der Schwerpunkt der Arbeit von viSozial im Start des Patenschaftsprogramms für die Schulklassen und im Aufbau eines Museums in den Räumlichkeiten der Schule.
News vom Volontär in Luz de Esperanza
Hier ein kleiner Artikel von Daniel aus Bolivien:
Seit März bin ich nun Volontär im Strassenkinderprojekt “Luz de Esperanza” in El Alto, 500m über La Paz. Inzwischen habe ich mich gut eingelebt. Über die Ostertage waren wir alle in Chajlaya, das ist ein Dorf auf 3000m Hoehe in den Bergen gelegen, ca. 4 Stunden Fahrt vom Projekt entfernt. Einer der “chicos” hier kommt ursprünglich aus dem Dorf und dort wird jedes Jahr eine Fussballmeisterschaft veranstaltet. Von Donnerstag bis Sonntag wurde fleißig stundenlang Fussball gespielt. Am Schluss wurden wir Achter von neun Mannschaften, aber jetzt sind alle gut trainiert und nächstes Jahr werden die “chicos” dann “campeón”!
Die Fahrt dorthin war etwas abenteuerlich, die Strasse ist nämlich nicht so gut ausgebaut und eher ein Holperweg mit wunderschöner Landschaft, aber unser Chauffeur hat uns sicher ans Ziel gebracht.
Alles in allem war es ein schönes, abwechslungsreiches und fussballintensives Wochenende!
Backstunde in Luz de Esperanza
Diese Woche war es wieder so weit: Sozialtag des Teams La Paz mit den Jungs aus Luz de Esperanza. Da die chicos in Ihrem Zuhause eigentlich so gut wie alle Produkte die sie benötigen selbst herstellen, haben wir diesen Tag genutzt um daran teilzunehmen.
Es ist wirklich beeindruckend, was die Jungs alles eigenständig erarbeiten. So haben sie eine Werkstatt, in der sie Möbel schreinern und eine weitere mit vielen Nähmaschinen, an denen sie wunderschöne Artesanías – Kunsthandwerk in Form von Taschen, Geldbörsen und Kissen – herstellen. Auch ihre Lebensmittel bauen sie selbst in Gewächshäusern an, halten ihre Tiere auf dem Gelände und backen ihr eigenes Brot. Da der Montag “Backtag” ist, kamen wir auf die tolle Idee, gemeinsam mit ihnen Kekse zu backen. Dafür haben wir ein deutsches Rezept für Schokoladenkekse und natürlich alle Zutaten eingekauft und mitgebracht. Mit Freude wurde der Hammer für das Zerkleinern der Schokolade geschwungen und alles vermischt, um anschließend 2 riesige Bleche voller leckerer Kekse zu bekommen.
Beim gemeinsamen “Kaffee” haben wir alle zusammen am großen Tisch unsere Leckereien verspeist. Die Jungs haben arroz con leche zubereitet und uns außerdem mit einer tollen Sahnetorte überrascht.
Vielen Dank für diesen tollen Nachmittag!




