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Erdbeben in Chile – Glück im Unglück für Los Pinos
“Ich bin sehr froh, dass es den Kindern, den Betreuern und allen Volontären gut geht und nach meinen bisherigen Kenntnissen hat auch das Zentrumsgebäude das Beben ohne große Schäden überstanden,” zeigt sich Dominik, derzeit Koordinator für den Sozialbereich in Chile erleichtert. Trotz Einschränkungen in der Kommunikation durch Überlastung oder Ausfall der Handynetze konnte er mit Luis, dem Leiter des Los Pinos ziemlich bald telefonieren und die Situation vor Ort besprechen. Am Tag nach dem schweren Erdbeben in der Nacht vom vergangenen Freitag auf Samstag galt es zunächst, Kontakt zu allen Beteiligten aufnehmen.
Party machen und gutes Tun – zum Wohl für Los Pinos
Seit September 2009 erhält das Kinder- und Jugendzentrum „Casa de los Pinos“ in Santiago de Chile regelmäßig Spenden von der„ZONA DURA“, einer lateinamerikanischen Party in Hannover. Höchste Zeit, die Idee und das Konzept vorzustellen.
Dominik, der derzeit als Volontär für die Sozialkoordination in Chile zuständig ist, führte mit Lukas von „ZONA DURA“ ein Interview:
Lukas, kannst du bitte kurz erklären, wer ihr seid und was ihr macht?
Wir, d.h. mein Partner Alejandro und ich, haben die Partyreihe „ZONA DURA“ gegründet. Sie stellt eine Plattform dar, die jungen Erwachsenen soziales Engagement leicht macht. Wir sind zwei junge, unverbesserliche Menschen, die glauben, dass es an der Zeit ist, der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Im „normalen“ Leben studiert Alejandro Maschinenbau und ich arbeite als Produktmanager bei einem internationalen Automobilzulieferer.
Immer wieder tauchte im Bekanntenkreis folgendes Problem auf: „Ich würde mich gern engagieren, aber was soll ich machen? Alles ist so weit weg, vieles ist undurchsichtig.“
Los Pinos fährt ins Zeltlager
„Fahren wir in den Sommerferien wieder auf Zeltlager?“, war eine der meist gestellten Fragen Anfang der Jahres der Kinder im Kinder- und Jugendzentrum Casa de los Pinos an uns Betreuer. Das 3-tägige Zeltlager mit den 9 bis 16jährigen Jugendlichen ist für die meisten die einzige Gelegenheit, in den Ferien richtig rauszukommen. Und so war es dann Mitte Januar auch soweit: 32 Kinder und 7 Betreuer stiegen mit voll gepackten Taschen und Rucksäcken, mit Zelten und großen Gaskochern, mit Töpfen und Lebensmitteln sowie mit Bällen und anderen Spielsachen in den Bus, der uns in das nahegelegene Dorf Pirque südlich von Santiago brachte. Schnell war alles ausgeladen und sogleich begann auch der Aufbau der Zelte. Die Jugendlichen wollten keine Zeit verlieren, um möglichst schnell in die Badehose zu schlüpfen und in das Schwimmbecken zu springen.
Adventskalender, Plätzchenbacken, Galaessen – Weihnachten im Los Pinos
Am gestrigen Dienstag fand mit einem Galaessen der Höhepunkt der diesjährigen Weihnachtsaktionen im Kinder- und Jugendzentrum Casa de los Pinos statt. Aber davor gab es noch einige andere vorweihnachtliche Aktivitäten, die bereits im November begannen, und deshalb auch der Reihe nach.
Adventskalender gibt es zwar in Chile – sie sind aber nicht so gebräuchlich wie im deutschsprachigen Raum. Anders im Los Pinos. Sicherlich auch beeinflusst durch deutschsprachige Volontäre gehört der Adventskalender hier zum festen Bestandteil in Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. Und so wurde bereits im November in dem von den derzeitigen Volontären durchgeführten Workshop “Basteln” Schachteln für einen Adventskalender angefertigt und pünktlich zum 01. Dezember aufgehängt. Jeden Tag vor dem Abendessen, wenn alle Kinder im Gemeinschaftsraum zusammenkommen, durften Einige eine Schachtel öffnen, die mit einer kleinen Süßigkeit gefüllt war. Und so rückte Tag um Tag das Weihnachtsfest und damit auch die Weihnachtsfeier näher.
Kinderrechte – Nachdenkliches aus Chile
Vor einigen Tagen saßen wir – die Betreuer und Volontäre des Kinder- und Jugendzentrums Casa de los Pinos – am runden Tisch in der Küche und tranken einen Kaffee. Dies machen wir eigentlich immer, bevor die Kinder aus der Schule oder dem Kindergarten ins Zentrum kommen und es ist eine gute Gelegenheit, Neuigkeiten auszutauschen und Dinge zu besprechen. Vereinzelt kommen meist Kinder herein, deren Unterricht schon früher beendet ist, und begrüßen uns.
An diesem Tag kam auch der kleine Marco in die Küche und hielt Luis, dem Leiter der Einrichtung, einen Zettel hin, den er im Kindergarten erhalten hatte. Darauf waren Kinder abgebildet und ein Merksatz formuliert. Luis nahm das Blatt und laß laut vor:




