Autorenarchiv
Time to say goodbye – Goodbye Bolivia
Manchmal komm es anders, und vor allem als man denkt.
Und so heisst es für mich aus privaten Gründen früher als geplant Abschied nehmen von Bolivien, meinem Praktikum und meinen Projekten.
Ich blicke heute also zurück auf
10 Wochen Bolivien,
10 Wochen La Paz,
10 Wochen Praktikum bei viSozial…
Eine Zeit in der ich viele neue und vor allem unterschiedliche Menschen kennenlernen, neue Freundschaften knüpfen durfte…
Das Werk ist vollbracht – letzter Musikworkshop mit Vadik Barrón in Luz de Esperanza – Bolivien
Als wir am vergangenen Donnerstag ins Auto stiegen, um gemeinsam mit Vadik nach El Alto in unser Projekt Luz de Esperanza zu fahren, konnten wir es gar nicht glauben, dass die 4 Workshops nun schon vorbei sein sollen. Für das letzte musikalische Treffen mit den Jungs von Luz de Esperanza haben wir Verstärkung mitgebracht, Henry, einen Freund von Vadik, der die von den Jungs komponierten und gesungenen Lieder aufnahm.
Oben angekommen müssen wir erstmal das Equipment aufbauen, Mikrofone, Mixer etc… Die Jungs beobachten das interessiert, neugierig und gespannt. Danach arbeiten wir in 2 Gruppen einen Song, den wir letzte Woche schon getextet und gesungen hatten, neu aus. Vadik bringt den Jungs bei, wie sie ihren bereits existierenden Text mit neuem Rythmus vertonen können. Am Schluss stellen die Gruppen gegenseitig ihre Ergebnisse vor und dann….
Und so erging es unseren Jungs bei der Produktion ihres ersten Videos…
Mein Aufenthalt in Santiago de Okola – Basteln, Englischunterricht und Computerworkshop
Letzte Woche war es endlich soweit. Mein mehrtägiger Aufenthalt in unserer Projektgemeinde Santiago de Okola fand statt.
Montag früh, 6.30 Uhr bin ich also abholbereit, mit Gepäck für 4 Tage und schon sehr gespannt darauf wie es werden wird. 4 Tage direkt in der Gemeinde wohnen, bei Don Vicente und seiner Frau, ohne die für uns Europäer doch selbstverständlichen Annehmlichkeiten wie Toilette und Dusche. Aber auch 4 Tage mit richtig leckerem, selbstgekochtem Essen, einer umwerfend schönen Landschaft ohne Verkehrslärm und ganz vielen netten Dorfbewohnern, fröhlichen Kindern und am Austausch interessierten Lehrern.
Begleitet mich bei meinem Aufenthalt im Projekt! Hier geht´s weiter…
1. Musikworkshop in Luz de Esperanza oder “vom Fanclub zur ersten Strophe”
Vergangenen Donnerstag war es endlich soweit. Der erste Workshop mit dem aus Oruro stammenden Liedermacher und Musiker und unseren Jungs im Zentrum Luz de Esperanza stand auf dem Programm. Wir von viSozial begleiteten Vadik, um uns selbst ein Bild davon zu machen, wie so ein Workshop für musikalischen Ausdruck abläuft und natürlich, um auch selbst mitzuwirken.
Wir beginnen mit einer kurzen Vorstellungsrunde, um neben Name und Alter auch die persönliche Beziehung zur Musik bzw. die Bedeutung der Musik für den Einzelnen zu erfahren. Was mir auffällt und gut gefällt ist, dass die Jungs nicht nur moderne Musik wie Hip-Hop oder Rock mögen, sondern auch sehr an ihrer traditionellen bolivianischen Musik hängen. Wohl ein wesentlicher Unterschied zu Jugendlichen in Deutschland, die meistens doch eher Fans internationaler Musik sind und weniger der deutschen Volksmusik!
Pfeifen, Malen, Wasserbombe – Sozialtag in der Bibliothek Medellin, Kolumbien
Eine gelbe Kreide für dich, eine Rote für dich und los geht’s: Wer zeichnet die schönste Sonne, den höchsten Baum, die wildesten Wellen? Die Figuren und Farben nehmen immer mehr Platz auf der Straße ein. Bald ist der Gehweg vor der Bibliothek Luis Angel Muñoz voll und wir müssen zum Nachbarhaus ausweichen. Es scheint als würden wir mit unseren Gemälden Aufmerksamkeit erregen, denn immer mehr Kinder werden neugierig und greifen nach den Straßenkreiden.
Wir, vom viventura Büro in Medellin, Kolumbien, haben uns vor ein paar Wochen Zeit genommen und sind mit dem Taxi zu Don Luis und seinen Schützlingen gefahren. Das von viSozial unterstütze Projekt im sozial benachteiligten Barrio Pablo Escobar kennen wir schon länger und wir sind fasziniert mit welcher Hingabe sich Luis Angel seiner Bibliothek und seiner sich selbst gestellten Aufgaben widmet.
Wie hilft Don Luis den Kindern trotz seiner schwerer Krankheit? Hier lesen.




