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Werkstadt- “ Sich künstlerisch ausdrücken” – Los Pinos

Jeden Mittwochnachmittag fahren Daniela und Leo einmal quer durch Santiago in den Randbezirk Puente Alto – Casas Viejas, um im Projekt – Los Pinos einen Kunst- und Theaterkurs zu veranstalten. Inzwischen nehmen fast 40 Kinder daran teil und der kleine Raum platzt aus allen Nähten.Leo

 

Der Kurs nennt sich „TALLER DE EXPRESIÓN ARTÍSTICA“ (“ Sich künstlerisch ausdrücken”) und beinhaltet die Idee, dass die Kinder durch Bastelarbeiten und Malerei ihre künstlerischen Fähigkeiten entdecken und lernen sich durch diese mitzuteilen. Auch das Medium Schauspiel und Pantomime wird verwendet, damit die Kinder lernen sich körperlich ausdrücken.

Catherine und Fabiola

 

Dieser Mix an Aktivitäten ist ein voller Erfolg bei den Kindern. Oft sind sie überrascht von ihren Fähigkeiten.

 

Daniela berichtet mir: „Was für Leo und mich am wichtigsten ist, ist dass die Kinder Spaß haben. Wenn wir sie durch Spiel und Spaß motivieren, ist es auch einfacher, dass sie Vorurteile und Ängste vergessen.“

 

Die Kinder werden spielerisch an die Welt der Kunst herangeführt. Ihrer Ausdrucksweise soll keine Grenzen gesetzt werden. Außerdem soll der Kurs dazu dienen, das Selbstbewusstsein und auch das Verhalten gegenüber anderen durch Gruppenarbeit zu fördern.

 

ClauditoLeo und Daniela möchten am Ende dieses Jahres zusammen mit den Kindern eine Fotoausstellung auf die Beine stellen, in der alle Aktivitäten dokumentiert und die Fortschritte der Kinder sichtbar gemacht werden soll.

 

 

Seit einem halben Jahr unterstützt viSozial-Chile nun das Projekt des Kunst-und Theaterkurses. Ohne die Unterstützung der Paten und den Sachspenden aus Deutschland wäre dies sicher nicht möglich.

Vielen Dank an alle.

Hilfe von weit weg

Heute kam wieder ein Päckchen aus Deutschland an. Der kleine Pablo hat es etwas schüchtern in Empfang genommen. Als er danach jedoch ganz stolz seinen Freunden die Gummibären, das Puzzle und die Utensilien für die Schule zeigt ist ihm die Freude regelrecht ins Gesicht geschrieben. Er weiß, dass die Sachen von seiner „Madrina“ aus Deutschland kommen. „Das ist ganz weit weg.“ bestätigt er mir. Und doch wird mit jedem Päckchen oder Brief eine kleine Brücke gebaut, durch die sich zwei Menschen ein bisschen näher sind.

FabiolaDie Aufmerksamkeiten aus Deutschland gehen nicht spurlos an den Kindern vorbei. Sie sind stolz, dass sie einen Paten haben und wenn jemand ein Päckchen bekommt wird der Inhalt von allen bestaunt.

Luis der Direktor von Los Pinos findet die Patenschaften eine gute Sache. „Da die Kinder meist in einem Umfeld aufwachsen in dem es nicht viele Sachen von großem Wert gibt, ist es wichtig dass sie sich über etwas freuen können und lernen etwas zu wertschätzen.“ , sagt er.

Und tatsächlich ist jeder Gruß aus Deutschland ein Grund zur Freude. „Ich habe schon zwei Päckchen und drei Briefe von meiner Madrina bekommen.“ erzählt Fabiola stolz. Das kleine Fotoalbum, das in einem der Päckchen war, hat sie immer in ihrem Rucksack und nimmt es überall mit hin.

Elena, eine von den Älteren im Los Pinos, erzählt mir: „Es ist ein bisschen komisch aber auch toll, dass es jemanden gibt der an einen denkt, der aber so weit weg ist.“

Ausflug - EisessenDass auch die Eltern der Volontäre etwas gutes zum Projekt beisteuern, bewiesen die Eltern von Lukas, unserem derzeitigen Volontär im Los Pinos. Als Geburtstagüberraschung für Ihren Sohn und die Kinder von Los Pinos, haben sie mit Hilfe von viSozial zum Eis essen eingeladen. Für 50 Kinder wurde ein kleiner Ausflug organisiert und jeder bekam ein großes Eis. Die Überraschung war wirklich gelungen und alle hatten ihren Spaß.

Dank unserer Paten, Volontäre und deren Eltern ;-) konnten wir für die Kinder von Los Pinos in letzter Zeit eine Menge auf die Beine stellen und ihnen somit den Aufenthalt im Projekt ein wenig abwechslungsreicher gestalten.

Für diese Unterstützung einen ganz grosses Dankeschön.

Von Kindern kann man so viel lernen…

….vor allem über sich selbst. Das ist schon direkt zu Anfang das Fazit meines 6-wöchigen Praktikums im Centro Abierto Los Pinos. Die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen hat mir dabei geholfen, mich wieder an Details meiner eigenen Kindheit zu erinnern. Es geht dabei vorallem um den Blickwinkel auf die Welt, der aus Kinderaugen immernoch ein ganz andere ist als in Erwachsenenjahren. Kinder sind ehrlicher, direkter unverblühmter und damit die besseren Menschen. Ganz abgesehen davon sind sie unsere Zukunft und verdienen eine verlässliche soziale Basis und eine brauchbare Ausbildung.

 Von Kindern kann man so viel lernen...Und das schreibt jemand, der sein Leben lang noch nie ernsthaft daran gedacht hat mit Kindern zu arbeiten. Ich habe dieses Praktikum aus Neugier und Interesse begonnen. Das der Lerneffekt dabei so gross sein würde, hätte ich nicht gedacht. Ehrlich gesagt erwartete ich eigentlich gar nichts im Konkreten. Dann passieren ja meistens die grössten Aha-Erlebnisse.

Abgesehen davon, dass ich mich selbst dann und wann vor Autoritätsprobleme gestellt sah, wiederholte Male über meinen eigenen Schatten springen musste (um eben nicht die Erziehung unserer Eltern an den Tag zu legen) und mich am Ende der Woche oft geschafft fühlte, hatte ich dennoch das Gefuehl mit meiner Arbeit irgendwie doch einen Beitrag geleistet zu haben. Sei es für die Kinder, das Projekt, für mich oder für den Weltfrieden und die Völkerverständigung :-) – es war eine sehr, sehr gute Zeit und es tat mir am Ende Leid weiterziehen zu müssen.

Erfahrungsbericht von Mike – Miguel, Volontär im Casa de los Pinos

Abenteuerliche drei Tage

Dienstag 12.2.2008, um 10 Uhr morgens treffen wir uns alle im “Casa de los Piños”, um unsere Rucksäcke und den ganzen Proviant für unseren 3 tägigen Ausflug, in den Bus zu laden.

Und auf geht die Reise! ……

Während der Fahrt im Bus wird ein Lied nach dem anderen gesungen. Doch schon bald schweifen wir in die Fangesänge der 2 großen Fussballclubs, Colo Colo und Universidad de Chile, ab. Nach 40 Minuten freuen wir uns dann alle als wir de Zeltplatz in Pirque vor uns sehen und beginnen unseren Bus abzuladen.
An einer von Bäumen umringten Wiese schlagen wir alle zusammen unsere Zelte auf, um danach die schöne Umgebung des riesigen Geländes zu erkunden.
Nun gibt es fast kein halten mehr, wir ziehen uns so schnell wie möglich um, damit wir rasch ins kühle Nass des Schwimmbeckens springen können.
“vamos a la piscina! “ (Auf zum Swimmingpool!) dröhnt es aus allen Kehlen und so verbringen wir fast den ganzen Tag im Wasser.

am Swimmingpool Abenteuerliche drei Tage

Beim Wasservolleyball, Wetttauchen oder Uno – Kartenspiel am Beckenrand wird einem nicht langweilig. Späktakulär sind auch die zahlreichen Köpfer, Bomben und andere kreative Sprünge ins angenehme Nass.
Es gibt unzählige Möglichkeiten hier Spaß zu haben und somit legen wir uns am Abend müde und zufrieden in unsere Zelte.

Nach einer sehr, sehr kalten Nacht wachen wir pünktlich zum Frühstück auf, das wie die anderen 2 Mahlzeiten am Tag von unseren “Tios” und “Tias” mit viel Mühe zubereitet wird.
Danach beginnen wir ein kleines Tischtennis – Turnier in dem unser Tio Lukas keine Chance hat…….

Aber auch für andere Vorlieben ist reichlich gesorgt, so trifft man die jüngeren Kinder am See, um mit den Booten eine Runde zu drehen und immer hilfsbereit fragend ob sie einen über den See fahren sollen, während die älteren sich eher den Fußball in spannenden Partien um die Ohren schießen.
Natürlich ist der Swimmingpool immer eine beliebte Alternative und so entwickeln sich schnell “Cachipun” ( Schere Stein Papier ) Wettkämpfe darum wer denn nun als nächstes ins Wasser springen muss.

Abendessen auf dem ZeltplatzZum Abschiedsabend gibt es eigentlich nur ein Wort zu sagen …….ASADO……
Wir versammelten uns alle, ziemlich vollgegessen, um das nächtliche Lagerfeuer, das ein paar der Jugendlichen zusammen mit Tio Luis entfacht haben……..
So geht mit reichlich Geschichten und Witzen ein schöner Tag am Lagerfeuer dem Ende entgegen.

Nun ist schon Donnerstag und wir müssen langsam aber sicher unsere Zelte abbauen und all unser Gepaeck zum Eingang tragen, aber natürlich bleibt noch genug Zeit um sich ausgiebig vom Schwimmbecken und der tollen Anlage zu Verabschieden.
Drei wunderschöne und aufregendeTage gehen leider zu Ende.

Cristopher Diaz
Besucher von “Casa de los Piños”

Rosa Pêrez
Besucherin von “Casa de los Piños”

Lukas Weber
Praktikant von “ Casa de los Piños”

Einige Bilder vom Camping findet ihr in unserer Galerie

Ferien im Casa de los Pinos

Trotz der Ferien ist immer was los Im Los Pinos. Während einige Kinder nicht in Santiago, sondern im Norden oder Süden des Landes bei Verwandten die Ferien verbringen, kommen die Kinder die nicht diese Möglichkeit haben jeden Tag ins Projekt. Meist bringen sie Freunde und Nachbarskinder mit und so gibt es immer was zu tun für die Betreuer von Los Pinos. Denn auch während der Ferien werden verschiedene Aktivitäten angeboten. Jeden Dienstag geht’s ins Schwimmbassin, das eine Nachbarin zur Verfügung stellt. Es gibt kleine Exkursionen zum Fluss oder ein Fußballturnier.

 

Anfang Februar wird ein Zeltcamp organisiert und es sind alle schon total aufgeregt. Letzten Freitag gab es eine Theatervorführung und wir von viSozial Chile waren dabei.

 

 Ferien im Casa de los Pinos

 

Die Theatervorführung wird von der Stadteilverwaltung von Punte Alto angeboten und finanziert. Die kleine Truppe, die aus 2 Schauspielern und 5 Marionetten besteht hat in ihrem Stück auf fantasievolle Art und Weise deutlich gemacht, dass es wichtig ist die Rechte der Kinder zu respektieren. Mit viel Interaktion zogen sie die Kinder und auch uns Erwachsene in ihren Bann.

 

An diesem Tag hat auch eine viventura- Reisegruppe Los Pinos besucht und etwas für unsere schon länger geplante Computerwerkstatt gespendet. Mit Hilfe dieser Spende können wir nun endlich mit der Werkstatt beginnen und den ersten Computer kaufen. Vielen , vielen lieben Dank an dieser Stelle noch mal an die Spender.

viSozial e.V.
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