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Das Sozialprojekt Abeac und die “Dachlosen”.

Dachlose_small-150x150 Das Sozialprojekt Abeac und die Dachlosen.Bei unserem letzten Besuch von Abeac in Salvador  lernten wir drei weitere Projekte kennen, welche als Außenstellen von Abeac unterstützt werden.

Es sind drei Gemeinschaften, welche sich in verlassenen Fabrik- und Hausruinen niedergelassen haben. Diese Menschen hatten vorher auf der Straße gelebt und sich zur Bewegung der „Dachlosen“ zusammengeschlossen. Diese Bewegung besetzt leerstehende Häuser und Fabriken oder deren Ruinen und die Familien zimmern sich aus Abfallmaterial kleine Zimmer im Schutz der Wände und Dächer. Dies brachte bereits eine Verbesserung der in bisher unmenschlichen Situationen lebenden Menschen, aber es brachte auch neue Probleme. Der Zusammenschluss von vielen Menschen auf engem Raum führte natürlich zu zwischenmenschlichen Problemen und durch die unzureichenden sanitären Einrichtungen lebten die Menschen nun im eigenen Abfall und Schmutz.

Lest hier weiter und erfahrt mehr über die Arbeit von Abeac!

Neue Farben im ABEAC Projekt

imagem-017-150x150 Neue Farben im ABEAC ProjektDer 4 April stand im Zeichen des Sozialprojektes ABEAC in Salvador. Alles erstrahlt in neuen Farben. Die Fassade des Schulgebäudes, der Capoeiraraum und der Sportplatz wurden neu angestrichen. Ausser Fussball kann nun auch Voleyball gespielt werden. viSozial hat das Material dafür gespendet. Die freundlichere Umgebung animiert Kinder und Lehrer mehr zu spielen und zu lernen. Während die einen den Fussballplatz ausprobierten, zeigten die anderen wieder ihre Künste der Capoeira und danach wurde auch schon wieder Samba getanzt. Es ist unwahrscheinlich, wie hier in Brasilien schon bei den Kleinsten das Tanzen im Blut liegt. Ich habe nach über 20 Jahren Brasilien noch nicht den Samba gelernt. Mit Nachhilfeuntericht, Sport, Tanz und Handarbeitsunterricht holt das Projekt viele Kinder von der Strasse und gibt ihnen neue Möglichkeiten der Weiterbildung. Durch Vereinbarungen mit einigen Firmen konnten auch schon viele Jugendliche in den Arbeitsprozess eingegliedert werden.

Expo Saúde – Gesundheit auf natürlicher Basis

imagem-1161-150x150 Expo Saúde - Gesundheit auf natürlicher BasisAm Ende letzten Monats gab es im kleinen Bergstädtchen Doutor Pedrinho in Südbrasilien eine grosse Aktion für Gesundheit auf natürlicher Basis. Unser Büro machte den Sozialtag als Voluntär an dieser Aktion. Früh um acht Uhr stand schon eine lange Schlange Einheimischer vor dem Gemeindezentrum und erst in der Dunkelheit war die Aktion beendet.

Auf 12 Ständen wurde die Bevölkerung auf einen gesunden Lebensstil aufmerksam gemacht.

So wurde unter anderem der Fettgehalt gemessen, der Blutdruck, Puls bei Aktivitäten, Blasen im Röhrchen. Es wurde über gesunde Ernährung referirt, ein Stand zeigte die Wichtigkeit des Wassertrinkens, andere zeigten an Beispielen den Schaden des Rauchens und des Zuckers. Am Ende wurden alle Daten im Computer gespeichert und jeder bekam eine Auswertung und ein Gespräch mit einem der 6 anwesenden Familienärzte. Nicht zuletzt gab es auch noch eine Massage.

Auf diese Weise wurden wieder einige hundert Menschen zu einer gesunden Lebensweise hingeführt. Und auch für uns aus dem Büro war es ein besonderer Anreiz, noch besser auf unsere Gesundheit aufzupassen.

Im Gemeindeentwicklungsprojekt Taboquinhas

taboquinhas10-0142-150x150 Im Gemeindeentwicklungsprojekt TaboquinhasWieder einmal begab ich mich auf den Weg nach Taboquinhas, um das Gemeindeentwicklungsprojekt zu besuchen. Die Fahrt zum Ort ist noch etwas mühselig, denn die lezten 30km sind lange eineinhalb Stunden auf einer sehr schlechten Erdstrasse. Wir sind hier im Hinterland vom Bundesstaat Bahia, etwa 400km südlich von Salvador.
Im Ort angekommen, erzählte mir Pastor Romualdo, der Leiter des Projektes, von der Weihnachstaktion füer die Kinder. Die Armut im Ort ist wirklich sehr gross und so war es eine schöne Überraschung für Kinder und Eltern, dass sie ein kleines Weihnachtsgeschenk bekamen.
Es wurde auch über die Aktionen für 2009 beraten, insbesondere über die Schwierigkeit, einen Lehrer für den Englischkurs zubekommen. Einige Jugendliche aus dem Ort haben sich in früheren Kursen schon Grundkenntnisse im Englisch angeeignet und dadurch eine Arbeit im nahegelegenen Touristenort Itacaré bekommen.
Auch der Recyclingkurs soll wieder aufgenommen werden. Leider fehlen auch hier die Lehrer, aber ein Mädchen aus dem Ort kann bereits Blumen und Taschen aus Plastiktüten herstellen und dies weiteren Jugendlichen vermitteln.
Der Besuch bei einigen Familien am Flussufer zeigte mir, wie wichtig es ist, diesen Menschen ab und zu eine Freude zu machen. Dadurch sind sie auch viel offener für Themen wie Hygiene, Gesundheit und die Wichtigkeit des Lernens. Natürlich bin ich für alle Menschen in dem Ort der “reiche Gringo” und es nutzt nichts, wenn ich sage, dass ich lediglich der Vertreter eines Sozialvereins aus Deutschland bin. Für sie habe ich einfach viel Geld übrig und so kommen manche Bitten an mich heran, die ich leider nicht erfüllen kann. Z.B. ein neues Gebiss für den alten José oder ein mechanisches Bein für die amputierte Rosita.

Weihnacht für 400 Kinder

paiz-034-150x150 Weihnacht für 400 KinderDie Helfer vom Gemeindeentwicklungsprojekt Taboquinhas im brasilianischen Bundesstaat Bahia hatten Anfang Dezember eine Liste erstellt mit den ärmsten Familien des Ortes. Dabei wurden alle Kinder namentlich aufgelistet, welche durch die absolute Armut ihrer Eltern vermutlich kein Weihnachtsgeschenk erhalten würden.
Am Ende hatte die Liste 400 Kinder und wir wollten jedem ein kleines Geschenk übergeben. viSozial stellte das Geld zur Verfügung und der Pastor fuhr nach Itabuna, um im Grosshandel die vielen kleinen Geschenke einzukaufen.
Der Weihnachtstag brachte dann die grosse Überraschung für die Kinder. Die Helfer des Projektes besuchten in den drei armen Vierteln des Ortes jede Familie und übergaben den Kindern die Geschenke. Obwohl es nur kleine Spielsachen waren, hatten alle Kinder eine riessige Freude.
Ich selbst kam erst diese Woche in den Ort und habe die Helfer und einige der Familien besucht. Dabei wurde mir erstmal klar, dass die Eltern ihren Kindern tatsächlich nicht einmal das kleinste Geschenk hätten kaufen können, denn die Armut ist wirklich sehr gross.
So haben nun 400 Kinder richtig Weihnachten feiern können.

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viSozial e.V.
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