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Schulkampagne im Blindenzentrum in Puno

blindenzentrum Schulkampagne im Blindenzentrum in PunoAm 09. Mai 2008 wurde die diesjährige Schulkampagne im Blindenzentrum „Nuestra Señora de Copacabana“ in Puno erfolgreich durchgeführt. Das Blindenzentrum wird zur Zeit von 15 blinden oder sehbeeinträchtigten Kindern besucht.

Wir aktualisierten Klassenlisten, machten neue Fotos und übergaben den anwesenden Kindern Schulmaterial wie Arbeitshefte und Schreibetuis. Zudem konnten einzelne Kinder freudig ihre Patengeschenke in Empfang nehmen. Der Schulleitung wurden diverse Arbeitsmaterialien zur Unterstützung des Unterrichts sowie Pflegeprodukte für die Kinder überreicht. Das Blindenzentrum ist Schule und Internat zugleich, indem die Kinder jeweils zwei Wochen verbringen. Nach den ausgeführten Aktionen wurden im Schulhof allen Schülern und Schülerinnen und dem Lehrpersonal Kekse und Getränke verteilt.

feliz-dia-madre Schulkampagne im Blindenzentrum in PunoAnschliessend fand eine Veranstaltung zum Muttertag statt, an der jedes Kind einen Vortrag zum Besten geben konnte. Zudem hielten der Direktor und einige LehrerInnen ihre Gedanken zu Ehren der Mutter fest. Wir waren von den Darbietungen sehr beeindruckt und genossen mit den Kindern einige fröhliche Stunden.

 

 

Fotos zur Schulkampagne im Blindenzentrum 2008 findet Ihr hier:

http://www.galerie.viventura.de/Sozialtage/Peru/Schulkampagne_Mai_2008/

Schulkampagne auf Capachica

santa-maria Schulkampagne auf Capachica

Am 07. und 08. Mai 2008 wurde die diesjährige Schulkampagne in den Sozialprojekten auf der Capachica-Halbinsel erfolgreich durchgeführt. Zuvor besuchten wir alle Projekte und sprachen uns mit den Verantwortlichen ab, was dieses Jahr am dringendsten benötigt wird und von viSozial unterstützt werden kann. Danach hieß es, die Kampagne in vielen arbeitsintensiven Stunden vorzubereiten. Dazu gehörte unter anderem Kostenvoranschläge für die Projekte einzuholen, Klassenlisten zu aktualisieren, diverses Material zu besorgen, Rechnungen zu bezahlen und die Geschenke für die ca. 350 Kinder einzupacken.

In der Nacht vor der Kampagne reisten einige MitarbeiterInnen aus dem Büro in Arequipa auf den Altiplano nach Puno, um die Aktionen tatkräftig zu unterstützen. Nach einer kurzen Nacht und einem guten Frühstück konnten wir um 07.30 Uhr mit dem vollbeladenen Bus zum ersten Sozialprojekt der Grundschule in Llachón aufbrechen. Ein Teil der Materialien wie Holz, Zement und Gips musste separat mit einem Lastwagen herbeigeführt werden. Dies wird zur Renovierung des Klassenzimmers für den Musik- und Computerunterricht in Llachón verwendet. Zudem wird dieses Jahr der Lohn des Musikprofessors bezahlt.

In Llachón angekommen, teilten wir uns in Gruppen ein und besuchten die einzelnen Klassen, die zur Zeit von insgesamt 160 Kindern besucht werden. Wir aktualisierten Klassenlisten, machten viele neue Fotos und übergaben den anwesenden Kindern Schulmaterial wie Lektürebücher und Arbeitshefte, die wir zuvor in Stoffbeutel eingepackt hatten. Zudem konnten einzelne Kinder freudig ihre Patengeschenke in Empfang nehmen. Nach den ausgeführten Aktionen wurden allen Schülern und Schülerinnen Kekse und Getränke verteilt.

Unsere Gruppe wurde zusätzlich von zwei Ernährungsberaterinnen begleitet, da mit der Schulkampagne auch eine Ernährungskampagne gestartet wurde. Die Spezialistinnen nahmen dafür von den Kindern der 1. und 2. Klasse Daten wie Körpergröße, Gewicht und Gesundheitszustand auf. In der Ernährungskampagne wird eine Zusammenarbeit mit den Eltern angestrebt. Diese erhalten von den Spezialistinnen Informationen und Unterstützung, eine ausgewogene Mahlzeit mit den zur Verfügung stehenden Grundnahrungsmitteln für ihre Kinder herstellen zu können. Da die meisten Kinder auf dem Land wohnen und deshalb einen langen Schulweg haben, nehmen sie das Mittagessen in der Schule ein. Hierfür konnten diese Kinder ein kleines Tuppergeschirr mit Trinkflasche in Empfang nehmen, die sie täglich mit der vorbereiteten Mahlzeit in die Schule mitnehmen werden.

 

wawawasi-santa-maria Schulkampagne auf CapachicaAm frühen Nachmittag ging es weiter nach Santa Maria, wo wir mit einer wunderschönen Landschaft und einer grandiosen Aussicht auf den Titicacasee und die Insel Taquile belohnt wurden. Nach dem köstlichen Mittagessen besuchten wir den Kindergarten. Die 29 Kinder sowie ihre Eltern erwarteten uns bereits sehnlichst. Wir malten in Gruppen mit den Kindern, nahmen ihre Körperdaten auf und überreichten ihnen im Anschluss das Tuppergeschirr mit Trinkflasche für die Ernährungskampagne und ein Hygieneset bestehend aus Zahnbürste, Zahnpaste, Becher, Seife und einem kleinen Waschtuch. Gemeinsam wurden mit den Kleinen die Hände gewaschen, damit sie danach beim Verteilen der Kekse und Getränke kräftig zugreifen konnten.

Müde, aber mit vielen neuen Eindrücken machten wir uns auf den Weg in unsere Unterkünfte bei einheimischen Quechua-Familien. Eingekleidet in traditionelle Trachten trafen wir uns später zum gemeinsamen Nachtessen. Der erste Tag war anstrengend und sehr eindrücklich. Die Begegnung mit den vielen fröhlichen Kindern, die aus ärmsten Verhältnissen stammen, hinterließ bei uns allen nachhaltige Spuren.

traditionelle-trachten Schulkampagne auf Capachica

Nach einer ruhigen Nacht und einem reichhaltigen Frühstück führte uns der Weg weiter nach Hilata, wo wir die Grundschule mit 39 Kindern und das wawawasi (Kindergartenklasse) mit insgesamt 30 Kindern besuchten. Aufgrund starken Nachwuchses gibt es in der Schule Hilata neu zwei Kindergartenklassen. Hierfür wurden drei Schultische angefertigt und anlässlich der Schulkampagne überbracht. Wiederum führten wir mit den Kindern die selben Aktivitäten durch wie in den Projekten zuvor. Ein Highlight für die Kinder der 1. bis 6. Klasse war das Fußballturnier, das von einem Paten gesponsert wurde. Jede Klasse bildete eine Mannschaft und trug das Trikot in den Nationalfarben der Länder Brasilien, Argentinien, Peru, Deutschland, Frankreich oder Italien. Jeweils zwei Klassen spielten gegeneinander, und der Sieger erhielt einen Pokal. Die Spieler wurden von den Schulkameraden lauthals angefeuert.

In der Zwischenzeit bereiteten einige Eltern für unser Team eine kleine Mahlzeit vor. Nach den erfolgreich beendeten Aktivitäten haben wir die Kartoffeln, Süßkartoffeln und den Frischkäse sehr genossen.

Nach dem Mittag fuhren wir weiter nach Chifrón, von wo aus wir eine grandiose Aussicht auf den herrlich blauen Titicacasee genossen. Einige Mitarbeiter nutzten die Zeit bis zum Mittagessen dafür, einen Spaziergang in der eindrücklichen Landschaft zu unternehmen.

workshop Schulkampagne auf Capachica

Nach dem Mittagessen trafen bereits die ersten Kinder mit ihren Eltern ein. Während dem wir uns in drei Gruppen aufteilten und die Daten der 70 Kinder aufnahmen, führten die Beraterinnen einen Ernährungsworkshop mit den Eltern durch. Dafür hatten sie aus Kartoffeln, Milch und Zucker eine süße Creme hergestellt, um aufzuzeigen, was aus den vorhandenen Lebensmitteln herzustellen möglich ist. Die Eltern wurden informiert, dass monatlich Workshops zu Themen der Ernährung veranstaltet werden. Den Kleinen wurden Hygienesets und den größeren Kindern Schulmaterial wie Arbeitshefte und Schreibetuis überreicht. Nach vollbrachter Arbeit stürzten sich alle Anwesenden freudig auf die feinen Kekse und Getränke.

Die zwei Tage der Schulkampagne waren für das ganze Team ein einzigartiges Erlebnis. Die Aktivitäten mit den Kindern in dieser herrlichen Landschaft forderten uns, bereiteten uns jedoch große Freude und hinterließen einen nachhaltigen positiven Eindruck. Zufrieden und erschöpft freuten wir uns auf die Heimkehr nach Puno bzw. Arequipa.

In den nächsten Tagen geht es nun an die Nachbearbeitung der neu gewonnenen Daten, und es werden ebenfalls die Patenkinder-Logbucheinträge aktualisiert. Wir bitten hierbei um ein wenig Geduld – Herzlichen Dank!

Fotos zur Schulkampagne 2008 findet Ihr hier:

http://www.galerie.viventura.de/Sozialtage/Peru/Schulkampagne_Capachica_Mai_2008/

Schulkampagne auf Capachica und im Blindenzentrum in Puno

Auch in diesem Jahr findet vom 07.-09. Mai 2008 eine Schulkampagne in den Sozialprojekten am Titicacasee statt. Wir werden mit einigen MitarbeiterInnen des Büros in Arequipa und Puno für drei Tage die Grundschulen Llachón und Hilata, den Kindergarten Santa Maria und die Gemeinde Chifrón auf Capachica sowie das Blindenzentrum in Puno besuchen und verschiedene Aktionen durchführen.

Unter anderem werden wir den Schulen notwendiges Arbeitsmaterial übergeben, zudem wird jedes Kind Schulmaterial wie Stifte und Hefte erhalten.

Mit der bevorstehenden Schulkampagne wird auf Capachica auch eine Ernährungskampagne gestartet. Dabei erhalten die Eltern in diversen Kursen wichtige Informationen über eine nährstoffreiche und ausgewogene Ernährung und die richtige Hygiene.

Momentan befinden wir uns in der Organisation der gesamten Kampagne, und wir werden Euch selbstverständlich darüber berichten.

Für Unterstützung, sei es durch eine Spende oder eine Übernahme einer Patenschaft, wären die Kinder aus den Projekten am Titicacasee sehr dankbar!

Erste Eindrücke im Blindenzentrum in Puno

Neben mir auf der niedrigen Mauer des Blindenzentrums sitzt Christina, eine weitere Volontärin aus Deutschland. Voller Neugier und Enthusiasmus erwarten wir das uns noch unbekannte Morgenritual. Mit uns im Innenhof der Blindenschule befinden sich die ersten fünf Kinder, deren Angehörige, Direktor Henry Pino Diaz und die Lehrerin Gladys. Die Kinder, alles Jungen, werden aufgefordert, sich in Reih und Glied aufzustellen und den Anweisungen der Lehrerschaft zuzuhören. Nach der Begrüssung wird gemeinsam gebetet und für den heutigen schönen Tag gedankt. Dann hält Direktor Henry eine Rede, benennt die Änderungen der Schule, erklärt, welche Lehrerin welche Klasse übernimmt und stellt uns Volontäre vor. Danach stehen alle auf und singen aus voller Brust die peruanische Nationalhymne. Dann löst sich die bunt gemischte Runde auf, und die Kinder werden in ihre Klassenräume geführt.

innenhof Erste Eindrücke im Blindenzentrum in Puno

Es ist Montag Morgen, 24. März um 09.00 Uhr, und mein Einsatz als Freiwilligenarbeiterin im Blindenzentrum „Nuestra Señora de Copacabana“ im Stadtteil Chejoña in Puno beginnt. Heute ist der erste offizielle Schultag, obwohl von den erwarteten 30 Kindern mit einer Sehbeeinträchtigung im Alter zwischen 5 und 18 Jahren erst einmal acht erschienen sind. Der Rhythmus und die Organisation hier in Peru laufen anders, gemächlich und mit eigener Logik, für uns Europäer im ersten Moment schwierig nachzuvollziehen.

Mein erster vereinbarter Arbeitstag liegt bereits drei Wochen zurück. Damals erschien ich voller Elan im Zentrum, fand jedoch nur leere und halb zu Ende gemalte Räume vor. Man erklärte mir, dass die blinden und sehbeeinträchtigten Kinder vor allem aus armen Campesinosfamilien stammen, die teilweise Dutzende von Kilometern entfernt in abgelegenen Gegenden wohnen. Deshalb dauere es einige Wochen, bis sich alle Kinder wieder in der Blindenschule einfänden. Zudem erschwere sich die Situation, da vor allem auf dem Lande blinden Kindern wenig Leistungsfähigkeit zugesprochen wird, und sie somit zu Hause bleiben und auf dem Hof mithelfen müssen.

Inzwischen befinden sich im Schulzimmer von Lehrerin Mirjam die vier jüngsten Jungen, die neu eingetreten sind. In der Unterrichtsstunde werden geometrische Figuren wie Dreieck, Viereck und Kreis behandelt. Nebenan unterrichtet Lehrerin Gladys die 3. bis 4. Klasse. Zurzeit versuchen Edison und Pedro, beide mit einer Sehbeeinträchtigung, ihre Gedanken zur vergangenen Osterwoche, der „semana santa“, in unterschiedlicher Schriftgrösse auf Papier zu bringen.

klassenzimmer Erste Eindrücke im Blindenzentrum in Puno

Seit Mai 2006 erhält das Blindenzentrum Unterstützung durch viSozial. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, den blinden, sehbeeinträchtigten und benachteiligten Kindern in der Region Puno am Titicacasee gezielt zu helfen. In vielen kleinen Schritten wird versucht, die Lebenssituation der Betroffenen dort zu verbessern und ihnen eine Perspektive zu bieten. ViSozial versucht, durch Patenschaftsbeiträge, Spendengelder und Freiwilligenarbeit Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Die Kinder erlernen, vor allem durch das unermüdliche Engagement der LehrerInnen, handwerkliche Fähigkeiten und werden so auf ein späteres Berufs- und Alltagsleben vorbereitet.

Mittlerweile ist es 12.45 Uhr, der Unterricht ist beendet, und die Kinder gehen in den oberen Stock, um im Speisesaal ihr Mittagessen einzunehmen. Für uns Volontäre ist unser erster Arbeitstag beendet. Wir haben bereits mit der Lehrerschaft und den anwesenden Kindern Bekanntschaft geschlossen und erste eindrückliche Erfahrungen gesammelt. Nun freuen wir uns darauf, wenn der „normale“ Schulbetrieb so richtig angelaufen ist und wir bald möglichst tatkräftig Unterstützung leisten können.

Erste Eindrücke von Jeannine Gasperina, Volontärin im Blindenzentrum

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