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Ende meiner Arbeit in Chile – Adios Chile
Die Tage sind gezählt – Nach 5 ½ Monaten machte ich mich am Donnerstag den 12.08.2010 ein letztes Mal auf dem Weg ins Casa de Los Pinos. Für mich geht es wieder nach Deutschland zurück, um mein Studium fortzusetzen. Die Erfahrungen die ich Im Los Pinos und bei der Fundación Visocial in Chile gemacht habe, die Erlebnisse werden mich immer begleiten.
Aufgrund des schweren Erdbebens am 27.02.2010, meiner ersten Nacht in Chile, war der Anfang nicht gerade einfach. Ich wusste nicht, ob das Los Pinos und die Kinder das Beben überstanden hatten. In den ersten Tagen habe ich sehr oft darüber nachgedacht, zurückzufliegen. Doch Luis, der Leiter des Los Pinos, die Mitarbeiter aus dem Büro, die Volontäre und vor allem die Kinder haben mich mit offenen Armen empfangen, waren immer für mich da und haben mir den Einstieg sehr leicht gemacht.
Wie sehr es sich gelohnt hat und wie es mir ergangen ist, lest ihr hier »
Zusammenfassung des Erdbebenprojekts der Fundación Visocial Chile
Nach dem schweren Erdbeben der Stärke 8,8 in Chile am 27.02.2010 und dem darauf folgenden Tsunami mit insgesamt über 700 Toten, beschlossen wir, die Fundación Visocial Chile und das Casa de los Pinos unsere Kräfte für die Opfer dieser verheerenden Naturkatastrophe der Region um Concepción zur Verfügung zu stellen. Nachdem die zuerst geplante Zusammenarbeit mit einem Waisenhaus in Pelarco fehlschlug, entschlossen wir uns zur Kooperation mit RedViva, einer in Miami ansässigen Hilfsorganisation für lateinamerikanische Staaten in Krisenzeiten. Mit dieser Organisation haben wir über vier Monate hinweg ein Hilfsprogramm aufgebaut, um den kleinen Fischerdörfern Caleta Tumbes und Dichato zu helfen. Dort fehlte es an allem, an Kleidung, sauberem Trinkwasser, Nahrung und Behausungen, denn der Tsunami hat die vorwiegend aus Fischerhütten bestehenden Dörfer komplett zerstört.
Chile: Diskriminierung im Bildungssystem
Der Süden Santiagos war vor gut 40 Jahren ein grüner Flecken mit Feldern, Wiesen und viel Natur. Mit der Machtübernahme Pinochets änderte sich dies jedoch. Er wollte Santiago zu einer glanzvollen Stadt machen, die ganz Chile repräsentieren sollte. Menschen, die auf der Straße lebten passten nicht in dieses Bild und soo wurden Wellblech- und Holzhäuser für sie in abgelegenen Stadtteilen, wie dem heutigen Puente Alto, errichtet.
Puente Alto ist einer der ärmsten und zugleich größten Stadtteile Santiagos. Die Menschen, die dort leben sind tagtäglich mit gesundheitlichen Problemen, Gewalt, Drogen, und eben auch mit Diskriminierung und sozialer Benachteiligung konfrontiert. Die Gegend um Puente Alto verspricht Arbeitsplätze im Landwirtschaftssektor, die viele Menschen aus dem Norden und Süden Chiles anzieht. Die Menschen hoffen auf eine höhere Lebensqualität und bessere Arbeitsmöglichkeiten, um sich und ihren Angehörigen eine bessere Zukunft bieten zu können.
Zweites Festival de la Voz im Casa de los Pinos
Das Festival de la Voz (Festival der Kinderstimme) fand bereits im Februar, am Abend vor dem Erdbeben statt. Da wir es für wichtig hielten, euch über die Ereignisse nach dem schweren Beben in Chile auf dem Laufenden zu halten ist der folgende Artikel ein bisschen nach hinten gerutscht, aber nicht in Vergessenheit geraten. Mit etwas Verspätung berichtet uns Bastian, unser Voluntär, dass auch dieses Jahr das Festival der Kinderstimme ein voller Erfolg war.
Am Freitag, den 26. Februar fand im Centro Abierto los Pinos das 2. Festival de la Voz Infantil (Festival der Kinderstimme) statt. Hierzu waren die Eltern, Großeltern und Freunde der Kinder eingeladen. Zum Ende der Sommerferien führten unsere Kleinen vor, was sie in den verschiedenen Workshops während der Sommerferien einstudiert hatten. Außerdem gab es einen Sangeswettstreit mit acht Teilnehmern.
Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt, da uns eine Bäckerei dankenswerterweise Empanadas gestiftet hatte, ein chilenisches Nationalgericht. Die Einnahmen gingen in die Kasse von Los Pinos.
Das Casa de los Pinos im Zoo
Am Freitag, den 09. April 2010, war es endlich soweit, der von den Kindern lang ersehnte Ausflug zum Zoo stand bevor. Um 13 Uhr begannen die Kinder sich an der langen Schlange anzustellen, um vom Projektleiter Luis mit einem Namensschild samt Projektadresse und dessen Handynummer, für den Fall eines Notfalles, versehen zu werden. Und auch wenn es sich um eine sehr lange Schlange handelte, besaß letztendlich jedes der Kinder sein Etikett und Luis einen riesigen Stapel an von den Eltern unterschriebenen Erlaubnisbögen. Was die Kinder im Zoo erlebt haben, lest ihr hier




