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Geschäftsführung: Erster Rückblick und Ausblick 2012
Das Jahr 2011 ist nun bald um und für uns als “neue” Geschäftsführung ist es Zeit für einen ersten Rückblick nach unseren ersten knapp 9 Monaten Arbeit. Seit April diesen Jahres sind Ana und ich nun mit der Arbeit von viSozial beauftragt. Wir halten von La Paz – Bolivien aus den Kontakt mit den Projekten in Südamerika, mit unseren Paten und Spendern, mit unserem Vorstand und mit unseren Partnern in Deutschland.
Eine unserer ersten Aufgaben stand eine “Bestandsaufnahme” unseres Vereins an. Wir fragten uns wo die Stärken und die Schwächen viSozials liegen und stellten fest dass auf der Plus-seite eine gute Organisation, Nähe zu den Projekten und klare Projektziele, engagierte Mitarbeiter und Helfer vor Ort stehen.
Bolivien: Neues von unseren Patenkindern
Das Patenschaftsprogramm von viSozial in Santiago de Okola ist endlich dieses Jahr gestartet. Zunächst gab es ein paar Anlaufschwierigkeiten, da innerhalb kurzer Zeit der Direktor an der Schule wechselten und wir so fast wieder von Vorne mit unserer Arbeit begonnen.
Nun haben wir aber eine gute Beziehung zum neuen Direktor aufbauen können. Er kam auch vor einer Woche in unser Büro in La Paz und berichtete uns über die Schulfeier zum Muttertag, am 27. Mai. Da organisierte die Schule eine große Feier und die Kinder machten mit. Hier die Erzählung, was alles an dem Tag in Okola geschah:
Die drei Schulen in Santiago de Okola, Kerihuati und Omacuyo haben verschiedenen Aktivitäten veranstaltet. Die Kinder luden ihre Mütter in die Schule ein, um ihnen etwas zu schenken. In diesem Falle Tänze, Lieder und Gedichte.
Andreas Gedanken über seine Zeit als Freiwilliger Helfer bei Luz de Esperanza
Mein viermonatiger Aufenthalt im Projekt Luz de Esperanza hat meine Familie um ca. 30 Mann vergrößert. Ich wurde vom ersten Tag an wie ein Mitglied behandelt, was mir auch sehr geholfen hat mich anfangs einzugewöhnen. Probleme mit der Umstellung auf die Höhe von 4000 Metern hatte ich zum Glück nicht. Dafür kam eines Tages ein Fußballspiel mit den Jungs in die Quere, welches mir zwei Monate Krücken bescherte. Die Krücken für Kinder waren für meine Größe von 1.90 m eher suboptimal, aber wer wird sich in so einer Situation schon beschweren. Unvergesslich während dieser Zeit wird die Unterstützung der Jungs bleiben, die mir bei jeglichen Problemen halfen.
machen.

Andreas und die Jungs von Luz de Esperanza
Durch meine Mobilitätseinschränkung belief sich der Tagesablauf im Wesentlich auf das Kochen des Mittagessens und den Physik und Englischunterricht. Je nach Bedarf kamen Computerkurse oder Mathenachhilfe hinzu. Als die Zeit der Krücken dann ein Ende nahm, haben wir einige Ausflüge z.B. nach Tiahunaco oder in Museen unternehmen können. Diese Art der Unternehmungen außerhalb des Projektes hätte ich gerne intensiviert, aber dann waren die Tage in El Alto leider viel zu schnell passiert. So musste ich mich leider viel zu schnell auf den Heimweg Andreas
Andreas Fuhrmannek
Hier findet ihr weitere Eindrücke und Berichte über das Sozialprojekt Luz de Esperanza, und weitere allgemeine Informationen zum Freiwilligendienst sowie zu freien Stellen in Bolivien.
Ein Freiwilliger Helfer berichtet: Unsere ersten Physikexperimente im Projekt Luz de Esperanza
Zwischen Februar und Juni konnten wir im Projekt die ersten Physikexperimente durchführen. Hier haben wir versucht die grundlegenden Prinzipen aus Bereichen der Optik, der Akustik, der Mechanik oder etwa der Elektronik kennenzulernen.
Zum Beispiel haben wir eine Rakete aus einem Streichholz und Alufolie gebaut, um das Prinzip der Aktio-Reaktio zu untersuchen. Die beste Rakete schaffte es bis zu einem halben Meter weit zu fliegen.
Eine Streichholzrakete wird gezündet.
Unter anderem konnten wir feststellen, dass man mit Alufolie, einem fuenf Cent Stueck und einer Zitrone eine Batterie bauen kann. Als Beweis schlossen wir Kopfhoerer an die Folie und die Muenze an und konnten so deutliches Knacksen vernehmen. Auch haben wir gesehen, dass man mit Wasser Linsen bauen kann, die dann beispielsweise als Lupen funktionieren. Solche Art von Linsen sind u.a. in Augen von Lebewesen wiederzufinden.
Als Vergleich benutzten wir die Linse eines Schweineauges, um diesen Effekt zu reproduzieren. Im Anschluss konnten dann auch weitere Teile des Schweines zum Genuss aller effektiv genutzt werden
.
Andreas Fuhrmannek – zur Zeit Freiwilliger Helfer im Straßenkinderprojekt Luz de Esperanza in El Alto.

Andreas studiert Physik und bringt den Jungs von Luz de Esperanza spielend Naturgesetze bei.
Dorfentwicklung in Okola – ein erstes Treffen
Wer von der Sonneninsel nach Norden schaut wird am gegenüberliegenden Üfer, weit in der Ferne einen beeindruckenden großen Felsen erblicken, der wie ein schlafender Drache aussieht.
Santiago de Okola, ein verschlafenes Dörfchen, liegt am Fuße dieses Drachenfelsens und betrachtet von dieser Seite des Sees das touristische Treiben gegenüber, auf der Sonneninsel und in Copacabana, begehrte Ziele in Bolivien.
Santiago de Okola am Fuß des Drachens
5 Familien des Dorfes begannen vor 2 Jahren mit zwei Tourismusagenturen ein Experiment in Sachen Zusammenarbeit: Die Familien stellten den Touristen ein Zimmer zur Verfügung und bereiteten ein traditionelles Abendessen vor, sowie das Frühstück am nächsten Tag.
Diese Zusammenarbeit lief gut und nun scheint es dass in den folgenden Jahren mehr Touristen kommen können. Aus den 5 Familien sind 7 geworden und die Anwesenheit von Touristen im Ort wird immer üblicher.
Auch die bolivianische Regierung hat die Potentiale erkannt die der Tourismus rund um den Tititcacasee birgt und hat Geldmittel von der Weltbank bereitgestellt bekommen um die Entwicklung der Region voranzutreiben. In Ausicht stehen Investitionen in Wasserversorgung, Abfallbeseitigung, Bewässerung und Touristischer Infrastruktur.
Die Menschen von Okola haben sich vorgenommen diese Chance zu nutzen und gemeinsam mit ihrer Gemeinde der Regierung ein Projekt schriftlich zu überreichen um aufgrund der guten und schlechten Erfahrungen die in den letzten zwei Jahren mit Touristen gemacht wurden einige wichtige Vorhaben umsetzen zu könnenwelche die Entwicklung des Dorfes voranbringen.
Unser Beitrag als visozial ist dabei die Gemeinde bei der Organisation und Planung dieses Dorfentwicklungsprojektes zu helfen.
Am 12. März trafen wir uns mit Einwohner des Dorfes und veranstalteten ein kleines Seminar in dem erste Ideen und Ziele zusammengetragen wurde die in ein konkretes Projekt einfließen sollen.
Beschlossen wurde die Unterstützung der Dorfschule mit Lehrmaterial und Geräte, besonders ein Fotokopierer ist nötig, denn der nächste befindet sich in 30 Km. Entfernung.
Zusamen mit dem Lehrerkollegium und den Elternrat werden wir ein Schulgarten fördern mit dem der landwirtschaftliche Reichtum in den Lehrplan integriert werden soll.
Das erste Planungstreffen im Dorf
Der Bau eines Dorfmuseums, einer Anlegestelle und die Einrichtung einer Gemeinschaftsküche und Essraum die sowohl für Touristische als auch für Gemeindezwecke genutzt werden soll wurden auch beschlossen.
Wir freuen uns auf eine enge Zusammenarbeit mit Santiago de Okola!
Tomás Sivila – La Paz





