viSozial in Bolivien

Bolivien liegt im Herzen Südamerikas und seine knapp 1,1 Mio Quadratkilometer Fläche grenzen an Peru, Chile, Argentinien, Brasilien und Paraguay. Das Land wird von zwei Ketten der Anden durchzogen. Das dazwischen liegende Altiplano – das Hochland, 3000 bis 4000 Meter über dem Meeresspiegel gelegen, nimmt zusammen mit den Kordilleren etwa 1/3 der Landesfläche ein und ist das traditionelle Kernland, da in ihm ein Großteil der 8,3 Mio. Bolivianer, zum größten Teil indigenen Ursprungs, leben. Im Bergland wurde schon immer Bergbau betrieben, sehr bedeutende Erzlagerstätten, befinden sich hier.

Insel Inkahuasi im Salar de Uyuni

Das Amazonische Tiefland und die Llanos nehmen den größten Teil der Landesfläche ein, sind allerdings am dünnsten besiedelt. Hier befinden sich die ertragreichsten Böden. (F1, F2)

Die landschaftliche und kulturelle Vielfalt Boliviens ist einzigartig: 70% aller Tier- und Pflanzenarten und fast alle Klimaregionen sind vertreten, 36 Sprachen der vielen Volksgruppen offiziell anerkannt.

Trotz seiner natürlichen und kulturellen Ressourcen ist Bolivien das ärmste Land Südamerikas und eines der ärmsten der Welt: das Pro-Kopf- Einkommen liegt bei 800 US$ (F3) sein Bruttoinlandsprodukt bei etwa 2.400 US-Dollar pro Kopf/Jahr unterdurchschnittlich. Zwei Drittel der Bevölkerung leben von weniger als einem Dollar pro Tag, obwohl Bolivien über die größten freien, d.h. ohne gleichzeitige Ölförderung ausbeutbaren Erdgasvorkommen Südamerikas verfügt. (F1)

Die Armut betrifft vor allem den ländlichen Raum, wo es in großen Gebieten an grundlegender Infrastruktur fehlt: Energie und Wasserversorgung, Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildung und Kommunikation. Auf dem Land beträgt die Armutsrate 85%. (F3) Die Konsequenzen zeigen sich in Mangel- bis Unterernährung, hohe Kinder und Säuglingssterblichkeit, Landflucht, u.a.

Boote im Amazonischen Tiefland

Auch die Städte, vor allem die jungen Siedlungsgebiete um die größeren Städte La Paz und Santa Cruz leiden unter den Folgen der Landflucht, welche vor allem ab Anfang der 90 er Jahre sehr schnell zugenommen hat. So lebt heute 60% der Bevölkerung in den Städten, vor wenigen Jahren lebten diese Menschen auf dem Land.

Am deutlichsten zeigt sich diese Entwicklung in El Alto, eine junge Stadt auf dem Hochland oberhalb von La Paz, wo traditionelle ländliche Lebensstile auf die Entwicklungen der Moderne prallen. Negative Erscheinungen sind Arbeitslosigkeit, Alkoholismus und Kriminalität, die Konsequenzen daraus sind oft zerfallende Familien, Gewalt und Obdachlosigkeit und die betroffenen meist Kinder, Jugendliche und Frauen.

Hier ist viSozial aktiv und unterstützt das Projekt Luz de Esperanza, welches Straßenkinder und – Jugendliche ein Dach und eine Lebensalternative bietet.

Quellen:

(F1: Quelle: wikipedia, es.wikipedia.org/wiki/Bolivia, Stand 2007)

(F2: Quelle: wikipedia, de.wikipedia.org/wiki/Bolivien, Stand 2007)

(F3: Quelle: Inwent, www.inwent.org/v-ez/lis/boliv, Stand 2007)

Der Illimani, im Vordergrund La Paz

Suchen

RSS abonnieren

News per E-Mail

Möchtest du tagesaktuell neue Einträge per E-Mail zugestellt bekommen?:



Das Wichtigste von viSozial alle drei Monate per E-Mail bestellen:

Wichtiger Hinweis

Diese Seite befindet sich derzeit noch im Aufbau! Über Feedback freuen wir uns immer! Viel Spass bei unserer neuen Seite wünscht das viSozial-Team :)

Inhalt der viSozial-Seiten