Dorfentwicklungsprojekt: Santiago de Okola

Das Dorf Santiago de Okola liegt am nördlichen Ufer des Titicacasees. Auf einer guten asphaltierten Strasse überwindet man die etwa 160 km Entfernung von La Paz in etwa 3 Stunden. Santiago de Okola liegt malerisch am Fuß eines großen drachenförmigen Berges, dem Sisasani-Berg.

Im Dorf leben etwa 79 Familien, rund 350 Menschen, welche vor allem von der Landwirtschaft und Fischerei leben. Seit 5 Jahren gibt es im Dorf Strom, fließendes Wasser ist vorhanden – jedes Haus hat einen im Garten liegenden Wasseranschluss. Das Dorf verfügt über eine Schule, welche im Jahr 2007 ihren ersten Abiturientenabgang feierte. Die Schule nimmt 150 Kinder auf, welche nicht nur aus dem Dorf kommen, sondern aus der gesamten Umgebung, in einem Radius von etwa 8 Kilometern.

Eine einfache Krankenstation, in der ein Krankenpfleger arbeitet, kümmert sich um die gesundheitlichen Notfälle. Schwere Erkrankungen und akute Notfälle müssen in die Krankenhäuser von Achacachi (60 km entfernt), oder La Paz (160 km entfernt) transportiert werden.

Die größte Herausforderung des Dorfes ist die Abwanderung seiner jungen Bewohner in die Großstädte, oder ins Ausland. Mangelnde Arbeitsperspektiven in der gesamten Region des nördlichen Titicacasees führen zu einem stetigen Ausdünnen der Besiedlungsdichte. Davon zeugen viele verfallene Häuser im Dorf.

Die wunderschöne Landschaft, die Ursprünglichkeit des Dorfes und nicht zuletzt die gute Anbindung an La Paz, sowie die strategische Lage am See (per Motorboot sind es nur 1,5 Stunden zur Sonneninsel, ein touristischer Magnet Boliviens) haben die Dorfbewohner dazu motiviert, im Tourismus eine alternative Einkommensquelle zu suchen, um vor allem der Jugend eine Einkommenperspektive zu bieten.

Die regionale Tourismusförderung ist der Dorfgemeinschaft sehr wichtig. Entsprechende Aktivitäten in der Vergangenheit führten jedoch nicht zu den erhofften Zielen.

Die Potentiale in Santiago de Okola weckten nun das Interesse von zwei kleinen touristischen Unternehmen, die im Laufe der letzten zwei Jahre einige Touristen in das Dorf gebracht haben, wo sie bei Gastfamilien übernachteten, traditionelle Speisen zum probieren bekamen und geführt von Jugendlichen des Dorfes auch Wanderungen in die Umgebung und auf den Berg unternahmen.

Dank seiner günstigen Lage am See produziert das Dorf viele unterschiedliche, traditionelle Pflanzenarten. Hier wachsen unter anderem 3 Quinoasorten, mehrere Kartoffelarten und sogar Mais. Die Erträge sind aufgrund der fehlenden Bewässerung gering. Die pflanzliche Vielfalt hat jedoch eine auf den Erhalt der traditionellen Anden-Pflanzen spezialisierten NGO dazu bewegt sich im Dorf zu engagieren.

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Wie alles begann

Januar 2006: Tomas entdeckt auf einer seiner “Expeditionsreisen” den atemberaubenden Sisasani-Berg, der sofort sein Interesse weckt. Am Fusse der Berges lernt er das kleine Dorf Santiago de Okola kennen, mit seinen herzlichen Einwohnern und kommt mit ihnen ins Gespräch. Das Dorf ist am Tourimus interessiert und bereits nach wenigen Treffen entscheidet Tomas Touristen in die Dorfgemeinde zu bringen und mit Geldern des viSozial e.V. die Bildung im Dorf zu fördern.

2006: Mit viSozial e.V. Geldern werden Bücher und Lehrmaterialien für die Schule angeschafft und gespendet.

2007: Unterstützt durch den viSozial e.V. wird ein Kopiergerät für die Schule angeschafft. Dem Konzept folgend gemeinschaftlich zu arbeiten wird die Hälfte der Kosten von dem viSozial e.V. getragen, die andere Hälfte wird von der Dorfgemeinschaft beschafft.

2008: Der viSozial e.V. möchte mehr Hilfe für das Dorf leisten. Die Idee eines Patenschaftsprogramms für die Schüler in Santiago de Okola entsteht. Ende 2008 stimmt die Dorfgemeinschaft der Einführung eines Patenprogramms an ihrer Schule zu. Ein kleines Museums soll in den Räumlichkeiten der Schule entstehen. In gemeinschaftlicher Arbeit wird der viSozial e.V. seine Aufgaben in diesen Bereichen im Jahr 2009 beginnen.

Projektbeschreibung

Die Aktivitäten des viSozial e.V. beschränkten sich bisher auf wenige Spendenleistungen für die Schule in Santiago de Okola. Jedoch ist es erstrebenswert Santiago de Okola als mehrschichtiges, integratives Entwicklungsprojekt zu betrachten. Das Engagement soll, im Sinne der Dorgemeinschaft, die Tendenz zum community-based Tourismus unterstützen.

Der viSozial e.V. sieht seinen Arbeitsbereich konkret in der Zusammenarbeit mit der Dorfschule. Den Vereinsarbeitsschwerpunkten folgend sollen besonders die Bildung und die Gesundheit gefördert werden. Des weiteren kann das Umweltbewußtsein der nachfolgenden Generationen im Rahmen der Schule erweitert werden.

Im Jahr 2009 wird der viSozial e.V. mit der Einführung eines Patenschaftsprogramms für die Dorfschule in Santiago de Okola beginnen. Allgemeine Informationen zu den viSozial Patenschaften können hier entnommen werden.

Der viSozial e.V. koordinert seine Tätigkeiten im Dorf mit weiteren agierenden Non-Profit Organisationen. Gemeinsam ist für das Jahr 2009 eines kleines Dorfmuseum in der Schule geplant. Hier sollen die Schüler und die Dorfbewohner die in Okola reiche Pflanzenvielfalt und ihr kulturelles Reichtum sammeln und erhalten.

Die Lebens- und Lernbedingungen der Kinder und Jugendlichen im Dorf sollen durch die geplanten Aktivitäten des viSozial e.V. deutlich verbessert werden. Durch die Zusammenarbeit auf mehreren Ebenen könnte langfristig gesehen die gesamte Dorfgemeinschaft von dem Engagement profitieren.

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Was bedeutet unsere Arbeit konkret?

Die Dorfgemeinschaft sucht aktiv nach Möglichkeiten ihre Kultur zu bewahren und neue, notwendige Einnahmequellen zu generieren.

Wir helfen, indem wir Hilfsmittel zur Bildungsförderung zur Verfügung stellen. Der viSozial e.V. spendete der Schule in der Vergangenheit Lehrmaterialien und unterstützte den Kauf eines Kopiergerätes.

Die Einführung eines Patenschaftsprogramms für die Schule Santiago de Okola, sowie der Aufbau eines kleinen Musuems wurde kürzlich beschlossen. Entsprechende Arbeiten werden im Januar 2009 beginnen.

Was wird in naher Zukunft von viSozial e.V. geplant?

Der aktuelle Arbeitsschwerpunkt von dem viSozial e.V. besteht darin ein Patenschaftsprogramm für die Schüler in Santiago de Okola aufzubauen. Ziel ist es, nachhaltig und langfristig die Bildung in Okola zu fördern und die Lebens- und Lernbedingungen der Kinder und Jugendlichen deutlich zu verbesssern.

Am 30.01.2009 werden wir zusammen mit der Dorfgemeinschaft, dem Schuldirektor und den Lehrern der Schule das Projekt detailliert besprechen, um im Anschluss eine entsprechende Vereinbarung zu unterzeichnen. Ab Februar 2009 werden die Arbeiten des viSozial e.V. bezgl. des Patenschaftsprogramms direkt im Dorf aufgenommen werden.

Die Einrichtung eines kleinen Dorfmuseums in den Räumlichkeiten der Schule wurde gemeinschaftlich beschlossen. In Zusammenarbeit mit weiteren Non-Profit Organisationen wir der viSozial e.V. die Erschaffung des Museums unterstützten.

Die inhaltichen Zusammenarbeit mit den Schülern und den Dorfbewohnern soll im Rahmen der laufenden Projekte ausgebaut werden.

Unterstützung durch Spenden

Wer die Arbeit von dem viSozial e.V. in Santiago de Okola unterstützen möchte, den bitten wir sich zukünftig für das Patenschaftsprogramm Okola registieren zu lassen. Allgemeine Informationen zu den Patenschaften können der viSozial Homepage entnommen werden. Zukünftig werden hier auch die Registrierungen für das Programm in Santiago de Okola möglich sein: viSozial Seite

Wer unsere sozialen Projekte in Bolivien mit einer einmaligen Spenden unterstützen möchte, den bitten wir das folgende Spendenformular auszufüllen.

Des weiteren unterstützt der viSozial e.V in Bolivien das Sozialprojekt Luz de Esperanza.

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