Weihnachten steht vor der Tür!

eingetragen von Esther, 1.Dez.2008

p1020673-150x150 Weihnachten steht vor der Tür!Letzten Freitag hat das viventura-Team für unseren Sozialtag wieder einmal die Bürotüren hinter sich zu gezogen und ist in die Schule San Juan Apostol in Villa Cerrillos gefahren. Voll bepackt mit Brot und Obst ging´s um 9:00 Uhr los.
Als wir ankamen, verteilten wir uns auf die 12 Klassen, um den Schülern und Lehrern ein wenig zu helfen. Die Kinder bekamen von uns viSozial-Kärtchen, auf die sie ein bisschen Weihnachtsstimmung bringen sollten. Das war für manche Kinder schwieriger als gedacht. Einige saßen 15 Minuten ratlos vor ihren Karten und starrten in der Gegend rum, während ihre Tischnachbarn fleißig Weihnachtsglocken und Krippen malten. Mit etwas Hilfe fingen aber auch die unkreativsten an die Buntstifte zu schwingen.
Obwohl die Schüler im fast immer sonnigen und warmen Arequipa noch nie Schnee, geschweigedenn einen Schneemann gesehen hatten, war dieser einer der beliebtesten Motive auf den Karten - auch wenn er nicht weiß, sondern oftmals blau oder sogar gelb war ;-)
Am häufigsten sah man jedoch das Jesuskind in der Krippe mit Maria und Josef, ein paar lila Schafe und Kühe. Als ich einen Jungen fragte, warum denn die Schafe lila seien, meinte er: “In Peru sind die Schafe so!” Achso, das war mir noch gar nicht aufgefallen, aber vielleicht seh ich ja mit etwas Glück noch einmal ein lilanes Schaf auf meiner Reise ;-)
Als nach über einer Stunde dann alle Kinder fertig waren, bekamen sie noch eine kleine vitaminreiche Stärkung und schon war auch dieser Sozialtag wieder vorbei. Der Abschied von den kleinen viel uns wie immer schwer. Aber wir sehen sie ja schon bald wieder bei der Weihnachtskampagne am 11. Dezember! seht hier mehr Bilder

 

Erfolgsstory Ernaehrungskampagne

eingetragen von Angelika, 28.Nov.2008

Im Mai 2008 fiel der Startschuss zu unserer Ernaehrungskampagne auf Capachica. Auf Capachica sind die meisten Menschen Selbstversorger, doch auf dieser Hoehe (ca. 3800 m) ist Landwirtschaft schwierig. Allein Kartoffeln, Mais und Quinua (das Andenkorn) gedeihen hier gut. Von einer ausgewogenen Ernaehrung kann keine Rede sein, und so wundert es nicht, dass die Kinder hier viel kleiner sind als in der Stadt und oftmals sehr duenn.

Fuer das Projekt konnte die peruanische Ernaehrungswissenschaftlerin Marie Isabel Parillo Onque gewonnen werden - ein wahrer Gluecksgriff, wie sich schnell zeigen sollte.

Ziel des Projektes ist und war

  • allen Kindern eine ausgewogene Mahlzeit am Tag zukommen zu lassen,
  • die die Muetter im Wechsel zubereiten
  • und dabei Grundkenntnisse ueber Nahrungsbestandteile, eine ausgewogene Ernaehrung etc. erlangen.

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Durchgefuehrt wird das Projekt in den Schulen und Kindergaerten (wawawasis) auf Capachica, in denen viSozial seit laengerem aktiv ist, d.h. im wawawasi und in der Schule von Hilata, im wawawasi Santa Maria und in der Schule von Llachón, insgesamt knapp 140 Kinder. Das Ganze sollte natuerlich auch messbar gestaltet werden. So wurden im Mai mit Einverstaendnis der Eltern Koerpergroesse und Gewicht von mehr als 120 Kindern aufgenommen. Die hohe Quote ist allein Marie Isabel zuzuschreiben. Mit unendlicher Geduld und Hingabe ueberzeugte sie in zahlreichen Gespraechen die Eltern davon, dass dies nur zum Besten ihrer Kinder waere, ihnen keine Nachteile daraus entstehen wuerden.

Die Auswertung dieser Messergebnisse zeigte fuer alle Orte mehr als 50 % Unterernaehrung, trauriger Spitzenreiter die Schule von Hilata mit 70,6 %. Ferner war eindeutig festzustellen, je juenger die Kinder, desto gravierender der Grad der Unterernaehrung. So kamen die wawawasis in Hilata und Santa Maria auf knapp 10 % mittlere bis ernste Unterernaehrung, z.T. schon verbunden mit den “aufgedunsenen Baeuchen”, die wir in Europa eigentlich nur mit Fernsehbildern aus Afrika in Verbindung bringen. Ausreisser in die andere Richtung, d.h. Uebergewicht gab es nur in Llachón. Nun gilt hier in Peru gerade auf dem Land immer noch dick = reich, und, um das Ergebnis schon einmal vorwegzunehmen, an dieser Quote haben wir nichts aendern koennen, keiner wollte seinen Reichtum aufgeben. :’(

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Am 1. Juni wurde dann das erste Mal gekocht - bis heute erstellt Marie Isabel Muster-Speiseplaene fuer jeden Ort, wobei sie darauf achtet, moeglichst viel “Capachica-eigene” Produkte zu verwenden und auch die althergebrachten Zubereitungsarten zu beruecksichtigen. Hier gab es im Verlauf des Projektes manche Klippe, die sie jedoch mit Bravour gemeistert hat - ich moechte nicht wissen, wie es hier einem Europaeer ergangen waere ;-) . Lebensmittel, die im Sinne einer ausgewogenen Ernaehrung auf Capachica aber kaum zu bekommen oder herzustellen sind wie Obst und Gemuese, schleppt sie bis heute muehsam selber dorthin. Sie besucht jeden Ort einen Tag in der Woche, hilft bei der Zubereitung, erklaert und beantwortet die Fragen, die die Muetter haben.

Bereits Ende Juli erfolgte die erste Kontrollmessung. Es waren gerade mal 2 Monate vergangen, so dass wir keine hohen Erwartungen hegten. Aber die Wirklichkeit belehrte uns eines Besseren - ueberall waren deutliche Verbesserungen messbar, sowohl die Anzahl der Faelle als auch den Grad der Unterernaehrung betreffend. So konnte durchgaengig die Anzahl der Kinder mit einer mittleren bis ernsten Unterernaehrung mindestens halbiert werden, aber auch in den leichterern Faellen gab es Verbesserungen bis hin zum Normalzustand. Besonders beeindruckend die Verbesserungsquoten in Summe in den wawawasis, Hilata mit 11,3 % und Santa Maria sogar mit 16,5 %. Dies zeigt wieder einmal, wie sensibel gerade die Kleinsten reagieren, und wie wichtig es ist, hier fruehzeitig zu helfen, bevor es zu irreparablen Schaeden kommt.

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In diesen Tagen finden erneute Messungen statt. Ich kann es kaum erwarten, die Ergebnisse zu bekommen.

 

Wir bekommen Besuch!

eingetragen von Asja, 19.Nov.2008

Beim Besuch der letzten Reisegruppe erfuhren die Kinder vom Casa de los Pinos, dass man mit Perlen nicht nur Ketten, sondern auch wunderschöne Blumen machen kann. „Ich zeig euch wie das geht.“, sagte einer der deutschen Gäste, und setzte sich neben die Kinder.

Auch die Kinder haben etwas für die Gruppe vorbereitet, was diese noch nicht kannte. Der chilenische Tranditionaltanz Cueca istder für jung und alt ist und in Chile bei jedem Fest aufgeführt wird. „Wie wissen die Schritte, es ist ganz leicht“, riefen sie, und tanzten den Besuchern was vor.

tag-mit-den-dt-touristen_041108-500x375 Wir bekommen Besuch!

Die Tage, an denen Besuch von Reisegruppen im Casa de los Pinos eintreffen sind für alle Beteiligten immer etwas besonders. Dann kann man sein Wissen und sein Können austauschen. Es wird von- und miteinander gelernt. Es werden viel Fragen gestellt und viele Fragen beantwortet. Dabei sind der Neugier und der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Sprachbarrieren werden überwunden. Und wenn beim Auffädeln der Perlen einmal welche zu Boden fallen, helfen alle beim Einsammeln mit!

Als deutsche Praktikantin arbeite ich jetzt seit über zwei Monaten mit den Kindern zusammen. Für mich war es schön zu erleben, wie eifrig und interessiert die Kinder, vom Kleinsten bis zum Ältesten, bei der Sache waren. Gut zwei Stunden lang fädelten sie konzentriert Perlen auf. Die fertige Ware kam auf den selbstgebastelten Verkaufstisch. Hier und dort hing man sich die Ketten und Armbänder um den Hals. Man verschenkte sein Produkt weiter. So blieben auch die Besucher nicht unbeschmückt.

Und auch ich bekam eine Kette um den Hals gehängt.
Dieses Geschenk kam von einem Mädchen, das sich mir bisher nur mit Vorsicht genähert hat. Ich denke, dass durch die kreativen Aktivitäten wie Kunst und Tanz am Nachmittag Barrieren überwunden, Ängste vergessen und das Selbstvertrauen der Kinder geweckt werden.cueca-500x375 Wir bekommen Besuch!

Meiner Meinung nach helfen die Besuche immer beiden Seiten.
Für die Reisegruppe ist es eine gute Erfahrung, denn durch die Sozialprojekte gewinnen sie einen Einblick in soziale Strukturen des Landes, das sie bereisen. Man kommt in Kontakt mir den Bewohnern und taucht ein in deren Alltagswelt. Die erstaunten Gesichter beim Zuschauen der Tanzaufführung sprachen Bände. Wie ist es möglich, dass die Kinder in so kurzer Zeit eine solche Performance zustande bringen? Wie ist es möglich, dass die auch das hyperaktivste der Kinder eine zwei Meter lange Kette vollendet, wo dieses doch normalerweise keine zwei Minuten still sitzen kann?

Wer schon mal mit Kindern gearbeitet hat weiß, dass jedem Kind grosses Talent und Potenzial innewohnt. Es liegt an der Aufgabe der Eltern und Erziehungsverantwortlichen dieses Potenzial hervorzurufen und zu steigern. Ich bin froh, dass sich das „Casa de los Pinos“ diese Aufgabe zu Herzen nimmt. In vielen Familien der Kinder herrschen größte Armut und andere Missstände.

Die Besuche entsprechen immer dem Motto: Nicht nur nehmen, sondern auch geben.
So kamen die Reisegruppen nicht ohne leere Hände. Als Spenden aus Deutschland brachten sie von Kuscheltieren, Schulmaterialien über Zahnputzzeug bis hin zu Fussbällen für die Kinder mit. Diese freuten sich riesig und in den Folgetagen konnte ich mich vor der Frage „Können wir mit dem Ball spielen?“ kaum retten.

Als die Kinder alles aufgeräumt hatten, die Perlen verstaut und die Stühle geordnet waren erhielten alle eine deutsche Süssigkeit. Mmhh, das schmeckt gut.

Nach dem täglichen Abendbrot zeigte ich den Kindern, wo sich Deutschland befindet. „Kommt man da mit dem Boot hin?“, fragten sie.

Bald werde ich mich mit ihnen auf eine Paddelreise nach Deutschland aufbrechen, doch zuvor müssen wir noch ein paar deutsche Sätze lernen. Wir wollen uns doch unterhalten können, wenn wir dort ankommen. ;-)

Danke an alle Besucher, die sich eingebracht haben. Danke für die Geschenke und Spenden, die den Alltag der Kinder bereichern. Und danke, dass die Kinder durch euren Besuch eine bessere Vorstellung davon bekommen können, dass es eine Welt außerhalb Casa Viejas gibt.

Bis bald,
Asja.

 

Umweltbewusstsein für Arequipa

eingetragen von Esther, 31.Okt.2008

An unserem heutigen Sozialtag ist unser Büro mit den Kindern der 5. Klasse der Schule San Juan Apostol in einen Ökologiepark gefahren, um sie ein bisschen für ihre Umwelt zu sensibilisieren. Als wir um kurz nach neun in der Schule ankamen, sprangen die Kinder gleich von ihren Stühlen auf und liefen uns entgegen. Sie freuten sich riesig auf diesen Vormittag.

p1020079klein Umweltbewusstsein für Arequipa

Wir fuhren mit zwei Bussen und 35 Kindern zum Park. Auf dem Weg dorthin wurde kräftig gesungen. Bei unserer Ankunft begrüßten uns die Mitarbeitern des Parkes, Elio und Gonzalo, herzlich. Zunächst gingen wir zu den Tiergehegen, wo uns Gonzalo über die verschiedenen Kamelarten Perus aufklärte. Natürlich durften wir die Tiere auch streicheln. Das Fell der Alpakas war so schön weich, dass jeder einmal anfassen wollte.

Danach bat uns Elio in die Aula des Parkes, wo er die Kinder über die Umweltprobleme Arequipas aufklärte. Wir lernten, dass die Abgase der Autos dafür verantwortlich sind, dass der Schnee auf den Gipfeln der Vulkane Misti und Chachani schmilzt und dass sich das Klima in Arequipa in den letzten Jahren ständig erwärmt hat. In kleinen Gruppen erarbeiteten wir mit den Kindern die Ursachen für die Umweltverschmutzung und einige Lösungsvorschläge. Danach waren wir uns alle einig, dass wir sparsam mit Wasser umgehen und keine Bäume fällen sollten, weil Bäume lebensnotwendig für uns sind.

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Nach dieser anstrengenden Denkarbeit hatten sich die Kinder eine Erfrischung verdient. Draußen im Garten aßen wir Orangen und Bananen und erfrischten uns mit etwas Saft, bevor es weiter ging zum aktiven Teil unserer Umweltaufklärung. Wir  bildeten mit den Schülern kleine Kreise und jeder bekam eine Rolle in einem kleinen Ökosystem. Nun wurde ein Wollknäuel von Person zu Person geworfen und jeder musste erklären, weshalb er auf die anderen angewiesen ist und nicht ohne sie weiterleben könnte. Die Kinder verstanden die Funktion des Ökosystems sehr gut und keiner von ihnen fand es akzeptabel, dass ein kleiner Fisch sterben soll, nur weil eine Fabrik seinen Müll in den Fluss kippt.

Zu guter Letzt erklärte uns Elio noch, wie sie mit ihrem Park für saubere Luft in Arequipa sorgen wollen. Dazu zeigte er uns alle Bäume, die sie in ihrem Park pflanzen und erklärte ihre Funktion. Etwas erschöpft aber glücklich über unseren erfolgreichen Vormittag, verabschiedeten wir uns von Elio und Gonzalo und fuhren - umweltbewusst wie wir nun waren - mit einem Bus zurück ins Büro. Wir hoffen nun, dass die Kleinen das Gelernte auch in Zukunft umsetzen werden, für ein sauberes Arequipa und eine saubere Welt!

 

In Chile bringt die Jahreszeit den Frühling für das „Casa de los Pinos“

eingetragen von Asja, 24.Okt.2008

Dieses Jahr bringt der Frühling in Chile einige Veränderungen für das „Casa de los Pinos“ mit sich. So konntet ihr im letzten Artikel darüber lesen, wie sich das Arbeitsteam verändert hat. Zu alten Aufgaben sind neue hinzugekommen. Mit kreativen Ideen und viel Engagement haben sich die neuen Mitarbeiter des „Casa de los Pinos“ eingebracht.

Durch Mithilfe von Freiwilligen wurde aus zwei kleineren und dunkleren Zimmern ein einzelner Raum. Der neurenovierte und neu gestrichene Saal ist hell und bietet Platz für Tanzkurse und Tischtennis Tuniere.

Immer wieder wird am Nachmittag mit den Kindern fleißig gebastelt und gemalt. Alte Wandplakate und Bilder werden durch neue ersetzt. Dabei kostet die Umgestaltung kaum etwas. “Mobiles” werden aus Fundstücken im Garten gebastelt. Aus angemaltem Zeitungspapier entstehen bunte Wandmasken, aus Altpapier ein Blumenstrauß…

Im „Casa de los Pinos“ gibt es neue Nachmittagsaktivitäten. Der Zirkus am Montag macht allen Kindern Spaß. Da kann man mich sich nach Lust und Laune ausleben und es gibt viel zu lachen. Am Donnerstag wird neben Fußball auch „Deutsch“ und „Englisch“ gelernt. Die Kinder sind begeistert von der Idee sich mit den Besuchern aus anderen Ländern unterhalten zu können.

casadelospinos_banner_3-500x101 In Chile bringt die Jahreszeit den Frühling für das „Casa de los Pinos“

Doch nicht nur im Zentrum selbst hat alles sommerliche Farbe bekommen. Jüngst wurde eine Website in spanischer Sprache eingerichtet. Für die Ausarbeitung eines langfristigen Konzepthaushaltes ist dies einer von vielen Schritten.

Hier kännt ihr diese Seite besuchen. Ein Blick lohnt sich auch ohne Spanischkenntnisse.

http://centroabierto-lospinos.blogspot.com/

Viel Spaß!

 

El Chontal - Natur und ökologischer Tourismus

eingetragen von rene, 23.Okt.2008

Nur wenige Stunden von Quito entfernt liegt El Chontal. Hier gibt es ein Projekt,
dass sich nicht als reines Entwicklungshilfeprojekt versteht, sondern die Idee
ist ein interkultureller Austausch von Wissen und Ideen mit dem Schwerpunkt
des ökologischen Tourismus und des Erhalts der Natur. Das Projekt befindet sich noch
in der Anfangsphase und Voluntäre helfen beim Aufbau.

El Chontal ist eine Gemeinde die fast 100 Familien stark ist. Als Voluntär ist
man während seines Aufenhaltes in eine Familie eingebunden, hilft bei der
täglichen Arbeit auf den Feldern, mit den Tieren und gibt den Kindern
Unterricht in Englisch, Deutsch, Französisch. Je nachdem wo die eigenen
Stärken liegen.

100_7198-500x375 El Chontal - Natur und ökologischer Tourismus


Ein weiterer wichtiger Arbeitsschwerpunkt ist der Bau von Cabañas in denen
Touristengruppen mitten im Nebelwald eine Unterkunft finden. Hiermit soll der
Gemeinde ein weiteres Standbein neben der Agrarwirtschaft ermöglicht
werden.

Nach ca. drei Stunden Fussmarsch von Chontal, über Bergkämme, durch zwei
Täler, an mehreren Familien vorbei erreicht man eine der Cabañas.
Höchstens 10 Meter vom Fluss entfernt erlebt man hautnah was es heisst im
Dschungel zu sein, nur den Fluss und die Tiere zu hören und keine Geräusche
der Zivilisation um die Ohren zu haben.

Viele Familien haben sich ein Stück Nebelwald erworben. Bis zu 30 Hektar pro
Familie sind dabei keine Seltenheit, wodurch El Chontal als Gemeinde ein
riesiges zusammenhängendes Gebiet primären Nebelwaldes besitzt.

Daher ist eine weitere wichtige Aufgabe für Voluntäre auch das Freischlagen
und Instandhalten von Wegen und Pfaden durch einen Teil dieses Gebietes,
um es für Touristen zugänglich zu machen.

100_8573-500x375 El Chontal - Natur und ökologischer Tourismus


Ein Beispiel für eines der Projekte in der Region von El Chontal ist Los Cedros.
Dieses Projekt wird von Jose, der vor 25 Jahren hierher ausgewandert ist,
geleitet. Er kaufte 6400 Hektar Primärwald und erklärte es zum Naturschutzgebiet. Das
Gebiet um Los Cedros ist eines der artenreichsten Gebiete in dieser Region.

Die Voluntäre befassen sich hauptsächlich mit: 

* dem studieren der Tierwelt u.a. Statistiken mit Hilfe vom GPS Gerät für
   die Ortung von Affengruppen
* Verbesserung der Wanderpfade 
* Repaturen der Flussbrücken
* Helfen im Garten (ökologischer Anbau) 
* Helfen in der Küche
* Tourguide für Touristen 
Die Finca von Los Cedros liegt 6 Stunden Fussmarsch von El Chontal entfernt
und ist von allen Projekten in El Chontal das am weitesten entfernteste. Die
Finca liegt auf ca. 1200 Meter und damit einige hundert Höhenmeter über dem
Dorf El Chontal. Der Strom wird hier über den Fluss Los Cedros erzeugt.

Normalerweise hat Jose im Schnitt 5-6 Voluntäre. Auch Wissentschaftler
besuchen die Fundacion Los Cedros, da es alleine hier 25 endemische
Arten gibt. Weitere Infos findet man auf der Website
www.reservaloscedros.org

Wenn ihr Lust habt, noch ein echtes Abenteuer jenseits der Zivilisation
zu erleben, dann solltet ihr euch das Projekt Los Cedros und die anderen
Projekte in El Chontal nicht entgehen lassen.
Bei Interesse an einem Voluntariat reicht eine Email an René


100_8555-500x375 El Chontal - Natur und ökologischer Tourismus

 

Das viSozial Logo wird lebendig!

eingetragen von Nicole, 22.Okt.2008

Liebe viSozial-Leser!

Unser Logo wird lebendig! Das Männchen, das uns seit jeher begleitet, hat einen Namen bekommen und einen Bauch :-)

Voller stolz dürfen wir euch FELIZ vorstellen.

p1020331-332x500 Das viSozial Logo wird lebendig!

Feliz wurde erstmalig in Kolumbien belebt und hier von den Kindern aus Manitas auf seinen Namen, der “Glückliche” getauft.

Feliz wird in den kommenden Wochen durch Südamerika reisen. Zum Ende des Jahres könnt ihr sehen, was er alles erlebt hat.

Liebe Grüße

Eure viSozialis aus Südamerika

 

In Manitas spukt es

eingetragen von Nicole, 22.Okt.2008

Halloween steht vor der Tür und so waren am Samstag in Manitas die Geister los. Gemeinsam mit allen Teilnehmern des Projektes UNINFA von Exito Verde bastelten wir an Halloweenkostümen.

Als Anke und ich um 11 Uhr eintrafen, warteten die ersten Kinder schon ungeduldig am Haus von Dona Carmen. Da das Wetter herrlich war, stellten wir Tische und Stühle vor die Tür und breiteten unsere Bastelmaterialien aus: Altpapier, Plastik und ein paar Farben und Pinsel - so wurde das Recyclingmaterial schnell zu Prinzessinen- und Teufelkostümen verarbeitet.

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Die Kinder hatten einen riesen Spass und halfen sich alle gegenseitig, was mich sehr beeindruckte. Ob Mädchen oder Jungen, ob klein oder schon größer - jeder schnipselte die Maske vom anderen oder malte ein Schnittmuster auf.

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Auch ich erhielt ein Kostüm aus alten Kaffeesäcken und buntem Papier, passend zu meinem Top und den Ohringen - “la guapa”, nannten sie mich :-)

Am Nachmittag kamen dann auch unser “Omis” verkleidet - wow, was hatten sie tolle Indianer- und Harlekinkostüme. Alles aus Recyclingmaterial!

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Als dann später eine Gruppe Touristen von viventura eintraf, wetteiferten alle - ob jung oder alt - wer das schönste Kostüm hat. Stolz präsentierten alle ihre Kunstwerke und erzählten über die Arbeit bei Exito Verde. Der Höhepunkt des Tages für die Kinder ist dann das gegenseitige Schminken mit den Touris. Herzchen und Indianerbemalung - alle hatten wir bunte Gesichter. besonders an Sonja tobten sich die Kinder aus ;-)

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Mit ein bisschen Fantasie geht alles!

eingetragen von Esther, 30.Sep.2008

Letzten Donnerstag hat sich das viventura- Team in Arequipa für den Sozialtag auf den Weg zum Kindergarten Nuestra Señora de Solidaridad gemacht, um mit den Kindern der drei Klassen einen Malwettbewerb zu machen. Vorher kauften wir Papierbögen, Kleber und Krepppapier und packten die Preise ein. Um keine Klasse zu bevorzugen bereiteten wir pro Klasse eine Kiste mit Mal- und Bastelmaterialien vor, die uns von Reisegruppen gespendet wurden. Vielen Dank an dieser Stelle an alle fleißigen Spender!

Um 9:30Uhr kamen wir im Kindergarten an und verteilten uns auf die Klassen, um den Kindern ein bisschen unter die Arme zu greifen. Es wurden Tische und Stühle zur Seite geschoben, damit sich die kleinen Künstler auf dem Boden um die Blätter verteilen konnten.

Die+Kuenstler+bei+der+Arbeit_abcd-480-68296 Mit ein bisschen Fantasie geht alles!Eigentlich hatten wir uns vorher das Thema “Zoo” überlegt aber es sollte anders kommen… Für die 3-Jährigen brachten wir Tierschablonen mit, die sie einfach nur auszumalen brauchten. Dabei entstanden grüne Tiger, bunte Nilpferde und halb bemalte Pelikane, die wild auf den von uns liebevoll vorbereiteten Hintergrund geklebt wurden.

In den älteren Klassen sah es nicht anders aus. Die Kinder ließen ihrer Fantasie freien Lauf und malten Hunde ohne Augen, Esel, die aussahen wie Hasen und Fische, die vom Meer verdeckt wurden. Natürlich blieb die Farbe dabei nicht nur auf dem Papier, sondern landete an Tischen, Stühlen und im Gesicht des Nachbarn. Als die Kunstwerke fertig waren, schickten wir die Künstler für eine kreative Verschnaufpause in den Garten zum Spielen und verzierten die Ränder der Bilder mit Krepppapier.

Anschließend wollten wir die Meisterwerke an den Zaun des Kindergartens hängen, damit man sie Gruppenbild_abcd-480-68298 Mit ein bisschen Fantasie geht alles!begutachten kann aber die Natur spielte nicht ganz mit und schickte ein paar heftige Windstöße in Richtung Kunstewerke. Es reichte gerade noch für ein Gruppenfoto (siehe Bild). Zum Schluss übergaben wir die Geschenke an die Klassen und verabschiedeten uns von den Künstlern. Und wer weiß, mit den gespendeten Malutensilien werden sie vielleicht doch eines Tages mal zu wahren Künstlern;-)

Alle Fotos könnt ihr hier sehen.

 

Sozialtag Quito mit der FUNDACION DE LA SONRISA DE UN ANGEL

eingetragen von rene, 29.Sep.2008

68292 Sozialtag Quito mit der FUNDACION DE LA SONRISA DE UN ANGELUnseren Sozialtag verbrachten wir mit der FUSA in einem Reittherapiezentrum. Sehr pünktlich, selbst für deutsche Verhältnisse, kam Rocio mit den Kindern und wenig später machte sich unser kleiner Konvoi auf in Richtung Tumbaco.

Nach kurzer Fahrt erreichten wir die Fundacion Am-EN .

Die Fundacion Amor & Energía (Liebe und Energie) “AM-EN” ist eine gemeinnützige Organisation, die Reittherapie mittels der Kombination von konventionellen und alternativen Therapien anbietet, und damit behinderte und minderbemittelte Kinder in Ecuador unterstützt.
So kamen wir an der Reithalle an, die Pferde waren fertig gesatelt und bereit, die Kinder sowieso und los ging es. Die ersten Kinder auf die Pferde, die viSozialis als Unterstützer der Therapeuten an die Pferde und die, die noch warten mussten wurden mit deutschen Liedern und Galletas auf das Bevorstehende eingestimmt.68293 Sozialtag Quito mit der FUNDACION DE LA SONRISA DE UN ANGEL

Für jedes Kind wurde sich viel Zeit genommen, es wurden verschiedene Sitzpositionen eingenommen und viele viele Runden gedreht. Den ganzen Vormittag verbrachten wir so auf den Rücken der Pferde, mitlaufend, singend und fotographierend.

Es war schön zu sehen wie sich die Kinder beruhigt und entspannt haben, in den veschiedenen Positionen still die Runden gedreht, und die Zeit auf den Pferden so sehr genossen und gut angenommen haben. Die Sonne hat ihren Teil dazu beigetragen, dass wir alle sehr entspannt und glücklich nach Hause fuhren.

Die viSozialis in Quito und die FUSA bedanken sich ganz herzlich bei dem Team der Fundacion AM-EN für diesen Tag!

 

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