Gutes tun und gewinnen

eingetragen von Nicole, 25.Nov.2008

Liebe viSozialis :-)

In diesem Dezember könnt ihr viSozial e.V. unterstützen in dem ihr etwas gewinnt! Wie das geht?
Der deutsche Reiseanbieter viventura veranstaltet ein Adventsgewinnspiel , bei dem es 24 Fragen zu beantworten gibt - an jedem Tag eine. Für jede beantwortete Frage spendet viventura 0,25 Euro (Maximalsumme 10.000 Euro).

Das Geld, was dabei eingespielt wird, kommt unserem Projekt Casa de los Pinos in Chile zugute. Der Kindertagesstätte wurde Mitte September die Unterstützung vom Staat entzogen (Infos dazu findet ihr hier ). viSocial in Chile hat das Projekt übernommen, um es am Leben zu erhalten und so 150 Kindern tagsüber ein zu Hause zu geben.

Wir freuen uns, wenn ihr viSozial e.V. auf diese Weise unterstützt - es gibt tolle Preise zu gewinnen z.B. eine  Patagonien-Reise und viele andere tolle Dinge!

Die Glücksfeen und -elfen vom Casa de los Pinos drücken euch fest die Daumen!
dscn1139_small2 Gutes tun und gewinnen

 

Was wird aus den Kindern von Los Pinos?

eingetragen von Katharina, 17.Sep.2008

Aufgrund der Absage von weiterer finanzieller Unterstützung seitens „SENAME“ (Jugendamt in Chile) droht der sozialen Einrichtung Casa de los PinosEnde dieses Monats (Sept. 08) das Aus.

cimg0249_small Was wird aus den Kindern von Los Pinos?

Das soziale Projekt Casa de los Pinos bedeutet für mehr als 150 Kinder im Armenviertel - Puente Alto/ Santiogo de Chile ein zweites Zuhause. Hier werden die Kinder nach der Schule wochentags von 14:00 bis 18:00 Uhr von Sozialarbeitern, Psychologen, Pädagogen und Freiwilligen betreut.

Viele der Kinder haben nur diese wenigen Stunden, in denen ihnen das Recht auf Selbstbestimmung und freie Entfaltung ermöglicht wird. Ihre Zukunftsperspektiven sind gering, umso erschreckender ist die Tatsache, dass die finanzielle Unterstützung vom Staat gestrichen wurde.

Gefördert werden im kommenden Jahr vor allem Einrichtungen, die mit straffällig gewordenen Jugendlichen arbeiten. Projekte, wie das „Casa de los Pinos“, die präventiv gegen Kriminalität, Drogenkonsum und Armut vorgehen werden bei der Verteilung der sozialen Fördergelder kaum berücksichtigt. Dies bedeutet, dass nur drei von sechzehn Projekten in Puente Alto mit ähnlicher Ausrichtung wie das „Casa de los Pinos“ weitergefördert werden. Somit droht 3500 Kinder der Verlust von räumlichem Schutz und pädagogischer Betreuung am Nachmittag.

Trotz der sozialen Missstände und Ungleichheiten zählt Chile laut „Weltbank“ seit 2006 nicht mehr zu den Entwicklungsländern. Zahlreiche Hilfsorganisationen zogen sich daraufhin als Unterstützer von sozialen Projekten zurück. Dies betraf auch Casa de los Pinos. Nun werden auch die Fördergelder seitens des chilenischen Jugendamtes „Sename“ gestrichen.

collage6-300x225 Was wird aus den Kindern von Los Pinos?

In Puente Alto lebt 80% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Weitere Missstände neben Massenarmut sind Wassermangel, knappe Stromversorgung und unzureichende Gesundheitsfürsorge. Gewalt, Kriminalität, sowie Drogenmissbrauch stehen auf der Tagesordnung und bestimmen den Alltag der Bewohner.

Die Kinder sind somit auch Problemen ausgesetzt, die häufig familieninterner Art sind und von gewalttätigen Auseinandersetzungen bis hin zu schwerem Missbrauch reichen. Das Hauptanliegen des Projekts „Casa de los Pinos“ besteht darin, den Kindern Schutz und Fürsorge zu bieten. Dem Leiter der Einrichtung, Luis Castro, der selbst im Viertel aufgewachsen ist und dort mit seiner Frau und seinen drei Kindern lebt, kommt es besonders darauf an, die Kinder des Projekts für den sozialen und bedachten Umgang mit anderen zu sensibilisieren. Um das gesamte Sozialwesen nachhaltig verbessern zu können, setzen sich die ausgebildeten Mitarbeiter individuell mit den Kindern und ihren Familienmitgliedern auseinander. Soziale und ökonomische Kompetenzen können somit gestärkt werden. Nicht zuletzt wird durch die Betreuung der Kinder aktiv für deren Gesundheit und medizinische Verpflegung gesorgt und dem Drogenmissbrauch entgegengewirkt.

Um das soziale Projekt „Casa de los Pinos“ Aufrecht erhalten zu können, wird Ihre/ Eure Hilfe benötigt. Für das Weiterbestehen der pädagogisch wertvolle Freizeit- und Nachmittagsbetreuung der Kinder werden Gelder in Höhe von ca. 3.300,- Euro (2.500.000 CLP) monatlich benötigt.

Ihre/ Eure Beiträge sind entscheidend für die Finanzierung der Mitarbeitergehälter, der Übernahme laufender Kosten, der Kosten für Verpflegung, Schul- und Workshopmaterialien.

Im Namen der Kinder danken wir allen Spendern/ Spenderinnnen und Paten/ Patinnen, die mit uns gemeinsam helfen, das „Casa de los Pinos“ zu erhalten.

Wir unterstützen “Casa de los Pinos” seit dem Jahr 2005 und möchte nun versuchen, durch eigene Mittel, ohne die Hilfe des Staates, das Projekt zu retten.

Links für alle die helfen möchten:

Spenden:

Unterstützung durch Spenden:

Wer unser Vorhaben im “Casa de los Pinos” unterstützen möchte, den bitten wir das folgende Spendenformular auszufüllen.

Pate/ Patin werden:

Allgemeine Informationen zu Patenschaften.

collage5 Was wird aus den Kindern von Los Pinos?

Weitere Informationen erhaltet ihr auch von unseren viSozial - Mitarbeitern in Chile :

Katharina@mundo-visozial.org

asja@mundo-visozial.org

und unter:

http://visozial.org/chile/

 

Ausflug nach Guajalito

eingetragen von britta, 27.Aug.2008

Am letzten Wochenende hatten wir eine besondere Ferien-Überraschung für unsere Patenkinder aus Quilotoa. Alle Kinder, die in diesem Jahr die Schule beendet haben, sowie ein paar Kinder des Colegios, fuhren mit uns für ein Wochenende in unser Umweltprojekt Río Guajalito in den Nebelwald!

Am Samstag Mittag trafen sich ein Teil der Mitarbeiter von viSozial, vom Umweltprojekt Guajalito und die Kinder aus Quilotoa in Begleitung von José in Quito. Gemeinsam fuhren wir von dort aus über eine abenteuerliche Buckelpiste in den Nebelwald hinunter und kamen am Mittag dort an. Für die Kinder war das ein ganz spannendes Erlebnis, die meisten von ihnen sind bisher kaum weiter als bis nach Latacunga gereist, und nun konnten sie ein Wochenende in einer komplett anderen Umgebung verbringen!

67071 Ausflug nach GuajalitoNachdem wir uns nach der langen Reise (sieben Stunden von Quilotoa aus) erst einmal mit einem leckeren Mittagessen stärkten, ging es auch schon los. Als erstes stand eine lange Wanderung durch den Wald auf dem Programm, für die wir uns aber erst einmal vorbereiten mussten – rein in die Gummistiefel! Besonders für viele Mädchen war dies erst einmal komisch, da sie doch sehr an ihre traditionelle Kleidung gewöhnt sind. Aber schon nach kurzer Zeit hatten sie sich daran gewöhnt, und wollten sie hinterher gar nicht mehr ausziehen :-)

Für die Wanderung teilten sich die Kinder in drei verschiedene Gruppen auf, die etwas zeitlich versetzt losgingen. In kleinen Gruppen ist es ruhiger, und Ruhe war nötig, um möglichst viele Vögel und andere kleine Tiere zu entdecken. Die Kinder entdeckten viele Pflanzen und Tiere, die sie nie zuvor gesehen haben und bekamen einiges erklärt. Besonders toll fanden sie die großen weichen Flächen von nassem Moos, die es überall gab. Aber das absolute Highlight war Tarzan-Spielen: Mitten auf dem Weg hing eine Liane, mit der sich die Kinder (und auch die Erwachsenen) über eine kleine Schlucht schwingen konnten… Nachdem die Liane sowie die kleine Schlucht erstmal mit Skepsis begutachtet wurden, und sich der erste getraut hatte, hatten wir Schwierigkeiten, die Kids zum Weitergehen zu bewegen :-)

67069 Ausflug nach GuajalitoAm Abend zurück trauten sich noch einige der Kinder, im nahegelegenen eiskalten Fluss zu baden! Danach wurden dann die Klamotten am Feuer getrocknet und die Betten aufgeteilt. Alle zusammen schliefen in einem Schlafsaal mit Etagenbetten, die herumgerückt wurden, bis sie so nebeneinander standen, dass alle mit ihren Schlafnachbarn zufrieden waren – die meisten wollten natürlich oben schlafen :-) Die Nacht war kurz, das Geplapper und Gekicher ging bis spät und fing sehr früh wieder an…

67039 Ausflug nach GuajalitoAm nächsten Tag begannen wir gleich mit der nächsten Aktivität – Bäume pflanzen! Ein nahegelegenes gerodetes Stück Land sollte neu aufgeforstet werden, und dabei halfen die Kinder aus Quilotoa kräftig mit! Jedes bekam ein paar Setzlinge auf den Arm, einige der Jungs bekamen Schaufeln und Hacken, und los ging es! Es war nicht so einfach, die Bäume in den richtigen Abständen zu pflanzen, weil das Stück Land sehr steil war, aber die Kinder haben ihre Aufgabe sehr gut gemeistert. Bereits nach kurzer Zeit stecken alle jungen Bäume in der Erde, und die Kinder versuchten herauszufinden, wer die meisten Bäume gepflanzt hatte.

67070 Ausflug nach GuajalitoBei der Rückkehr stand die nächste Aufgabe an: aufgeteilt in vier verschiedene Gruppen sollten die Kinder mit Fingerfarbe auf ein Stück Stoff malen, was sie im Wald gesehen hatten. Die Kinder waren sehr kreativ, malten Bäume, Vögel, ihren Bus, machten Abdrücke von Blättern, Händen und Füßen und vieles mehr - die Ergebnisse waren kleine Meisterwerke!

Zum krönenden Abschluß ging es dann nochmal los – zu einer Stelle im Wald, an der sich wie in einer kleinen Lagune der Fluß zum See ausbreitet und sich alle Kinder noch einmal ins Wasser stürzen konnten! Allerdings trauten sich nicht alle (auch die Erwachsenen nicht) weil das Wasser wieder mal sehr kalt war… Dennoch ließen sich die „mutigen“ Kids, die sich in die Fluten gestürzt hatten, sich den Spaß nicht nehmen, alle anderen naßzuspritzen!

Etwas müde, nass, aber sehr zufrieden traten wir am frühen Nachmittag die Rückreise an.

In den nächsten Tagen stellen wir für euch ein Video über unseren Ausflug nach Guajalito hier auf unsere viSozial-Seite.

Wir danken allen, besonders unseren Paten, für ihre Unterstützung, ohne die dieses tolle Wochenende nicht möglich gewesen wäre!

Weitere Bilder findet Ihr unter: http://www.pixum.de/viewalbum/?id=3066826

67068 Ausflug nach Guajalito

 

…aller Anfang ist schwer…..und doch genauso spannend…

eingetragen von Sonja, 4.Aug.2008

p5300016-300x225 ...aller Anfang ist schwer.....und doch genauso spannend...Es war Mitte April, als ich das erste Mal die Schule San Juan Apostol betreten habe. Und schon gleich auch herzlichst von den Kindern empfangen wurde, die einen von der ersten Minute an mit einem Lachen, einer Offenheit und Neugier begegnen.

Die anderen Freiwilligen haben mir gleich die Räumlichkeiten gezeigt und erzählt und erklärt, wie es hier so abläuft. Anfangs erschien mir schon alles ziemlich chaotisch und ich hatte nicht so wirklich Ahnung, wie und wo ich anfangen soll

Allerdings legte sich dieses Gefühl schnell und nach einer Woche habe ich bereits 4 Klassen in Englisch übernommen und mich entschlossen, die verbleibende Zeit fest in einer Klasse, der Klasse 2A zu verbringen und dabei die Lehrerin Claudia bei ihrer Arbeit zu unterstützen und den Kindern bei ihren Aufgaben und Problemen zu helfen.

So entstand eine festere Bindung zu den Kindern und ich konnte auch besser ihre Entwicklung mitbekommen und den täglichen Ablauf.

Ausserdem gibt es natürlich auch immer wieder Feste, die vorbereitet werden müssen und somit viele Hände und Ideen benötigen, wie z.B. der Muttertag. Dieser Tag wird hier viel größer gefeiert als bei uns.

Neben zahlreichen selbst gebastelten Geschenken werden die Mütter von ihren Kindern mit Gesang und Theatereinlagen in der Aula gefeiert. Alle Klassen haben sich wahnsinnig viel Mühe gegeben und es ist einfach schön zu sehen, mit welchem Stolz und Eifer die Kinder ihre Darbietungen präsentieren.

Mit der Zeit kommen auch die vielen Ideen……

…und man hat gar nicht die Zeit alles zu realisieren ….

Aufgrund des Bedarfs an Lernmaterialien habe ich mich dazu entschlossen, selbst einige Lernspiele für den Englisch- und Mathematikunterricht (Memory, Domino, Puzzles usw.) zu kreieren. Die Schüler nahmen diese mit reger

Abschiedsfest

Begeisterung an und v.a. halfen sie mir, die schnelleren Schüler motivierend zu beschäftigen und gleichzeitig zusätzlich zu fördern. Die Idee war, weitere Lernspiele nach meinen Modellen noch zusammen mit den Schülern herzustellen, wie z.B. ein riesiges Tiermemory in Englisch, doch leider fehlte dazu am Ende die nötige Zeit. Ich hoffe, dass vielleicht die nächsten Freiwilligen dieses Projekt weiterführen, denn so könnte über eine gewisse Zeit ein großer Pool an Lernmaterialien für die Schüler zusammengestellt und von allen jederzeit genutzt werden.

Sehr viel Neugier und Interesse zeigten die Schüler auch bei einer Stunde, die ich über die Welt, Europa und Deutschland gehalten habe. Mit Karten und Bildern, konnte ich die Fragen über Fragen, wo Deutschland liegt, wie es dort aussieht, was es dort alles gibt beantworten.

Es ist wirklich toll, wie offen die Schüler und Lehrer gegenüber jeglichen eigenen Ideen sind und so hat man wirklich absolute Freiheit, sich da einzubringen, wo man es gerne möchte. Es liegt immer in der eigenen Hand, wie viel Zeit man in das Projekt hineinsteckt, doch wenn man wieder einmal mehr die leuchtenden Augen der Kinder sieht, dann steckt man gerne viel Zeit hinein .

Die Lehrer sind alle absolut aufgeschlossen und leisten hier eine respektvolle Arbeit in dem Projekt, denn es ist zugegeben nicht immer einfach. Des öfteren braucht man schon starke Nerven. Doch der Dank der Schüler ist einem garantiert!

Zum Abschied hat meine Klasse für mich noch ein kleines, unvergessliches Fest vorbereitet, welches es mir allerdings nicht gerade einfach gemacht hat, mich zu verabschieden.

Zum Schluss möchte ich noch einmal allen Danken, den Betreuern, den Lehrern und den Schülern, die 2 Monate Arbeit in Arequipa für mich zu einem unvergesslichen Abenteuer gemacht haben !!!

Erfahrungsbericht von Angelika Schläfer (April- Mai 2008 im Sozialprojekt San Juan Apostól in Arequipa/Peru tätig)

 

Sommerferien bei Para dar Esperanza

eingetragen von britta, 31.Jul.2008

In den Sommerferien, die Anfang Juli angefangen haben, gibt es bei Para dar Esperanza immer besonders viel zu tun. Die Kinder des Viertels Santa María in Quito kommen in dieser Zeit besonders gerne ins Projekt, und statt der üblichen etwa 50 Kindern sind es um diese Zeit manchmal bis zu 100.

Für diese Ferien haben sich die Lehrerinnen von Para dar Esperanza ein 66184 Sommerferien bei Para dar Esperanzabesonderes Programm einfallen lassen. So gibt es für die Kinder, die in der Schule mit dem Lesen und Schreiben große Probleme haben, von montags bis mittwochs eine intensive Nachhilfe, damit sie bis zum Anfang des neuen Schuljahres ihren Rückstand aufholen können. Die anderen Kinder machen an diesen Tagen viele Spiele und Mal- und Bastelarbeiten zu bestimmten Themen. Der große Überbegriff in diesen Sommerferien ist Werte. Bei Spielen und kleinen Arbeiten sollen den Kindern Begriffe wie Respekt, Rücksicht oder Freundschaft nähergebracht werden.

Einmal in der Woche wird sich dann entweder bei Sport, Spielen draußen oder Ausflügen richtig ausgetobt!

So haben wir in der letzten Woche haben wir einen Ausflug mit den Kindern zu einem Bauernhof in den Bergen gemacht. Mit Getränken, etwas Verpflegung und vielen 66185 Sommerferien bei Para dar EsperanzaKindern machten wir uns auf. Santa Maria liegt am Rande Quitos am Hang des Pinchinchas, und der Weg in die Natur ist nicht weit. Schon nach einer knappen halben Stunde waren wir im Grünen, und liefen über Wiesen und Felder die Berge hoch. Für die Kinder war das ein ganz tolles Erlebnis, sich in dieser Umgebung zu bewegen, denn trotz der Nähe verlassen sie ihr Viertel fast nie. Schon nach kurzer Zeit zeigte sich, wer die beste Kondition hatte: während die Kinder die Berge hochhüpften, ohne müde zu werden, mussten wir Erwachsenen uns ganz schön quälen! Oben angekommen wurden Lamas, Kühe und Pferde bestaunt und kleine Lämmchen gestreichelt. Nachdem dann Hunger und Durst gestillt waren, diskutierten die Kinder auf dem Heimweg über Größe, Farbe und die Laute, die die Tiere von sich geben. Wieder in Santa María angekommen, waren endlich auch die Kinder müde :-) Aber sie freuen sich schon auf ihren nächsten Ausflug in drei Wochen!

 

1.Teil Gesundheitskampagne San Juan Apostol

eingetragen von Sonja, 24.Jul.2008

sany0102-225x300 1.Teil Gesundheitskampagne San Juan ApostolVom 15. bis 18. Juli war es nun soweit und wir konnten mit unserem ersten Teil der Kampagne in San Juan Apostol, Arequipa beginnen. Das Team des Gesundheitsministeriums bestand aus drei Doktoren, drei Biologen, zuständig für die Laboruntersuchungen und einige Freiwillige, die ehrenamtlich mithalfen. Am ersten und zweiten Tag wurden Blutproben der Kinder entnommen, um ihren Hämoglobinwert zu ermitteln (reduzierte Hämoglobinwerte führen zu Anämie, die auf Eisenmangel zurückzuführen ist). In den beiden folgenden Tagen wurde die übliche ärztliche Kontrolle der Kinder durchgeführt, wobei sie gewogen wurden, ihre Lungen abgehört wurden und das übliche “Ahhh” mit Zunge rausstrecken auch nicht fehlen durfte.

sany0103-300x225 1.Teil Gesundheitskampagne San Juan ApostolDie Laborwerte erwarten wir noch und hoffen diese schnellstmöglich zu erhalten, um unsere weiteren Schritte planen zu können. Für viele Kinder war dies ihre erste Untersuchung und der erste Kontakt mit Ärzten (da blieben leider keine Tränen aus und der ein oder andere Patient musste auch getröstet werden).

Die Kinder haben sich aber auch schon an das Warten gewöhnt und haben sich die Zeit im Lehrerzimmer mit Comicheften vertrieben und für die Kleinen gab es auch mal einen netten Freiwilligen der ihnen vorlas.

Auch für die weiteren Aktionen und Kampagnen sind wir stark auf Spenden angewiesen. Schon dafür möchte sich viSozial e.V. bedanken und auch an dieser Stelle ein Dankeschön an unsere treuen Paten, die uns dies ermöglichen.

 

Eindrücke einer Sozialtour

eingetragen von Sonja, 18.Jul.2008

Um unseren Gruppen von viventura auch unser soziales Engagement sany0115_klein-225x300 Eindrücke einer Sozialtournäher zu bringen, gehört auf ihren Reiseplan natürlich auch eine Sozialtour, bei der wir mindestens ein Projekt besuchen. Denn auch mit einer viventura Reise wird Gutes getan und pro Teilnehmer 25 Euro an soziale Projekte gespendet.

So hieß es für unsere heutige Gruppe, Abfahrt um 10 Uhr vom Hotel in Richtung Paucarparta. Paucarparta ist der größte Stadtteil von Arequipa mit ca. 200.000 Einwohnern, die überwiegend aus Puno oder Cusco hierher gezogen sind, weil sie sich in einer Großstadt bessere Chancen erhoffen. Das dies aber oft nicht der Fall ist sieht man auch hier ganz gut. Die Infrastruktur hört auf, Strom wird auf illegalem Wege angezapft und die Häuser verfügen über kein fließend Wasser.

Wir kommen dann doch, auch über einige Umwege in einem unserer sechs Kindergärten “Nuestra Señora de Nueva Alborada” an und die 24 Kinder staunen nicht schlecht, als auf einmal 13 groß gewachsene Herren und Damen aus Deutschland vor Ihnen stehen. Nach kurzen Annäherungsversuchen, war das Eis auch schon gebrochen und als dann die von den Reisenden mitgebrachten Luftballonssany0118_klein-300x225 Eindrücke einer Sozialtour ausgepackt wurden, war an still sitzen nicht mehr zu denken. Während ich mit den einen die kleinen Rücksäcke der Kinder mit Zahnpasta und Zahnbürsten füllte, sind die anderen fleißg mit aufblasen beschäftigt, sodass auch jedes Kind einen Luftballon erhält. Nach einigem Toben, einer kurzen Konversation zwischen 30ig und dreijährigen, hieß es zurück auf die Plätze, denn das Mittagessen wurde “serviert”. Das war gar nicht so leicht, die Kleinen wieder auf ihren Platz zu bekommen. Irgendwie schafften wir es dann aber doch und dann wurden die Löffel gefasst und wer ihn noch nicht so ganz feste sany0125_klein-300x225 Eindrücke einer Sozialtourhalten konnte, bekam Unterstützung von unserer Gruppe (das Essen der Kinder wird von einer Gruppe Senioren, die nach Vorgabe einer Ernährungswissenschaftlerin zubereitet). Danach haben sich unsere aktiven Reisenden auch noch beim Spülen ausgetobt,sany0128_klein-225x300 Eindrücke einer Sozialtour wofür ich mich auch noch mal bedanken möchte ;-)

Unsere Gruppe konnte sich nur sehr schwer trennen und daher ging es dann direkt in unser Büro in Arequipa, wo ein leckeres Mittagessen unserer Carmencita auf uns wartete!

Auch ein herzliches Dankeschön an die Klasse von Nina N. aus Schneverdingen, die uns freundlicherweise u.a. die Zahnbürsten und Zahnpasta zugeschickt haben.sany0135_klein-300x225 Eindrücke einer Sozialtour

 

Sozialtag in Quilotoa

eingetragen von britta, 15.Jul.2008

Am letzten Donnerstag haben wir wieder einmal für eineinhalb Tage unsere Bürotüren zugemacht und sind zusammen zu unserem Sommer-Sozialtag nach Quilotoa gefahren.65761 Sozialtag in Quilotoa

Es gab dieses Mal viel zu tun! Auf unserem vollgepacken Programm stand die Verteilung von Zahnbürsten und Zahnpasta, neuen Schuhen für unsere Patenkinder und der Päckchen, die im Laufe der letzten Monate für die Kinder bei uns im Büro eingetrudelt sind. Schon in den Tagen vor unserer Fahrt glich unser Büro eher einem Lager – es stapelten sich Kartons mit Schuhen, Zahnbürsten und Zahnpasta für etwa 200 Kinder!

65764 Sozialtag in QuilotoaAls wir am Donnerstag abend ankamen, gab es gleich eine schöne Überraschung. Am gleichen Tag wie wir war eine französische Viventura-Reisegruppe in Quilotoa angekommen, die ebenfalls im Haus von unserem Mitarbeiter José untergebracht war. José hatte für seine Gäste eine Folkloreband aus dem Dorf engagiert, und die Stimmund war schon sehr ausgelassen, als wir eintrafen. Kaum unsere Sachen abgelegt, wurden wir auf die Tanzfläche gezogen und erst wieder weggelassen, als die Band das Haus verließ, sodass wir ganz schnell die Kälte Quilotoas vergessen haben :-)

Am nächsten Morgen wachten wir zwar noch etwas müde, aber voller Tatendrang auf. Unser erstes Ziel war 65765 Sozialtag in Quilotoadie Schule Mora Ruiz, die sehr abgelegen liegt und die ein kleiner Teil unserer Patenkinder besucht. Die Kinder warteten schon gespannt auf uns, und wir wurden mit einem kleinen Ständchen auf Quichua begrüßt, bevor wir uns mit Hilfe der65767 Sozialtag in Quilotoa frazösischen Viventura-Gruppe, die uns begleitet hat, an die Verteilung der Zahnbürsten, Schuhe und Päckchen machten. Auch übergaben wir dieses Mal der Schule Mora Ruiz das Spendenmaterial wie Blöcke und Schreibsachen. So freuten sich Schüler und Lehrer sehr über unseren Besuch! Wir bekamen noch einen kleinen „Anden-Snack“ zur Stärkung, der aus Saubohnen, selbstgemachten Käse und heisser Milch besteht, bevor wir zu den Kindern der Schule Francisco Daquilema in Ponce weiterfuhren.

In Ponce trafen wir die Kinder im Haus des Schuldirektors, das direkt neben der Schule liegt, weil dort die Ferien schon angefangen hatten. Auch dort trudelten nach und nach alle Kinder ein, die sich sehr über Schuhe, Zahnbürsten und besonders die Patengeschenke freuten!

65762 Sozialtag in QuilotoaAm Nachmittag kamen alle Kinder der Schule Julio Cabascango, die auch schon Ferien hatten, und die Kinder der Colegios in Zumbahua und65760 Sozialtag in Quilotoa Latacunga in das Haus von José. Da einige Kinder der Colegios arbeiten mussten, kamen stattdessen ihre Eltern oder Geschwister, und auch einige Lehrer fanden sich ein. Wir sortierten Schuhe und Zahnbürsten auf den großen Tischen, auf denen wir am Abend vorher Meerschweinchen verspeist haben, die eine ganz besondere lokale Spezialität aus Quilotoa sind. Der Raum platzte aus allen Nähten, und so konnten wir den Überblick über das Gewusel von Kindern, Eltern und Lehrern behalten.

65766 Sozialtag in QuilotoaAls dann am Abend alle Kinder gut versorgt und mit strahlenen Gesichtern nach Hause gingen, fuhren auch wir müde aber sehr zufrieden mit einem leeren Auto zurück nach Quito. Es war ein sehr schöner, erfolgreicher Sozialtag, und wir freuen uns schon auf unsere nächste Fahrt nach Quilotoa!

 

Andreas Gedanken über seine Zeit als Freiwilliger Helfer bei Luz de Esperanza

eingetragen von tomas, 30.Jun.2008

Mein viermonatiger Aufenthalt im Projekt Luz de Esperanza hat meine Familie um ca. 30 Mann vergrößert. Ich wurde vom ersten Tag an wie ein Mitglied behandelt, was mir auch sehr geholfen hat mich anfangs einzugewöhnen. Probleme mit der Umstellung auf die Höhe von 4000 Metern hatte ich zum Glück nicht. Dafür kam eines Tages ein Fußballspiel mit den Jungs in die Quere, welches mir zwei Monate Krücken bescherte. Die Krücken für Kinder waren für meine Größe von 1.90 m eher suboptimal, aber wer wird sich in so einer Situation schon beschweren. Unvergesslich während dieser Zeit wird die Unterstützung der Jungs bleiben, die mir bei jeglichen Problemen halfen.

machen.

Andreas und die Jungs von Luz de Esperanza

Andreas und die Jungs von Luz de Esperanza

Durch meine Mobilitätseinschränkung belief sich der Tagesablauf im Wesentlich auf das Kochen des Mittagessens und den Physik und Englischunterricht. Je nach Bedarf kamen Computerkurse oder Mathenachhilfe hinzu. Als die Zeit der Krücken dann ein Ende nahm, haben wir einige Ausflüge z.B. nach Tiahunaco oder in Museen unternehmen können. Diese Art der Unternehmungen außerhalb des Projektes hätte ich gerne intensiviert, aber dann waren die Tage in El Alto leider viel zu schnell passiert. So musste ich mich leider viel zu schnell auf den Heimweg Andreas

Andreas Fuhrmannek

Hier findet ihr weitere Eindrücke und Berichte über das Sozialprojekt Luz de Esperanza, und weitere allgemeine Informationen zum Freiwilligendienst sowie zu freien Stellen in Bolivien.

 

Zoobesuch mit Para dar Esperanza

eingetragen von britta, 11.Jun.2008

Am vergangenen Samstag durften sich die Kinder aus dem Viertel Santa Maria in Quito, in dem sich unser Sozialprojekt Para dar Esperanza befindet, auf ein ganz besonderes Tagesprogramm freuen: Ein Zoobesuch stand an! Lange vorher hatten die Mitarbeiter des Projekts überlegt, womit man den Kindern zum Weltkindertag am 1. Juni eine besondere Freude machen könnte, und alle sind sich schnell einig geworden, dass der Besuch des Zoos in Guayabamba für die Kinder sicher ein ganz besonderes Erlebnis sein würde.

65172 Zoobesuch mit Para dar EsperanzaBereits um acht Uhr morgens trafen wir uns im Gebäude von Para dar Esperanza, und schon kurz danach trudelten die ersten Kinder ein. Etwa eine halbe Stunde später war der kleine Ameisenhaufen komplett, und der Bus, der uns nach Guayabamba bringen sollte, traf ein.

Für die Kinder war allein die Busfahrt ein besonderes Erlebnis, denn die meisten von ihnen verlassen das Viertel Santa Maria nur sehr selten. Wir spielten kleine Spielchen und sangen viele Lieder, so dass die ersten Fragen „Wann sind wir endlich da?“ erst kurz vor der Ankunft laut wurden.

Damit die Kinder in dem relativ großen Zoo nicht so schnell verloren gehen, wurden alle mit buntenPara+dar+Esperanza_abcd-480-65174 Zoobesuch mit Para dar Esperanza Pappschildchen, auf denen ihre Namen standen, behängt. Und los ging es! Bereits das erste Affengehege rief großen Jubel hervor! Wir hatten große Mühe, die Kinder dort wegzubewegen, um ihnen auch noch die anderen Tiere zu zeigen, die sie bisher fast nur aus Bildern kannten. Nach den Affen folgten Lamas, Löwen, Schildkröten, Schlangen, und vieles mehr… vor jedem Gehege drängelten sich die etwa 60 Kinder, und die kleinen Augen wurden immer größer. Viel zu schnell ging der Besuch vorbei, und wir traten die Rückfahrt an.

65173 Zoobesuch mit Para dar EsperanzaZurück im Projekt angekommen, durften die Kinder ihre kleinen Bäuchlein mit leckeren Kuchen füllen. Auf die Frage, welches der Tiere im Zoo ihnen am meisten gefallen hat, gaben die Kinder eine einstimmige Antwort: „Alle!“. Zum Abschied bekomen sie eine Überraschungstüte mit einigen verschiedenen Kleidungsstücken mit. Begeistert von diesem ereignisreichen Tag machten sie sich am Abend auf nach Hause.

ViSozial übernahm für diese Aktion die Kosten für die Busfahrt. Die Kleidungsstücke, die die Kinder bekommen haben, stammen zum größten Teil aus Spendenmaterial, das bei uns eingegangen ist.

 

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