In Chile bringt die Jahreszeit den Frühling für das „Casa de los Pinos“
eingetragen von Asja, 24.Okt.2008Dieses Jahr bringt der Frühling in Chile einige Veränderungen für das „Casa de los Pinos“ mit sich. So konntet ihr im letzten Artikel darüber lesen, wie sich das Arbeitsteam verändert hat. Zu alten Aufgaben sind neue hinzugekommen. Mit kreativen Ideen und viel Engagement haben sich die neuen Mitarbeiter des „Casa de los Pinos“ eingebracht.
Durch Mithilfe von Freiwilligen wurde aus zwei kleineren und dunkleren Zimmern ein einzelner Raum. Der neurenovierte und neu gestrichene Saal ist hell und bietet Platz für Tanzkurse und Tischtennis Tuniere.
Immer wieder wird am Nachmittag mit den Kindern fleißig gebastelt und gemalt. Alte Wandplakate und Bilder werden durch neue ersetzt. Dabei kostet die Umgestaltung kaum etwas. “Mobiles” werden aus Fundstücken im Garten gebastelt. Aus angemaltem Zeitungspapier entstehen bunte Wandmasken, aus Altpapier ein Blumenstrauß…
Im „Casa de los Pinos“ gibt es neue Nachmittagsaktivitäten. Der Zirkus am Montag macht allen Kindern Spaß. Da kann man mich sich nach Lust und Laune ausleben und es gibt viel zu lachen. Am Donnerstag wird neben Fußball auch „Deutsch“ und „Englisch“ gelernt. Die Kinder sind begeistert von der Idee sich mit den Besuchern aus anderen Ländern unterhalten zu können.
Doch nicht nur im Zentrum selbst hat alles sommerliche Farbe bekommen. Jüngst wurde eine Website in spanischer Sprache eingerichtet. Für die Ausarbeitung eines langfristigen Konzepthaushaltes ist dies einer von vielen Schritten.
Hier kännt ihr diese Seite besuchen. Ein Blick lohnt sich auch ohne Spanischkenntnisse.
http://centroabierto-lospinos.blogspot.com/
Viel Spaß!
Neubeginn im „Casa de los Pinos“
eingetragen von Asja, 9.Okt.2008Dem Projekt “Casa de los Pinos” in Chile droht das Aus!“ Diese niederschmetternde Nachricht erhielten die Mitarbeiter des Kinder und Jugendzentrums vor einigen Wochen, da der Staat die Fördermittel von 6000 Euro monatlich gestrichen hat.
Der Spendenaufruf von viSozial hat unglaubliche Kräfte mobilisiert, mit denen wir selber kaum gerechnet haben. Auch Dank eurer Hilfe wird das „Casa de los Pinos“ fortbestehen können und alle Kinder weiterhin am Nachmittag ihre Zeit dort verbringen.
Die aktuelle Spendensumme beträgt 1700 Euro und sichert das Fortbestehen in den nächsten Monaten.
An dieser Stelle sei allen Spendern ganz herzlich gedankt!
Täglich treffen neue Spenden ein und es wird viel mit den Spendern und Paten kommuniziert und Lösungsansätze diskutiert. Bei der Arbeit das „Casa de los Pinos“ im nächsten Jahr zu retten helfen alle mit. Dank der Spenden, konnte verhindert werden, dass das „Casa de los Pinos“ von einen Tag auf den anderen seine Pforten schließen muss. Das ist für die Kinder des Armenviertels Casas Viejas sehr wichtig. Diese brauchen das „Casa de los Pinos“ und es ist ein großes Glück, dass wir ihnen nun weiterhin Schutz geben können.
Leider fordern die Einsparungen auch Opfer. Die Mitarbeiter und Betreuer Juan, Patty, Magda, Mari, und Susanne müssen leider das Projekt verlassen. viSozial wird jedoch die Kursleiter bezahlen und somit die täglichen Aktivitäten in gleichem Rahmen am Leben erhalten. Magda und Patty können in der angrenzenden Schule als Hilfskr{fte arbeiten. Die anderen sind nun auf Jobsuche. Wir bemühen uns sie dabei zu begleiten und zu unterstützen. Volontäre haben sich gemeldet und werden ehrenamtlich die Kinder betreuen – diese aktive Unterstützung ist für das Projekt sehr wichtig. Zusammen mit Luis dem Leiter von „Los Pinos“ arbeiten wir an einem Projekthaushalt, um das fortbestehen des Projekts zu sichern. Für weitere Spenden und Paten sind wir sehr dankbar.
Für die ehemaligen Mitarbeiter, die viele Jahre im „Casa de los Pinos“ mitgeholfen haben wir von visocial Chile und Luis, der Leiter, am 01. Oktober ein Abschiedsfest organisiert. Von den Kindern haben sich die Mitarbeiter am Tag zuvor bei Kuchen und Kakao und einem letzten Fußballspiel verabschiedet. Das Arbeitsteam vom „Casa de los Pinos“ ist über die Jahre zu einer „Familie“ zusammen gewachsen, welche Freiwillige und Kursleiter integrierte.
Beim Abschiedsfest hielt der Ehemann der Köchin eine Rede, die alle zu Tränen rührte. Er dankte Luis für seinen langjährigen Einsatz und sein ausdauerndes Engagement, und für all die Unterstützung, die er den Bewohnern des Viertels „Casa Viejas“ zukam. Luis seinerseits dankte den Mitarbeitern, mit deren Hilfe das Kinder –und Jugendzentrum zu einem wichtigen Anlaufpunkt für viele Kinder geworden ist.
Bei einem leckeren „Asado“ (Barbecue), mit chilenischen „Salchichas“ (Würstchen), Kartoffelsalat und Maisreis, plauderten und lachten wir noch lange gemeinsam. Zum Abschied versprachen die Betreuer weiterhin den Kontakt zu pflegen und im Zentrum vorbeizuschauen.
Im Moment arbeiten wir zusammen mit Luis an einer langfristigen Lösung für die Aufrechterhaltung des „Casa de los Pinos“. Es ist uns wichtig, dass das „Casa de los Pinos“ weiterhin bestehen bleibt, damit die Kinder am Nachmittag einen sicheren Ort zum Spielen haben.
In Zukunft möchten wir die Einnahmen in den drei Bereichen, aus denen wir unsere aktuelle finanzielle Unterstützung beziehen (Online Spenden, Patenschaften und Touren) erhöhen. Auch wollen wir im folgenden Semester Projektpatenschaften organisieren, sowie Fördergelder und Spenden in Deutschland und in Chile sammeln, um im März 2009 einen gesicherten Projekthaushalt vorlegen zu können.
Dank der hohen Rückmeldung und eurer Hilfe werden wir das „Casa de los Pinos“ am Leben erhalten.
Was wird aus den Kindern von Los Pinos?
eingetragen von Katharina, 17.Sep.2008Aufgrund der Absage von weiterer finanzieller Unterstützung seitens „SENAME“ (Jugendamt in Chile) droht der sozialen Einrichtung „Casa de los Pinos“ Ende dieses Monats (Sept. 08) das Aus.
Das soziale Projekt „Casa de los Pinos“ bedeutet für mehr als 150 Kinder im Armenviertel - Puente Alto/ Santiogo de Chile ein zweites Zuhause. Hier werden die Kinder nach der Schule wochentags von 14:00 bis 18:00 Uhr von Sozialarbeitern, Psychologen, Pädagogen und Freiwilligen betreut.
Viele der Kinder haben nur diese wenigen Stunden, in denen ihnen das Recht auf Selbstbestimmung und freie Entfaltung ermöglicht wird. Ihre Zukunftsperspektiven sind gering, umso erschreckender ist die Tatsache, dass die finanzielle Unterstützung vom Staat gestrichen wurde.
Gefördert werden im kommenden Jahr vor allem Einrichtungen, die mit straffällig gewordenen Jugendlichen arbeiten. Projekte, wie das „Casa de los Pinos“, die präventiv gegen Kriminalität, Drogenkonsum und Armut vorgehen werden bei der Verteilung der sozialen Fördergelder kaum berücksichtigt. Dies bedeutet, dass nur drei von sechzehn Projekten in Puente Alto mit ähnlicher Ausrichtung wie das „Casa de los Pinos“ weitergefördert werden. Somit droht 3500 Kinder der Verlust von räumlichem Schutz und pädagogischer Betreuung am Nachmittag.
Trotz der sozialen Missstände und Ungleichheiten zählt Chile laut „Weltbank“ seit 2006 nicht mehr zu den Entwicklungsländern. Zahlreiche Hilfsorganisationen zogen sich daraufhin als Unterstützer von sozialen Projekten zurück. Dies betraf auch Casa de los Pinos. Nun werden auch die Fördergelder seitens des chilenischen Jugendamtes „Sename“ gestrichen.
In Puente Alto lebt 80% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Weitere Missstände neben Massenarmut sind Wassermangel, knappe Stromversorgung und unzureichende Gesundheitsfürsorge. Gewalt, Kriminalität, sowie Drogenmissbrauch stehen auf der Tagesordnung und bestimmen den Alltag der Bewohner.
Die Kinder sind somit auch Problemen ausgesetzt, die häufig familieninterner Art sind und von gewalttätigen Auseinandersetzungen bis hin zu schwerem Missbrauch reichen. Das Hauptanliegen des Projekts „Casa de los Pinos“ besteht darin, den Kindern Schutz und Fürsorge zu bieten. Dem Leiter der Einrichtung, Luis Castro, der selbst im Viertel aufgewachsen ist und dort mit seiner Frau und seinen drei Kindern lebt, kommt es besonders darauf an, die Kinder des Projekts für den sozialen und bedachten Umgang mit anderen zu sensibilisieren. Um das gesamte Sozialwesen nachhaltig verbessern zu können, setzen sich die ausgebildeten Mitarbeiter individuell mit den Kindern und ihren Familienmitgliedern auseinander. Soziale und ökonomische Kompetenzen können somit gestärkt werden. Nicht zuletzt wird durch die Betreuung der Kinder aktiv für deren Gesundheit und medizinische Verpflegung gesorgt und dem Drogenmissbrauch entgegengewirkt.
Um das soziale Projekt „Casa de los Pinos“ Aufrecht erhalten zu können, wird Ihre/ Eure Hilfe benötigt. Für das Weiterbestehen der pädagogisch wertvolle Freizeit- und Nachmittagsbetreuung der Kinder werden Gelder in Höhe von ca. 3.300,- Euro (2.500.000 CLP) monatlich benötigt.
Ihre/ Eure Beiträge sind entscheidend für die Finanzierung der Mitarbeitergehälter, der Übernahme laufender Kosten, der Kosten für Verpflegung, Schul- und Workshopmaterialien.
Im Namen der Kinder danken wir allen Spendern/ Spenderinnnen und Paten/ Patinnen, die mit uns gemeinsam helfen, das „Casa de los Pinos“ zu erhalten.
Wir unterstützen “Casa de los Pinos” seit dem Jahr 2005 und möchte nun versuchen, durch eigene Mittel, ohne die Hilfe des Staates, das Projekt zu retten.
Links für alle die helfen möchten:
Spenden:
Unterstützung durch Spenden:
Wer unser Vorhaben im “Casa de los Pinos” unterstützen möchte, den bitten wir das folgende Spendenformular auszufüllen.
Pate/ Patin werden:
Allgemeine Informationen zu Patenschaften.
Weitere Informationen erhaltet ihr auch von unseren viSozial - Mitarbeitern in Chile :
und unter:
Kiwala und die grosse Reise
eingetragen von Katharina, 6.Aug.2008Bericht von Lukas (Volontär im Casa de los Pinos):
An unserem Sozialtag im Juli, hatten wir was ganz besonderes mit den Kindern von Los Pinos vor.

Zusammen mit den Kursleitern des Kunst- und Theaterkurses hatten wir einen Besuch im Theater geplant. Am Vormittag brachte uns (30 Kinder und 5 Betreuer) ein privater Bus, den wir schon vom letzten Jahr von unserem Ausflug in den Schnee kannten ins Zentrum. Vor dem Theater trafen wir auf Tio Leo, den Kursleiter des Kunst und Theaterkurses.
Leo und seine Freundin erklärten uns kurz die Entstehungsgeschichte dieses Theaterstückes, und es war sehr interessant von Insidern diese Informationen zu bekommen. Da viele ihrer Schauspielfreunde an diesem Stück mitwirkten, konnten sie uns alle Fragen beantworten……
…….und der Vorhang geht auf……… Kiwala y el gran viaje (Kiwala und die grosse Reise) kann beginnen.
Das Stück spielt im Norden Chiles in einem kleinen Dorf das von einem Kaiman heimgesucht wird.

Durch magische Wasserfälle und einem beherzten Lama gelingt allerdings das Happy End und alle Kinder sind mit dem Ausgang der Geschichte zufrieden.
Nach dem Theaterstueck unternahmen wir einen kleinen Spaziergang und dann gab es auch das verdiente Mittagessen. Als dann letztendlich auch der Bus eintraf und die Kinder wussten das sie nicht mehr weiter laufen müssen war der Tag vollends perfekt.
Hör mal wer da hämmert……
eingetragen von lukas, 1.Jul.2008…so oder so ähnlich hätte unser Motto für den Sozialtag im Juni 2008 lauten können.
Denn für das ganze Büro galt mal wieder, Computer stehen und liegen lassen und ins Projekt fahren.
Für diesen Sozialtag hatten wir uns vorgenommen, das Dach des Theaterraumes neu zu decken. Dieser Raum wird vor allem zur Aufbewahrung von Puppen, Spielen und für die Theaterproben genutzt, deshalb ist es von Vorteil, wenn der Regen nicht mehr die Proben stören würde.

Ausgestattet mit Hämmern machten wir uns an den Abriss des alten Daches und trafen sogleich auf strahlenden Sonnenschein.
Die Arbeit lief wie am Schnürchen, dank der fleißigen Hände hatten wir im nu alles altes Holz abgetragen und konnten bereits mit der Konstruktion des neuen Daches beginnen.
Mit Müh und Not haben wir uns auf eine Art und Weise des Dachbaus geeinigt die alle zufrieden stellte (es waren einfach viele „Handwerker“ beteiligt;-)). Somit konnte die Richtige Arbeit beginnen …und wie!!!! Schweißnass hoben wir die Balken nach oben um sie dann mit einem dutzend Nägel zu befestigen.

Als das schwerste erledigt war teilten wir uns in 3 Gruppen auf, eine Gruppe war für das restliche Dachdecken zuständig. Während eine andere Gruppe den Innenraum isolierte, machte sich die letzte Gruppe daran dem Raum eine frische Note zu verpassen und rührte schon einmal die Farben für die neue dekorative Einrichtung zusammen.
Und so sah man einige Leute mit Wellblech auf dem Dach rumturnen während andere ihr Glück mit der Isolierung suchten. Die zweifelsohne schönste Arbeit leisteten unsere Dekorateure, mit den blauen Regalen kommt der „neue Raum“ nun viel besser zur Geltung.
Die Puppen haben ein neues dichtes Dach über dem Kopf, die Kinder sitzen im warmen und zusammen spielen sie in der Farbenpracht des “alten-neuen” Raumes.
Ein sonniger Freitag im Casa de los Pinos
eingetragen von Katharina, 27.Jun.2008Mein Name ist Anne und derzeit mache ich ein Praktikum an der deutschen Schule (Privatschule) in Santiago de Chile. Seit über einem Jahr übernehme ich die Patenschaft für ein Patenkind im Zentrum Casa de los Pinos und so stand ein Besuch des Zentrums und ein Treffen mit meinem Patenkind ganz oben auf der Liste der Dinge, die ich in Chile gern tun möchte.
Es ist Freitag, der 06. Juni 2008 und ich sitze auf einer Bank in der Nähe der Metrostation Santa Isabel und warte auf Katharina, die Mitarbeiterin von ViSozial in Chile. Gemeinsam wollen wir das Jugend- und Sozialzentrum Casa de los Pinos und mein Patenkind Cathy und ihre Schwester Geraldine besuchen. Auf dem Weg nach Puente Alto, einer der ärmsten Stadtviertel Santiagos, besorgen wir ein paar Winterstiefel und andere Kleinigkeiten als nachträgliches Geburtstagsgeschenk und kleine Aufmerksamkeit für Cathy und Geraldine.
Gegen 14:00 Uhr treffen wir in Los Pinos ein und ich gewinne den ersten Eindruck von der öffentlichen Schule, die sich gleich neben dem Zentrum Los Pinos befindet und die auch Cathy und Geraldine besuchen. Das freundliche Gelb der Wände lenkt ein wenig vom betonierten Schulhof, der sogleich als Sportplatz mit verrosteten Toren und imaginären Basketballkörben dient, ab. Die Klassenräume sind staubig und sehr einfach, meist mit alten Stühlen und Bänken ausgestattet.
Etwas später unterhalte wir uns mit Luis, dem Leiter des Zentrum Los Pinos und ich erfahre mehr über die schwierigen Bedingungen der öffentlichen Schulen, ihren immensen Klassenstärken (45 – 50 Schüler), der Mangel an motivierten und gut ausgebildeten Lehrern. In Chile bedarf es einiger Reformen im Bildungswesen, bis die schulische Ausbildung an öffentlichen Schulen als Sprungbrett aus der Armut genutzt werden kann.
Das Treffen mit meinem Patenkind und ihrer Familie war sehr herzlich. Wir wurden sehr freundlich und unter neugierigen Blicken begrüßt und ins Haus gebeten. Cathy und Geraldine packten ihre G begleiteten uns zurück ins Zentrum Los Pinos, um den Nachmittag mit andern Kindern und Jugendlichen aus Puente Alto bei Spiel und leckeren completos (HotDogs), zu verbringen.
Ein sehr schöner sonniger Freitagnachmittag mit neuen interessanten Eindrücken! Vielen Dank an Katharina, die mich begleitet und das Treffen ermöglicht hat.
Monde und Sterne aus Teig
eingetragen von Katharina, 29.Mai.2008Wie jeden Montag, bereiten Tio Juan und Tio Lukas ihren Kochkurs vor.
Es wird darauf geachtet, dass die Zutaten möglichst billig und gesund sind, so dass die Kinder später in ihren Familien die Speisen nachkochen können.

Wir versuchen so oft wie möglich auf die Wünsche der Kinder einzugehen damit sie mit ihrer vollen Aufmerksamkeit mitarbeiten und so stand in den letzten Wochen Pizza (Quak-Ölteig), Pfirsichtorte, Pfannkuchen und Brot auf dem Programm.
Der Kochkurs ist ein sehr beliebter Kurs bei den Kindern, es sind immer eine Menge Jugendliche daran beteiligt.
So auch an diesem Montag, mit 24 Kindern versuchen wir uns an einem Brotteig, zum Glück hatten wir tatkräftige Unterstützung von unserer Tia Patty die die besten Brötchen in Chile herstellt

Alle Kinderaugen waren gespannt auf Patty gerichtet, um auch ja keine Anweisung für den Teig zu überhören. Nachdem wir die Teigmassen bestehend aus 5 Kilo Mehl, Butter, Hefe, Salz, Wasser und einer geheimen Zutat von Patty ordentlich durchgeknetet hatten, (was für die Kinder ein großer Spaß war) konnten die Jugendlichen ihrer Kreativität freien Lauf lassen…..
….Und das machten sie auch, nachdem sie alle ein Brötchen hergestellt hatten, durften sie mit den Restteig ihr Fantasie in Szene setzten. Es entstanden kleine und große, lange und runde Brötchen, dazu Brezeln, Herzen, Monde, Sterne sowie einige geflochtenen Brotstangen.
Nach wenigen Minuten im Ofen war es dann auch schon so weit, zusammen mit leckerer Milch konnten die ganzen noch warmen Brötchen gegessen werden. Die übrig gebliebenen Brötchen wurden unter den Kindern verteilt, sodass sie zuhause auch noch einen Leckerbissen übrig hatten.

Selbst zum Spülen der Bleche und Schüsseln fanden sich fleißige Hände, jetzt
Bleibt nur noch die Fragen offen……..¿¿¿¿¿was gibt es nächsten Montag?????
Dieser Artikel wurde von unserem Volontär Lukas geschrieben.
Zahnhygiene im Casa de los Piños
eingetragen von lukas, 14.Mai.2008Es ist wieder soweit, Sozialtag im Los Pinos und dieser steht ganz unter dem Zeichen der Hygiene.
Ausgerüstet mit Zahnbürsten und Zahnpasta machen wir uns auf den Weg ins Projekt um unsere Kampagne „Zahnhygiene“ zu beginnen.
Die von uns eingeladene Zahnärztin und ihre Assistentin sind schon da als wir ankommen. Sie wollen einen Vortrag über die Problematik und Wichtigkeit der Zahnhygiene halten.
Dieser beginnt auch, als die ersten 30 Kinder ihren Platz im „Ärztezimmer“ gefunden haben. Es werden zunächst von der Ärztin Fragen gestellt, die die Kinder versuchen zu beantworten:
Wofür brauchen wir unsere Zähne?
Was passiert wenn wir Zucker essen?
Wieso putze ich meine Zähne überhaupt?
Wie lange Putze ich meine Zähne?
Und wie putze ich meine Zähne korrekt?
Nach dem kleinen Frage-Antwortspiel erklärte uns die Ärztin alles Wichtige über das Zähneputzen und die Mundhygiene, wobei manch einem von uns dabei ein Licht auf ging. Hoffen wir, dass das nächste Mal zum Wasser oder Saft gegriffen wird und nicht zur Cola.
Um die heiß diskutierte Frage zu beantworten, welche Technik beim Zähneputzen die richtige ist, brachte die nette Assistentin ein großes Gebiss zum Einsatz, natürlich durfte auch die passende Riesenzahnbürste nicht fehlen.
So konnten alle, auch die in der letzten Reihe genau sehen, wie man seine Zähne richtig putzt und vor allem wie lange.
Nach diesem informativen Vortrag gab es leckere Obstspieße und für jeden eine neue Zahnbürste und Zahnpasta, diese sollten immer mit in die Schule genommen werden damit nach dem Mittagessen gleich die Zähne geputzt werden können.
Wahrscheinlich müssen wir auf dem nächsten Sozialtag ein neues Badeszimmer einrichten, da der Platz für 70 Kinder beim Zähneputzen einfach zu eng wird…..;-)
Die Kinder freuten sich richtig und probierten ihr neu erlerntes Wissen sofort aus.
Sozialtag im Casa de los Piños
eingetragen von Katharina, 21.Apr.2008Am 17. April hatten wir unseren Sozialtag und alle Mitarbeiter des viventura - Büros in Santiago sind nach Puente Alto gefahren, um gemeinsam mit den Kindern von Casa de los Pinos einen Nachmittag zu verbringen.
Um 14 Uhr sind wir im Projekt “Casa de los Pinos” angekommen und werden auch schon herzlich von den Kindern und Betreuern begrüßt. Danach erfahren wir, daß heute wieder das Fußballtraining mit Tio Rodrigo stattfindet.
Bis zum Anpfiff haben wir noch ein bisschen Zeit um Luis, den Betreuern und Kindern ein paar gute „Neuigkeiten“ zu überbringen.
Da der Winter in Santiago richtig kalt werden kann und das Projekt über keine Heizung, wie wir sie in Deutschland kennen verfügt, haben wir uns gedacht das wir die einen Teil der Spendengelder sinnvoll in 2 Heizkörper investieren.
Das Projekt soll ja für die Kinder wie Betreuer ein warmer und gemütlicher Platz zum Arbeiten und verweilen sein.
Nachdem wir alles ausgepackt und aufgebaut hatten, wurde es auch schon Zeit in die Fussballtrikots zu schlüpfen und mit den Kindern auf den Hof zu gehen, um das Training zu beginnen.
Tio Rodrigo hatte wie immer alles im Griff und somit durften wir erst einmal 10 min Joggen gehen, für manch einen wäre es schön gewesen wenn´s damit gut gewesen wäre aber……Pech gehabt…..
Das Aufwärmprogramm steht für den Trainer ganz oben und so atmen wir alle schon ziemlich schwerfällig als die Mannschaften fürs Fußballturnier eingeteilt werden.
Wir geben unser Bestes und wollen den Kindern natürlich in nichts nachstehen, was nicht so einfach ist. Für unseren Einsatz kassiert der ein oder die andere von uns einen blauen Fleck. Aber wir haben alle unseren Spaß. Nach dem Fußballtraining bereiten wir den Imbiss für die Kinder zu. Denn soviel Anstrengung macht hungrig und durstig. Zufrieden verabschieden sich die Kinder von uns und auch wir machen uns auf dem Heimweg.
Werkstadt- “ Sich künstlerisch ausdrücken” - Los Pinos
eingetragen von Katharina, 10.Apr.2008Jeden Mittwochnachmittag fahren Daniela und Leo einmal quer durch Santiago in den Randbezirk Puente Alto – Casas Viejas, um im Projekt – Los Pinos einen Kunst- und Theaterkurs zu veranstalten. Inzwischen nehmen fast 40 Kinder daran teil und der kleine Raum platzt aus allen Nähten.
Der Kurs nennt sich „TALLER DE EXPRESIÓN ARTÍSTICA“ (“ Sich künstlerisch ausdrücken”) und beinhaltet die Idee, dass die Kinder durch Bastelarbeiten und Malerei ihre künstlerischen Fähigkeiten entdecken und lernen sich durch diese mitzuteilen. Auch das Medium Schauspiel und Pantomime wird verwendet, damit die Kinder lernen sich körperlich ausdrücken.
Dieser Mix an Aktivitäten ist ein voller Erfolg bei den Kindern. Oft sind sie überrascht von ihren Fähigkeiten.
Daniela berichtet mir: „Was für Leo und mich am wichtigsten ist, ist dass die Kinder Spaß haben. Wenn wir sie durch Spiel und Spaß motivieren, ist es auch einfacher, dass sie Vorurteile und Ängste vergessen.“
Die Kinder werden spielerisch an die Welt der Kunst herangeführt. Ihrer Ausdrucksweise soll keine Grenzen gesetzt werden. Außerdem soll der Kurs dazu dienen, das Selbstbewusstsein und auch das Verhalten gegenüber anderen durch Gruppenarbeit zu fördern.
Leo und Daniela möchten am Ende dieses Jahres zusammen mit den Kindern eine Fotoausstellung auf die Beine stellen, in der alle Aktivitäten dokumentiert und die Fortschritte der Kinder sichtbar gemacht werden soll.
Seit einem halben Jahr unterstützt viSozial-Chile nun das Projekt des Kunst-und Theaterkurses. Ohne die Unterstützung der Paten und den Sachspenden aus Deutschland wäre dies sicher nicht möglich.
Vielen Dank an alle.
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