Ein etwas anderer Ausflug
eingetragen von rene, 11.Nov.2008
Letztes Wochenende haben sich 5 Voluntäre, drei Leiterinnen, die Chefin des Projektes Para dar Esperanza und 50 Kindern aufgemacht, um im Parque Carolina einen etwas anderen Samstag zu verbringen. Viele Kinder antworten, wenn man sie fragt in welchen Land sie leben: „In Quito“…..
Daher ist es für sie etwas besonderes aus ihrem Virtel zu kommen, wenn es auch nur für einige Stunden ist, um eine andere Seite ihrer Stadt zu sehen als die die sie kennen.
Man merkte schon auf der Busfahrt, wie fasziniert sie sind. Alle waren ruhig und haben sich die Nasen an den Scheiben plattgedrückt, den Verkehr, die Stadt und die Leute bestaunt. Vor Antritt der Fahrt wurden die 50 Kinder aber in Gruppen, je nach Alter aufgeteilt und jeder hat ein, je nach Gruppe, unterschiedlich farbiges Namenschild erhalten. So aufgeteilt wurden den Tag über vier Stationen durchlaufen.
Die Ältesten begannen mit einer Übungseinheit Capoeira. Weiter Stationen waren Fussball, Tanz und Yoga für die ganz Kleinen. Nach jeweils 45 Minuten wurde gewechselt. Read the rest of this entry »
Para dar Esperanza in Guajalito
eingetragen von rene, 24.Sep.2008
Wie schon zwei Wochen zuvor mit einigen Patenkindern aus Quilotoa machten sich dieses Wochenende rund 35 Kinder plus die Betreuerinnen aus dem viSozial Projekt Para dar Esperanza in Quito auf den Weg in das Umweltprojekt Guajalito.
Am Samstag früh ging es los und nach guten vier Stunden Busfahrt wartete in Guajalito Javier samt einigen Helfern, die Familie und das Mittagessen auf die Gruppe. Nach dem anpassen der Gummistiefel wurden kleine Gruppen gebildet, um den Lerneffekt zu steigern, und los ging es drei Stunden lang durch den primären Nebelwald von Rio Guajalito. 
Das Waldschutzgebiet ist privat, breitet sich über ca 710 Hektar aus und befindet sich am Fuße der Kordilliere des Atacaso in der Region westlich des Vulkans Pichincha. Es handelt sich um eines der artenreichsten Gebiete der Erde! Das Gebiet beherbergt 236 Vogelarten von welchen 14 endemisch für die Zone sind und vier von diesen sind vom Aussterben bedroht. Es gibt 45 Säugetierarten wie z.B. Andenbären, den Andentapire und Pumas, sowie 47 Amphibien- und Reptilienarten. Im Jahr 2000 wurde das Reservat von Birdlife International zur wichtigen Zone für Vogelschutz erklärt. Außerdem wurden etwa 150 medizinische Pflanzen und 200 andere Nutzpflanzen identifiziert.
Nach dem Rundgang wurde in dem direkt vor den Häusern entlanglaufenden Fluss gebadet oder den Kolibris beim fliegen zugeschaut.
Am nächsten Morgen wurden wieder die Gummistiefel angezogen und Javier verteilte junge Baumsprösslinge an die Kinder. Jeder bekam soviel er tragen konnten. Das Ziel war das Aufforstungsgebiet rund 20 Minuten vom Projekt entfernt. Dort wurde jeder mit der nötigen Ausrüstung versorgt und los ging das Bäume pflanzen. Jedem der rund 60 Bäumchen die an diesem Wochenende dazu kamen, wurden Namen gegeben, dass jeder weiß wer hier war und dass die Kinder, wenn sie wieder herkommen, ihren Baum wiederfinden.
Auf dem Rückweg wurde erneut eine längere Pause eingelegt um ausgiebig im Fluss zu baden.
Das richtige Baden kam jedoch erst nach dem Mittagessen. Erst hatten die Kinder die Gelegenheit ihre Eindrücke, Erlebnisse und das Gelernte in Bilder wiederzugeben bevor es an die rund 30 Minuten entfernt Badestelle ging. Die von der Küste nach Quito verlaufende Pipeline diente dabei als willkommener Wegerstsatz. Und ohne Rücksicht auf Verluste oder die Zeit konnten sich die Kinder das erste Mal in einem Dschungelfluss austoben.
Es ist schön zu sehen, wie die Kinder in der unbekannten Umgebung aufleben, gespannt den Erzählungen, Erklärungen und Geschichten von Javier folgen und dass sie die vielen Eindrücke mit nach Hause zu ihren Familien nehmen können.Hoffentlich nicht zum letzten Mal macht sich eine Gruppe Kinder aus Quito auf den Weg, um mehr über ihr Land, die Natur und das Schützenswerte zu lernen.
Praktikantenwechsel in Quito
eingetragen von berit, 29.Aug.2008Auch in Quito ist wieder ein halbes Jahr rum und es steht ein neuer Praktikantenwechsel an.

Rene tritt das “Erbe” von Britta und Berit an. Rene ist 24 und für ihn ist es bereits sein zweiter Ecuadoraufenthalt. Vor einer guten Woche gerade angekommen, ist er gleich mit voller Energie bei viSozial eingestiegen und ist am Wochenende mit in Guajalito gewesen.

Wir, Britta und Berit, möchten uns bei allen bedanken, die mit uns zusammengearbeitet und uns unterstützt haben. Wir haben gerne für viSozial gearbeitet! Die Eindrücke und Erlebnisse werden uns immer in guter Erinnerung bleiben und uns auch in Zukunft bestimmt einen anderen Blickwinkel wahren lassen!
Wir wünschen Euch allen alles Gute und weiterhin viel Freude mit viSozial! Und Dir, Rene, viel Erfolg in Deinen sechs Monaten als Praktikant bei viSozial!
Berit und Britta

Film zum Ausflug nach Guajalito
eingetragen von berit, 27.Aug.2008Hier kommt nun das Video zum Ausflug der Kinder aus Quilotoa in das Umweltprojekt nach Rio Guajalito!
Viel Freude damit!
Ausflug nach Guajalito
eingetragen von britta, 27.Aug.2008
Am letzten Wochenende hatten wir eine besondere Ferien-Überraschung für unsere Patenkinder aus Quilotoa. Alle Kinder, die in diesem Jahr die Schule beendet haben, sowie ein paar Kinder des Colegios, fuhren mit uns für ein Wochenende in unser Umweltprojekt Río Guajalito in den Nebelwald!
Am Samstag Mittag trafen sich ein Teil der Mitarbeiter von viSozial, vom Umweltprojekt Guajalito und die Kinder aus Quilotoa in Begleitung von José in Quito. Gemeinsam fuhren wir von dort aus über eine abenteuerliche Buckelpiste in den Nebelwald hinunter und kamen am Mittag dort an. Für die Kinder war das ein ganz spannendes Erlebnis, die meisten von ihnen sind bisher kaum weiter als bis nach Latacunga gereist, und nun konnten sie ein Wochenende in einer komplett anderen Umgebung verbringen!
Nachdem wir uns nach der langen Reise (sieben Stunden von Quilotoa aus) erst einmal mit einem leckeren Mittagessen stärkten, ging es auch schon los. Als erstes stand eine lange Wanderung durch den Wald auf dem Programm, für die wir uns aber erst einmal vorbereiten mussten – rein in die Gummistiefel! Besonders für viele Mädchen war dies erst einmal komisch, da sie doch sehr an ihre traditionelle Kleidung gewöhnt sind. Aber schon nach kurzer Zeit hatten sie sich daran gewöhnt, und wollten sie hinterher gar nicht mehr ausziehen
Für die Wanderung teilten sich die Kinder in drei verschiedene Gruppen auf, die etwas zeitlich versetzt losgingen. In kleinen Gruppen ist es ruhiger, und Ruhe war nötig, um möglichst viele Vögel und andere kleine Tiere zu entdecken. Die Kinder entdeckten viele Pflanzen und Tiere, die sie nie zuvor gesehen haben und bekamen einiges erklärt. Besonders toll fanden sie die großen weichen Flächen von nassem Moos, die es überall gab. Aber das absolute Highlight war Tarzan-Spielen: Mitten auf dem Weg hing eine Liane, mit der sich die Kinder (und auch die Erwachsenen) über eine kleine Schlucht schwingen konnten… Nachdem die Liane sowie die kleine Schlucht erstmal mit Skepsis begutachtet wurden, und sich der erste getraut hatte, hatten wir Schwierigkeiten, die Kids zum Weitergehen zu bewegen
Am Abend zurück trauten sich noch einige der Kinder, im nahegelegenen eiskalten Fluss zu baden! Danach wurden dann die Klamotten am Feuer getrocknet und die Betten aufgeteilt. Alle zusammen schliefen in einem Schlafsaal mit Etagenbetten, die herumgerückt wurden, bis sie so nebeneinander standen, dass alle mit ihren Schlafnachbarn zufrieden waren – die meisten wollten natürlich oben schlafen
Die Nacht war kurz, das Geplapper und Gekicher ging bis spät und fing sehr früh wieder an…
Am nächsten Tag begannen wir gleich mit der nächsten Aktivität – Bäume pflanzen! Ein nahegelegenes gerodetes Stück Land sollte neu aufgeforstet werden, und dabei halfen die Kinder aus Quilotoa kräftig mit! Jedes bekam ein paar Setzlinge auf den Arm, einige der Jungs bekamen Schaufeln und Hacken, und los ging es! Es war nicht so einfach, die Bäume in den richtigen Abständen zu pflanzen, weil das Stück Land sehr steil war, aber die Kinder haben ihre Aufgabe sehr gut gemeistert. Bereits nach kurzer Zeit stecken alle jungen Bäume in der Erde, und die Kinder versuchten herauszufinden, wer die meisten Bäume gepflanzt hatte.
Bei der Rückkehr stand die nächste Aufgabe an: aufgeteilt in vier verschiedene Gruppen sollten die Kinder mit Fingerfarbe auf ein Stück Stoff malen, was sie im Wald gesehen hatten. Die Kinder waren sehr kreativ, malten Bäume, Vögel, ihren Bus, machten Abdrücke von Blättern, Händen und Füßen und vieles mehr - die Ergebnisse waren kleine Meisterwerke!
Zum krönenden Abschluß ging es dann nochmal los – zu einer Stelle im Wald, an der sich wie in einer kleinen Lagune der Fluß zum See ausbreitet und sich alle Kinder noch einmal ins Wasser stürzen konnten! Allerdings trauten sich nicht alle (auch die Erwachsenen nicht) weil das Wasser wieder mal sehr kalt war… Dennoch ließen sich die „mutigen“ Kids, die sich in die Fluten gestürzt hatten, sich den Spaß nicht nehmen, alle anderen naßzuspritzen!
Etwas müde, nass, aber sehr zufrieden traten wir am frühen Nachmittag die Rückreise an.
In den nächsten Tagen stellen wir für euch ein Video über unseren Ausflug nach Guajalito hier auf unsere viSozial-Seite.
Wir danken allen, besonders unseren Paten, für ihre Unterstützung, ohne die dieses tolle Wochenende nicht möglich gewesen wäre!
Weitere Bilder findet Ihr unter: http://www.pixum.de/viewalbum/?id=3066826

Film vom Sozialtag in Quilotoa (Juli 08)
eingetragen von berit, 21.Aug.2008Endlich ist es soweit und unser Video vom letzten Sozialtag in Quilotoa ist fertig.
Bitte entschuldigt, dass es so lange gedauert hat, aber bei viventura ist gerade Hochsaison, so dass es für uns alle viel zu tun gab.
Dennoch viel Freude mit dem Video:
Sommerferien bei Para dar Esperanza
eingetragen von britta, 31.Jul.2008
In den Sommerferien, die Anfang Juli angefangen haben, gibt es bei Para dar Esperanza immer besonders viel zu tun. Die Kinder des Viertels Santa María in Quito kommen in dieser Zeit besonders gerne ins Projekt, und statt der üblichen etwa 50 Kindern sind es um diese Zeit manchmal bis zu 100.
Für diese Ferien haben sich die Lehrerinnen von Para dar Esperanza ein
besonderes Programm einfallen lassen. So gibt es für die Kinder, die in der Schule mit dem Lesen und Schreiben große Probleme haben, von montags bis mittwochs eine intensive Nachhilfe, damit sie bis zum Anfang des neuen Schuljahres ihren Rückstand aufholen können. Die anderen Kinder machen an diesen Tagen viele Spiele und Mal- und Bastelarbeiten zu bestimmten Themen. Der große Überbegriff in diesen Sommerferien ist Werte. Bei Spielen und kleinen Arbeiten sollen den Kindern Begriffe wie Respekt, Rücksicht oder Freundschaft nähergebracht werden.
Einmal in der Woche wird sich dann entweder bei Sport, Spielen draußen oder Ausflügen richtig ausgetobt!
So haben wir in der letzten Woche haben wir einen Ausflug mit den Kindern zu einem Bauernhof in den Bergen gemacht. Mit Getränken, etwas Verpflegung und vielen
Kindern machten wir uns auf. Santa Maria liegt am Rande Quitos am Hang des Pinchinchas, und der Weg in die Natur ist nicht weit. Schon nach einer knappen halben Stunde waren wir im Grünen, und liefen über Wiesen und Felder die Berge hoch. Für die Kinder war das ein ganz tolles Erlebnis, sich in dieser Umgebung zu bewegen, denn trotz der Nähe verlassen sie ihr Viertel fast nie. Schon nach kurzer Zeit zeigte sich, wer die beste Kondition hatte: während die Kinder die Berge hochhüpften, ohne müde zu werden, mussten wir Erwachsenen uns ganz schön quälen! Oben angekommen wurden Lamas, Kühe und Pferde bestaunt und kleine Lämmchen gestreichelt. Nachdem dann Hunger und Durst gestillt waren, diskutierten die Kinder auf dem Heimweg über Größe, Farbe und die Laute, die die Tiere von sich geben. Wieder in Santa María angekommen, waren endlich auch die Kinder müde
Aber sie freuen sich schon auf ihren nächsten Ausflug in drei Wochen!
Sozialtag in Quilotoa
eingetragen von britta, 15.Jul.2008
Am letzten Donnerstag haben wir wieder einmal für eineinhalb Tage unsere Bürotüren zugemacht und sind zusammen zu unserem Sommer-Sozialtag nach Quilotoa gefahren.
Es gab dieses Mal viel zu tun! Auf unserem vollgepacken Programm stand die Verteilung von Zahnbürsten und Zahnpasta, neuen Schuhen für unsere Patenkinder und der Päckchen, die im Laufe der letzten Monate für die Kinder bei uns im Büro eingetrudelt sind. Schon in den Tagen vor unserer Fahrt glich unser Büro eher einem Lager – es stapelten sich Kartons mit Schuhen, Zahnbürsten und Zahnpasta für etwa 200 Kinder!
Als wir am Donnerstag abend ankamen, gab es gleich eine schöne Überraschung. Am gleichen Tag wie wir war eine französische Viventura-Reisegruppe in Quilotoa angekommen, die ebenfalls im Haus von unserem Mitarbeiter José untergebracht war. José hatte für seine Gäste eine Folkloreband aus dem Dorf engagiert, und die Stimmund war schon sehr ausgelassen, als wir eintrafen. Kaum unsere Sachen abgelegt, wurden wir auf die Tanzfläche gezogen und erst wieder weggelassen, als die Band das Haus verließ, sodass wir ganz schnell die Kälte Quilotoas vergessen haben
Am nächsten Morgen wachten wir zwar noch etwas müde, aber voller Tatendrang auf. Unser erstes Ziel war
die Schule Mora Ruiz, die sehr abgelegen liegt und die ein kleiner Teil unserer Patenkinder besucht. Die Kinder warteten schon gespannt auf uns, und wir wurden mit einem kleinen Ständchen auf Quichua begrüßt, bevor wir uns mit Hilfe der
frazösischen Viventura-Gruppe, die uns begleitet hat, an die Verteilung der Zahnbürsten, Schuhe und Päckchen machten. Auch übergaben wir dieses Mal der Schule Mora Ruiz das Spendenmaterial wie Blöcke und Schreibsachen. So freuten sich Schüler und Lehrer sehr über unseren Besuch! Wir bekamen noch einen kleinen „Anden-Snack“ zur Stärkung, der aus Saubohnen, selbstgemachten Käse und heisser Milch besteht, bevor wir zu den Kindern der Schule Francisco Daquilema in Ponce weiterfuhren.
In Ponce trafen wir die Kinder im Haus des Schuldirektors, das direkt neben der Schule liegt, weil dort die Ferien schon angefangen hatten. Auch dort trudelten nach und nach alle Kinder ein, die sich sehr über Schuhe, Zahnbürsten und besonders die Patengeschenke freuten!
Am Nachmittag kamen alle Kinder der Schule Julio Cabascango, die auch schon Ferien hatten, und die Kinder der Colegios in Zumbahua und
Latacunga in das Haus von José. Da einige Kinder der Colegios arbeiten mussten, kamen stattdessen ihre Eltern oder Geschwister, und auch einige Lehrer fanden sich ein. Wir sortierten Schuhe und Zahnbürsten auf den großen Tischen, auf denen wir am Abend vorher Meerschweinchen verspeist haben, die eine ganz besondere lokale Spezialität aus Quilotoa sind. Der Raum platzte aus allen Nähten, und so konnten wir den Überblick über das Gewusel von Kindern, Eltern und Lehrern behalten.
Als dann am Abend alle Kinder gut versorgt und mit strahlenen Gesichtern nach Hause gingen, fuhren auch wir müde aber sehr zufrieden mit einem leeren Auto zurück nach Quito. Es war ein sehr schöner, erfolgreicher Sozialtag, und wir freuen uns schon auf unsere nächste Fahrt nach Quilotoa!
Zoobesuch mit Para dar Esperanza
eingetragen von britta, 11.Jun.2008
Am vergangenen Samstag durften sich die Kinder aus dem Viertel Santa Maria in Quito, in dem sich unser Sozialprojekt Para dar Esperanza befindet, auf ein ganz besonderes Tagesprogramm freuen: Ein Zoobesuch stand an! Lange vorher hatten die Mitarbeiter des Projekts überlegt, womit man den Kindern zum Weltkindertag am 1. Juni eine besondere Freude machen könnte, und alle sind sich schnell einig geworden, dass der Besuch des Zoos in Guayabamba für die Kinder sicher ein ganz besonderes Erlebnis sein würde.
Bereits um acht Uhr morgens trafen wir uns im Gebäude von Para dar Esperanza, und schon kurz danach trudelten die ersten Kinder ein. Etwa eine halbe Stunde später war der kleine Ameisenhaufen komplett, und der Bus, der uns nach Guayabamba bringen sollte, traf ein.
Für die Kinder war allein die Busfahrt ein besonderes Erlebnis, denn die meisten von ihnen verlassen das Viertel Santa Maria nur sehr selten. Wir spielten kleine Spielchen und sangen viele Lieder, so dass die ersten Fragen „Wann sind wir endlich da?“ erst kurz vor der Ankunft laut wurden.
Damit die Kinder in dem relativ großen Zoo nicht so schnell verloren gehen, wurden alle mit bunten
Pappschildchen, auf denen ihre Namen standen, behängt. Und los ging es! Bereits das erste Affengehege rief großen Jubel hervor! Wir hatten große Mühe, die Kinder dort wegzubewegen, um ihnen auch noch die anderen Tiere zu zeigen, die sie bisher fast nur aus Bildern kannten. Nach den Affen folgten Lamas, Löwen, Schildkröten, Schlangen, und vieles mehr… vor jedem Gehege drängelten sich die etwa 60 Kinder, und die kleinen Augen wurden immer größer. Viel zu schnell ging der Besuch vorbei, und wir traten die Rückfahrt an.
Zurück im Projekt angekommen, durften die Kinder ihre kleinen Bäuchlein mit leckeren Kuchen füllen. Auf die Frage, welches der Tiere im Zoo ihnen am meisten gefallen hat, gaben die Kinder eine einstimmige Antwort: „Alle!“. Zum Abschied bekomen sie eine Überraschungstüte mit einigen verschiedenen Kleidungsstücken mit. Begeistert von diesem ereignisreichen Tag machten sie sich am Abend auf nach Hause.
ViSozial übernahm für diese Aktion die Kosten für die Busfahrt. Die Kleidungsstücke, die die Kinder bekommen haben, stammen zum größten Teil aus Spendenmaterial, das bei uns eingegangen ist.
Kinderfüsse messen in Quilotoa!
eingetragen von britta, 28.Mai.2008
Für die diesjährige Sommeraktion haben wir uns überlegt, dass es wieder an der Zeit ist, unsere Patenkinder in Quilotoa mit neuen Schuhen zu versorgen. Mit diesem Ziel vor Augen haben wir viSozial-Praktikantinnen aus Quito uns in der letzten Woche auf den Weg dorthin gemacht. Dort hieß es dann, einen Tag lang die Schuhgrößen der Kinder messen - nicht ganz einfach zu organisieren, da die Patenkinder in einem weit verbreiteten Gebiet wohnen, und sich auch die Schulen teils weit weg vom Dorf Quilotoa befinden.
Glücklicherweise hatten wir vor Ort die Unterstützung von Fausto, dem Sohn unseres Ansprechpartners José in Quilotoa. In Josés Haus durften wir die Schuhmessaktion auch durchführen. Er informierte im Vorhinein die Schulen, sodass schon früh am Vormittag fast alle Kinder der nahegelegenen Schule Julio Cabascango bei uns eintrudelten. Sie waren sehr neugierig über das, was wir dort machen – vielen Kindern war ein Gerät zum Messen der Schuhgröße gänzlich unbekannt! So war es kein Wunder, dass viele von ihnen etwas schüchtern waren und sich erst zeigenlassen mussten, was wir damit machen. Über den Tag verteilt kamen immer mehr Kinder, auch aus den Schulen Niña Rumi, Ponce, Sinacunga und den Colegios in Zumbahua und Latacunga zu uns.
Beim Messen der Schuhgrößen der Kinder haben wir festgestellt, dass sehr viele Kinder löchrige Strümpfe, oder auch gar keine anhatten. So beschlossen wir, nicht nur Schuhe, sondern auch Strümpfe für die Kinder zu kaufen, sodass wir ihnen während unserer Sommeraktion zum Schuljahresende beides überreichen können.
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