In Chile bringt die Jahreszeit den Frühling für das „Casa de los Pinos“
eingetragen von Asja, 24.Okt.2008Dieses Jahr bringt der Frühling in Chile einige Veränderungen für das „Casa de los Pinos“ mit sich. So konntet ihr im letzten Artikel darüber lesen, wie sich das Arbeitsteam verändert hat. Zu alten Aufgaben sind neue hinzugekommen. Mit kreativen Ideen und viel Engagement haben sich die neuen Mitarbeiter des „Casa de los Pinos“ eingebracht.
Durch Mithilfe von Freiwilligen wurde aus zwei kleineren und dunkleren Zimmern ein einzelner Raum. Der neurenovierte und neu gestrichene Saal ist hell und bietet Platz für Tanzkurse und Tischtennis Tuniere.
Immer wieder wird am Nachmittag mit den Kindern fleißig gebastelt und gemalt. Alte Wandplakate und Bilder werden durch neue ersetzt. Dabei kostet die Umgestaltung kaum etwas. “Mobiles” werden aus Fundstücken im Garten gebastelt. Aus angemaltem Zeitungspapier entstehen bunte Wandmasken, aus Altpapier ein Blumenstrauß…
Im „Casa de los Pinos“ gibt es neue Nachmittagsaktivitäten. Der Zirkus am Montag macht allen Kindern Spaß. Da kann man mich sich nach Lust und Laune ausleben und es gibt viel zu lachen. Am Donnerstag wird neben Fußball auch „Deutsch“ und „Englisch“ gelernt. Die Kinder sind begeistert von der Idee sich mit den Besuchern aus anderen Ländern unterhalten zu können.
Doch nicht nur im Zentrum selbst hat alles sommerliche Farbe bekommen. Jüngst wurde eine Website in spanischer Sprache eingerichtet. Für die Ausarbeitung eines langfristigen Konzepthaushaltes ist dies einer von vielen Schritten.
Hier kännt ihr diese Seite besuchen. Ein Blick lohnt sich auch ohne Spanischkenntnisse.
http://centroabierto-lospinos.blogspot.com/
Viel Spaß!
Neubeginn im „Casa de los Pinos“
eingetragen von Asja, 9.Okt.2008Dem Projekt “Casa de los Pinos” in Chile droht das Aus!“ Diese niederschmetternde Nachricht erhielten die Mitarbeiter des Kinder und Jugendzentrums vor einigen Wochen, da der Staat die Fördermittel von 6000 Euro monatlich gestrichen hat.
Der Spendenaufruf von viSozial hat unglaubliche Kräfte mobilisiert, mit denen wir selber kaum gerechnet haben. Auch Dank eurer Hilfe wird das „Casa de los Pinos“ fortbestehen können und alle Kinder weiterhin am Nachmittag ihre Zeit dort verbringen.
Die aktuelle Spendensumme beträgt 1700 Euro und sichert das Fortbestehen in den nächsten Monaten.
An dieser Stelle sei allen Spendern ganz herzlich gedankt!
Täglich treffen neue Spenden ein und es wird viel mit den Spendern und Paten kommuniziert und Lösungsansätze diskutiert. Bei der Arbeit das „Casa de los Pinos“ im nächsten Jahr zu retten helfen alle mit. Dank der Spenden, konnte verhindert werden, dass das „Casa de los Pinos“ von einen Tag auf den anderen seine Pforten schließen muss. Das ist für die Kinder des Armenviertels Casas Viejas sehr wichtig. Diese brauchen das „Casa de los Pinos“ und es ist ein großes Glück, dass wir ihnen nun weiterhin Schutz geben können.
Leider fordern die Einsparungen auch Opfer. Die Mitarbeiter und Betreuer Juan, Patty, Magda, Mari, und Susanne müssen leider das Projekt verlassen. viSozial wird jedoch die Kursleiter bezahlen und somit die täglichen Aktivitäten in gleichem Rahmen am Leben erhalten. Magda und Patty können in der angrenzenden Schule als Hilfskr{fte arbeiten. Die anderen sind nun auf Jobsuche. Wir bemühen uns sie dabei zu begleiten und zu unterstützen. Volontäre haben sich gemeldet und werden ehrenamtlich die Kinder betreuen – diese aktive Unterstützung ist für das Projekt sehr wichtig. Zusammen mit Luis dem Leiter von „Los Pinos“ arbeiten wir an einem Projekthaushalt, um das fortbestehen des Projekts zu sichern. Für weitere Spenden und Paten sind wir sehr dankbar.
Für die ehemaligen Mitarbeiter, die viele Jahre im „Casa de los Pinos“ mitgeholfen haben wir von visocial Chile und Luis, der Leiter, am 01. Oktober ein Abschiedsfest organisiert. Von den Kindern haben sich die Mitarbeiter am Tag zuvor bei Kuchen und Kakao und einem letzten Fußballspiel verabschiedet. Das Arbeitsteam vom „Casa de los Pinos“ ist über die Jahre zu einer „Familie“ zusammen gewachsen, welche Freiwillige und Kursleiter integrierte.
Beim Abschiedsfest hielt der Ehemann der Köchin eine Rede, die alle zu Tränen rührte. Er dankte Luis für seinen langjährigen Einsatz und sein ausdauerndes Engagement, und für all die Unterstützung, die er den Bewohnern des Viertels „Casa Viejas“ zukam. Luis seinerseits dankte den Mitarbeitern, mit deren Hilfe das Kinder –und Jugendzentrum zu einem wichtigen Anlaufpunkt für viele Kinder geworden ist.
Bei einem leckeren „Asado“ (Barbecue), mit chilenischen „Salchichas“ (Würstchen), Kartoffelsalat und Maisreis, plauderten und lachten wir noch lange gemeinsam. Zum Abschied versprachen die Betreuer weiterhin den Kontakt zu pflegen und im Zentrum vorbeizuschauen.
Im Moment arbeiten wir zusammen mit Luis an einer langfristigen Lösung für die Aufrechterhaltung des „Casa de los Pinos“. Es ist uns wichtig, dass das „Casa de los Pinos“ weiterhin bestehen bleibt, damit die Kinder am Nachmittag einen sicheren Ort zum Spielen haben.
In Zukunft möchten wir die Einnahmen in den drei Bereichen, aus denen wir unsere aktuelle finanzielle Unterstützung beziehen (Online Spenden, Patenschaften und Touren) erhöhen. Auch wollen wir im folgenden Semester Projektpatenschaften organisieren, sowie Fördergelder und Spenden in Deutschland und in Chile sammeln, um im März 2009 einen gesicherten Projekthaushalt vorlegen zu können.
Dank der hohen Rückmeldung und eurer Hilfe werden wir das „Casa de los Pinos“ am Leben erhalten.
Was wird aus den Kindern von Los Pinos?
eingetragen von Katharina, 17.Sep.2008Aufgrund der Absage von weiterer finanzieller Unterstützung seitens „SENAME“ (Jugendamt in Chile) droht der sozialen Einrichtung „Casa de los Pinos“ Ende dieses Monats (Sept. 08) das Aus.
Das soziale Projekt „Casa de los Pinos“ bedeutet für mehr als 150 Kinder im Armenviertel - Puente Alto/ Santiogo de Chile ein zweites Zuhause. Hier werden die Kinder nach der Schule wochentags von 14:00 bis 18:00 Uhr von Sozialarbeitern, Psychologen, Pädagogen und Freiwilligen betreut.
Viele der Kinder haben nur diese wenigen Stunden, in denen ihnen das Recht auf Selbstbestimmung und freie Entfaltung ermöglicht wird. Ihre Zukunftsperspektiven sind gering, umso erschreckender ist die Tatsache, dass die finanzielle Unterstützung vom Staat gestrichen wurde.
Gefördert werden im kommenden Jahr vor allem Einrichtungen, die mit straffällig gewordenen Jugendlichen arbeiten. Projekte, wie das „Casa de los Pinos“, die präventiv gegen Kriminalität, Drogenkonsum und Armut vorgehen werden bei der Verteilung der sozialen Fördergelder kaum berücksichtigt. Dies bedeutet, dass nur drei von sechzehn Projekten in Puente Alto mit ähnlicher Ausrichtung wie das „Casa de los Pinos“ weitergefördert werden. Somit droht 3500 Kinder der Verlust von räumlichem Schutz und pädagogischer Betreuung am Nachmittag.
Trotz der sozialen Missstände und Ungleichheiten zählt Chile laut „Weltbank“ seit 2006 nicht mehr zu den Entwicklungsländern. Zahlreiche Hilfsorganisationen zogen sich daraufhin als Unterstützer von sozialen Projekten zurück. Dies betraf auch Casa de los Pinos. Nun werden auch die Fördergelder seitens des chilenischen Jugendamtes „Sename“ gestrichen.
In Puente Alto lebt 80% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Weitere Missstände neben Massenarmut sind Wassermangel, knappe Stromversorgung und unzureichende Gesundheitsfürsorge. Gewalt, Kriminalität, sowie Drogenmissbrauch stehen auf der Tagesordnung und bestimmen den Alltag der Bewohner.
Die Kinder sind somit auch Problemen ausgesetzt, die häufig familieninterner Art sind und von gewalttätigen Auseinandersetzungen bis hin zu schwerem Missbrauch reichen. Das Hauptanliegen des Projekts „Casa de los Pinos“ besteht darin, den Kindern Schutz und Fürsorge zu bieten. Dem Leiter der Einrichtung, Luis Castro, der selbst im Viertel aufgewachsen ist und dort mit seiner Frau und seinen drei Kindern lebt, kommt es besonders darauf an, die Kinder des Projekts für den sozialen und bedachten Umgang mit anderen zu sensibilisieren. Um das gesamte Sozialwesen nachhaltig verbessern zu können, setzen sich die ausgebildeten Mitarbeiter individuell mit den Kindern und ihren Familienmitgliedern auseinander. Soziale und ökonomische Kompetenzen können somit gestärkt werden. Nicht zuletzt wird durch die Betreuung der Kinder aktiv für deren Gesundheit und medizinische Verpflegung gesorgt und dem Drogenmissbrauch entgegengewirkt.
Um das soziale Projekt „Casa de los Pinos“ Aufrecht erhalten zu können, wird Ihre/ Eure Hilfe benötigt. Für das Weiterbestehen der pädagogisch wertvolle Freizeit- und Nachmittagsbetreuung der Kinder werden Gelder in Höhe von ca. 3.300,- Euro (2.500.000 CLP) monatlich benötigt.
Ihre/ Eure Beiträge sind entscheidend für die Finanzierung der Mitarbeitergehälter, der Übernahme laufender Kosten, der Kosten für Verpflegung, Schul- und Workshopmaterialien.
Im Namen der Kinder danken wir allen Spendern/ Spenderinnnen und Paten/ Patinnen, die mit uns gemeinsam helfen, das „Casa de los Pinos“ zu erhalten.
Wir unterstützen “Casa de los Pinos” seit dem Jahr 2005 und möchte nun versuchen, durch eigene Mittel, ohne die Hilfe des Staates, das Projekt zu retten.
Links für alle die helfen möchten:
Spenden:
Unterstützung durch Spenden:
Wer unser Vorhaben im “Casa de los Pinos” unterstützen möchte, den bitten wir das folgende Spendenformular auszufüllen.
Pate/ Patin werden:
Allgemeine Informationen zu Patenschaften.
Weitere Informationen erhaltet ihr auch von unseren viSozial - Mitarbeitern in Chile :
und unter:
Wichtiger Hinweis
eingetragen von Sonja, 28.Aug.2008Liebe Paten,
die Postadresse für die Patenpost nach Peru hat sich geändert. Bitte schickt ab sofort die Post für Arequipa und Titicaca an folgende Adresse:
Sonia Ramos Medina UND Zaida Huamani Ramos
Malaga Grenet 314,
Umacollo, Arequipa
Peru
Film zum Ausflug nach Guajalito
eingetragen von berit, 27.Aug.2008Hier kommt nun das Video zum Ausflug der Kinder aus Quilotoa in das Umweltprojekt nach Rio Guajalito!
Viel Freude damit!
Kiwala und die grosse Reise
eingetragen von Katharina, 6.Aug.2008Bericht von Lukas (Volontär im Casa de los Pinos):
An unserem Sozialtag im Juli, hatten wir was ganz besonderes mit den Kindern von Los Pinos vor.

Zusammen mit den Kursleitern des Kunst- und Theaterkurses hatten wir einen Besuch im Theater geplant. Am Vormittag brachte uns (30 Kinder und 5 Betreuer) ein privater Bus, den wir schon vom letzten Jahr von unserem Ausflug in den Schnee kannten ins Zentrum. Vor dem Theater trafen wir auf Tio Leo, den Kursleiter des Kunst und Theaterkurses.
Leo und seine Freundin erklärten uns kurz die Entstehungsgeschichte dieses Theaterstückes, und es war sehr interessant von Insidern diese Informationen zu bekommen. Da viele ihrer Schauspielfreunde an diesem Stück mitwirkten, konnten sie uns alle Fragen beantworten……
…….und der Vorhang geht auf……… Kiwala y el gran viaje (Kiwala und die grosse Reise) kann beginnen.
Das Stück spielt im Norden Chiles in einem kleinen Dorf das von einem Kaiman heimgesucht wird.

Durch magische Wasserfälle und einem beherzten Lama gelingt allerdings das Happy End und alle Kinder sind mit dem Ausgang der Geschichte zufrieden.
Nach dem Theaterstueck unternahmen wir einen kleinen Spaziergang und dann gab es auch das verdiente Mittagessen. Als dann letztendlich auch der Bus eintraf und die Kinder wussten das sie nicht mehr weiter laufen müssen war der Tag vollends perfekt.
1.Teil Gesundheitskampagne San Juan Apostol
eingetragen von Sonja, 24.Jul.2008
Vom 15. bis 18. Juli war es nun soweit und wir konnten mit unserem ersten Teil der Kampagne in San Juan Apostol, Arequipa beginnen. Das Team des Gesundheitsministeriums bestand aus drei Doktoren, drei Biologen, zuständig für die Laboruntersuchungen und einige Freiwillige, die ehrenamtlich mithalfen. Am ersten und zweiten Tag wurden Blutproben der Kinder entnommen, um ihren Hämoglobinwert zu ermitteln (reduzierte Hämoglobinwerte führen zu Anämie, die auf Eisenmangel zurückzuführen ist). In den beiden folgenden Tagen wurde die übliche ärztliche Kontrolle der Kinder durchgeführt, wobei sie gewogen wurden, ihre Lungen abgehört wurden und das übliche “Ahhh” mit Zunge rausstrecken auch nicht fehlen durfte.
Die Laborwerte erwarten wir noch und hoffen diese schnellstmöglich zu erhalten, um unsere weiteren Schritte planen zu können. Für viele Kinder war dies ihre erste Untersuchung und der erste Kontakt mit Ärzten (da blieben leider keine Tränen aus und der ein oder andere Patient musste auch getröstet werden).
Die Kinder haben sich aber auch schon an das Warten gewöhnt und haben sich die Zeit im Lehrerzimmer mit Comicheften vertrieben und für die Kleinen gab es auch mal einen netten Freiwilligen der ihnen vorlas.
Auch für die weiteren Aktionen und Kampagnen sind wir stark auf Spenden angewiesen. Schon dafür möchte sich viSozial e.V. bedanken und auch an dieser Stelle ein Dankeschön an unsere treuen Paten, die uns dies ermöglichen.
Sozialtag in Quilotoa
eingetragen von britta, 15.Jul.2008
Am letzten Donnerstag haben wir wieder einmal für eineinhalb Tage unsere Bürotüren zugemacht und sind zusammen zu unserem Sommer-Sozialtag nach Quilotoa gefahren.
Es gab dieses Mal viel zu tun! Auf unserem vollgepacken Programm stand die Verteilung von Zahnbürsten und Zahnpasta, neuen Schuhen für unsere Patenkinder und der Päckchen, die im Laufe der letzten Monate für die Kinder bei uns im Büro eingetrudelt sind. Schon in den Tagen vor unserer Fahrt glich unser Büro eher einem Lager – es stapelten sich Kartons mit Schuhen, Zahnbürsten und Zahnpasta für etwa 200 Kinder!
Als wir am Donnerstag abend ankamen, gab es gleich eine schöne Überraschung. Am gleichen Tag wie wir war eine französische Viventura-Reisegruppe in Quilotoa angekommen, die ebenfalls im Haus von unserem Mitarbeiter José untergebracht war. José hatte für seine Gäste eine Folkloreband aus dem Dorf engagiert, und die Stimmund war schon sehr ausgelassen, als wir eintrafen. Kaum unsere Sachen abgelegt, wurden wir auf die Tanzfläche gezogen und erst wieder weggelassen, als die Band das Haus verließ, sodass wir ganz schnell die Kälte Quilotoas vergessen haben
Am nächsten Morgen wachten wir zwar noch etwas müde, aber voller Tatendrang auf. Unser erstes Ziel war
die Schule Mora Ruiz, die sehr abgelegen liegt und die ein kleiner Teil unserer Patenkinder besucht. Die Kinder warteten schon gespannt auf uns, und wir wurden mit einem kleinen Ständchen auf Quichua begrüßt, bevor wir uns mit Hilfe der
frazösischen Viventura-Gruppe, die uns begleitet hat, an die Verteilung der Zahnbürsten, Schuhe und Päckchen machten. Auch übergaben wir dieses Mal der Schule Mora Ruiz das Spendenmaterial wie Blöcke und Schreibsachen. So freuten sich Schüler und Lehrer sehr über unseren Besuch! Wir bekamen noch einen kleinen „Anden-Snack“ zur Stärkung, der aus Saubohnen, selbstgemachten Käse und heisser Milch besteht, bevor wir zu den Kindern der Schule Francisco Daquilema in Ponce weiterfuhren.
In Ponce trafen wir die Kinder im Haus des Schuldirektors, das direkt neben der Schule liegt, weil dort die Ferien schon angefangen hatten. Auch dort trudelten nach und nach alle Kinder ein, die sich sehr über Schuhe, Zahnbürsten und besonders die Patengeschenke freuten!
Am Nachmittag kamen alle Kinder der Schule Julio Cabascango, die auch schon Ferien hatten, und die Kinder der Colegios in Zumbahua und
Latacunga in das Haus von José. Da einige Kinder der Colegios arbeiten mussten, kamen stattdessen ihre Eltern oder Geschwister, und auch einige Lehrer fanden sich ein. Wir sortierten Schuhe und Zahnbürsten auf den großen Tischen, auf denen wir am Abend vorher Meerschweinchen verspeist haben, die eine ganz besondere lokale Spezialität aus Quilotoa sind. Der Raum platzte aus allen Nähten, und so konnten wir den Überblick über das Gewusel von Kindern, Eltern und Lehrern behalten.
Als dann am Abend alle Kinder gut versorgt und mit strahlenen Gesichtern nach Hause gingen, fuhren auch wir müde aber sehr zufrieden mit einem leeren Auto zurück nach Quito. Es war ein sehr schöner, erfolgreicher Sozialtag, und wir freuen uns schon auf unsere nächste Fahrt nach Quilotoa!
Gesundheitskampagne San Juan Apostol
eingetragen von Sonja, 1.Jul.2008
Liebe Paten, Interessierte und Freunde von viSozial!
Nach der erfolgreichen Schulkampagne am Titicacasee, möchten wir auch eine Kampagne in Arequipa, in der Schule San Juan Apostol durchführen. Diese Kampagne besteht aus drei Teilkampagnen, die bis zum Ende des Jahres 2008 abgeschlossen sein sollen.
1. Kampagne (Ende Juli 2008): Untersuchung der Kinder auf ihren momentanen Gesundheitszustand (vor allem Feststellung Unter-, Fehl- oder Mangelernährung).
2. Kampagne (September/Oktober 2008): in akuten Fällen Verabreichung von Medikamenten (besonders bei Magen-Darmkrankheiten); Ernährungsworkshops für Eltern
3. Kampagne (November 2008): Kontrolle (Gewicht, Größe, etc.) der Kinder, weitere Ernährungsschulungen für Eltern und Kindern.
Der Stadtteil Villa Cerillos, indem die Schule San Juan Apostol beheimatet ist, verfügt über kein fließend Wasser, Müllabfuhr oder Zugang zu Elektrizität. Das mangelnde Wissen der Eltern über eine gesunde, ausgewogene Ernährung kann oft zu Mangelerscheinungen bei ihren Kindern führen. Wir möchten nicht nur die Kinder untersuchen und ihnen Medikamente verabreichen. Wir möchten, dass die Eltern ihren Beitrag zu einer gesunden Ernährung beitragen und dies in Ernährungsschulungen lernen. Wir werden bei diesen Kampagnen mit dem Gesundheitsministerium zusammenarbeiten, sind aber sehr auf die Hilfe von Außen angewiesen.
Für Unterstützung, sei es durch eine Spende oder eine Übernahme einer Patenschaft, wären die Kinder aus San Juan Apostol sehr dankbar!
Ein sonniger Freitag im Casa de los Pinos
eingetragen von Katharina, 27.Jun.2008Mein Name ist Anne und derzeit mache ich ein Praktikum an der deutschen Schule (Privatschule) in Santiago de Chile. Seit über einem Jahr übernehme ich die Patenschaft für ein Patenkind im Zentrum Casa de los Pinos und so stand ein Besuch des Zentrums und ein Treffen mit meinem Patenkind ganz oben auf der Liste der Dinge, die ich in Chile gern tun möchte.
Es ist Freitag, der 06. Juni 2008 und ich sitze auf einer Bank in der Nähe der Metrostation Santa Isabel und warte auf Katharina, die Mitarbeiterin von ViSozial in Chile. Gemeinsam wollen wir das Jugend- und Sozialzentrum Casa de los Pinos und mein Patenkind Cathy und ihre Schwester Geraldine besuchen. Auf dem Weg nach Puente Alto, einer der ärmsten Stadtviertel Santiagos, besorgen wir ein paar Winterstiefel und andere Kleinigkeiten als nachträgliches Geburtstagsgeschenk und kleine Aufmerksamkeit für Cathy und Geraldine.
Gegen 14:00 Uhr treffen wir in Los Pinos ein und ich gewinne den ersten Eindruck von der öffentlichen Schule, die sich gleich neben dem Zentrum Los Pinos befindet und die auch Cathy und Geraldine besuchen. Das freundliche Gelb der Wände lenkt ein wenig vom betonierten Schulhof, der sogleich als Sportplatz mit verrosteten Toren und imaginären Basketballkörben dient, ab. Die Klassenräume sind staubig und sehr einfach, meist mit alten Stühlen und Bänken ausgestattet.
Etwas später unterhalte wir uns mit Luis, dem Leiter des Zentrum Los Pinos und ich erfahre mehr über die schwierigen Bedingungen der öffentlichen Schulen, ihren immensen Klassenstärken (45 – 50 Schüler), der Mangel an motivierten und gut ausgebildeten Lehrern. In Chile bedarf es einiger Reformen im Bildungswesen, bis die schulische Ausbildung an öffentlichen Schulen als Sprungbrett aus der Armut genutzt werden kann.
Das Treffen mit meinem Patenkind und ihrer Familie war sehr herzlich. Wir wurden sehr freundlich und unter neugierigen Blicken begrüßt und ins Haus gebeten. Cathy und Geraldine packten ihre G begleiteten uns zurück ins Zentrum Los Pinos, um den Nachmittag mit andern Kindern und Jugendlichen aus Puente Alto bei Spiel und leckeren completos (HotDogs), zu verbringen.
Ein sehr schöner sonniger Freitagnachmittag mit neuen interessanten Eindrücken! Vielen Dank an Katharina, die mich begleitet und das Treffen ermöglicht hat.
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