Gutes tun und gewinnen
eingetragen von Nicole, 25.Nov.2008Liebe viSozialis
In diesem Dezember könnt ihr viSozial e.V. unterstützen in dem ihr etwas gewinnt! Wie das geht?
Der deutsche Reiseanbieter viventura veranstaltet ein Adventsgewinnspiel , bei dem es 24 Fragen zu beantworten gibt - an jedem Tag eine. Für jede beantwortete Frage spendet viventura 0,25 Euro (Maximalsumme 10.000 Euro).
Das Geld, was dabei eingespielt wird, kommt unserem Projekt Casa de los Pinos in Chile zugute. Der Kindertagesstätte wurde Mitte September die Unterstützung vom Staat entzogen (Infos dazu findet ihr hier ). viSocial in Chile hat das Projekt übernommen, um es am Leben zu erhalten und so 150 Kindern tagsüber ein zu Hause zu geben.
Wir freuen uns, wenn ihr viSozial e.V. auf diese Weise unterstützt - es gibt tolle Preise zu gewinnen z.B. eine Patagonien-Reise und viele andere tolle Dinge!
Die Glücksfeen und -elfen vom Casa de los Pinos drücken euch fest die Daumen!

In Chile bringt die Jahreszeit den Frühling für das „Casa de los Pinos“
eingetragen von Asja, 24.Okt.2008Dieses Jahr bringt der Frühling in Chile einige Veränderungen für das „Casa de los Pinos“ mit sich. So konntet ihr im letzten Artikel darüber lesen, wie sich das Arbeitsteam verändert hat. Zu alten Aufgaben sind neue hinzugekommen. Mit kreativen Ideen und viel Engagement haben sich die neuen Mitarbeiter des „Casa de los Pinos“ eingebracht.
Durch Mithilfe von Freiwilligen wurde aus zwei kleineren und dunkleren Zimmern ein einzelner Raum. Der neurenovierte und neu gestrichene Saal ist hell und bietet Platz für Tanzkurse und Tischtennis Tuniere.
Immer wieder wird am Nachmittag mit den Kindern fleißig gebastelt und gemalt. Alte Wandplakate und Bilder werden durch neue ersetzt. Dabei kostet die Umgestaltung kaum etwas. “Mobiles” werden aus Fundstücken im Garten gebastelt. Aus angemaltem Zeitungspapier entstehen bunte Wandmasken, aus Altpapier ein Blumenstrauß…
Im „Casa de los Pinos“ gibt es neue Nachmittagsaktivitäten. Der Zirkus am Montag macht allen Kindern Spaß. Da kann man mich sich nach Lust und Laune ausleben und es gibt viel zu lachen. Am Donnerstag wird neben Fußball auch „Deutsch“ und „Englisch“ gelernt. Die Kinder sind begeistert von der Idee sich mit den Besuchern aus anderen Ländern unterhalten zu können.
Doch nicht nur im Zentrum selbst hat alles sommerliche Farbe bekommen. Jüngst wurde eine Website in spanischer Sprache eingerichtet. Für die Ausarbeitung eines langfristigen Konzepthaushaltes ist dies einer von vielen Schritten.
Hier kännt ihr diese Seite besuchen. Ein Blick lohnt sich auch ohne Spanischkenntnisse.
http://centroabierto-lospinos.blogspot.com/
Viel Spaß!
Neubeginn im „Casa de los Pinos“
eingetragen von Asja, 9.Okt.2008Dem Projekt “Casa de los Pinos” in Chile droht das Aus!“ Diese niederschmetternde Nachricht erhielten die Mitarbeiter des Kinder und Jugendzentrums vor einigen Wochen, da der Staat die Fördermittel von 6000 Euro monatlich gestrichen hat.
Der Spendenaufruf von viSozial hat unglaubliche Kräfte mobilisiert, mit denen wir selber kaum gerechnet haben. Auch Dank eurer Hilfe wird das „Casa de los Pinos“ fortbestehen können und alle Kinder weiterhin am Nachmittag ihre Zeit dort verbringen.
Die aktuelle Spendensumme beträgt 1700 Euro und sichert das Fortbestehen in den nächsten Monaten.
An dieser Stelle sei allen Spendern ganz herzlich gedankt!
Täglich treffen neue Spenden ein und es wird viel mit den Spendern und Paten kommuniziert und Lösungsansätze diskutiert. Bei der Arbeit das „Casa de los Pinos“ im nächsten Jahr zu retten helfen alle mit. Dank der Spenden, konnte verhindert werden, dass das „Casa de los Pinos“ von einen Tag auf den anderen seine Pforten schließen muss. Das ist für die Kinder des Armenviertels Casas Viejas sehr wichtig. Diese brauchen das „Casa de los Pinos“ und es ist ein großes Glück, dass wir ihnen nun weiterhin Schutz geben können.
Leider fordern die Einsparungen auch Opfer. Die Mitarbeiter und Betreuer Juan, Patty, Magda, Mari, und Susanne müssen leider das Projekt verlassen. viSozial wird jedoch die Kursleiter bezahlen und somit die täglichen Aktivitäten in gleichem Rahmen am Leben erhalten. Magda und Patty können in der angrenzenden Schule als Hilfskr{fte arbeiten. Die anderen sind nun auf Jobsuche. Wir bemühen uns sie dabei zu begleiten und zu unterstützen. Volontäre haben sich gemeldet und werden ehrenamtlich die Kinder betreuen – diese aktive Unterstützung ist für das Projekt sehr wichtig. Zusammen mit Luis dem Leiter von „Los Pinos“ arbeiten wir an einem Projekthaushalt, um das fortbestehen des Projekts zu sichern. Für weitere Spenden und Paten sind wir sehr dankbar.
Für die ehemaligen Mitarbeiter, die viele Jahre im „Casa de los Pinos“ mitgeholfen haben wir von visocial Chile und Luis, der Leiter, am 01. Oktober ein Abschiedsfest organisiert. Von den Kindern haben sich die Mitarbeiter am Tag zuvor bei Kuchen und Kakao und einem letzten Fußballspiel verabschiedet. Das Arbeitsteam vom „Casa de los Pinos“ ist über die Jahre zu einer „Familie“ zusammen gewachsen, welche Freiwillige und Kursleiter integrierte.
Beim Abschiedsfest hielt der Ehemann der Köchin eine Rede, die alle zu Tränen rührte. Er dankte Luis für seinen langjährigen Einsatz und sein ausdauerndes Engagement, und für all die Unterstützung, die er den Bewohnern des Viertels „Casa Viejas“ zukam. Luis seinerseits dankte den Mitarbeitern, mit deren Hilfe das Kinder –und Jugendzentrum zu einem wichtigen Anlaufpunkt für viele Kinder geworden ist.
Bei einem leckeren „Asado“ (Barbecue), mit chilenischen „Salchichas“ (Würstchen), Kartoffelsalat und Maisreis, plauderten und lachten wir noch lange gemeinsam. Zum Abschied versprachen die Betreuer weiterhin den Kontakt zu pflegen und im Zentrum vorbeizuschauen.
Im Moment arbeiten wir zusammen mit Luis an einer langfristigen Lösung für die Aufrechterhaltung des „Casa de los Pinos“. Es ist uns wichtig, dass das „Casa de los Pinos“ weiterhin bestehen bleibt, damit die Kinder am Nachmittag einen sicheren Ort zum Spielen haben.
In Zukunft möchten wir die Einnahmen in den drei Bereichen, aus denen wir unsere aktuelle finanzielle Unterstützung beziehen (Online Spenden, Patenschaften und Touren) erhöhen. Auch wollen wir im folgenden Semester Projektpatenschaften organisieren, sowie Fördergelder und Spenden in Deutschland und in Chile sammeln, um im März 2009 einen gesicherten Projekthaushalt vorlegen zu können.
Dank der hohen Rückmeldung und eurer Hilfe werden wir das „Casa de los Pinos“ am Leben erhalten.
Was wird aus den Kindern von Los Pinos?
eingetragen von Katharina, 17.Sep.2008Aufgrund der Absage von weiterer finanzieller Unterstützung seitens „SENAME“ (Jugendamt in Chile) droht der sozialen Einrichtung „Casa de los Pinos“ Ende dieses Monats (Sept. 08) das Aus.
Das soziale Projekt „Casa de los Pinos“ bedeutet für mehr als 150 Kinder im Armenviertel - Puente Alto/ Santiogo de Chile ein zweites Zuhause. Hier werden die Kinder nach der Schule wochentags von 14:00 bis 18:00 Uhr von Sozialarbeitern, Psychologen, Pädagogen und Freiwilligen betreut.
Viele der Kinder haben nur diese wenigen Stunden, in denen ihnen das Recht auf Selbstbestimmung und freie Entfaltung ermöglicht wird. Ihre Zukunftsperspektiven sind gering, umso erschreckender ist die Tatsache, dass die finanzielle Unterstützung vom Staat gestrichen wurde.
Gefördert werden im kommenden Jahr vor allem Einrichtungen, die mit straffällig gewordenen Jugendlichen arbeiten. Projekte, wie das „Casa de los Pinos“, die präventiv gegen Kriminalität, Drogenkonsum und Armut vorgehen werden bei der Verteilung der sozialen Fördergelder kaum berücksichtigt. Dies bedeutet, dass nur drei von sechzehn Projekten in Puente Alto mit ähnlicher Ausrichtung wie das „Casa de los Pinos“ weitergefördert werden. Somit droht 3500 Kinder der Verlust von räumlichem Schutz und pädagogischer Betreuung am Nachmittag.
Trotz der sozialen Missstände und Ungleichheiten zählt Chile laut „Weltbank“ seit 2006 nicht mehr zu den Entwicklungsländern. Zahlreiche Hilfsorganisationen zogen sich daraufhin als Unterstützer von sozialen Projekten zurück. Dies betraf auch Casa de los Pinos. Nun werden auch die Fördergelder seitens des chilenischen Jugendamtes „Sename“ gestrichen.
In Puente Alto lebt 80% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Weitere Missstände neben Massenarmut sind Wassermangel, knappe Stromversorgung und unzureichende Gesundheitsfürsorge. Gewalt, Kriminalität, sowie Drogenmissbrauch stehen auf der Tagesordnung und bestimmen den Alltag der Bewohner.
Die Kinder sind somit auch Problemen ausgesetzt, die häufig familieninterner Art sind und von gewalttätigen Auseinandersetzungen bis hin zu schwerem Missbrauch reichen. Das Hauptanliegen des Projekts „Casa de los Pinos“ besteht darin, den Kindern Schutz und Fürsorge zu bieten. Dem Leiter der Einrichtung, Luis Castro, der selbst im Viertel aufgewachsen ist und dort mit seiner Frau und seinen drei Kindern lebt, kommt es besonders darauf an, die Kinder des Projekts für den sozialen und bedachten Umgang mit anderen zu sensibilisieren. Um das gesamte Sozialwesen nachhaltig verbessern zu können, setzen sich die ausgebildeten Mitarbeiter individuell mit den Kindern und ihren Familienmitgliedern auseinander. Soziale und ökonomische Kompetenzen können somit gestärkt werden. Nicht zuletzt wird durch die Betreuung der Kinder aktiv für deren Gesundheit und medizinische Verpflegung gesorgt und dem Drogenmissbrauch entgegengewirkt.
Um das soziale Projekt „Casa de los Pinos“ Aufrecht erhalten zu können, wird Ihre/ Eure Hilfe benötigt. Für das Weiterbestehen der pädagogisch wertvolle Freizeit- und Nachmittagsbetreuung der Kinder werden Gelder in Höhe von ca. 3.300,- Euro (2.500.000 CLP) monatlich benötigt.
Ihre/ Eure Beiträge sind entscheidend für die Finanzierung der Mitarbeitergehälter, der Übernahme laufender Kosten, der Kosten für Verpflegung, Schul- und Workshopmaterialien.
Im Namen der Kinder danken wir allen Spendern/ Spenderinnnen und Paten/ Patinnen, die mit uns gemeinsam helfen, das „Casa de los Pinos“ zu erhalten.
Wir unterstützen “Casa de los Pinos” seit dem Jahr 2005 und möchte nun versuchen, durch eigene Mittel, ohne die Hilfe des Staates, das Projekt zu retten.
Links für alle die helfen möchten:
Spenden:
Unterstützung durch Spenden:
Wer unser Vorhaben im “Casa de los Pinos” unterstützen möchte, den bitten wir das folgende Spendenformular auszufüllen.
Pate/ Patin werden:
Allgemeine Informationen zu Patenschaften.
Weitere Informationen erhaltet ihr auch von unseren viSozial - Mitarbeitern in Chile :
und unter:
So kommt die Maus nach Peru…
eingetragen von Sonja, 20.Aug.2008
Am heutigen Mittwoch durfte unser Büro wieder die PC’s ausschalten und in den Kindergarten fahren. Diesmal ging es nach Santa María, einem Kindergarten weit außerhalb vom Stadtzentrum Arequipa’s von wo aus man eine wunderschöne Aussicht auf die drei Hausvulkane Chachani, Misti und Picchu Picchu hat. In drei Taxis ging es vollgeladen mit Büroarbeitern und Früchten, Bastelmaterial, Handtüchern, eigens gebastelten Mobile’s, Gardinen, Hammer und Nägeln zu den Kindern.
Die fleißigen männlichen Mitarbeitern und unsere französische Kollegin haben die Nägel an den Fenstern befestigt, bis es den ersten Zwischenfall gab. Das typische Daumen-Hammer-Schicksal hat Oskar getroffen, der sich dann daraufhin erst einmal als Schachmatt gesetzt sehen durfte
In dem kleinen Schlafsaal der Kinder wurden Gardinen befestigt, Kuscheltiere ausgepackt und ein Mobile befestigt.
Im Aufenthaltsraum durften neue Gardinen, ein Alfabet, Bastelmaterialien und neue Holzspielsachen, natürlich auch nicht fehlen. Das Highlight des Tages war dann das Geburtstagsständchen für unsere Mitarbeiterin mit anschließender Umarmung aller Kinder.
Achja und wie kam die Maus nun nach Peru? Nach tagelanger Vorbereitung habe ich mit viel Spaß an der Freude, die Maus auf ein Plakat bekommen, das nun das Schlafzimmer der Kinder schmückt und ein wenig Farbe in den Kindergarten bringen soll.
Alle Fotos vom Sozialtag findet ihr hier.
1.Teil Gesundheitskampagne San Juan Apostol
eingetragen von Sonja, 24.Jul.2008
Vom 15. bis 18. Juli war es nun soweit und wir konnten mit unserem ersten Teil der Kampagne in San Juan Apostol, Arequipa beginnen. Das Team des Gesundheitsministeriums bestand aus drei Doktoren, drei Biologen, zuständig für die Laboruntersuchungen und einige Freiwillige, die ehrenamtlich mithalfen. Am ersten und zweiten Tag wurden Blutproben der Kinder entnommen, um ihren Hämoglobinwert zu ermitteln (reduzierte Hämoglobinwerte führen zu Anämie, die auf Eisenmangel zurückzuführen ist). In den beiden folgenden Tagen wurde die übliche ärztliche Kontrolle der Kinder durchgeführt, wobei sie gewogen wurden, ihre Lungen abgehört wurden und das übliche “Ahhh” mit Zunge rausstrecken auch nicht fehlen durfte.
Die Laborwerte erwarten wir noch und hoffen diese schnellstmöglich zu erhalten, um unsere weiteren Schritte planen zu können. Für viele Kinder war dies ihre erste Untersuchung und der erste Kontakt mit Ärzten (da blieben leider keine Tränen aus und der ein oder andere Patient musste auch getröstet werden).
Die Kinder haben sich aber auch schon an das Warten gewöhnt und haben sich die Zeit im Lehrerzimmer mit Comicheften vertrieben und für die Kleinen gab es auch mal einen netten Freiwilligen der ihnen vorlas.
Auch für die weiteren Aktionen und Kampagnen sind wir stark auf Spenden angewiesen. Schon dafür möchte sich viSozial e.V. bedanken und auch an dieser Stelle ein Dankeschön an unsere treuen Paten, die uns dies ermöglichen.
Eindrücke einer Sozialtour
eingetragen von Sonja, 18.Jul.2008Um unseren Gruppen von viventura auch unser soziales Engagement
näher zu bringen, gehört auf ihren Reiseplan natürlich auch eine Sozialtour, bei der wir mindestens ein Projekt besuchen. Denn auch mit einer viventura Reise wird Gutes getan und pro Teilnehmer 25 Euro an soziale Projekte gespendet.
So hieß es für unsere heutige Gruppe, Abfahrt um 10 Uhr vom Hotel in Richtung Paucarparta. Paucarparta ist der größte Stadtteil von Arequipa mit ca. 200.000 Einwohnern, die überwiegend aus Puno oder Cusco hierher gezogen sind, weil sie sich in einer Großstadt bessere Chancen erhoffen. Das dies aber oft nicht der Fall ist sieht man auch hier ganz gut. Die Infrastruktur hört auf, Strom wird auf illegalem Wege angezapft und die Häuser verfügen über kein fließend Wasser.
Wir kommen dann doch, auch über einige Umwege in einem unserer sechs Kindergärten “Nuestra Señora de Nueva Alborada” an und die 24 Kinder staunen nicht schlecht, als auf einmal 13 groß gewachsene Herren und Damen aus Deutschland vor Ihnen stehen. Nach kurzen Annäherungsversuchen, war das Eis auch schon gebrochen und als dann die von den Reisenden mitgebrachten Luftballons
ausgepackt wurden, war an still sitzen nicht mehr zu denken. Während ich mit den einen die kleinen Rücksäcke der Kinder mit Zahnpasta und Zahnbürsten füllte, sind die anderen fleißg mit aufblasen beschäftigt, sodass auch jedes Kind einen Luftballon erhält. Nach einigem Toben, einer kurzen Konversation zwischen 30ig und dreijährigen, hieß es zurück auf die Plätze, denn das Mittagessen wurde “serviert”. Das war gar nicht so leicht, die Kleinen wieder auf ihren Platz zu bekommen. Irgendwie schafften wir es dann aber doch und dann wurden die Löffel gefasst und wer ihn noch nicht so ganz feste
halten konnte, bekam Unterstützung von unserer Gruppe (das Essen der Kinder wird von einer Gruppe Senioren, die nach Vorgabe einer Ernährungswissenschaftlerin zubereitet). Danach haben sich unsere aktiven Reisenden auch noch beim Spülen ausgetobt,
wofür ich mich auch noch mal bedanken möchte
Unsere Gruppe konnte sich nur sehr schwer trennen und daher ging es dann direkt in unser Büro in Arequipa, wo ein leckeres Mittagessen unserer Carmencita auf uns wartete!
Auch ein herzliches Dankeschön an die Klasse von Nina N. aus Schneverdingen, die uns freundlicherweise u.a. die Zahnbürsten und Zahnpasta zugeschickt haben.
Gesundheitskampagne San Juan Apostol
eingetragen von Sonja, 1.Jul.2008
Liebe Paten, Interessierte und Freunde von viSozial!
Nach der erfolgreichen Schulkampagne am Titicacasee, möchten wir auch eine Kampagne in Arequipa, in der Schule San Juan Apostol durchführen. Diese Kampagne besteht aus drei Teilkampagnen, die bis zum Ende des Jahres 2008 abgeschlossen sein sollen.
1. Kampagne (Ende Juli 2008): Untersuchung der Kinder auf ihren momentanen Gesundheitszustand (vor allem Feststellung Unter-, Fehl- oder Mangelernährung).
2. Kampagne (September/Oktober 2008): in akuten Fällen Verabreichung von Medikamenten (besonders bei Magen-Darmkrankheiten); Ernährungsworkshops für Eltern
3. Kampagne (November 2008): Kontrolle (Gewicht, Größe, etc.) der Kinder, weitere Ernährungsschulungen für Eltern und Kindern.
Der Stadtteil Villa Cerillos, indem die Schule San Juan Apostol beheimatet ist, verfügt über kein fließend Wasser, Müllabfuhr oder Zugang zu Elektrizität. Das mangelnde Wissen der Eltern über eine gesunde, ausgewogene Ernährung kann oft zu Mangelerscheinungen bei ihren Kindern führen. Wir möchten nicht nur die Kinder untersuchen und ihnen Medikamente verabreichen. Wir möchten, dass die Eltern ihren Beitrag zu einer gesunden Ernährung beitragen und dies in Ernährungsschulungen lernen. Wir werden bei diesen Kampagnen mit dem Gesundheitsministerium zusammenarbeiten, sind aber sehr auf die Hilfe von Außen angewiesen.
Für Unterstützung, sei es durch eine Spende oder eine Übernahme einer Patenschaft, wären die Kinder aus San Juan Apostol sehr dankbar!
Zoobesuch mit Para dar Esperanza
eingetragen von britta, 11.Jun.2008
Am vergangenen Samstag durften sich die Kinder aus dem Viertel Santa Maria in Quito, in dem sich unser Sozialprojekt Para dar Esperanza befindet, auf ein ganz besonderes Tagesprogramm freuen: Ein Zoobesuch stand an! Lange vorher hatten die Mitarbeiter des Projekts überlegt, womit man den Kindern zum Weltkindertag am 1. Juni eine besondere Freude machen könnte, und alle sind sich schnell einig geworden, dass der Besuch des Zoos in Guayabamba für die Kinder sicher ein ganz besonderes Erlebnis sein würde.
Bereits um acht Uhr morgens trafen wir uns im Gebäude von Para dar Esperanza, und schon kurz danach trudelten die ersten Kinder ein. Etwa eine halbe Stunde später war der kleine Ameisenhaufen komplett, und der Bus, der uns nach Guayabamba bringen sollte, traf ein.
Für die Kinder war allein die Busfahrt ein besonderes Erlebnis, denn die meisten von ihnen verlassen das Viertel Santa Maria nur sehr selten. Wir spielten kleine Spielchen und sangen viele Lieder, so dass die ersten Fragen „Wann sind wir endlich da?“ erst kurz vor der Ankunft laut wurden.
Damit die Kinder in dem relativ großen Zoo nicht so schnell verloren gehen, wurden alle mit bunten
Pappschildchen, auf denen ihre Namen standen, behängt. Und los ging es! Bereits das erste Affengehege rief großen Jubel hervor! Wir hatten große Mühe, die Kinder dort wegzubewegen, um ihnen auch noch die anderen Tiere zu zeigen, die sie bisher fast nur aus Bildern kannten. Nach den Affen folgten Lamas, Löwen, Schildkröten, Schlangen, und vieles mehr… vor jedem Gehege drängelten sich die etwa 60 Kinder, und die kleinen Augen wurden immer größer. Viel zu schnell ging der Besuch vorbei, und wir traten die Rückfahrt an.
Zurück im Projekt angekommen, durften die Kinder ihre kleinen Bäuchlein mit leckeren Kuchen füllen. Auf die Frage, welches der Tiere im Zoo ihnen am meisten gefallen hat, gaben die Kinder eine einstimmige Antwort: „Alle!“. Zum Abschied bekomen sie eine Überraschungstüte mit einigen verschiedenen Kleidungsstücken mit. Begeistert von diesem ereignisreichen Tag machten sie sich am Abend auf nach Hause.
ViSozial übernahm für diese Aktion die Kosten für die Busfahrt. Die Kleidungsstücke, die die Kinder bekommen haben, stammen zum größten Teil aus Spendenmaterial, das bei uns eingegangen ist.
Vom Straßenkind zum Gründer von Luz de Esperanza
eingetragen von tomas, 26.Mär.2008Daniel, der selbst mehrere Jahre seines Lebens auf der Straße verbracht hat, leitet heute das
Sozialprojekt Luz de Esperanza (Licht der Hoffnung) in El Alto/Bolivien. viSozial unterstützt Luz de Esperanza seit langer Zeit. Daniels Geschichte möchten wir euch heute gerne einmal vorstellen:
“Eines Tages möchte ich ein eigenes Haus besitzen, wo wir als freie Menschen ruhig und friedlich leben können, ohne auf der Straße schlafen zu müssen!” Diesen Traum hatte der heute 23-jährige Daniel, als er wie Tausende anderer Kinder und Jugendliche auf den Straßen von El Alto lebte.
El Alto – eine Stadt mit ca. 800.000 Einwohnern am Rande von La Paz. Fern ab vom reichen Stadtzentrum prägen Straßenkinder, die sich in Pandillas (Banden) zwischen 20 und 100 Personen organisieren, das Stadtbild. Sie teilen untereinander das wenige Geld, das sie mühsam als Schuhputzer oder Markthelfer verdient oder erbettelt haben, um Essen oder Alkohol und Drogen kaufen zu können. Ihr Alltag ist geprägt von Bandenkriegen, Betteln sowie Alkohol- und Drogenkonsum – ein Kampf ums Überleben.
Daniel landete damals mit acht Jahren auf der Straße, als sich seine Eltern scheiden ließen. Seinen Vater hat er als gewalttätigen Menschen in Erinnerung. In dieser Zeit war Daniel oft auf dem Cementerio (Friedhof) in El Alto anzutreffen. Der Cementerio ist ein beliebter Unterschlupf und Treffpunkt für die Straßenkinder in El Alto, der ihnen gerade im eiskalten Winter auf 4000 Metern etwas Schutz bietet.
Schon mit acht Jahren arbeitete Daniel bis spät abends als Kassierer in einem Minibus. Zwei Jahre später, mit nur zehn Jahren, trank er regelmäßig Alkohol. Daniel wollte immer zur Schule gehen und etwas lernen, doch er schaffte es in den darauffolgenden Jahren immer seltener zum Unterricht, weil er zuviel Alkohol trank. Mit 16 Jahren war er regelmäßig betrunken, schwänzte immer öfter den Unterricht und musste schließlich alles verkaufen, was er sich hart erarbeitet hatte: Kleidung, Bücher usw.
Dann starb Daniels bester Freund Joaquín an den Folgen seines Alkohol- und Drogenkonsums auf der Straße. Bei dessen Beerdigung traf Daniel zum ersten Mal auf Doris, der heutigen Leiterin des Sozialprojektes Luz de Esperanza. Sie befasste sich schon seit Längerem mit den Straßenkindern von El Alto, hatte sich besonders mit Joaquín angefreundet und war schockiert, wie diese Kinder und Jugendlichen von der Gesellschaft ignoriert werden. Sie erkannte, dass Daniel wissbegierig war und unterstützte ihn und auch seine Freunde, indem sie ihnen die Teilnahme an einem Computer- und Malkurs ermöglichte. Daniel war daraufhin oft bei Doris zu Hause und lebte schließlich bei ihr. Heute ist Doris für ihn wie eine Mutter.
Eines Tages präsentierte sie ihm und seinen Freunden ein Grundstück in El Alto, welches die Ordensgemeinschaft von Doris gekauft hatte und welches ihnen gehören sollte. Daniel erinnerte sich an seinen alten Traum: “Eines Tages möchte ich ein eigenes Haus besitzen, wo wir als freie Menschen ruhig und friedlich leben können, ohne auf der Straße schlafen zu müssen!” Der Traum sollte Wirklichkeit werden! Daniel gründete mit Hilfe von Doris und ihrem Orden das Projekt Luz de Esperanza für ehemalige Straßenkinder und –jugendliche. Bei Luz de Esperanza finden sie ein neues, warmes Zuhause und werden in dieser Gemeinschaft bei ihrem sanften Drogenentzug unterstützt.
Das erste im Projekt gebaute Haus
Heute leitet Daniel gemeinsam mit Doris das Projekt. Luz de Esperanza betreut zurzeit 26 ehemalige Straßenkinder und -jugendliche zwischen 12 und 26 Jahren, die alle wieder die Schule besuchen. Die Kinder und Jugendlichen organisieren und versorgen sich hauptsächlich selbst. Sie kümmern sich gemeinsam um das Gemüse und die Blumen in den Gewächshäusern, füttern die Hühner und Schweine und abwechselnd ist eine andere Gruppe für Küchen- und Putzdienst verantwortlich. Luz de Esperanza bietet neben der schulischen Ausbildung auch die Möglichkeit, den Umgang mit dem Computer oder das Schneidern zu erlernen. Dafür gibt es extra einen Informatikraum sowie eine Schneiderin, die ehrenamtlich ins Projekt kommt und den Kindern und Jugendlichen den Umgang mit Nadel, Faden und der Nähmaschine lehrt.
Während der Anfänge von Luz de Esperanza hatte Daniel aber noch viel mit sich selbst und seiner Vergangenheit zu kämpfen. Um vom Alkohol loszukommen musste er seine alten Freunde aufgeben. Diese beneideten ihn um seine Entscheidung, das Leben auf der Straße hinter sich zu lassen. In dieser schwierigen Zeit half ihm sein Lebensmotto: “En tiempos de turbión no te mudes”. Das bedeutet soviel wie “Ziehe nicht um, wenn es hagelt”. Gemäß diesem Motto traf er, wenn es ihm schlecht ging, keine Entscheidungen. Denn nur wer zufrieden und mit sich selbst im Einklang ist, kann gute Entscheidungen treffen, die einen vorwärts bringen.
So schaffte es Daniel auch einen weiteren Wunsch zu verwirklichen: Mit Hilfe eines Stipendiums studiert er heute im dritten Semester Unternehmensverwaltung. Gemeinsam mit einem anderen Jungen von Luz de Esperanza ist er an einer der besten Universitäten Boliviens eingeschrieben - der UCB (Universidad Católica de Bolivia) in Obrajes, im Süden von La Paz. Mit seinem Wissen möchte er Luz de Esperanza, wo heute auch viele seiner alten Freunde leben, am Leben erhalten, um den Straßenkindern und –jugendlichen in El Alto einen liebevollen und sicheren Zufluchtsort zu geben. Davon träumt er heute, und er weiß, dass sich auch dieser Traum mit der Zeit erfüllen wird. “Deshalb darf man nie aufhören zu träumen!”
Das Projekt Heute
viSozial unterstützt diesen Traum. Mit euren viSozial-Spendengeldern können wir die Kinder und Jugendlichen und ihr Projekt mit Lebensmitteln und anderen Sachspenden versorgen.
Weitere Informationen zu diesem einzigartigen Projekt gibt es hier.
Über diese Website habt ihr auch die Möglichkeit Geld zu spenden oder euch als freiwillige Helfer bei Luz de Esperanza zu bewerben.
Bettina Mahnecke - Ehemalige Praktikantin in La Paz
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