Weihnachtsessen bei Luz de Esperanza in Bolivien

In diesem Jahr entschieden sich Doris und die Jungs des Projektes “Luz de Esperanza” uns zu einem Weihnachtsessen ins Projekt einzuladen. Am Montag machten wir uns also auf den Weg nach El Alto, um mit einem gemeinsamen Essen die Vorweihnachtszeit zu genießen. Auf dem Weg ins Projekt kauften wir noch sieben leckere Panetones (sehr beliebter, bolivianischer Weihnachtskuchen), Schokolade und einige Pakete Keckse.
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Ein guter Start des Patenschaftprogramms in Santiago de Okola (Bolivien)
Am Montag den 15.12.2008 machten Rita und ich aus auf den Weg nach Santiago de Okola. Im Gepäck: Informationsmaterial über ein Patenschaftsprogramm für die Schule in Okola, welches wir gerne mit dem Dorf umsetzten würden. Mit Spenden des viSozial. e.V. wurde die Schule bereits gefördert, z.B. durch die Anschaffung von Lehrmaterial und der Unterstützung bei dem Kauf eines Kopiergerätes. Doch dieses Geld reicht nicht, um notwendige größere, oder konstante Unterstützungen für die Schüler leisten zu können. Durch den Aufbau eines viSozial e.V. Patenschaftsprogramms für die Schule Okola wollen wir hier Abhilfe schafen…
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Neu bei viSozial: Der neue Vorstand
Aus persönlichen Gründen trat die erste Vorsitzende Isabel Kuchenbecker im Juli 2008 (Mitgliederversammlung vom 07.07.08) vom Vorstand und damit auch von der Geschäftsführung viSozials zurück. Mit diesem Schritt wurde auch über eine Umstrukturierung des Vereins nachgedacht. viSozial e.V. wuchs in den letzten Jahren schneller, als wir mit der Organisation nach kommen konnten und so war klar, dass die Aufgaben nicht länger von einer Person alleine getragen werden konnten.
Die neue Strukturierung bezieht Spezialisten ein, die in ihren Fachgebieten arbeiten. Der Vorstand blieb wie vorher zusammengesetzt aus:
1. Vorsitzende
2. Vorsitzende
Kassenwart
Die Gesichter zum neuen Vorstand seht ihr hier
Auch in Chile erwarten wir nun den Nikolaus.
Da nun in Deutschland die Adventzeit in vollem Gang ist haben wir in Chile damit begonnen, einige der Bräuche den Kindern im Casa de los Pinos näherzubringen. Die Tradition geputzte Schuhe am Nikolaustag mit kleinen Geschenken gefüllt vor der Haustüre vorzufinden ist doch etwas Besonderes. Das sollen die Kinder in Chile dieses Jahr auch erleben.
Im Rahmen unserer Nikolausaktion haben wir uns am Mittwoch daran gemacht, Winterstiefel zu basteln. Gemeinsam mit unsere zwei neu eingetroffenen Voluntären aus Österreich Vera und Eva bereitete ich die Bastelaktion vor. Mit Karton, grünem Krepppapier, und bunten Schleifen ausgerüstet wollten wir uns an die Arbeit machen, kleine Schühchen zu basteln.
Plötzlich ein leichter Dämpfer: Nach Analyse des Kunststudenten Leo, der jeden Mittwoch mit den Kindern arbeitet, ist die Form der Schuhe zu kompliziert für die Kleinen. Wir werfen noch ein, dass die Größeren sich doch daran versuchen könnten, aber da kommt schon die Alternative: Wir schneiden aus roter Pappe 2 Winterstiefel aus und nähen diese dann mit goldener Schnur zusammen. Nicht exakt das, was wir geplant gehabt hatten, aber hier ist Flexibilität gefragt. Die Kinder starten mit vollem Elan und lassen sich auch von anfänglichen Schwierigkeiten beim Nähen nicht aus der Ruhe bringen. Geduldig und mit Begeisterung werden die Stiefel noch mit Pailetten und Glitzerstaub verziert. Mit weißer Watte verziert sehen diese roten Stiefel noch schöner aus.
Die Kinderaugen leuchten und ein ganz besonderer Nachmittag geht zu Ende. Was die Kinder noch nicht wissen ist, dass am nächsten Dienstag der Nikolaus zu Besuch kommt (am 06.12. ist das Casa de los Pinos leider nicht geöffnet). Aber auch ein verspäteter Nikolaus kann Freude bereiten. Dann erhalten die Kinder die Schuhe zurück und es gibt rote Äpfel mit Walnüssen.
Mit Spannung dürft ihr den nächsten Artikel erwarten, wenn wir von unserem ganz besonderen Nikolaustag (Theater und Briefe aus Deutschland) berichten.
Bis dann!
Umweltbewusstsein für Arequipa
An unserem heutigen Sozialtag ist unser Büro mit den Kindern der 5. Klasse der Schule San Juan Apostol in einen Ökologiepark gefahren, um sie ein bisschen für ihre Umwelt zu sensibilisieren. Als wir um kurz nach neun in der Schule ankamen, sprangen die Kinder gleich von ihren Stühlen auf und liefen uns entgegen. Sie freuten sich riesig auf diesen Vormittag.
Wir fuhren mit zwei Bussen und 35 Kindern zum Park. Auf dem Weg dorthin wurde kräftig gesungen. Bei unserer Ankunft begrüßten uns die Mitarbeitern des Parkes, Elio und Gonzalo, herzlich. Zunächst gingen wir zu den Tiergehegen, wo uns Gonzalo über die verschiedenen Kamelarten Perus aufklärte. Natürlich durften wir die Tiere auch streicheln. Das Fell der Alpakas war so schön weich, dass jeder einmal anfassen wollte.
Danach bat uns Elio in die Aula des Parkes, wo er die Kinder über die Umweltprobleme Arequipas aufklärte. Wir lernten, dass die Abgase der Autos dafür verantwortlich sind, dass der Schnee auf den Gipfeln der Vulkane Misti und Chachani schmilzt und dass sich das Klima in Arequipa in den letzten Jahren ständig erwärmt hat. In kleinen Gruppen erarbeiteten wir mit den Kindern die Ursachen für die Umweltverschmutzung und einige Lösungsvorschläge. Danach waren wir uns alle einig, dass wir sparsam mit Wasser umgehen und keine Bäume fällen sollten, weil Bäume lebensnotwendig für uns sind.
Nach dieser anstrengenden Denkarbeit hatten sich die Kinder eine Erfrischung verdient. Draußen im Garten aßen wir Orangen und Bananen und erfrischten uns mit etwas Saft, bevor es weiter ging zum aktiven Teil unserer Umweltaufklärung. Wir bildeten mit den Schülern kleine Kreise und jeder bekam eine Rolle in einem kleinen Ökosystem. Nun wurde ein Wollknäuel von Person zu Person geworfen und jeder musste erklären, weshalb er auf die anderen angewiesen ist und nicht ohne sie weiterleben könnte. Die Kinder verstanden die Funktion des Ökosystems sehr gut und keiner von ihnen fand es akzeptabel, dass ein kleiner Fisch sterben soll, nur weil eine Fabrik seinen Müll in den Fluss kippt.
Zu guter Letzt erklärte uns Elio noch, wie sie mit ihrem Park für saubere Luft in Arequipa sorgen wollen. Dazu zeigte er uns alle Bäume, die sie in ihrem Park pflanzen und erklärte ihre Funktion. Etwas erschöpft aber glücklich über unseren erfolgreichen Vormittag, verabschiedeten wir uns von Elio und Gonzalo und fuhren - umweltbewusst wie wir nun waren - mit einem Bus zurück ins Büro. Wir hoffen nun, dass die Kleinen das Gelernte auch in Zukunft umsetzen werden, für ein sauberes Arequipa und eine saubere Welt!
In Chile bringt die Jahreszeit den Frühling für das „Casa de los Pinos“
Dieses Jahr bringt der Frühling in Chile einige Veränderungen für das „Casa de los Pinos“ mit sich. So konntet ihr im letzten Artikel darüber lesen, wie sich das Arbeitsteam verändert hat. Zu alten Aufgaben sind neue hinzugekommen. Mit kreativen Ideen und viel Engagement haben sich die neuen Mitarbeiter des „Casa de los Pinos“ eingebracht.
Durch Mithilfe von Freiwilligen wurde aus zwei kleineren und dunkleren Zimmern ein einzelner Raum. Der neurenovierte und neu gestrichene Saal ist hell und bietet Platz für Tanzkurse und Tischtennis Tuniere.
Immer wieder wird am Nachmittag mit den Kindern fleißig gebastelt und gemalt. Alte Wandplakate und Bilder werden durch neue ersetzt. Dabei kostet die Umgestaltung kaum etwas. “Mobiles” werden aus Fundstücken im Garten gebastelt. Aus angemaltem Zeitungspapier entstehen bunte Wandmasken, aus Altpapier ein Blumenstrauß…
Im „Casa de los Pinos“ gibt es neue Nachmittagsaktivitäten. Der Zirkus am Montag macht allen Kindern Spaß. Da kann man mich sich nach Lust und Laune ausleben und es gibt viel zu lachen. Am Donnerstag wird neben Fußball auch „Deutsch“ und „Englisch“ gelernt. Die Kinder sind begeistert von der Idee sich mit den Besuchern aus anderen Ländern unterhalten zu können.
Doch nicht nur im Zentrum selbst hat alles sommerliche Farbe bekommen. Jüngst wurde eine Website in spanischer Sprache eingerichtet. Für die Ausarbeitung eines langfristigen Konzepthaushaltes ist dies einer von vielen Schritten.
Hier kännt ihr diese Seite besuchen. Ein Blick lohnt sich auch ohne Spanischkenntnisse.
http://centroabierto-lospinos.blogspot.com/
Viel Spaß!
Wie funktioniert ein peruanischer Kindergarten?
Als ich mir Gedanken über ein Thema für meinen Artikel machte, dachte ich mir: “Warum nicht einfach mal für einen halben Tag in einem Kindergarten mit anpacken und später über meine Eindrücke schreiben?” Gedacht, getan. Mittwoch Morgen wurde ich im Zentrum Arequipas von der Kindergärtnerin Lusia des Kindergartens Santa Rosita de Lima abgeholt, weil sie meinte alleine würde ich ihren Kindergarten in Miguel Grau, einem Stadtteil Arequipas, nicht mehr finden. Außerdem wäre die Gegend für mich viel zu gefährlich. Nun gut, auf so einen Rat hört man besser. Um neun Uhr fuhren wir in einem Colectivo (kleiner Bus mit lauter Cumbia-Musik und mitgrölenden Fahrern) ca. eine halbe Stunde lang bis wir an dem Kindergarten ankamen. Neben dem Kindergarten befindet sich noch eine Vorschule und eine Suppenküche für Senioren, die dort täglich mit warmem Essen versorgt werden.
Als ich in den Kindergarten kam, wurde ich mit einem herzlichen “HOOOOLAAAA!!!” von 16 kleinen Kindern begrüßt, die zwischen 8 Monaten und 4 Jahren alt sind. Ich kam gerade rechtzeitig zum Refresco, einer Zwischenmalzeit zwischen Frühstück und Mittagessen. Es gab Milchreis, sogar für mich;-)
Gleich am Anfang fiel mir ein kleines Mädchen auf. Sie ist mit 8 Monaten zurzeit die Jüngste. Die Kindergärtnerinnen erzählten mir, dass sie eine Erkältung hat, da sich ihre 18-jährige Mutter nicht ausreichend um sie kümmert. Als ich sie mir genauer ansah, bemerkte ich, dass sie kaum noch durch die Nase atmen konnte und ihre Augen voll mit Schlaf waren. Sie sah sehr dreckig aus und hatte vefilzte Haare. Also ging´s erstmal ab zum Haarewaschen. Dazu wurde Wasser aufgekocht, mit kaltem gemischt und in einen Krug geschüttet. Die Kinder mussten sich über eine Schüssel beugen und bekamen eine Plastiktüte um den Hals, damit die Kleidung nicht nass wird. Insgesamt 5 Kindern haben wir so die Haare gewaschen.
Das kleine Mädchen wurde danach mit einer Mütze auf dem Kopf in ihrem Wagen in die Sonne geschoben. Als ich fragte, was das Kind denn in der Sonne macht, bekam ich als Antwort: “trocknen.” Aha.
Nachdem alle wieder glänzten, wurden sie in 2 Gruppen aufgeteilt. Die Größeren bekamen nun von der Erzieherin die Aufgabe eine Ananas, die sie zuvor zeichnete, auszumalen. Die andere Gruppe spielte querbet mit allem, was in dem kleinen Raum zu finden war.
Um mir mal eine Kinderpause zu gönnen, ging ich in die daneben liegende Küche, wo zwei Frauen schon fleißig am Bohnenpellen waren. Ich half ihnen ein bisschen und lernte nebenbei Quechua, was ich natürlich sofort wieder vergaß. Die Köchin erzählte mir, dass sie jeden Tag für ca 30-50 Senioren kochen würde. Das fand ich sehr lobenswert. Heute gab es Eintopf in einem gigantischen Hexenkessel. Ein paar Senioren warteten schon hungrig auf den Bänken.
Zurück bei meinen Kindern wurde gerade gebetet, da sie nun auch ihr Mittagessen bekamen. Da ich auch Hunger bekam, machte ich mich auf den Rückweg. Natürlich wurde ich wieder von Lusia zum Bus begleitet. Es war ein sehr schöner aber auch anstrengender Vormittag und ich bewundere die beiden Kindergärtnerinnen für ihre Geduld. Die Kinder sind bei Lusia und ihrer Kollegin wirklich in sehr guten Händen.
Mehr Bilder könnt ihr hier sehen.
Was wird aus den Kindern von Los Pinos?
Aufgrund der Absage von weiterer finanzieller Unterstützung seitens „SENAME“ (Jugendamt in Chile) droht der sozialen Einrichtung „Casa de los Pinos“ Ende dieses Monats (Sept. 08) das Aus.
Das soziale Projekt „Casa de los Pinos“ bedeutet für mehr als 150 Kinder im Armenviertel - Puente Alto/ Santiogo de Chile ein zweites Zuhause. Hier werden die Kinder nach der Schule wochentags von 14:00 bis 18:00 Uhr von Sozialarbeitern, Psychologen, Pädagogen und Freiwilligen betreut.
Viele der Kinder haben nur diese wenigen Stunden, in denen ihnen das Recht auf Selbstbestimmung und freie Entfaltung ermöglicht wird. Ihre Zukunftsperspektiven sind gering, umso erschreckender ist die Tatsache, dass die finanzielle Unterstützung vom Staat gestrichen wurde.
Gefördert werden im kommenden Jahr vor allem Einrichtungen, die mit straffällig gewordenen Jugendlichen arbeiten. Projekte, wie das „Casa de los Pinos“, die präventiv gegen Kriminalität, Drogenkonsum und Armut vorgehen werden bei der Verteilung der sozialen Fördergelder kaum berücksichtigt. Dies bedeutet, dass nur drei von sechzehn Projekten in Puente Alto mit ähnlicher Ausrichtung wie das „Casa de los Pinos“ weitergefördert werden. Somit droht 3500 Kinder der Verlust von räumlichem Schutz und pädagogischer Betreuung am Nachmittag.
Trotz der sozialen Missstände und Ungleichheiten zählt Chile laut „Weltbank“ seit 2006 nicht mehr zu den Entwicklungsländern. Zahlreiche Hilfsorganisationen zogen sich daraufhin als Unterstützer von sozialen Projekten zurück. Dies betraf auch Casa de los Pinos. Nun werden auch die Fördergelder seitens des chilenischen Jugendamtes „Sename“ gestrichen.
In Puente Alto lebt 80% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Weitere Missstände neben Massenarmut sind Wassermangel, knappe Stromversorgung und unzureichende Gesundheitsfürsorge. Gewalt, Kriminalität, sowie Drogenmissbrauch stehen auf der Tagesordnung und bestimmen den Alltag der Bewohner.
Die Kinder sind somit auch Problemen ausgesetzt, die häufig familieninterner Art sind und von gewalttätigen Auseinandersetzungen bis hin zu schwerem Missbrauch reichen. Das Hauptanliegen des Projekts „Casa de los Pinos“ besteht darin, den Kindern Schutz und Fürsorge zu bieten. Dem Leiter der Einrichtung, Luis Castro, der selbst im Viertel aufgewachsen ist und dort mit seiner Frau und seinen drei Kindern lebt, kommt es besonders darauf an, die Kinder des Projekts für den sozialen und bedachten Umgang mit anderen zu sensibilisieren. Um das gesamte Sozialwesen nachhaltig verbessern zu können, setzen sich die ausgebildeten Mitarbeiter individuell mit den Kindern und ihren Familienmitgliedern auseinander. Soziale und ökonomische Kompetenzen können somit gestärkt werden. Nicht zuletzt wird durch die Betreuung der Kinder aktiv für deren Gesundheit und medizinische Verpflegung gesorgt und dem Drogenmissbrauch entgegengewirkt.
Um das soziale Projekt „Casa de los Pinos“ Aufrecht erhalten zu können, wird Ihre/ Eure Hilfe benötigt. Für das Weiterbestehen der pädagogisch wertvolle Freizeit- und Nachmittagsbetreuung der Kinder werden Gelder in Höhe von ca. 3.300,- Euro (2.500.000 CLP) monatlich benötigt.
Ihre/ Eure Beiträge sind entscheidend für die Finanzierung der Mitarbeitergehälter, der Übernahme laufender Kosten, der Kosten für Verpflegung, Schul- und Workshopmaterialien.
Im Namen der Kinder danken wir allen Spendern/ Spenderinnnen und Paten/ Patinnen, die mit uns gemeinsam helfen, das „Casa de los Pinos“ zu erhalten.
Wir unterstützen “Casa de los Pinos” seit dem Jahr 2005 und möchte nun versuchen, durch eigene Mittel, ohne die Hilfe des Staates, das Projekt zu retten.
Links für alle die helfen möchten:
Spenden:
Unterstützung durch Spenden:
Wer unser Vorhaben im “Casa de los Pinos” unterstützen möchte, den bitten wir das folgende Spendenformular auszufüllen.
Pate/ Patin werden:
Allgemeine Informationen zu Patenschaften.
Weitere Informationen erhaltet ihr auch von unseren viSozial - Mitarbeitern in Chile :
und unter:
„Eigentlich müsste man länger bleiben,2 1/2 Monate sind gar nichts“
Katrin ist seit drei Monaten zum dritten Mal in Peru. Das erste Mal ist sie vor zwei Jahren, im Oktober 2006 als Touristin auf der viventura Peru- Bolivien- Reise gekommen. Damals hatte sie auf der Sozialtour mit der damaligen viSozial- Praktikantin Daniela die Schule San Juan Apostol im Elendsviertel Villa Cerillos, etwas außerhalb von Arequipa, kennen gelernt. Die Schule mit ihren meist aus dem Hochland kommenden Kindern hat es der Peru- Begeisterten so sehr angetan, dass sie gleich nachfragte, wie sie sich dort sozial engagieren könne.
Zurück in Deutschland bewarb sie sich dann sofort über das Internet als Freiwillige und flog im September 2007 zurück nach Arequipa. Da sie zu der Zeit noch kein Spanisch sprach, buchte sie über viventura einen Sprachkurs, um sich mit den Kindern und Lehrerinnen verständigen zu können. Damals betreute sie die 5-Jährigen. Sie half ihnen bei Hausaufgaben und Schwierigkeiten im Unterricht, spielte mit ihnen oder nahm sie einfach nur in den Arm.
Aber auch diese 10 Wochen gingen viel zu schnell rum und Katrin musste zurück nach Deutschland. Dieses
Jahr kam sie wieder und entschied diesmal länger zu bleiben: „…zweieinhalb Monate sind gar nichts“. Bis Januar 2009 wird sie in Peru bleiben und bis Ende Oktober wird sie sich um Ihre Kinder, die jetzt in der Primaria sind kümmern. Sie freute sich riesig diese wieder zu sehen und auch die Kinder erkannten sie wieder und begrüßten sie herzlich. Zu Katrins Aufgaben gehört nun neben der Unterstützung der Lehrerin auch den Unterrichtsstoff zu erklären, bei Problemen zu helfen und die Examen zu korrigieren. Ihr gefällt es sehr, den Kindern etwas beibringen zu können und ihnen so vielleicht eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Manchmal ist das aber auch nicht so einfach, weil die Kinder unterschiedlich schnell verstehen, oft fehlt es an der nötigen Ruhe im Klassenraum, vielen Schülern fehlt die Konzentration, so dass sie enorme Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben haben. Selbst die spanische Sprache ist für einige 6- Jährige noch schwierig. Katrin hält den Englisch- und Computerunterricht deshalb noch für etwas zu früh, da viele damit überfordert sind. Besser wäre es ihrer Meinung nach diesen fakultativ in die Primaria einzuführen,wo die Kinder schon etwas älter sind.
Ein großes Problem in Villa Cerrillos ist die mangelnde Hygiene in den Familien der Kinder. So gibt es beispielsweise nicht genügend Möglichkeiten für eine ausreichende Zahnpflege. Viele der Kinder haben teilweise schon kaputte Zähne. In der Schule wird deshalb auf das Zähneputzen großen Wert gelegt. Katrin möchte auch die Eltern in diesen Sachen etwas besser aufklären.
Was die Freiwillige jedoch immer wieder freut und motiviert ist die Mentalität der Kinder „Sie sind so aufgeschlossen und interessiert und schenken einem Vertrauen und Zuneigung. Sie haben so viel Lebensfreude, auch wenn Ihre Lebensbedingungen sehr schwierig sind. Man bekommt viel mehr zurück als man geben kann.”
Zum Schluss möchte sie den zukünftigen Freiwilligen noch etwas mit auf den Weg geben: „Wichtig ist eine gute Vorbereitung. Man muss sich im klaren sein, dass Peru ein Entwicklungsland ist, d.h. dass die Menschen hier teilweise sehr arm und mangelernährt sind. Hier läuft auch nicht alles so schnell, wie man sich das manchmal wünschen würde. Man sollte mit eigenen Ideen nach Peru kommen, jedoch seine Ziele nicht zu hoch stecken, vieles ist nicht so leicht zu realisieren und braucht seine Zeit. Man kann den Menschen hier allein durch seine Hilfe und Zuneigung sehr viel geben.“
Film zum Ausflug nach Guajalito
Hier kommt nun das Video zum Ausflug der Kinder aus Quilotoa in das Umweltprojekt nach Rio Guajalito!
Viel Freude damit!
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