Ein etwas anderer Ausflug

eingetragen von rene, 11.Nov.2008

Letztes Wochenende haben sich 5 Voluntäre, drei Leiterinnen, die Chefin des Projektes Para dar Esperanza und 50 Kindern aufgemacht, um im Parque Carolina einen etwas anderen Samstag zu verbringen. Viele Kinder antworten, wenn man sie fragt in welchen Land sie leben: „In Quito“…..
Daher ist es für sie etwas besonderes aus ihrem Virtel zu kommen, wenn es auch nur für einige Stunden ist, um eine andere Seite ihrer Stadt zu sehen als die die sie kennen.

ausflug-parque-carolina-064-500x375 Ein etwas anderer Ausflug

Man merkte schon auf der Busfahrt, wie fasziniert sie sind. Alle waren ruhig und haben sich die Nasen an den Scheiben plattgedrückt, den Verkehr, die Stadt und die Leute bestaunt. Vor Antritt der Fahrt wurden die 50 Kinder aber in Gruppen, je nach Alter aufgeteilt und jeder hat ein, je nach Gruppe, unterschiedlich farbiges Namenschild erhalten. So aufgeteilt wurden den Tag über vier Stationen durchlaufen.

Die Ältesten begannen mit einer Übungseinheit Capoeira. Weiter Stationen waren Fussball, Tanz und Yoga für die ganz Kleinen. Nach jeweils 45 Minuten wurde gewechselt. Read the rest of this entry »

 

In Chile bringt die Jahreszeit den Frühling für das „Casa de los Pinos“

eingetragen von Asja, 24.Okt.2008

Dieses Jahr bringt der Frühling in Chile einige Veränderungen für das „Casa de los Pinos“ mit sich. So konntet ihr im letzten Artikel darüber lesen, wie sich das Arbeitsteam verändert hat. Zu alten Aufgaben sind neue hinzugekommen. Mit kreativen Ideen und viel Engagement haben sich die neuen Mitarbeiter des „Casa de los Pinos“ eingebracht.

Durch Mithilfe von Freiwilligen wurde aus zwei kleineren und dunkleren Zimmern ein einzelner Raum. Der neurenovierte und neu gestrichene Saal ist hell und bietet Platz für Tanzkurse und Tischtennis Tuniere.

Immer wieder wird am Nachmittag mit den Kindern fleißig gebastelt und gemalt. Alte Wandplakate und Bilder werden durch neue ersetzt. Dabei kostet die Umgestaltung kaum etwas. “Mobiles” werden aus Fundstücken im Garten gebastelt. Aus angemaltem Zeitungspapier entstehen bunte Wandmasken, aus Altpapier ein Blumenstrauß…

Im „Casa de los Pinos“ gibt es neue Nachmittagsaktivitäten. Der Zirkus am Montag macht allen Kindern Spaß. Da kann man mich sich nach Lust und Laune ausleben und es gibt viel zu lachen. Am Donnerstag wird neben Fußball auch „Deutsch“ und „Englisch“ gelernt. Die Kinder sind begeistert von der Idee sich mit den Besuchern aus anderen Ländern unterhalten zu können.

casadelospinos_banner_3-500x101 In Chile bringt die Jahreszeit den Frühling für das „Casa de los Pinos“

Doch nicht nur im Zentrum selbst hat alles sommerliche Farbe bekommen. Jüngst wurde eine Website in spanischer Sprache eingerichtet. Für die Ausarbeitung eines langfristigen Konzepthaushaltes ist dies einer von vielen Schritten.

Hier kännt ihr diese Seite besuchen. Ein Blick lohnt sich auch ohne Spanischkenntnisse.

http://centroabierto-lospinos.blogspot.com/

Viel Spaß!

 

Neubeginn im „Casa de los Pinos“

eingetragen von Asja, 9.Okt.2008

Dem Projekt “Casa de los Pinos” in Chile droht das Aus!“ Diese niederschmetternde Nachricht erhielten die Mitarbeiter des Kinder und Jugendzentrums vor einigen Wochen, da der Staat die Fördermittel von 6000 Euro monatlich gestrichen hat.

Der Spendenaufruf von viSozial hat unglaubliche Kräfte mobilisiert, mit denen wir selber kaum gerechnet haben. Auch Dank eurer Hilfe wird das „Casa de los Pinos“ fortbestehen können und alle Kinder weiterhin am Nachmittag ihre Zeit dort verbringen.

Die aktuelle Spendensumme beträgt 1700 Euro und sichert das Fortbestehen in den nächsten Monaten.

An dieser Stelle sei allen Spendern ganz herzlich gedankt!circo-500x375 Neubeginn im „Casa de los Pinos“

Täglich treffen neue Spenden ein und es wird viel mit den Spendern und Paten kommuniziert und Lösungsansätze diskutiert. Bei der Arbeit das „Casa de los Pinos“ im nächsten Jahr zu retten helfen alle mit. Dank der Spenden, konnte verhindert werden, dass das „Casa de los Pinos“ von einen Tag auf den anderen seine Pforten schließen muss. Das ist für die Kinder des Armenviertels Casas Viejas sehr wichtig. Diese brauchen das „Casa de los Pinos“ und es ist ein großes Glück, dass wir ihnen nun weiterhin Schutz geben können.

Leider fordern die Einsparungen auch Opfer. Die Mitarbeiter und Betreuer Juan, Patty, Magda, Mari, und Susanne müssen leider das Projekt verlassen. viSozial wird jedoch die Kursleiter bezahlen und somit die täglichen Aktivitäten in gleichem Rahmen am Leben erhalten. Magda und Patty können in der angrenzenden Schule als Hilfskr{fte arbeiten. Die anderen sind nun auf Jobsuche. Wir bemühen uns sie dabei zu begleiten und zu unterstützen. Volontäre haben sich gemeldet und werden ehrenamtlich die Kinder betreuen – diese aktive Unterstützung ist für das Projekt sehr wichtig. Zusammen mit Luis dem Leiter von „Los Pinos“ arbeiten wir an einem Projekthaushalt, um das fortbestehen des Projekts zu sichern. Für weitere Spenden und Paten sind wir sehr dankbar.


Für die ehemaligen Mitarbeiter, die viele Jahre im „Casa de los Pinos“ mitgeholfen haben wir von visocial Chile und Luis, der Leiter, am 01. Oktober ein Abschiedsfest organisiert. Von den Kindern haben sich die Mitarbeiter am Tag zuvor bei Kuchen und Kakao und einem letzten Fußballspiel verabschiedet. Das Arbeitsteam vom „Casa de los Pinos“ ist über die Jahre zu einer „Familie“ zusammen gewachsen, welche Freiwillige und Kursleiter integrierte.
luis_small Neubeginn im „Casa de los Pinos“

Beim Abschiedsfest hielt der Ehemann der Köchin eine Rede, die alle zu Tränen rührte. Er dankte Luis für seinen langjährigen Einsatz und sein ausdauerndes Engagement, und für all die Unterstützung, die er den Bewohnern des Viertels „Casa Viejas“ zukam. Luis seinerseits dankte den Mitarbeitern, mit deren Hilfe das Kinder –und Jugendzentrum zu einem wichtigen Anlaufpunkt für viele Kinder geworden ist.

Bei einem leckeren „Asado“ (Barbecue), mit chilenischen „Salchichas“ (Würstchen), Kartoffelsalat und Maisreis, plauderten und lachten wir noch lange gemeinsam. Zum Abschied versprachen die Betreuer weiterhin den Kontakt zu pflegen und im Zentrum vorbeizuschauen.

Im Moment arbeiten wir zusammen mit Luis an einer langfristigen Lösung für die Aufrechterhaltung des „Casa de los Pinos“. Es ist uns wichtig, dass das „Casa de los Pinos“ weiterhin bestehen bleibt, damit die Kinder am Nachmittag einen sicheren Ort zum Spielen haben.

In Zukunft möchten wir die Einnahmen in den drei Bereichen, aus denen wir unsere aktuelle finanzielle Unterstützung beziehen (Online Spenden, Patenschaften und Touren) erhöhen. Auch wollen wir im folgenden Semester Projektpatenschaften organisieren, sowie Fördergelder und Spenden in Deutschland und in Chile sammeln, um im März 2009 einen gesicherten Projekthaushalt vorlegen zu können.

Dank der hohen Rückmeldung und eurer Hilfe werden wir das „Casa de los Pinos“ am Leben erhalten.

 

Was wird aus den Kindern von Los Pinos?

eingetragen von Katharina, 17.Sep.2008

Aufgrund der Absage von weiterer finanzieller Unterstützung seitens „SENAME“ (Jugendamt in Chile) droht der sozialen Einrichtung Casa de los PinosEnde dieses Monats (Sept. 08) das Aus.

cimg0249_small Was wird aus den Kindern von Los Pinos?

Das soziale Projekt Casa de los Pinos bedeutet für mehr als 150 Kinder im Armenviertel - Puente Alto/ Santiogo de Chile ein zweites Zuhause. Hier werden die Kinder nach der Schule wochentags von 14:00 bis 18:00 Uhr von Sozialarbeitern, Psychologen, Pädagogen und Freiwilligen betreut.

Viele der Kinder haben nur diese wenigen Stunden, in denen ihnen das Recht auf Selbstbestimmung und freie Entfaltung ermöglicht wird. Ihre Zukunftsperspektiven sind gering, umso erschreckender ist die Tatsache, dass die finanzielle Unterstützung vom Staat gestrichen wurde.

Gefördert werden im kommenden Jahr vor allem Einrichtungen, die mit straffällig gewordenen Jugendlichen arbeiten. Projekte, wie das „Casa de los Pinos“, die präventiv gegen Kriminalität, Drogenkonsum und Armut vorgehen werden bei der Verteilung der sozialen Fördergelder kaum berücksichtigt. Dies bedeutet, dass nur drei von sechzehn Projekten in Puente Alto mit ähnlicher Ausrichtung wie das „Casa de los Pinos“ weitergefördert werden. Somit droht 3500 Kinder der Verlust von räumlichem Schutz und pädagogischer Betreuung am Nachmittag.

Trotz der sozialen Missstände und Ungleichheiten zählt Chile laut „Weltbank“ seit 2006 nicht mehr zu den Entwicklungsländern. Zahlreiche Hilfsorganisationen zogen sich daraufhin als Unterstützer von sozialen Projekten zurück. Dies betraf auch Casa de los Pinos. Nun werden auch die Fördergelder seitens des chilenischen Jugendamtes „Sename“ gestrichen.

collage6-300x225 Was wird aus den Kindern von Los Pinos?

In Puente Alto lebt 80% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Weitere Missstände neben Massenarmut sind Wassermangel, knappe Stromversorgung und unzureichende Gesundheitsfürsorge. Gewalt, Kriminalität, sowie Drogenmissbrauch stehen auf der Tagesordnung und bestimmen den Alltag der Bewohner.

Die Kinder sind somit auch Problemen ausgesetzt, die häufig familieninterner Art sind und von gewalttätigen Auseinandersetzungen bis hin zu schwerem Missbrauch reichen. Das Hauptanliegen des Projekts „Casa de los Pinos“ besteht darin, den Kindern Schutz und Fürsorge zu bieten. Dem Leiter der Einrichtung, Luis Castro, der selbst im Viertel aufgewachsen ist und dort mit seiner Frau und seinen drei Kindern lebt, kommt es besonders darauf an, die Kinder des Projekts für den sozialen und bedachten Umgang mit anderen zu sensibilisieren. Um das gesamte Sozialwesen nachhaltig verbessern zu können, setzen sich die ausgebildeten Mitarbeiter individuell mit den Kindern und ihren Familienmitgliedern auseinander. Soziale und ökonomische Kompetenzen können somit gestärkt werden. Nicht zuletzt wird durch die Betreuung der Kinder aktiv für deren Gesundheit und medizinische Verpflegung gesorgt und dem Drogenmissbrauch entgegengewirkt.

Um das soziale Projekt „Casa de los Pinos“ Aufrecht erhalten zu können, wird Ihre/ Eure Hilfe benötigt. Für das Weiterbestehen der pädagogisch wertvolle Freizeit- und Nachmittagsbetreuung der Kinder werden Gelder in Höhe von ca. 3.300,- Euro (2.500.000 CLP) monatlich benötigt.

Ihre/ Eure Beiträge sind entscheidend für die Finanzierung der Mitarbeitergehälter, der Übernahme laufender Kosten, der Kosten für Verpflegung, Schul- und Workshopmaterialien.

Im Namen der Kinder danken wir allen Spendern/ Spenderinnnen und Paten/ Patinnen, die mit uns gemeinsam helfen, das „Casa de los Pinos“ zu erhalten.

Wir unterstützen “Casa de los Pinos” seit dem Jahr 2005 und möchte nun versuchen, durch eigene Mittel, ohne die Hilfe des Staates, das Projekt zu retten.

Links für alle die helfen möchten:

Spenden:

Unterstützung durch Spenden:

Wer unser Vorhaben im “Casa de los Pinos” unterstützen möchte, den bitten wir das folgende Spendenformular auszufüllen.

Pate/ Patin werden:

Allgemeine Informationen zu Patenschaften.

collage5 Was wird aus den Kindern von Los Pinos?

Weitere Informationen erhaltet ihr auch von unseren viSozial - Mitarbeitern in Chile :

Katharina@mundo-visozial.org

asja@mundo-visozial.org

und unter:

http://visozial.org/chile/

 

„Eigentlich müsste man länger bleiben,2 1/2 Monate sind gar nichts“

eingetragen von Esther, 16.Sep.2008

Katrin ist seit drei Monaten zum dritten Mal in Peru. Das erste Mal ist sie vor zwei Jahren, im Oktober 2006 als Touristin auf der viventura Peru- Bolivien- Reise gekommen. Damals hatte sie auf der Sozialtour mit der damaligen viSozial- Praktikantin Daniela die Schule San Juan Apostol im Elendsviertel Villa Cerillos, etwas außerhalb von Arequipa, kennen gelernt. Die Schule mit ihren meist aus dem Hochland kommenden Kindern hat es der Peru- Begeisterten so sehr angetan, dass sie gleich nachfragte, wie sie sich dort sozial engagieren könne.

Zurück in Deutschland bewarb sie sich dann sofort über das Internet als Freiwillige und flog im September 2007 zurück nach Arequipa. Da sie zu der Zeit noch kein Spanisch sprach, buchte sie über viventura einen Sprachkurs, um sich mit den Kindern und Lehrerinnen verständigen zu können. Damals betreute sie die 5-Jährigen. Sie half ihnen bei Hausaufgaben und Schwierigkeiten im Unterricht, spielte mit ihnen oder nahm sie einfach nur in den Arm.

Aber auch diese 10 Wochen gingen viel zu schnell rum und Katrin musste zurück nach Deutschland. DiesesKatrin mit ihren Schülern Jahr kam sie wieder und entschied diesmal länger zu bleiben: „…zweieinhalb Monate sind gar nichts“. Bis Januar 2009 wird sie in Peru bleiben und bis Ende Oktober wird sie sich um Ihre Kinder, die jetzt in der Primaria sind kümmern. Sie freute sich riesig diese wieder zu sehen und auch die Kinder erkannten sie wieder und begrüßten sie herzlich. Zu Katrins Aufgaben gehört nun neben der Unterstützung der Lehrerin auch den Unterrichtsstoff zu erklären, bei Problemen zu helfen und die Examen zu korrigieren. Ihr gefällt es sehr, den Kindern etwas beibringen zu können und ihnen so vielleicht eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Manchmal ist das aber auch nicht so einfach, weil die Kinder unterschiedlich schnell verstehen, oft fehlt es an der nötigen Ruhe im Klassenraum, vielen Schülern fehlt die Konzentration, so dass sie enorme Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben haben. Selbst die spanische Sprache ist für einige 6- Jährige noch schwierig. Katrin hält den Englisch- und Computerunterricht deshalb noch für etwas zu früh, da viele damit überfordert sind. Besser wäre es ihrer Meinung nach diesen fakultativ in die Primaria einzuführen,wo die Kinder schon etwas älter sind.

Ein großes Problem in Villa Cerrillos ist die mangelnde Hygiene in den Familien der Kinder. So gibt es beispielsweise nicht genügend Möglichkeiten für eine ausreichende Zahnpflege. Viele der Kinder haben teilweise schon kaputte Zähne. In der Schule wird deshalb auf das Zähneputzen großen Wert gelegt. Katrin möchte auch die Eltern in diesen Sachen etwas besser aufklären.

Was die Freiwillige jedoch immer wieder freut und motiviert ist die Mentalität der Kinder „Sie sind so aufgeschlossen und interessiert und schenken einem Vertrauen und Zuneigung. Sie haben so viel Lebensfreude, auch wenn Ihre Lebensbedingungen sehr schwierig sind. Man bekommt viel mehr zurück als man geben kann.”

Zum Schluss möchte sie den zukünftigen Freiwilligen noch etwas mit auf den Weg geben: „Wichtig ist eine gute Vorbereitung. Man muss sich im klaren sein, dass Peru ein Entwicklungsland ist, d.h. dass die Menschen hier teilweise sehr arm und mangelernährt sind. Hier läuft auch nicht alles so schnell, wie man sich das manchmal wünschen würde. Man sollte mit eigenen Ideen nach Peru kommen, jedoch seine Ziele nicht zu hoch stecken, vieles ist nicht so leicht zu realisieren und braucht seine Zeit. Man kann den Menschen hier allein durch seine Hilfe und Zuneigung sehr viel geben.“

 

Kiwala und die grosse Reise

eingetragen von Katharina, 6.Aug.2008

Bericht von Lukas (Volontär im Casa de los Pinos):

An unserem Sozialtag im Juli, hatten wir was ganz besonderes mit den Kindern von Los Pinos vor.

Mittagspause_abcd-480-66402 Kiwala und die grosse Reise

Zusammen mit den Kursleitern des Kunst- und Theaterkurses hatten wir einen Besuch im Theater geplant. Am Vormittag brachte uns (30 Kinder und 5 Betreuer) ein privater Bus, den wir schon vom letzten Jahr von unserem Ausflug in den Schnee kannten ins Zentrum. Vor dem Theater trafen wir auf Tio Leo, den Kursleiter des Kunst und Theaterkurses.

Leo und seine Freundin erklärten uns kurz die Entstehungsgeschichte dieses Theaterstückes, und es war sehr interessant von Insidern diese Informationen zu bekommen. Da viele ihrer Schauspielfreunde an diesem Stück mitwirkten, konnten sie uns alle Fragen beantworten……

…….und der Vorhang geht auf……… Kiwala y el gran viaje (Kiwala und die grosse Reise) kann beginnen.

Das Stück spielt im Norden Chiles in einem kleinen Dorf das von einem Kaiman heimgesucht wird.

Pause+fuer+Gross+und+Klein_abcd-480-66403 Kiwala und die grosse Reise

Durch magische Wasserfälle und einem beherzten Lama gelingt allerdings das Happy End und alle Kinder sind mit dem Ausgang der Geschichte zufrieden.

Nach dem Theaterstueck unternahmen wir einen kleinen Spaziergang und dann gab es auch das verdiente Mittagessen. Als dann letztendlich auch der Bus eintraf und die Kinder wussten das sie nicht mehr weiter laufen müssen war der Tag vollends perfekt.

 

…aller Anfang ist schwer…..und doch genauso spannend…

eingetragen von Sonja, 4.Aug.2008

p5300016-300x225 ...aller Anfang ist schwer.....und doch genauso spannend...Es war Mitte April, als ich das erste Mal die Schule San Juan Apostol betreten habe. Und schon gleich auch herzlichst von den Kindern empfangen wurde, die einen von der ersten Minute an mit einem Lachen, einer Offenheit und Neugier begegnen.

Die anderen Freiwilligen haben mir gleich die Räumlichkeiten gezeigt und erzählt und erklärt, wie es hier so abläuft. Anfangs erschien mir schon alles ziemlich chaotisch und ich hatte nicht so wirklich Ahnung, wie und wo ich anfangen soll

Allerdings legte sich dieses Gefühl schnell und nach einer Woche habe ich bereits 4 Klassen in Englisch übernommen und mich entschlossen, die verbleibende Zeit fest in einer Klasse, der Klasse 2A zu verbringen und dabei die Lehrerin Claudia bei ihrer Arbeit zu unterstützen und den Kindern bei ihren Aufgaben und Problemen zu helfen.

So entstand eine festere Bindung zu den Kindern und ich konnte auch besser ihre Entwicklung mitbekommen und den täglichen Ablauf.

Ausserdem gibt es natürlich auch immer wieder Feste, die vorbereitet werden müssen und somit viele Hände und Ideen benötigen, wie z.B. der Muttertag. Dieser Tag wird hier viel größer gefeiert als bei uns.

Neben zahlreichen selbst gebastelten Geschenken werden die Mütter von ihren Kindern mit Gesang und Theatereinlagen in der Aula gefeiert. Alle Klassen haben sich wahnsinnig viel Mühe gegeben und es ist einfach schön zu sehen, mit welchem Stolz und Eifer die Kinder ihre Darbietungen präsentieren.

Mit der Zeit kommen auch die vielen Ideen……

…und man hat gar nicht die Zeit alles zu realisieren ….

Aufgrund des Bedarfs an Lernmaterialien habe ich mich dazu entschlossen, selbst einige Lernspiele für den Englisch- und Mathematikunterricht (Memory, Domino, Puzzles usw.) zu kreieren. Die Schüler nahmen diese mit reger

Abschiedsfest

Begeisterung an und v.a. halfen sie mir, die schnelleren Schüler motivierend zu beschäftigen und gleichzeitig zusätzlich zu fördern. Die Idee war, weitere Lernspiele nach meinen Modellen noch zusammen mit den Schülern herzustellen, wie z.B. ein riesiges Tiermemory in Englisch, doch leider fehlte dazu am Ende die nötige Zeit. Ich hoffe, dass vielleicht die nächsten Freiwilligen dieses Projekt weiterführen, denn so könnte über eine gewisse Zeit ein großer Pool an Lernmaterialien für die Schüler zusammengestellt und von allen jederzeit genutzt werden.

Sehr viel Neugier und Interesse zeigten die Schüler auch bei einer Stunde, die ich über die Welt, Europa und Deutschland gehalten habe. Mit Karten und Bildern, konnte ich die Fragen über Fragen, wo Deutschland liegt, wie es dort aussieht, was es dort alles gibt beantworten.

Es ist wirklich toll, wie offen die Schüler und Lehrer gegenüber jeglichen eigenen Ideen sind und so hat man wirklich absolute Freiheit, sich da einzubringen, wo man es gerne möchte. Es liegt immer in der eigenen Hand, wie viel Zeit man in das Projekt hineinsteckt, doch wenn man wieder einmal mehr die leuchtenden Augen der Kinder sieht, dann steckt man gerne viel Zeit hinein .

Die Lehrer sind alle absolut aufgeschlossen und leisten hier eine respektvolle Arbeit in dem Projekt, denn es ist zugegeben nicht immer einfach. Des öfteren braucht man schon starke Nerven. Doch der Dank der Schüler ist einem garantiert!

Zum Abschied hat meine Klasse für mich noch ein kleines, unvergessliches Fest vorbereitet, welches es mir allerdings nicht gerade einfach gemacht hat, mich zu verabschieden.

Zum Schluss möchte ich noch einmal allen Danken, den Betreuern, den Lehrern und den Schülern, die 2 Monate Arbeit in Arequipa für mich zu einem unvergesslichen Abenteuer gemacht haben !!!

Erfahrungsbericht von Angelika Schläfer (April- Mai 2008 im Sozialprojekt San Juan Apostól in Arequipa/Peru tätig)

 

Andreas Gedanken über seine Zeit als Freiwilliger Helfer bei Luz de Esperanza

eingetragen von tomas, 30.Jun.2008

Mein viermonatiger Aufenthalt im Projekt Luz de Esperanza hat meine Familie um ca. 30 Mann vergrößert. Ich wurde vom ersten Tag an wie ein Mitglied behandelt, was mir auch sehr geholfen hat mich anfangs einzugewöhnen. Probleme mit der Umstellung auf die Höhe von 4000 Metern hatte ich zum Glück nicht. Dafür kam eines Tages ein Fußballspiel mit den Jungs in die Quere, welches mir zwei Monate Krücken bescherte. Die Krücken für Kinder waren für meine Größe von 1.90 m eher suboptimal, aber wer wird sich in so einer Situation schon beschweren. Unvergesslich während dieser Zeit wird die Unterstützung der Jungs bleiben, die mir bei jeglichen Problemen halfen.

machen.

Andreas und die Jungs von Luz de Esperanza

Andreas und die Jungs von Luz de Esperanza

Durch meine Mobilitätseinschränkung belief sich der Tagesablauf im Wesentlich auf das Kochen des Mittagessens und den Physik und Englischunterricht. Je nach Bedarf kamen Computerkurse oder Mathenachhilfe hinzu. Als die Zeit der Krücken dann ein Ende nahm, haben wir einige Ausflüge z.B. nach Tiahunaco oder in Museen unternehmen können. Diese Art der Unternehmungen außerhalb des Projektes hätte ich gerne intensiviert, aber dann waren die Tage in El Alto leider viel zu schnell passiert. So musste ich mich leider viel zu schnell auf den Heimweg Andreas

Andreas Fuhrmannek

Hier findet ihr weitere Eindrücke und Berichte über das Sozialprojekt Luz de Esperanza, und weitere allgemeine Informationen zum Freiwilligendienst sowie zu freien Stellen in Bolivien.

 

Monde und Sterne aus Teig

eingetragen von Katharina, 29.Mai.2008

Wie jeden Montag, bereiten Tio Juan und Tio Lukas ihren Kochkurs vor.
Es wird darauf geachtet, dass die Zutaten möglichst billig und gesund sind, so dass die Kinder später in ihren Familien die Speisen nachkochen können.

Backen+und+Kreativiaet_abcd-480-64864 Monde und Sterne aus Teig
Wir versuchen so oft wie möglich auf die Wünsche der Kinder einzugehen damit sie mit ihrer vollen Aufmerksamkeit mitarbeiten und so stand in den letzten Wochen Pizza (Quak-Ölteig), Pfirsichtorte, Pfannkuchen und Brot auf dem Programm.
Der Kochkurs ist ein sehr beliebter Kurs bei den Kindern, es sind immer eine Menge Jugendliche daran beteiligt.
So auch an diesem Montag, mit 24 Kindern versuchen wir uns an einem Brotteig, zum Glück hatten wir tatkräftige Unterstützung von unserer Tia Patty die die besten Brötchen in Chile herstellt ;)

Tia+Patty+mit+der+geheimen+For_abcd-480-64862 Monde und Sterne aus Teig

Alle Kinderaugen waren gespannt auf Patty gerichtet, um auch ja keine Anweisung für den Teig zu überhören. Nachdem wir die Teigmassen bestehend aus 5 Kilo Mehl, Butter, Hefe, Salz, Wasser und einer geheimen Zutat von Patty ordentlich durchgeknetet hatten, (was für die Kinder ein großer Spaß war) konnten die Jugendlichen ihrer Kreativität freien Lauf lassen…..
….Und das machten sie auch, nachdem sie alle ein Brötchen hergestellt hatten, durften sie mit den Restteig ihr Fantasie in Szene setzten. Es entstanden kleine und große, lange und runde Brötchen, dazu Brezeln, Herzen, Monde, Sterne sowie einige geflochtenen Brotstangen.
Nach wenigen Minuten im Ofen war es dann auch schon so weit, zusammen mit leckerer Milch konnten die ganzen noch warmen Brötchen gegessen werden. Die übrig gebliebenen Brötchen wurden unter den Kindern verteilt, sodass sie zuhause auch noch einen Leckerbissen übrig hatten.

Broetchen+vor+dem+Ofen_abcd-480-64863 Monde und Sterne aus Teig
Selbst zum Spülen der Bleche und Schüsseln fanden sich fleißige Hände, jetzt
Bleibt nur noch die Fragen offen……..¿¿¿¿¿was gibt es nächsten Montag?????

Dieser Artikel wurde von unserem Volontär Lukas geschrieben.

 

Viel zu tun in Rio Guajalito!

eingetragen von berit, 5.Mai.2008

Bericht von Max Dreier:

Es fehlt ein wenig der Kontakt zur Außenwelt, mangels Telefon, es fehlt an fließend warmem Wasser und manchmal fehlt auch der Strom, aber an was es nicht mangelt in Rio Guajalito ist Arbeit.

Auf zwei Monate Voluntärsarbeit zurückblickend kann ich sagen: Viel ist getan worden, aber es gibt noch jede Menge zu tun!

Max und Pascal in Guajalito

Was das Projekt braucht, sind ein paar motivierte Voluntäre, die sich nicht so schnell entmutigen lassen, denn das Schwerste an der Arbeit ist, dass die Früchte der Arbeit oft nur schwer zu erkennen sind: Der mit der Machete freigehackte Weg scheint wieder zugewachsen, der Erdrutsch scheint trotz der vielen investierten Stunden nicht kleiner zu werden und die abgeholzte Lichtung liegt noch genauso kahl da, trotz der mehreren tausend (!!!) neu gepflanzten Bäume.

Aber nur Mut, schließlich weiß man ja was man getan hat (am Ende des Tages sowieso) und kann sich über die eigenen Leistungen freuen. Zumindest wenn man mit Überzeugung an die Sache ran geht, was für die Arbeit in Rio Guajalito Grundvoraussetzung ist!

Hilfreich ist auch eine Portion Eigeninitiative. Man wird zwar als Voluntär „an die Hand genommen“, aber mehr Spaß macht es, seine eigenen Ideen einzubringen und umzusetzen. Schon im zweiten Monat konnten wir weitestgehend in Eigenregie arbeiten und unsere Vorschläge, von denen viele auch umgesetzt wurden, fanden eigentlich immer ein offenes Ohr.

Unterbrochen wird die Arbeit gelegentlich von Studentengruppen die über das Wochenende nach Rio Guajalito kommen, was in der Regel eine willkommene Abwechslung und viel Spaß bedeutet.

Und wenn doch mal irgendwo der Schuh drückt: Nur raus damit und beharrlich sein! Für die meisten Probleme des täglichen Lebens gibt es selbst im Bergnebelwald eine Lösung. Außer für den Regen. Mit dem muss man sich abfinden.

 

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