Esperanza: Kinderbetreuung
Das Sozialprojekt Para dar Esperanza wird seit der Gründung von viSozial e.V. im Jahr 2006 von uns gefördert
Das Projekt befindet sich im Norden Quitos am Hang des Vulkans Pichincha auf rund 3.300m und ist leicht mit dem Bus zu erreichen. Im Stadtteil gibt es kein Leitungswasser, mittlerweile jedoch gepflasterte Straßen. Die Kinder und Jugendlichen zwischen 3 und 17 Jahren leben in sehr armen Verhältnissen. Teilweise wohnen sie nur mit der Mutter zusammen, die Väter arbeiten oft im Ausland, sitzen im Gefängnis oder sind unbekannt. Viele der Familien sind zugezogen und kommen aus den ländlichen Regionen des Landes, um hier das Glück in der Hauptstadt zu finden. Doch körperliche und psychische Gewalt gegen die Kinder ist ein großes Problem. Oft gibt es kein Geld für Essen zu Hause.
Im Projekt Para dar Esperanza werden rund 60 Kinder und Jugendliche jeden Tag von 14:30 bis 17:30 Uhr betreut. Nach der Schule können sie in ihrem zweiten Zuhause vorbeikommen. Neben der Hausaufgabenbetreuung und Essensvergabe ist die psychologische Betreuung ein wichtiger Bestandteil des Projekts.
Was wird in naher Zukunft von viSozial e.V. geplant?
Es gibt viel zu tun. Es besteht der Plan ein Grundstück zu kaufen und dort ein Zentrum für die Kids zu errichten. Hier soll eine Küche enstehen, Duschen und Toiletten eingebaut werden und vor allem ausreichend Schreibtische und Leerräume vorhanden sein, um eine sinnvolle Nachhilfe zu ermöglichen. An einem Spielplatz darf es natürlich auch nicht fehlen. Doch zuerst muss der behördliche Papierkrieg bestritten werden, um das Gelände ihr eigen nennen zu können. Ist dies geschafft, kann mit dem Bau begonnen werden. Desweiteren werden immer Lebensmittel, Kleidung und Medizin sowie didaktische Mittel benötigt. Die Vermittlung von Freiwilligenarbeitern gehört ebenso zur Hilfestellung von viSozial für das Projekt.
Durchschnittliche Kosten pro Monat:
Da das Projekt aus den Gemeinde-eigenen Räumen ausziehen musste und der Bau für ein eigenes Gebäude noch nicht begonnen wurde, bezahlt viSozial nun die Miete für die aktuellen Räume in Santa Maria.
- 100 USD Miete für die Räume des Projekts
Unterstützung durch Spenden:
Wer unser Vorhaben im Projekt “Para dar Esperanza” unterstützen möchte, den bitten wir das folgende Spendenformular auszufüllen.
Aktive Unterstützung durch Freiwilligenarbeit:
Das Projekt „Esperanza“ bietet Kindern aus sozial schwachen Familien einen Ort an dem sie sich nachmittags nach der Schule aufhalten können. Die momentan 50 bis 60 Kinder im Alter von 2 bis 18 Jahren erhalten im Projekt ein warmes Mittagessen und werden von den Mitarbeitern des Projekts sowie von Volontären betreut. Häufig sind die Kinder in einer körperlich wie psychisch gewalttätigen Umgebung aufgewachsen, wodurch sie häufig selbst schnell zu Gewalt greifen.
Um den Lebensunterhalt in Quito zu bestreiten sollte man mit monatlichen Kosten von ca. 100 USD für die Miete eines Zimmers und etwa 70 USD für Verpflegung rechnen. Arbeitszeiten sind bisher lediglich am Nachmittag. Auf Wunsch kann das Projekt eine Gastfamilie für die Freiwilligen organisieren.
Das Anforderungsprofil:
- Interesse am Umgang mit nicht immer einfachen Kindern aus sozial schwachen und gewalttätigen Umgebungen
- Durchsetzungs- und Einfühlungsvermögen
- Motivation zur engagierten, aktiven Mitarbeit
- Interesse an Projektarbeit
- flexibel, tolerant und belastungsfähig sein
- Interesse an der Kultur Ecuadors
- gute Spanischkenntnisse
- Foto, Lebenslauf und Anschreiben auf Spanisch
- Mitarbeit für mindestens 1 Monat, besser wäre aber länger, da die Kinder Zeit brauchen, um Vertrauen aufzubauen -nötige Impfungen und Versicherungen sind selbst zu organisieren
Was für eine Freiwilligenarbeit in Ecuador spricht:
Zuallererst sprechen natürlich die dadurch gewonnene Auslandserfahrung und die Vertiefung der Sprachkenntnisse für eine Freiwilligenarbeit in Ecuador. Bei der späteren Stellensuche ist die Ausübung eines Ehrenamtes gerne gesehen, weil es einem als Bewerber soziale Kompetenz zuspricht. Des Weiteren hat man dadurch die Möglichkeit eine fremde Kultur und Mentalität kennen zu lernen und ein Bewusstsein für Problematiken in Entwicklungsländer zu schaffen.
Die Freiwilligenarbeiter erkennen dadurch, dass auch sie etwas von anderen Kulturen lernen können. Dabei wird nicht nur der Blick für das Erfassen sozialer Problematiken geschärft, sondern auch für mögliche Lösungsansätze. Freiwilligenarbeiter leisten somit einen Beitrag zum interkulturellen Dialog, zur Entwicklungszusammenarbeit und zur Erkenntniserweiterung, mit dem Ziel, eine grenzüberschreitende Solidarisierung in den sozialen und gesellschaftlichen Anliegen benachteiligter Menschen zu erreichen.
Außerdem trägt dieser Schritt zur Entwicklung der eigenen Persönlichkeit bei, denn oft ist man auf sich alleine gestellt und muss gewichtige Entscheidungen alleine treffen und tragen.
Unterkunft:
Generell hat man zwei Möglichkeiten:
1.) Wenn man in einer Gastfamilie unterkommen möchte, können wir gerne bei der Suche behilflich sein. Wir stehen in gutem Kontakt zu einigen sehr netten Familien in Quito, die die Volontäre jederzeit herzlich willkommen heißen. Alle liegen zentrumsnah in guten Wohngebieten; es wird ein eigenes Zimmer, oft auch mit eigenem Bad gestellt, das Wohnzimmer und die Küche werden geteilt, wie in einer richtigen Familie. Verpflegung ist inbegriffen. Der Vorteil eines Gastfamilienaufenthaltes ist v.a. der enge Familienanschluss und die Möglichkeit, sein Spanisch anzuwenden, sowie schnell Kontakte zu Einheimischen knüpfen zu können.
2.) Alternativ kann man sich selbst in einem der zahlreichen Hostales einquartieren, was den Vorteil bringt, flexibler und unabhängiger zu sein.
Arbeitsinhalt
Die Volontäre unterstützen die Mitarbeiter des Projekts in der täglichen Betreuung der Kinder, wobei sie je nach Interessen und Qualifikationen eingesetzt werden. Die tägliche Betreuung beinhaltet unter anderem die Essensausgabe, Gruppenbetreuung einer Altersklasse, Freizeitgestaltung der Kinder, Hausaufgaben-Hilfe und Nachhilfe, und reicht bis hin zu psychologischer Betreuung einzelner Kinder. Des weiteren werden Sprechstunden mit Kindern und Eltern über Hygiene, Gesundheit und Ernährung geführt. Die Volontäre sind den Kindern Vorbild und Freund zugleich. Etwas Eigeninitiative und eigene Ideen sind natürlich gefragt. Die Arbeitszeiten sind nachmittags von 13 - 17h.
Willkommen ist grundsätzlich jeder: Schulabgänger, Studenten oder Rentner. Bei längeren Aufenthalten sind auch Schulpsychologen und Betreuer gefragt, die sich um die Kinder und ihre Probleme kümmern können. Auch Gesundheits- und Ernährungsberater werden gebraucht.
Kosten und Verantwortung:
viSozial e.V. vermittelt ausschließlich den Kontakt zu ausgewählten Projekten und hilft ehrenamtlich bei Anfragen oder Problemen. Haftung durch viSozial e.V. ist ausgeschlossen. Für die Organisation von Versicherungen, Impfungen, Flügen, Unterkunft, Verpflegung, Visum und sonstigen organisatorischen Dingen ist der Volontär selbst verantwortlich, ebenso wie für die persönliche Sicherheit. Der Freiwillige übernimmt Flug- und Versicherungskosten, sowie die Kosten für Unterbringung und Verpflegung. Wir stellen keine Verträge oder ähnliches aus. Auf Wunsch kann aber ein Bestätigungsschreiben erstellt werden.
- Weitere allgemeine Informationen zum Freiwilligendienst sowie zu freien Stellen in Ecuador
- Antworten auf weitere Fragen findet man auch in den FAQs
Kontaktperson in Quito: Berit
