FUSA - Zentrum für Kinder mit Behinderungen
Das Sozialprojekt FUSA wurde von 2005-2006 von viventura Reisen GmbH unterstützt und seit der Gründung von viSozial e.V. im Jahr 2006 von uns weitergefördert
Der Beweggrund für die Gründung war für Rocio Vinueza, die Leiterin des Vereins, die Geburt ihrer Tochter Maria Carolina im Jahre 1995 und die baldige Feststellung des Angelman Syndroms bei der Kleinen. Unter diesem Syndrom versteht man eine angeborene Intelligenzstörung, die durch eine fehlende Sprachentwicklung, epileptische Anfälle, unmotivierte Lachanfälle sowie eine psychomotorische Entwicklungsstörung charakterisiert ist. Als es sich als unmöglich herausstellte professionelle Unterstützung für ihre Tochter zu finden, entschied sich Rocio Vinueza 2001 dazu, den Verein FUSA zu gründen um gleichzeitig auch anderen Familien mit ähnlichen Problemen zu helfen. Die Hilfe richtet sich an Kinder und Jugendliche mit Downsyndrom, Lähmungen, Autismus und geistigen Störungen.
Um die Kinder in geeigneter Form zu fördern und zu betreuen, hat FUSA ein Rotationssystem entwickelt, bei dem die Kinder und Jugendlichen den Vormittag in der Einrichtung mit einer Psychologin, einer Sprachtherapeutin und einem Physiotherapeuten verbringen und therapiert werden.
Aktive Hilfe durch viSozial bedeutet konkret:
- viSozial unterstützt die FUSA bei den Transportkosten zur Reittherapie, während die Reittherapie selbst durch einen Austausch zwischen der FUSA und der Fundación Amen, die im Norden Quitos einen Reiterhof betreibt, zu Stande kommt.
- Organisation und Durchführung von Weihnachtskampagnen in den letzten Jahren
- Ausstattung eines Raumes zur Hydrotherapie: Die Anwendungen der Physiotherapie sind weniger schmerzhaft, wenn die Muskeln vorher durch die Hydrotherapie entspannt werden können.
Durchschnittliche Kosten pro Monat:
Momentan kann die FUSA ihre Gehälter und Räume selbst finanzieren und so unterstützt viSozial die Einrichtung mit Übernahme von Transportkosten zur Reittherapie im nahe gelegenen, grünen Nachbartal Tumbaco.
- 60 USD für den Transport der Kinder zum Reiterhof in Tumbaco
Unterstützung durch Spenden:
Wer unsere Aktivitäten im Projekt FUSA unterstützen möchte, den bitten wir das folgende Spendenformular auszufüllen.
Unterstützung durch Freiwilligenarbeit:
Seit einigen Jahren arbeiten auch Freiwillige bei FUSA mit. Wer keine Berührungsängste mit behinderten Menschen hat, kreativ ist im Organisieren von Freizeitbeschäftigung und gerne soziale Kontakte knüpft, für den ist die Arbeit eine gewinnbringende Erfahrung und Herausforderung.
Das Anforderungsprofil:
-Mindestalter: 20 Jahre
-Gute Spanischkenntnisse
-Aufgeschlossenheit, Toleranz, Geduld und Belastungsfähigkeit
-Grosses Interesse an fremden Kulturen
-Spaß daran, sich um Menschen mit Behinderungen und ihren besonderen Bedürfnissen zu kümmern
-Bereitschaft mind. 8 Wochen im Projekt mitzuarbeiten
Was für eine Freiwilligenarbeit in Ecuador spricht:
Zuallererst sprechen natürlich die dadurch gewonnene Auslandserfahrung und die Vertiefung der Sprachkenntnisse für eine Freiwilligenarbeit in Ecuador. Bei der späteren Stellensuche ist die Ausübung eines Ehrenamtes gerne gesehen, weil es einem als Bewerber soziale Kompetenz zuspricht. Des Weiteren hat man dadurch die Möglichkeit eine fremde Kultur und Mentalität kennen zu lernen. Aber es wird auch der Blick für das Erfassen sozialer Problematiken geschärft sowie für mögliche Lösungsansätze. Man leistest somit einen Beitrag zum interkulturellen Dialog, zur Entwicklungszusammenarbeit und zur Erkenntniserweiterung, mit dem Ziel, eine grenzüberschreitende Solidarisierung in den sozialen und gesellschaftlichen Anliegen benachteiligter Menschen zu erreichen.
Außerdem trägt dieser Schritt zur Entwicklung der eigenen Persönlichkeit bei, denn oft ist man auf sich alleine gestellt und muss gewichtige Entscheidungen alleine treffen und tragen.
Arbeitsinhalte
Nebst der täglichen Unterstützung des Teams in den verschiedensten Aufgaben, organisiert der Freiwillige Ausflüge und Kampagnen, begleitet die Kinder zu Ämtern oder Ärzten, sorgt für Hygiene und die Pflege oder verbringt fröhliche Nachmittage mit ihnen: singen, basteln, spielen. Besonders interessant ist dieses Projekt für Studierende der Sozialpädagogik und Medizin, aber auch Krankenschwestern- und pfleger, Therapeuten sowie alle anderen Interessenten können das Projekt unterstützen.
Die Arbeitszeiten sind vormittags von 8 bis 13 Uhr.
Unterkunft
Generell hat man zwei Möglichkeiten:
1.) Wenn man in einer Gastfamilie unterkommen möchte, können wir gerne bei der Suche behilflich sein. Wir stehen in gutem Kontakt zu einigen sehr netten Familien in Quito die die Freiwilligen jederzeit herzlich willkommen heißen. Alle liegen zentrumsnah in guten Wohngebieten; es wird ein eigenes Zimmer, oft auch mit eigenem Bad gestellt, das Wohnzimmer und die Küche werden geteilt, wie in einer richtigen Familie. Verpflegung ist inbegriffen. Der Vorteil eines Gastfamilienaufenthaltes ist v.a. der enge Familienanschluss und die Möglichkeit, sein Spanisch anzuwenden, sowie schnell Kontakte zu Einheimischen knüpfen zu können.
2.) Alternativ kann man sich selbst in einem der zahlreichen Hostels, Posadas oder Hotels einquartieren, was den Vorteil bringt, flexibler und unabhängiger zu sein.
Kosten und Verantwortung
viSozial e.V. vermittelt ausschließlich den Kontakt zu ausgewählten Projekten und hilft ehrenamtlich bei Anfragen oder Problemen. Haftung durch viSozial e.V. ist ausgeschlossen. Für die Organisation von Versicherungen, Impfungen, Flügen, Unterkunft, Verpflegung, Visum und sonstigen organisatorischen Dingen ist der Volontär selbst verantwortlich, ebenso wie für die persönliche Sicherheit. Der Freiwillige übernimmt Flug- und Versicherungskosten, sowie die Kosten für Unterbringung und Verpflegung. Wir stellen keine Verträge oder ähnliches aus. Auf Wunsch kann aber ein Bestätigungsschreiben erstellt werden.
- Weitere allgemeine Informationen zum Freiwilligendienst sowie zu freien Stellen in Ecuador
- Antworten auf weitere Fragen findet man auch in den FAQs
Gerne kann man aber auch Kontakt zu Berit aufnehmen.
