viSozial-Freiwilligendienst
“Frage nicht, was die Gesellschaft für Dich tun kann
- frage, was Du für die Gesellschaft tun kannst”
Daher möchten auch wir durch die kostenlose Vermittlung von Volontären die Projekte nicht nur rein finanziell, sondern auch aktiv und inhaltlich unterstützen und somit einen weiteren Beitrag zur Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Die Freiwilligenarbeit beschreibt dabei die freiwillige Mitarbeit in einem unserer viSozial-Projekte, ohne finanzielle Gegenleistung.

Unser viSozial-Freiwilligendienst bietet die Möglichkeit sich ehrenamtlich in unseren Projekten in den Arbeitsgebieten Bildung, Gesundheit und Umwelt zu engagieren. Das bedeutet, dass der Volontär an der täglichen Projektarbeit mitwirkt, Verantwortung für andere Menschen übernimmt und auch eigene Ideen zur Projektentwicklung mit einbringt. Dadurch hat der Volontär die Chance, einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten.
Daneben bietet die Tätigkeit die einmalige Möglichkeit, Südamerika einmal aus einer ganz anderen Perspektive kennen zu lernen und wertvolle Auslandserfahrung zu gewinnen. Auch ist es unser Bestreben durch das gegenseitige Kennen lernen einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten, denn nicht nur der Volontär lernt bei seinem Aufenthalt etwas über südamerikanische Lebensweisen, sondern auch die Projektteilnehmer haben so die Möglichkeit, Menschen aus einem anderen Kontinent kennen und verstehen zu lernen.
Wer gerne aktiv zur Verbesserung der Lebenssituation benachteiligter Menschen und Regionen beitragen möchte, Ideen und die Eigeninitiative hat, diese umzusetzen und dazu noch Spaß an Südamerika und seinen Menschen hat, dann ist die freiwillige Arbeit in einem unserer Sozialprojekte in Südamerika genau das Richtige.
Was bietet der viSozial-Freiwilligendienst?
- einen Beitrag zur Verbesserung des Lebensstandards und der nachhaltigen Entwicklung in Südamerika zu leisten
- einen tiefen Einblick in das südamerikanische, alltägliche Leben zu erhalten und dadurch wertvolle Auslandserfahrung zu sammeln
- entwicklungspolitische Projekterfahrung zu erwerben
- bei Projektentwicklungen teilzuhaben und eigene Ideen einfließen zu lassen
- neue Freundschaften zu schließen
- aber auch zu erfahren und zu lernen, wie die Arbeitsabläufe in einem südamerikanischen Kontext ablaufen und zu akzeptieren, dass nicht immer alles so funktioniert und umgesetzt werden kann wie man es sich gerne wünscht und es aus Europa gewohnt ist

Zusammengefasst in zwei Sätze bedeutet der viSozial-Freiwilligendienst:
“Freiwillige bekommen mehr heraus als sie hereinstecken”
und
“Freiwillige reisen als Idealisten ab und kommen als Realisten wieder”
Wo kann man helfen?
Man kann selber bestimmen, in welchen unserer Projekte man tätig sein möchte. Auf den jeweiligen Länderseiten und Projektbeschreibungen kann man sich genau über die Einsatzmöglichkeiten informieren. Generell sind unsere Einsatzmöglichkeiten sehr vielschichtig: So könnte man als Betreuer/In im Kindergarten helfen, in der Schule Englisch oder Sport unterrichten, im Zentrum für Kinder mit Behinderungen als Therapeut/In oder Betreuer/In mitarbeiten, sich in einem Straßenkinderheim in vielerlei anderer Hinsicht nützlich machen aber auch bei der strategischen Projektentwicklung mitwirken und Ideen zur “Hilfe zur Selbsthilfe” einbringen. In den von uns angebotenen Projekten wird wirklich jede Unterstützung gebraucht.
Das heißt, wir bieten sowohl Einsätze für “Fachpersonale” (wie z.B. Therapeuten, Mediziner, Erzieher, Lehrer, Biologen) sowie für Personen an, die gerne einmal etwas “Anderes” kennen lernen möchte und über weniger Erfahrung in den jeweiligen Themengebieten verfügen. Wir sind der Meinung, dass jede Art der Unterstützung und aktiver Mitarbeit ein Mehrwert für das Projekt darstellen kann. Daher sind den verschiedenen Einsatzmöglichkeiten keine Grenzen gesetzt und auch Ideen für einen Einsatz sind bei uns herzlich Willkommen.
Mindestdauer der Freiwilligenarbeit
Wie der Name freiwillig schon sagt, ist der Arbeitsbeitrag freiwillig und innerhalb selbst gesteckter Grenzen. Dennoch gibt es je nach Projekt eine individuell festgesetzte Mindestdauer. Während die Mitarbeit in einem Kindergarten auch bei einem kurzen Aufenthalt von 4 Wochen möglich ist, benötigt man bei einem Dienst in einem Straßenkinderheim schon alleine 3 Monate, um sich einzuleben und die Kinder richtig kennen zu lernen. Auch sollte man bedenken, dass ein sehr kurzer Arbeitszeitraum den Projekten selber wenig bringt, da man besonders in der ersten Zeit noch stärker an die Hand genommen werden muss und der Mehrwert für das Projekt geringer ist. Verbringt man jedoch mehr Zeit, hat man die Möglichkeit zusammen mit dem Projekt die Arbeit zu koordinieren und eigene Ideen umzusetzen. Daher möchten wir an dieser Stelle dazu aufrufen, sich genügend Zeit zu nehmen um sich ins Team einzuleben, die Projektarbeit kennen zu lernen und die Menschen, denen man hilft, näher zu kommen. Und letztlich sind es ja kleine Erfolge und die umgesetzten Ideen, die Spaß an der Arbeit machen und das Gefühl geben, etwas während des Aufenthalts erreicht zu haben. Und genau das ist auch der wertvolle Nutzen für das Projekt. Nach oben hin sind keine Grenzen gesetzt, man kann sich so lange man möchte, dieser Art von Hilfe widmen und vor Ort seinen Aufenthalt problemlos verlängern.

Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen?
Die wichtigsten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Freiwilligendienst sind Enthusiasmus, Eigeninitiative, selbständige und verantwortungsvolles Arbeiten, aber auch eine Portion Verständnis für die etwas anderen Arbeits- und Lebensbedingungen in Südamerika. Sofern einem darüber hinaus Südamerika und seine Menschen am Herzen liegen und man Freude daran hat, sich ehrenamtlich zu engagieren und anderen zu helfen, dann sind das die besten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Freiwilligendienst.
Fähigkeiten/Fachwissen:
Wie schon oben beschrieben, sind die Arbeitsgebiet sehr vielseitig, so dass man je nach Projekt unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen sollte. Es kommt ganz darauf an, in welchem Projekt und in welchem Tätigkeitsbereich man mitarbeiten möchte. Daher können sowohl Schulabgänger, Studenten bis über Berufstätige hin zu Senioren ein Gewinn für unsere Projektarbeit sein.
Wir suchen in erster Linie Menschen, die gerne helfen möchten und bereit sind, sich ehrenamtlich zu engagieren. Man lernt ohnehin soviel während des Aufenthalts, dass man die notwendigen Fähigkeiten schnell erlernen kann. Aber es gibt auch einige speziell ausgeschriebene Stellen, bei denen wir ganz konkret nach qualifiziertem Fachpersonal suchen, die uns im Bereich Bildung, Gesundheit und Umwelt fachmännisch unterstützen können (z.B. Physiotherapeuten oder Heilpädagogen für das Zentrum für Kinder mit Behinderungen, Didaktiker zur Verbesserung der Lehrmethoden, Biologen für unser Umweltprojekt sowie der Umwelterziehung). Je nach Bedarf schreiben wir die einzelnen Stellen aus, so dass man sich die spezifischen Tätigkeitsmöglichkeiten genauer anschauen und online bewerben kann.
Sprachkenntnisse:
Da die Kommunikation mit den Mitarbeitern der Projekte ausschließlich auf Spanisch/Portugiesisch erfolgt, ist es Voraussetzung, dass der Freiwillige über ausreichende Sprachkenntnisse verfügt. Das heißt man sollte sich problemlos auf Spanisch/Portugiesisch verständigen können. Sollte man nur über geringe Sprachkenntnisse verfügen, wäre ein Sprachkurs (am besten vor Ort) sehr hilfreich.
Altersbeschränkung:
Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass alleine der gute Wille nicht immer ausreicht, eine erfolgreiche Projektarbeit zu leisten. Auch “helfen” muss gelernt werden und in vielen Fällen bedarf es auch einer gewissen Lebens- und auch Berufserfahrung. Daher haben wir beschlossen dass ein Mindestalter von 20 Jahren je nach Tätigkeitsbereich und Projekt notwendig ist. Nach oben hin sind keine Grenzen gesetzt, da wir denken, dass gerade ältere Menschen durch ihre wertvolle Lebens- aber auch Berufserfahrung die Gelegenheit haben, ihr Wissen weiterzugeben. Daher erfreuen wir uns seit neuestem immer mehr über Senioren, die gerne mit uns für einen gewissen Zeitraum Südamerika durch eine freiwillige Tätigkeit kennen lernen und ihre Erfahrung und ihr Wissen teilen möchten.
Zusammenfassend noch einmal die Voraussetzungen:
- Mindestalter von 20 Jahren je nach Projekt; nach oben hin offen
- gute bis sehr gute Spanisch- oder Portugiesisch Kenntnisse
- Selbständige Organisation von Impfungen, Versicherungen, Visum, Flug und sonstigem
- gewünschte Mindestdauer (je nach Projekt) zwischen 3 und 6 Monaten (in einigen wenigen Projekten ist auch die Mitarbeit von 4 Wochen möglich. Urlaub sollte unbedingt anschließend oder vorher eingeplant werden, da eine Unterbrechung nicht sinnvoll ist)
- Anpassungsfähigkeit, Integrationsvermögen, Toleranz, Kompromissbereitschaft, verantwortungsvolles Handeln, Flexibilität, Motivation, Enthusiasmus und Eigeninitiative sollten vorhanden sein
Bewerbungsverfahren
Zuallererst kann man sich auf unseren einzelnen Länderseiten genau über die verschiedenen Projekte und deren Einsatzmöglichkeiten informieren.
Auf unserer Job-Seite werden aktuelle Freiwilligenstellen inklusive Tätigkeitsbeschreibung und Anforderungsprofil ausgeschrieben. Die Bewerbungsunterlagen (Anschreiben, Lebenslauf, Foto und Motivationsschreiben; in Peru zusätzlich ein Datenblatt (Ficha), dass man sich nach erfolgreicher Bewerbung herunterladen kann) sind in der jeweiligen Landessprache zu verfassen (spanisch oder portugiesisch), damit die Auswahl der Volontäre gemeinsam zwischen viSozial e.V. und den Projekten durchgeführt werden kann.
Vorbereitung der Freiwilligenarbeit
In unserem Forum (im Aufbau), sowie auf unserer FAQ-Seite findet man Antworten zu den häufig gestellten Fragen rund um die Vorbereitung der Freiwilligenarbeit und der Freiwilligenarbeit selbst.
Bei einer Zusage für den Freiwilligendienst, versenden wir eine ausführliche Informations-Mappe zur Vorbereitung auf das Volontariat. Der jeweilige Landes-Ansprechpartner wird natürlich auch per Telefon und E-Mail immer erreichbar sein und Fragen beantworten.
Haftung
viSozial e.V. vermittelt ausschließlich den Kontakt zu ausgewählten Projekten und hilft ehrenamtlich bei Anfragen oder Problemen. Haftung durch viSozial e.V. ist ausgeschlossen. Für die Organisation von Versicherungen, Flügen, Unterkunft, Verpflegung, Visum und sonstigen organisatorischen Dingen ist der Volontär selbst verantwortlich, ebenso wie für die persönliche Sicherheit. Zudem stellen wir keine Verträge oder Ähnliches aus.


