Freie Stellen in Ecuador
Freiwilligenarbeit in Schulen der Gemeinde Quilotoa
Quilotoa ist eine kleine Gemeinde von Indigenas (indigene Bevölkerung) mitten in den Anden auf einer Höhe von etwa 3900 Metern über dem Meeresspiegel. Die Menschen hier leben in großen Familien mit vielen Kindern zusammen – in der Umgebung von Quilotoa gibt es etwa 400 Kinder. Die Muttersprache der Bewohner ist die alte Sprache: Quichua, deshalb ist bereits Spanisch für die Kinder eine neue Sprache, die sie in der Schule lernen. Die Menschen können oft nicht lesen und schreiben, weil sie von ihrer Kindheit an mitgearbeitet haben oder die Eltern sich die Schule nicht leisten konnten. Und genau dort setzt das Projekt Schulförderung an. Wir fördern vor allem die Grundschulen, damit die Kinder eine Chance auf Bildung und ein einfacheres Leben haben. Wir versuchen nicht nur die Bildung, sondern auch wichtige Dinge wie Erste Hilfe oder Hygiene bekannt zu machen – durch Schulungen für die Lehrer.
Man lebt von ein wenig Landwirtschaft (auf Grund der Höhe gibt es keinen sehr fruchtbaren Boden) und vor allem vom Tourismus. Denn das Dorf verfügt über einen ganz besonderen Schatz der Natur: die Laguna Quilotoa. In einem Vulkankrater hat sich eine grünblaue Lagune gebildet und so einen anziehenden, etwas mystischen Ort geschaffen. Deshalb kommen viele Touristen in das kleine Dorf und an der Lagune bieten dann viele Dorfbewohner bunte Holzmasken und Gemälde, die sie selbst gefertigt haben, aber auch Mützen, Handschuhe und Schals an. Mit diesen Handarbeiten verdienen sich die Menschen ihren Lebensunterhalt.
Natürlich hat es der Fortschritt auch hierher geschafft und so gibt es seit wenigen Jahren Strom. Die Einkäufe werden im nächsten größeren Dorf Zumbahua auf dem Markt gemacht oder in der nächstgelegenen Stadt Latacunga. Es ist eine lange Reise nach Quilotoa. Von Quito aus braucht man etwa 4 bis 5 Stunden. Denn es fährt nur ein Bus pro Tag von Zumbahua nach Quilotoa. Auf der Fahrt kann man jedoch schon viele wichtige Eindrücke sammeln: man kommt an Landschaften vorbei, die unberührt sind – man kann hier wirklich mitten im Nichts sein. Und auch die Busse und was alles mit diesen transportiert wird unterscheidet sich erheblich von den Busfahrten in Europa.
Arbeitsinhalte:
- Englischunterricht (Basiskenntnisse)
- Computerunterricht (Basiskenntnisse)
- Sport mit den Kindern machen
- Eventuell Kurs über gesunde Ernährung halten
- Hygiene publik machen
- Unterrichtsmaterialien prüfen
- Hausaufgabenbetreuung für Kinder am Nachmittag
- Zeitweise in anderen Gemeinden aushelfen
- Unterstützung bei viSozial – Projekt Veranstaltungen
Wo werde ich wohnen & wie ist die Verpflegung geregelt?
Die Unterbringung erfolgt im Hostal „Sunrise“ in der Gemeinde Quilotoa. Dieses Hostal gehört José Guamangate Latacunga und seiner Familie. Er und seine Frau Delfina haben 8 Kinder: Fausto, Sandra, Holger, Klever, Claudio, Hugo, Carolina, David. Es ist sehr einfach eingerichtet: es gibt einen Kamin, der das ganze Häuschen beheizt und viele einfache Betten mit Decken. – Genauso, wie auch die Familie lebt. So kann man das Leben in der Gemeinde wirklich hautnah erleben. Das Essen wird in einem anderen Haus eingenommen, das ebenfalls José und seiner Familie gehört. Hier gibt es die Küche, einen extra Raum, in dem einige der Kinder schlafen und einen großen Raum mit Tischen und Bänken, wo man abends zusammensitzen und auch essen kann. Das Essen besteht aus sehr einfachen Gerichten, wie sie für das kleine Dorf typisch sind. Es gibt vor allem Brot, Eier, Gemüse und Suppen. Zu besonderen Anlässen grillen die Frauen des Dorfes „Cuy“ – Meerschweinchen über dem Feuer. Es gibt auch einen kleinen Laden, in dem man sich mit Trinkwasser, Cola & Chips, Schokoriegeln oder auch Pommes Frites versorgen kann.
Kapazität
Da wir möglichst den Englisch- und Computerunterricht der Volontäre ohne Pausen aufrecht erhalten möchten, ist es wichtig, dass immer mindestens ein Volontär vor Ort ist. Generell haben wir die Möglichkeit bis zu drei Volontäre in Quilotoa unterzubringen und freuen uns über jede Bewerbung.
Anforderungen
- Logis & Kost bei José = 8 USD/ Tag
- Mindestens 1 Monat Aufenthalt
- Interesse am Unterrichten von Kindern und Erwachsenen
- Gut mit Kindern umgehen können, Geduld haben
- Interesse & Offenheit gegenüber neuen Kulturen
- Unter sehr einfachen Umständen in einem kleinen Dorf im Andenhochland leben können
- Gute bis sehr gute Spanischkenntnisse notwendig
Bewerbungsprozess
Die Bewerbungsunterlagen sind auf Spanisch einzureichen, da wir diese an die Projekte weiterleiten. Einzureichen sind:
- Lebenslauf
- Foto im jpg-Format (max. 100 kb)
- Anschreiben inkl. Informationen zur Motivation
Die komplette Bewerbung soll auf Spanisch an Britta Heidemann geschickt werden.
Freiwilligenarbeit im der Kinderbetreuung im Projekt “Para dar Esperanza”
Das Sozialprojekt „Esperanza“ bietet Kindern aus sozial schwachen Familien einen Ort, an dem sie sich nachmittags nach der Schule aufhalten können. Die momentan 50 bis 60 Kinder im Alter von 2 bis 18 Jahren erhalten im Projekt ein warmes Mittagessen und werden von den Mitarbeitern des Projekts sowie von Volotären betreut. Häufig sind die Kinder in einer körperlich wie psychisch gewalttätigen Umgebung aufgewachsen, wodurch sie häufig selbst schnell zu Gewalt greifen.
Die Volontäre unterstützen die Mitarbeiter des Projekts in der täglichen Betreuung der Kinder, wobei sie je nach Interessen und Qualifikationen eingesetzt werden. Die tägliche Betreuung beinhaltet unter anderem die Essensausgabe, Gruppenbetreuung einer Altersklasse, Freizeitgestaltung der Kinder, Hausaufgaben-Hilfe und Nachhilfe, und reicht bis hin zu psychologischer Betreuung einzelner Kinder. Auch Englisch- und Computerunterricht gehören zu den Angeboten des Projekts. Des weiteren werden Sprechstunden mit Kindern und Eltern über Hygiene, Gesundheit und Ernährung geführt.
Das Projekt befindet sich im Norden von Quito am Hang des Vulkans Pichincha auf rund 3300m und ist leicht mit dem Bus zu erreichen. Im Stadtteil gibt es kein Leitungswasser, mittlerweile jedoch gepflasterte Straßen. Um den Lebensunterhalt in Quito zu bestreiten sollte man mit monatlichen Kosten von ca. 100 USD für die Miete eines Zimmers und etwa 70 USD für Verpflegung rechnen. Arbeitszeiten sind bisher lediglich am Nachmittag. Auf Wunsch kann das Projekt eine Gastfamilie für die Freiwilligen organisieren.
Kapazität
Da das Projekt auf jede helfende Hand angewiesen ist, freuen wir uns über jede Bewerbung.
Anforderungsprofil:
- Mindestalter: 20 Jahre
- Interesse am Umgang mit nicht immer einfachen Kindern
- Durchsetzungs- und Einfühlungsvermögen
- Motivation zur engagierten, aktiven Mitarbeit
- Interesse an Projektarbeit
- flexibel, tolerant und belastungsfähig sein
- Interesse Kultur Ecuadors kennenzulernen
- ausreichende Spanischkenntnisse
- Foto, Lebenslauf und Anschreiben auf Spanisch
- nötige Impfungen und Versicherungen selbst organisieren
Bewerbungsprozess
Die Bewerbungsunterlagen sind auf Spanisch einzureichen, da wir diese an die Projekte weiterleiten. Einzureichen sind:
- Lebenslauf
- Foto im jpg-Format (max. 100 kb)
- Anschreiben inkl. Informationen zur Motivation
Die komplette Bewerbung soll auf Spanisch an Berit Düwel geschickt werden.
Freiwilligenarbeit in der Betreuung behinderter Kinder
In der Organisation FUSA - FUNDACION DE LA SONRISA DE UN ANGEL - Stiftung des Lächelns eines Engels werden Kinder mit verschiedenen geistigen und damit häufig einhergehenden körperlichen Behinderungen vormittags betreut und gefördert. Die Hilfe richtet sich an Kinder mit Downsyndrom, Lähmungen, Autismus und geistigen Störungen.
Um die Kinder in geeigneter Form zu fördern und zu betreuen, hat FUSA ein Rotationssystem entwickelt, bei dem die Kinder und Jugendlichen den Vormittag in der Einrichtung mit einer Psychologin, einer Sprachtherapeutin und einem Physiotherapeuten verbringen. Zusätzlich werden Therapien in einer der 3 Formen angeboten. FUSA bietet aber auch der Familie Rat und Orientierungshilfe an und setzt bei dem gesamten Prozess auf Nachhaltigkeit.
Arbeitsinhalte:
Die Aufgaben der Volontäre hängen ganz von ihrer Vorbildung und ihrem beruflichem Hintergrund ab. Die erste Woche helfen die Volontäre bei der Arbeit in allen Therapierichtungen – so wird festgestellt für welche Therapie ihre Fähigkeiten am besten eingesetzt werden können. Bei Volontären, die keinen Beruf oder kein Ausbildung aus diesem speziellen Bereich haben, bietet es sich an, bei der Beschäftigungstherapie zu helfen. Kreative Köpfe sind hier immer willkommen. Bei Volontären mit Vorbildung werden diese im entsprechenden Therapiebereich eingesetzt.
Kapazität:
Generell freuen wir uns immer über helfende Hände! Saison- und projektbedingt variiert jedoch die Nachfrage nach Freiwilligen in der FUSA. Im Durchschnitt benötigen wir aber ca. 1-2 Volontäre, um eine konstante Projektunterstützung gewährleisten zu können.
Anforderungsprofil:
- gut mit geistig gestörten Kindern umgehen können
- Mindestalter: 20 Jahre
- flexibel, tolerant und belastungsfähig sein
- Interesse Kultur Ecuadors kennenzulernen
- ausreichende Spanischkenntnisse
- Foto, Lebenslauf und Anschreiben auf Spanisch
- Mitarbeit für mindestens einen Monat
- nötige Imfungen und Versicherungen selbst organisieren
Bewerbungsprozess:
Die Bewerbungsunterlagen sind auf Spanisch einzureichen, da wir diese an die Projekte weiterleiten. Einzureichen sind:
- Lebenslauf
- Foto im jpg-Format (max. 100 kb)
- Anschreiben inkl. Informationen zur Motivation
Die komplette Bewerbung soll auf Spanisch an Berit Düwel geschickt werden.
Freiwilligeneinsatz im Nebelwald-Schutzgebiet Rio Guajalito
Das Waldschutzgebiet Rio Guajalito ist privat, breitet sich über ca. 710 Hektar aus und befindet sich am Fuße der Kordillere des Atacaso in der Region westlich des Vulkans Pichincha auf dem km59 des alten Weges Quito-San Juan-Chiriboga- Santo Domingo de los Colorados. Rio Guajalito gehört zu zwei Bio-Regionen: dem Chocó und den tropischen Anden. Beide Regionen werden als besonders hoch an biologischer Vielfalt und endemischer Arten angesehen. Das Ökosystem ist der andine Nebelwald.
Das Gebiet beherbergt 236 Vogelarten von denen 14 endemisch für die Zone sind und vier von diesen sind (laut der Liste des UICN) vom Aussterben bedroht. Es gibt 45 Säugetierarten wie z.B. den Andenbären (Tremarctus ornatus), den Andentapir (Tapirus pinchaque) und den Puma (Puma concolor) und 47 Amphibien- und Reptilienarten. Im Jahr 2000 wurde das Reservat von Birdlife International zur wichtigen Zone für Vogelschutz erklärt - „AICA des westlichen Zentrums des Pichincha“. Außerdem wurden etwa 150 medizinische Pflanzen und 200 andere Nutzpflanzen identifiziert.
Arbeitsinhalte:
Es gibt folgende grosse Aufgabenbereiche:
Erhalt des Reservates und Aufforstung
Ein so grosses Waldgebiet ist nicht so einfach zu überblicken. Deswegen gibt es einen Parkwächter, der am Waldrand in einem Häuschen mit seiner Familie lebt um so ein Auge auf alles zu haben, was geschieht. Denn es gibt immer wieder Versuche in das Gebiet einzudringen um das Land für sich zu beanspruchen und Holz zu verkaufen. Die Volontäre wohnen mit Cesar, seiner Frau Hilda und ihren vier Kindern auf einem Grundstück und helfen ihnen dabei neue Bäume zu ziehen und zu pflanzen, sowie zu pflegen. Circa 10 Hektar sind früher in Weideflächen umgewandelt worden und sollen nun wiederaufgeforstet werden. Dahinter steckt ein langer Arbeitsprozess, angefangen von dem Ziehen der kleinen Bäumchen in Gewächshäusern, bis hin zu ihrer Anpflanzung in den Wäldern. Die jungen Bäume müssen gemessen und katalogisiert werden um ihr Wachsstum festzuhalten.
Erhalt & Neubau von Wanderwegen im Schutzgebiet
Es ist schwierig alle Wege instand zu halten. Im Moment gibt es etwa 40 km Wegstrecke im Gebiet, die sich auf vier Wege verteilen. Einige sind zugewachsen, während andere von Eindringlingen stark verbreitert wurden um Holz abtransportieren zu können. Sie sollten auf einem Nivel angelegt & gehalten warden, der nur Fussgängern die Benutzung ermöglicht. Diese Wege sollen den Parkwächtern und Volontären dienen, aber auch als touristische Pfade zur Entdeckung der Natur ausgelegt werden.
Ökotourismus
Im Moment kann man noch nicht von einem Tourismus sprechen. Es gibt verschiedene Gruppen von Wissenschaftlern und Studenten, die zu Forschungszwecken das Waldgebiet besuchen und in dem Häuschen in Guajalito übernachten und verpflegt werden. Manchmal kommen auch Schülergruppen an, die auf diesen Ausflügen viel über die Pflanzen und Tiere des Nebelwaldes und ihre Wichtigkeit lernen. Die Idee ist das Gebiet auf Touristen auszuweiten um das Bewusstsein und dieses besondere Naturerlebis an noch mehr Menschen weitergeben zu können. Unter anderem sollen selbstgeführte Wege mit Hinweisschildern und ein Garten für Kolibris entstehen.
Biologische Beobachtungen
Es gibt noch viele Tier- und Pflanzenarten, die noch nicht bekannt sind. Darum gibt es die Pläne einen kleinen Garten für Kolibris anzulegen und einen Orchideengarten anzulegen. So können die verschiedenen Arten ausführlich beobachtet, fotografiert und vermerkt werden.
Kapazität
Generell freuen wir uns immer über helfende Hände! Da wir die Möglichkeit haben mehrere Volontäre in Rio Guajalito unterzubringen und es auch an Arbeit nicht fehlt, freuen wir uns über jede Bewerbung.
Die Volontäre wohnen direkt im Projekt, im Haus der Station Rio Guajalito, das nahe der Straße liegt. Es gibt dort Strom und zwei Gemeinschaftsbäder mit Duschen. Ein großes Zimmer für alle Volontäre mit Doppelstockbetten und einem Kamin steht bereit.
Die Mahlzeiten bereitet die Frau eines Parkwächters zu.
Anforderungsprofil:
- 300 USD monatlich für Unterkunft & 3 Mahlzeiten täglich
- Mindestdauer: 2 Monate
- Basiskenntnisse in Spanisch
- Auslandskrankenversicherung
- Vertrag mit Stiftung Salvatierra & Waldschutzgebiet Rio Guajalito abschliessen bezüglich der Eigenhaftung
- Arbeitszeit: 8 Stunden pro Tag, 22 Tage pro Monat
- Alkohol & Drogen sind im Reservat strengstens verboten
- Fachleute aus Biologie, Ökologie, Forstwirtschaft, Ökotourismus, Umweltschutz oder Leute, die an Umweltschutz und Natur interessiert sind.
Bewerbungsprozess:
Die Bewerbungsunterlagen sind auf Spanisch einzureichen, da wir diese an die Projekte weiterleiten. Einzureichen sind:
- Lebenslauf
- Foto im jpg-Format (max. 100 kb)
- Anschreiben inkl. Informationen zur Motivation
Die komplette Bewerbung soll auf Spanisch an Berit Düwel geschickt werden.
Freiwilligeneinsatz in “El Chontal”
Das Dörfchen “El Chontal” liegt am Westhang der Andenkordillere im Nebelwald. Von Quito aus kann man den Ort in drei Stunden mit dem Bus erreichen. In „El Chontal“ kann man noch „Natur pur“ erleben. Nichts übertönt die Geräusche der Natur: das Vogelgezwitscher, den Wind in den Bäumen, das Rauschen des Flusses Guayabamba oder einfach eine herrliche Stille.
Die kleine Gemeinde „El Chontal“ besteht aus einem Ortskern und vielen weit im Wald verstreuten Haciendas. Vor einiger Zeit haben sich mehrere Familien aus El Chontal in einer Initiative für einen kommunalen Ökotourismus zusammengeschlossen. Durch einen sanften Tourismus als Einnahmequelle möchten sie den primären Bergnebelwald vor der Abholzung bewahren. Ihr erklärtes Ziel ist es, die Menschen für die Natur und insbesondere den Nebelwald zu sensibilisieren. Die Stabilisierung des Ökotourismus in ihrem Dorf und den damit verbundenen Schutz der Umwelt versuchen sie durch die Schaffung von touristischen Anziehungspunkten auf den Haciendas zu erreichen. Die Projekte sind jeweils direkt auf den Haciendas der in der Initiative zusammenarbeitenden Familien, die zum Teil in ziemlicher Abgeschiedenheit liegen, angesiedelt.
Bitte seid euch bewusst, dass ihr keine Entwicklungshelfer seid, sondern die Menschen im Dorf und auf den Fincas bei ihrem Vorhaben die ursprüngliche Natur zu bewahren unterstützt. Eure Gastgeber geben euch die Möglichkeit ihr Leben und ihren Alltag eine Weile zu teilen und somit Einblicke in ihre Kultur wie auch in die Entwicklung des kommunalen Tourismus zu bekommen. Das Projekt steckt allerdings noch in den Kinderschuhen!
Das Projekt umfasst eine weite Spanne von Schwerpunkten, die alle dem ökologischem Tourismus und dem Erhalt der ursprünglichen Natur dienen sollen. Eine der teilnehmenden Fincas ist zum Beispiel Los Cedros (http://reservaloscedros.org/es/).
Mögliche Arbeitsinhalte auf den verschiedenen Fincas umfassen:
- Anlegen von touristischen Pfaden
- Erfassen von Flora und Fauna
- Mitarbeit auf einer ökologischen Farm
- Weiterer Ausbau und Pflege der touristischen Attraktionen wie das Schmetterlingshaus und den Orchideengarten
- Wiederaufforstung
- Mitarbeit bei biologischer Forschung über Affen und Tukane
Kapazität:
Da es viele Fincas gibt, können einige Voluntäre im Projekt mitarbeiten. Wir freuen uns über jede Bewerbung.
Anforderungen:
- Monatlicher Beitrag an das Projekt (inkl. Kost und Logis): 300 USD
- Mindestens 1 Monat Aufenthalt
- Mindestalter: 18 Jahre
- Interesse an Natur
- Bereitschaft zum Wohnen in sehr einfachen Umständen auf den abgelegenen Fincas
- flexibel, tolerant und (emotional) belastungsfähig sein
- Freude am naturverbundenen Leben
- Interesse & Offenheit gegenüber neuen Kulturen abseits der Touristenmeile
- Gute bis sehr gute Spanischkenntnisse notwendig
- Foto, Lebenslauf und Anschreiben auf Spanisch
- Nötige Impfungen und Versicherungen selbst organisieren
- Auch willkommen sind Fachleute aus Biologie, Ökologie, Forstwirtschaft, Ökotourismus, Umweltschutz oder Leute, die an Umweltschutz, ökologischem Tourismus und Natur interessiert sind.
Bewerbungsprozess:
Die Bewerbungsunterlagen sind auf Spanisch einzureichen, da wir diese an die Projekte weiterleiten. Einzureichen sind:
- Lebenslauf
- Foto im jpg-Format (max. 100 kb)
- Anschreiben inkl. Informationen zur Motivation
Die komplette Bewerbung soll auf Spanisch an Berit Düwel geschickt werden.
Freiwilligenarbeit in einer Wildtierauffangstation
Für Recherchen ihrer Doktorarbeit arbeitete die Schweizerin Angelika Reimann mit einem indianischen Führer im Regenwald Ecuadors. Angelika zog im Juli 1991 defintiv nach Ecuador, um ihre Dissertation in Angriff zu nehmen. Christine Lazecki kam bald darauf in den Regenwald, zusammen mit ihrem zukünftigem Mann Siegfried von Steiger. Der beklagte sich sehr bald, dass man ja fast keine Tiere sehen würde in diesem Wald. Und dass ausserdem alle von Regenwaldschutz reden, aber keiner etwas tun würde. Auch Angelika klagte darüber, dass es sogar fragwürdig wäre, ob ihre Walduntersuchungsflächen bis zum Schluss ihrer Feldarbeit noch Wald sein würden, so schnell ging es in der Gegend mit der Abholzung voran. Am Schluss des Aufenthaltes von Christine und Siegfried war die Idee geboren.
Christine wollte einen Zoo aufbauen, der nach zwei Jahren unter Remigios Leitung selbsttragend sein sollte. Und Sigi wollte 200 ha Regenwald kaufen und unter Schutz stellen, so dass Angelika sichere Untersuchungsflächen zur Verfügung hätte. Er wollte in der Schweiz eine Genossenschaft zum Schutz des Regenwaldes (GSR) gründen. Remigio fand die Idee des Zoos gut, doch noch besser wäre eben eine Wildtierauffangsstation. Das Gesetz in Ecuador verlangt nämlich, dass der Staat Wildtiere beschlagnahmt, die ohne Erlaubnis gehandelt werden oder schlecht gehalten werden. Doch dann, wohin damit? Es war damals auch üblich, dass die meisten Urwaldhotels Tiere hielten, unter erbärmlichsten Bedingungen, um sie den Touristen vorzuführen. Eine Tierauffangsstation würde also zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: den beschlagnahmten Wildtieren ein Zuhause geben, und den Touristen die Möglichkeit geben, diese Tiere in ihrem natürlichem Umfeld zu beobachten.
Christine beauftragte Remigio und Angelika, sich nach einem geeigneten Wald umzusehen, und so wurden im Januar 1993 in Christine von Steigers Namen die 39 ha des amaZOOnicos gekauft. Christine liess sich auf dem Land ein Haus bauen, Remigio und Angelika bauten das ihre daneben. Ein Jahr später kamen die ersten Touristen. Die ersten Tiere hatten sie schon, bevor die Idee des amaZOOnicos geboren wurde. Der amaZOOnico wurde 1994 als Wildtierauffangsstation staatlich annerkannt und bekommt seitdem Tiere (und Kontrolleure) zugeschickt. Christine von Steiger finanzierte den amaZOOnico bis August 1995, seitdem lebt die Station von den Eintritten der Besucher, den Verkäufen an der Bar und den Spenden der Besucher und der amigos del amaZOOnico, einer Gruppe von Leuten aus Europa. Was den Wald anbetrifft, stellte es sich sehr bald heraus, dass 200 ha zu wenig waren, um Wald und Wild wirklich zu schützen. Es wurden mehr und mehr Genossenschafter gesucht, bis man schliesslich bei 100 angelangt war (Januar 1999) und rund 1100 ha Wald unter Schutz waren, GSR , Privatpersonen und der Indiogemeinschaft von Ahuano gehörend. Der Wald wurde im September 1995 als Schutzwald Selva Viva vom Staat annerkannt.
Da das Geld von GSR nie reichte, um Angelika einen Lohn zu zahlen, und auch die Einkünfte des amaZOOnicos gerade für das Essen reichen, haben Remigio und Angelika im Sommer 1998 beschlossen, ein Hotel aufzubauen, Liana Lodge, um damit ihren Lebensunterhalt und einen Teil der Ausgaben des Projektes Selva Viva zu decken. Dank Kredit von Verwandten und Freunden konnte im Oktober 1998 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Das Hotel wurde am 1. Juli 1999 mit 24 Betten eröffnet. Wenn alles gut läuft, das heisst vor allem wenn genug Gäste kommen, sollte das Hotel nach 5-6 Jahren aus den roten Zahlen heraus sein, und zur Finanzierung von Selva Viva beitragen können.
Die Rettungsstation AmaZOOnico bietet Tieren, welche aus dem Schwarzmarkt konfisziert wurden oder als Haustiere nicht mehr „dienen“, eine neue Heimat. Zur Zeit haben wir etwa 500 Tiere, 40 davon sind Affen. Ein Drittel der Tiere kann wieder ausgewildert werden, ein Drittel sind frei und zahm und bleiben bei der Station und das letzte Drittel überlebt nicht.
Arbeitsinhalte
- du arbeitest 5 Tage die Woche, von 7h bis ca. 18h
- helfen bei der Fütterung der Tiere
- helfen beim Putzen der Gehege
- Beobachten der Tiere
- helfen bei der Handaufzucht
- Führungen durch die Station machen (auf spanisch, englisch, französisch & deutsch) Keine Angst, wenn man sich den Basiswortschatz angeeignet hat, ist es kein Problem.
- Tierfutter in die Bodega bringen (der Raum, wo das Essen zubereitet wird). Das heisst, dass man auch ganze Bananenstauden, schwere Kisten mit Papaya und andere relativ schwere Dinge tragen muss.
Es ist möglich, die Waldhüter am Tag oder in der Nacht auf ihren Touren zu begleiten und auch bei der Ziehung der Grenzlinien zu helfen (manchmal beinhaltet das die Arbeit mit Kompass, Buschmesser und Farbe zur Markierung der Bäume.)
Kapazität:
Der AmaZOOnico ist immer auf die Mithilfe von Volontären angewiesen und bietet Arbeit und Übernachtungsmöglichkeiten für bis zu 15 Freiwillige. Wir freuen uns also über jede Bewerbung.
Anforderungen:
- mindestens 2-6 Monate
- Tierärzte, Veterinärstudenten, Tierpfleger für den amaZOOnico, andere Wissenschaftler (Biologen, Umweltnaturwissenschaftler, Geographen…), Tourismusexperten, Leute mit anderen Berufen
- flexibel sein und sich den einfachen Lebensumständen im Dschungel anpassen können, natur- und tierliebend sein
- Führungen in Spanisch und eigener Muttersprache solltest du durchführen können
- Grundkenntnisse in Englisch, da dies meist Umgangssprache unter den Volontären ist, jegliche Fremdsprachenkenntnisse sind von Vorteil
Bewerbungsprozess
Die Bewerbungsunterlagen sind auf Spanisch einzureichen, da wir diese an die Projekte weiterleiten. Einzureichen sind:
- Lebenslauf
- Foto im jpg-Format (max. 100 kb)
- Anschreiben inkl. Informationen zur Motivation
Die komplette Bewerbung soll auf Spanisch an Berit Düwel geschickt werden
