In Chile bringt die Jahreszeit den Frühling für das „Casa de los Pinos“
eingetragen von Asja, 24.Okt.2008Dieses Jahr bringt der Frühling in Chile einige Veränderungen für das „Casa de los Pinos“ mit sich. So konntet ihr im letzten Artikel darüber lesen, wie sich das Arbeitsteam verändert hat. Zu alten Aufgaben sind neue hinzugekommen. Mit kreativen Ideen und viel Engagement haben sich die neuen Mitarbeiter des „Casa de los Pinos“ eingebracht.
Durch Mithilfe von Freiwilligen wurde aus zwei kleineren und dunkleren Zimmern ein einzelner Raum. Der neurenovierte und neu gestrichene Saal ist hell und bietet Platz für Tanzkurse und Tischtennis Tuniere.
Immer wieder wird am Nachmittag mit den Kindern fleißig gebastelt und gemalt. Alte Wandplakate und Bilder werden durch neue ersetzt. Dabei kostet die Umgestaltung kaum etwas. “Mobiles” werden aus Fundstücken im Garten gebastelt. Aus angemaltem Zeitungspapier entstehen bunte Wandmasken, aus Altpapier ein Blumenstrauß…
Im „Casa de los Pinos“ gibt es neue Nachmittagsaktivitäten. Der Zirkus am Montag macht allen Kindern Spaß. Da kann man mich sich nach Lust und Laune ausleben und es gibt viel zu lachen. Am Donnerstag wird neben Fußball auch „Deutsch“ und „Englisch“ gelernt. Die Kinder sind begeistert von der Idee sich mit den Besuchern aus anderen Ländern unterhalten zu können.
Doch nicht nur im Zentrum selbst hat alles sommerliche Farbe bekommen. Jüngst wurde eine Website in spanischer Sprache eingerichtet. Für die Ausarbeitung eines langfristigen Konzepthaushaltes ist dies einer von vielen Schritten.
Hier kännt ihr diese Seite besuchen. Ein Blick lohnt sich auch ohne Spanischkenntnisse.
http://centroabierto-lospinos.blogspot.com/
Viel Spaß!
Wie funktioniert ein peruanischer Kindergarten?
eingetragen von Esther, 23.Okt.2008Als ich mir Gedanken über ein Thema für meinen Artikel machte, dachte ich mir: “Warum nicht einfach mal für einen halben Tag in einem Kindergarten mit anpacken und später über meine Eindrücke schreiben?” Gedacht, getan. Mittwoch Morgen wurde ich im Zentrum Arequipas von der Kindergärtnerin Lusia des Kindergartens Santa Rosita de Lima abgeholt, weil sie meinte alleine würde ich ihren Kindergarten in Miguel Grau, einem Stadtteil Arequipas, nicht mehr finden. Außerdem wäre die Gegend für mich viel zu gefährlich. Nun gut, auf so einen Rat hört man besser. Um neun Uhr fuhren wir in einem Colectivo (kleiner Bus mit lauter Cumbia-Musik und mitgrölenden Fahrern) ca. eine halbe Stunde lang bis wir an dem Kindergarten ankamen. Neben dem Kindergarten befindet sich noch eine Vorschule und eine Suppenküche für Senioren, die dort täglich mit warmem Essen versorgt werden.
Als ich in den Kindergarten kam, wurde ich mit einem herzlichen “HOOOOLAAAA!!!” von 16 kleinen Kindern begrüßt, die zwischen 8 Monaten und 4 Jahren alt sind. Ich kam gerade rechtzeitig zum Refresco, einer Zwischenmalzeit zwischen Frühstück und Mittagessen. Es gab Milchreis, sogar für mich;-)
Gleich am Anfang fiel mir ein kleines Mädchen auf. Sie ist mit 8 Monaten zurzeit die Jüngste. Die Kindergärtnerinnen erzählten mir, dass sie eine Erkältung hat, da sich ihre 18-jährige Mutter nicht ausreichend um sie kümmert. Als ich sie mir genauer ansah, bemerkte ich, dass sie kaum noch durch die Nase atmen konnte und ihre Augen voll mit Schlaf waren. Sie sah sehr dreckig aus und hatte vefilzte Haare. Also ging´s erstmal ab zum Haarewaschen. Dazu wurde Wasser aufgekocht, mit kaltem gemischt und in einen Krug geschüttet. Die Kinder mussten sich über eine Schüssel beugen und bekamen eine Plastiktüte um den Hals, damit die Kleidung nicht nass wird. Insgesamt 5 Kindern haben wir so die Haare gewaschen.
Das kleine Mädchen wurde danach mit einer Mütze auf dem Kopf in ihrem Wagen in die Sonne geschoben. Als ich fragte, was das Kind denn in der Sonne macht, bekam ich als Antwort: “trocknen.” Aha.
Nachdem alle wieder glänzten, wurden sie in 2 Gruppen aufgeteilt. Die Größeren bekamen nun von der Erzieherin die Aufgabe eine Ananas, die sie zuvor zeichnete, auszumalen. Die andere Gruppe spielte querbet mit allem, was in dem kleinen Raum zu finden war.
Um mir mal eine Kinderpause zu gönnen, ging ich in die daneben liegende Küche, wo zwei Frauen schon fleißig am Bohnenpellen waren. Ich half ihnen ein bisschen und lernte nebenbei Quechua, was ich natürlich sofort wieder vergaß. Die Köchin erzählte mir, dass sie jeden Tag für ca 30-50 Senioren kochen würde. Das fand ich sehr lobenswert. Heute gab es Eintopf in einem gigantischen Hexenkessel. Ein paar Senioren warteten schon hungrig auf den Bänken.
Zurück bei meinen Kindern wurde gerade gebetet, da sie nun auch ihr Mittagessen bekamen. Da ich auch Hunger bekam, machte ich mich auf den Rückweg. Natürlich wurde ich wieder von Lusia zum Bus begleitet. Es war ein sehr schöner aber auch anstrengender Vormittag und ich bewundere die beiden Kindergärtnerinnen für ihre Geduld. Die Kinder sind bei Lusia und ihrer Kollegin wirklich in sehr guten Händen.
Mehr Bilder könnt ihr hier sehen.
El Chontal - Natur und ökologischer Tourismus
eingetragen von rene, 23.Okt.2008Nur wenige Stunden von Quito entfernt liegt El Chontal. Hier gibt es ein Projekt, dass sich nicht als reines Entwicklungshilfeprojekt versteht, sondern die Idee ist ein interkultureller Austausch von Wissen und Ideen mit dem Schwerpunkt des ökologischen Tourismus und des Erhalts der Natur. Das Projekt befindet sich noch in der Anfangsphase und Voluntäre helfen beim Aufbau.
El Chontal ist eine Gemeinde die fast 100 Familien stark ist. Als Voluntär ist man während seines Aufenhaltes in eine Familie eingebunden, hilft bei der täglichen Arbeit auf den Feldern, mit den Tieren und gibt den Kindern Unterricht in Englisch, Deutsch, Französisch. Je nachdem wo die eigenen Stärken liegen.Ein weiterer wichtiger Arbeitsschwerpunkt ist der Bau von Cabañas in denen Touristengruppen mitten im Nebelwald eine Unterkunft finden. Hiermit soll der Gemeinde ein weiteres Standbein neben der Agrarwirtschaft ermöglicht werden. Nach ca. drei Stunden Fussmarsch von Chontal, über Bergkämme, durch zwei Täler, an mehreren Familien vorbei erreicht man eine der Cabañas. Höchstens 10 Meter vom Fluss entfernt erlebt man hautnah was es heisst im Dschungel zu sein, nur den Fluss und die Tiere zu hören und keine Geräusche der Zivilisation um die Ohren zu haben.
Viele Familien haben sich ein Stück Nebelwald erworben. Bis zu 30 Hektar pro
Familie sind dabei keine Seltenheit, wodurch El Chontal als Gemeinde ein
riesiges zusammenhängendes Gebiet primären Nebelwaldes besitzt.
Daher ist eine weitere wichtige Aufgabe für Voluntäre auch das Freischlagen
und Instandhalten von Wegen und Pfaden durch einen Teil dieses Gebietes,
um es für Touristen zugänglich zu machen.
Ein Beispiel für eines der Projekte in der Region von El Chontal ist Los Cedros. Dieses Projekt wird von Jose, der vor 25 Jahren hierher ausgewandert ist, geleitet. Er kaufte 6400 Hektar Primärwald und erklärte es zum Naturschutzgebiet. Das Gebiet um Los Cedros ist eines der artenreichsten Gebiete in dieser Region.
Die Voluntäre befassen sich hauptsächlich mit:
* dem studieren der Tierwelt u.a. Statistiken mit Hilfe vom GPS Gerät für die Ortung von Affengruppen * Verbesserung der Wanderpfade * Repaturen der Flussbrücken * Helfen im Garten (ökologischer Anbau) * Helfen in der Küche * Tourguide für Touristen
Die Finca von Los Cedros liegt 6 Stunden Fussmarsch von El Chontal entfernt und ist von allen Projekten in El Chontal das am weitesten entfernteste. Die Finca liegt auf ca. 1200 Meter und damit einige hundert Höhenmeter über dem Dorf El Chontal. Der Strom wird hier über den Fluss Los Cedros erzeugt. Normalerweise hat Jose im Schnitt 5-6 Voluntäre. Auch Wissentschaftler besuchen die Fundacion Los Cedros, da es alleine hier 25 endemische Arten gibt. Weitere Infos findet man auf der Website www.reservaloscedros.org Wenn ihr Lust habt, noch ein echtes Abenteuer jenseits der Zivilisation zu erleben, dann solltet ihr euch das Projekt Los Cedros und die anderen Projekte in El Chontal nicht entgehen lassen.
Bei Interesse an einem Voluntariat reicht eine Email an René
Das viSozial Logo wird lebendig!
eingetragen von Nicole, 22.Okt.2008Liebe viSozial-Leser!
Unser Logo wird lebendig! Das Männchen, das uns seit jeher begleitet, hat einen Namen bekommen und einen Bauch
Voller stolz dürfen wir euch FELIZ vorstellen.
Feliz wurde erstmalig in Kolumbien belebt und hier von den Kindern aus Manitas auf seinen Namen, der “Glückliche” getauft.
Feliz wird in den kommenden Wochen durch Südamerika reisen. Zum Ende des Jahres könnt ihr sehen, was er alles erlebt hat.
Liebe Grüße
Eure viSozialis aus Südamerika
In Manitas spukt es
eingetragen von Nicole, 22.Okt.2008Halloween steht vor der Tür und so waren am Samstag in Manitas die Geister los. Gemeinsam mit allen Teilnehmern des Projektes UNINFA von Exito Verde bastelten wir an Halloweenkostümen.
Als Anke und ich um 11 Uhr eintrafen, warteten die ersten Kinder schon ungeduldig am Haus von Dona Carmen. Da das Wetter herrlich war, stellten wir Tische und Stühle vor die Tür und breiteten unsere Bastelmaterialien aus: Altpapier, Plastik und ein paar Farben und Pinsel - so wurde das Recyclingmaterial schnell zu Prinzessinen- und Teufelkostümen verarbeitet.
Die Kinder hatten einen riesen Spass und halfen sich alle gegenseitig, was mich sehr beeindruckte. Ob Mädchen oder Jungen, ob klein oder schon größer - jeder schnipselte die Maske vom anderen oder malte ein Schnittmuster auf.
Auch ich erhielt ein Kostüm aus alten Kaffeesäcken und buntem Papier, passend zu meinem Top und den Ohringen - “la guapa”, nannten sie mich
Am Nachmittag kamen dann auch unser “Omis” verkleidet - wow, was hatten sie tolle Indianer- und Harlekinkostüme. Alles aus Recyclingmaterial!
Als dann später eine Gruppe Touristen von viventura eintraf, wetteiferten alle - ob jung oder alt - wer das schönste Kostüm hat. Stolz präsentierten alle ihre Kunstwerke und erzählten über die Arbeit bei Exito Verde. Der Höhepunkt des Tages für die Kinder ist dann das gegenseitige Schminken mit den Touris. Herzchen und Indianerbemalung - alle hatten wir bunte Gesichter. besonders an Sonja tobten sich die Kinder aus
Neubeginn im „Casa de los Pinos“
eingetragen von Asja, 9.Okt.2008Dem Projekt “Casa de los Pinos” in Chile droht das Aus!“ Diese niederschmetternde Nachricht erhielten die Mitarbeiter des Kinder und Jugendzentrums vor einigen Wochen, da der Staat die Fördermittel von 6000 Euro monatlich gestrichen hat.
Der Spendenaufruf von viSozial hat unglaubliche Kräfte mobilisiert, mit denen wir selber kaum gerechnet haben. Auch Dank eurer Hilfe wird das „Casa de los Pinos“ fortbestehen können und alle Kinder weiterhin am Nachmittag ihre Zeit dort verbringen.
Die aktuelle Spendensumme beträgt 1700 Euro und sichert das Fortbestehen in den nächsten Monaten.
An dieser Stelle sei allen Spendern ganz herzlich gedankt!
Täglich treffen neue Spenden ein und es wird viel mit den Spendern und Paten kommuniziert und Lösungsansätze diskutiert. Bei der Arbeit das „Casa de los Pinos“ im nächsten Jahr zu retten helfen alle mit. Dank der Spenden, konnte verhindert werden, dass das „Casa de los Pinos“ von einen Tag auf den anderen seine Pforten schließen muss. Das ist für die Kinder des Armenviertels Casas Viejas sehr wichtig. Diese brauchen das „Casa de los Pinos“ und es ist ein großes Glück, dass wir ihnen nun weiterhin Schutz geben können.
Leider fordern die Einsparungen auch Opfer. Die Mitarbeiter und Betreuer Juan, Patty, Magda, Mari, und Susanne müssen leider das Projekt verlassen. viSozial wird jedoch die Kursleiter bezahlen und somit die täglichen Aktivitäten in gleichem Rahmen am Leben erhalten. Magda und Patty können in der angrenzenden Schule als Hilfskr{fte arbeiten. Die anderen sind nun auf Jobsuche. Wir bemühen uns sie dabei zu begleiten und zu unterstützen. Volontäre haben sich gemeldet und werden ehrenamtlich die Kinder betreuen – diese aktive Unterstützung ist für das Projekt sehr wichtig. Zusammen mit Luis dem Leiter von „Los Pinos“ arbeiten wir an einem Projekthaushalt, um das fortbestehen des Projekts zu sichern. Für weitere Spenden und Paten sind wir sehr dankbar.
Für die ehemaligen Mitarbeiter, die viele Jahre im „Casa de los Pinos“ mitgeholfen haben wir von visocial Chile und Luis, der Leiter, am 01. Oktober ein Abschiedsfest organisiert. Von den Kindern haben sich die Mitarbeiter am Tag zuvor bei Kuchen und Kakao und einem letzten Fußballspiel verabschiedet. Das Arbeitsteam vom „Casa de los Pinos“ ist über die Jahre zu einer „Familie“ zusammen gewachsen, welche Freiwillige und Kursleiter integrierte.
Beim Abschiedsfest hielt der Ehemann der Köchin eine Rede, die alle zu Tränen rührte. Er dankte Luis für seinen langjährigen Einsatz und sein ausdauerndes Engagement, und für all die Unterstützung, die er den Bewohnern des Viertels „Casa Viejas“ zukam. Luis seinerseits dankte den Mitarbeitern, mit deren Hilfe das Kinder –und Jugendzentrum zu einem wichtigen Anlaufpunkt für viele Kinder geworden ist.
Bei einem leckeren „Asado“ (Barbecue), mit chilenischen „Salchichas“ (Würstchen), Kartoffelsalat und Maisreis, plauderten und lachten wir noch lange gemeinsam. Zum Abschied versprachen die Betreuer weiterhin den Kontakt zu pflegen und im Zentrum vorbeizuschauen.
Im Moment arbeiten wir zusammen mit Luis an einer langfristigen Lösung für die Aufrechterhaltung des „Casa de los Pinos“. Es ist uns wichtig, dass das „Casa de los Pinos“ weiterhin bestehen bleibt, damit die Kinder am Nachmittag einen sicheren Ort zum Spielen haben.
In Zukunft möchten wir die Einnahmen in den drei Bereichen, aus denen wir unsere aktuelle finanzielle Unterstützung beziehen (Online Spenden, Patenschaften und Touren) erhöhen. Auch wollen wir im folgenden Semester Projektpatenschaften organisieren, sowie Fördergelder und Spenden in Deutschland und in Chile sammeln, um im März 2009 einen gesicherten Projekthaushalt vorlegen zu können.
Dank der hohen Rückmeldung und eurer Hilfe werden wir das „Casa de los Pinos“ am Leben erhalten.
Mit ein bisschen Fantasie geht alles!
eingetragen von Esther, 30.Sep.2008Letzten Donnerstag hat sich das viventura- Team in Arequipa für den Sozialtag auf den Weg zum Kindergarten Nuestra Señora de Solidaridad gemacht, um mit den Kindern der drei Klassen einen Malwettbewerb zu machen. Vorher kauften wir Papierbögen, Kleber und Krepppapier und packten die Preise ein. Um keine Klasse zu bevorzugen bereiteten wir pro Klasse eine Kiste mit Mal- und Bastelmaterialien vor, die uns von Reisegruppen gespendet wurden. Vielen Dank an dieser Stelle an alle fleißigen Spender!
Um 9:30Uhr kamen wir im Kindergarten an und verteilten uns auf die Klassen, um den Kindern ein bisschen unter die Arme zu greifen. Es wurden Tische und Stühle zur Seite geschoben, damit sich die kleinen Künstler auf dem Boden um die Blätter verteilen konnten.
Eigentlich hatten wir uns vorher das Thema “Zoo” überlegt aber es sollte anders kommen… Für die 3-Jährigen brachten wir Tierschablonen mit, die sie einfach nur auszumalen brauchten. Dabei entstanden grüne Tiger, bunte Nilpferde und halb bemalte Pelikane, die wild auf den von uns liebevoll vorbereiteten Hintergrund geklebt wurden.
In den älteren Klassen sah es nicht anders aus. Die Kinder ließen ihrer Fantasie freien Lauf und malten Hunde ohne Augen, Esel, die aussahen wie Hasen und Fische, die vom Meer verdeckt wurden. Natürlich blieb die Farbe dabei nicht nur auf dem Papier, sondern landete an Tischen, Stühlen und im Gesicht des Nachbarn. Als die Kunstwerke fertig waren, schickten wir die Künstler für eine kreative Verschnaufpause in den Garten zum Spielen und verzierten die Ränder der Bilder mit Krepppapier.
Anschließend wollten wir die Meisterwerke an den Zaun des Kindergartens hängen, damit man sie
begutachten kann aber die Natur spielte nicht ganz mit und schickte ein paar heftige Windstöße in Richtung Kunstewerke. Es reichte gerade noch für ein Gruppenfoto (siehe Bild). Zum Schluss übergaben wir die Geschenke an die Klassen und verabschiedeten uns von den Künstlern. Und wer weiß, mit den gespendeten Malutensilien werden sie vielleicht doch eines Tages mal zu wahren Künstlern;-)
Alle Fotos könnt ihr hier sehen.
Sozialtag Quito mit der FUNDACION DE LA SONRISA DE UN ANGEL
eingetragen von rene, 29.Sep.2008
Unseren Sozialtag verbrachten wir mit der FUSA in einem Reittherapiezentrum. Sehr pünktlich, selbst für deutsche Verhältnisse, kam Rocio mit den Kindern und wenig später machte sich unser kleiner Konvoi auf in Richtung Tumbaco.
Nach kurzer Fahrt erreichten wir die Fundacion Am-EN .
Die Fundacion Amor & Energía (Liebe und Energie) “AM-EN” ist eine gemeinnützige Organisation, die Reittherapie mittels der Kombination von konventionellen und alternativen Therapien anbietet, und damit behinderte und minderbemittelte Kinder in Ecuador unterstützt.
So kamen wir an der Reithalle an, die Pferde waren fertig gesatelt und bereit, die Kinder sowieso und los ging es. Die ersten Kinder auf die Pferde, die viSozialis als Unterstützer der Therapeuten an die Pferde und die, die noch warten mussten wurden mit deutschen Liedern und Galletas auf das Bevorstehende eingestimmt.
Für jedes Kind wurde sich viel Zeit genommen, es wurden verschiedene Sitzpositionen eingenommen und viele viele Runden gedreht. Den ganzen Vormittag verbrachten wir so auf den Rücken der Pferde, mitlaufend, singend und fotographierend.
Es war schön zu sehen wie sich die Kinder beruhigt und entspannt haben, in den veschiedenen Positionen still die Runden gedreht, und die Zeit auf den Pferden so sehr genossen und gut angenommen haben. Die Sonne hat ihren Teil dazu beigetragen, dass wir alle sehr entspannt und glücklich nach Hause fuhren.
Die viSozialis in Quito und die FUSA bedanken sich ganz herzlich bei dem Team der Fundacion AM-EN für diesen Tag!
Para dar Esperanza in Guajalito
eingetragen von rene, 24.Sep.2008
Wie schon zwei Wochen zuvor mit einigen Patenkindern aus Quilotoa machten sich dieses Wochenende rund 35 Kinder plus die Betreuerinnen aus dem viSozial Projekt Para dar Esperanza in Quito auf den Weg in das Umweltprojekt Guajalito.
Am Samstag früh ging es los und nach guten vier Stunden Busfahrt wartete in Guajalito Javier samt einigen Helfern, die Familie und das Mittagessen auf die Gruppe. Nach dem anpassen der Gummistiefel wurden kleine Gruppen gebildet, um den Lerneffekt zu steigern, und los ging es drei Stunden lang durch den primären Nebelwald von Rio Guajalito. 
Das Waldschutzgebiet ist privat, breitet sich über ca 710 Hektar aus und befindet sich am Fuße der Kordilliere des Atacaso in der Region westlich des Vulkans Pichincha. Es handelt sich um eines der artenreichsten Gebiete der Erde! Das Gebiet beherbergt 236 Vogelarten von welchen 14 endemisch für die Zone sind und vier von diesen sind vom Aussterben bedroht. Es gibt 45 Säugetierarten wie z.B. Andenbären, den Andentapire und Pumas, sowie 47 Amphibien- und Reptilienarten. Im Jahr 2000 wurde das Reservat von Birdlife International zur wichtigen Zone für Vogelschutz erklärt. Außerdem wurden etwa 150 medizinische Pflanzen und 200 andere Nutzpflanzen identifiziert.
Nach dem Rundgang wurde in dem direkt vor den Häusern entlanglaufenden Fluss gebadet oder den Kolibris beim fliegen zugeschaut.
Am nächsten Morgen wurden wieder die Gummistiefel angezogen und Javier verteilte junge Baumsprösslinge an die Kinder. Jeder bekam soviel er tragen konnten. Das Ziel war das Aufforstungsgebiet rund 20 Minuten vom Projekt entfernt. Dort wurde jeder mit der nötigen Ausrüstung versorgt und los ging das Bäume pflanzen. Jedem der rund 60 Bäumchen die an diesem Wochenende dazu kamen, wurden Namen gegeben, dass jeder weiß wer hier war und dass die Kinder, wenn sie wieder herkommen, ihren Baum wiederfinden.
Auf dem Rückweg wurde erneut eine längere Pause eingelegt um ausgiebig im Fluss zu baden.
Das richtige Baden kam jedoch erst nach dem Mittagessen. Erst hatten die Kinder die Gelegenheit ihre Eindrücke, Erlebnisse und das Gelernte in Bilder wiederzugeben bevor es an die rund 30 Minuten entfernt Badestelle ging. Die von der Küste nach Quito verlaufende Pipeline diente dabei als willkommener Wegerstsatz. Und ohne Rücksicht auf Verluste oder die Zeit konnten sich die Kinder das erste Mal in einem Dschungelfluss austoben.
Es ist schön zu sehen, wie die Kinder in der unbekannten Umgebung aufleben, gespannt den Erzählungen, Erklärungen und Geschichten von Javier folgen und dass sie die vielen Eindrücke mit nach Hause zu ihren Familien nehmen können.Hoffentlich nicht zum letzten Mal macht sich eine Gruppe Kinder aus Quito auf den Weg, um mehr über ihr Land, die Natur und das Schützenswerte zu lernen.
Was wird aus den Kindern von Los Pinos?
eingetragen von Katharina, 17.Sep.2008Aufgrund der Absage von weiterer finanzieller Unterstützung seitens „SENAME“ (Jugendamt in Chile) droht der sozialen Einrichtung „Casa de los Pinos“ Ende dieses Monats (Sept. 08) das Aus.
Das soziale Projekt „Casa de los Pinos“ bedeutet für mehr als 150 Kinder im Armenviertel - Puente Alto/ Santiogo de Chile ein zweites Zuhause. Hier werden die Kinder nach der Schule wochentags von 14:00 bis 18:00 Uhr von Sozialarbeitern, Psychologen, Pädagogen und Freiwilligen betreut.
Viele der Kinder haben nur diese wenigen Stunden, in denen ihnen das Recht auf Selbstbestimmung und freie Entfaltung ermöglicht wird. Ihre Zukunftsperspektiven sind gering, umso erschreckender ist die Tatsache, dass die finanzielle Unterstützung vom Staat gestrichen wurde.
Gefördert werden im kommenden Jahr vor allem Einrichtungen, die mit straffällig gewordenen Jugendlichen arbeiten. Projekte, wie das „Casa de los Pinos“, die präventiv gegen Kriminalität, Drogenkonsum und Armut vorgehen werden bei der Verteilung der sozialen Fördergelder kaum berücksichtigt. Dies bedeutet, dass nur drei von sechzehn Projekten in Puente Alto mit ähnlicher Ausrichtung wie das „Casa de los Pinos“ weitergefördert werden. Somit droht 3500 Kinder der Verlust von räumlichem Schutz und pädagogischer Betreuung am Nachmittag.
Trotz der sozialen Missstände und Ungleichheiten zählt Chile laut „Weltbank“ seit 2006 nicht mehr zu den Entwicklungsländern. Zahlreiche Hilfsorganisationen zogen sich daraufhin als Unterstützer von sozialen Projekten zurück. Dies betraf auch Casa de los Pinos. Nun werden auch die Fördergelder seitens des chilenischen Jugendamtes „Sename“ gestrichen.
In Puente Alto lebt 80% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Weitere Missstände neben Massenarmut sind Wassermangel, knappe Stromversorgung und unzureichende Gesundheitsfürsorge. Gewalt, Kriminalität, sowie Drogenmissbrauch stehen auf der Tagesordnung und bestimmen den Alltag der Bewohner.
Die Kinder sind somit auch Problemen ausgesetzt, die häufig familieninterner Art sind und von gewalttätigen Auseinandersetzungen bis hin zu schwerem Missbrauch reichen. Das Hauptanliegen des Projekts „Casa de los Pinos“ besteht darin, den Kindern Schutz und Fürsorge zu bieten. Dem Leiter der Einrichtung, Luis Castro, der selbst im Viertel aufgewachsen ist und dort mit seiner Frau und seinen drei Kindern lebt, kommt es besonders darauf an, die Kinder des Projekts für den sozialen und bedachten Umgang mit anderen zu sensibilisieren. Um das gesamte Sozialwesen nachhaltig verbessern zu können, setzen sich die ausgebildeten Mitarbeiter individuell mit den Kindern und ihren Familienmitgliedern auseinander. Soziale und ökonomische Kompetenzen können somit gestärkt werden. Nicht zuletzt wird durch die Betreuung der Kinder aktiv für deren Gesundheit und medizinische Verpflegung gesorgt und dem Drogenmissbrauch entgegengewirkt.
Um das soziale Projekt „Casa de los Pinos“ Aufrecht erhalten zu können, wird Ihre/ Eure Hilfe benötigt. Für das Weiterbestehen der pädagogisch wertvolle Freizeit- und Nachmittagsbetreuung der Kinder werden Gelder in Höhe von ca. 3.300,- Euro (2.500.000 CLP) monatlich benötigt.
Ihre/ Eure Beiträge sind entscheidend für die Finanzierung der Mitarbeitergehälter, der Übernahme laufender Kosten, der Kosten für Verpflegung, Schul- und Workshopmaterialien.
Im Namen der Kinder danken wir allen Spendern/ Spenderinnnen und Paten/ Patinnen, die mit uns gemeinsam helfen, das „Casa de los Pinos“ zu erhalten.
Wir unterstützen “Casa de los Pinos” seit dem Jahr 2005 und möchte nun versuchen, durch eigene Mittel, ohne die Hilfe des Staates, das Projekt zu retten.
Links für alle die helfen möchten:
Spenden:
Unterstützung durch Spenden:
Wer unser Vorhaben im “Casa de los Pinos” unterstützen möchte, den bitten wir das folgende Spendenformular auszufüllen.
Pate/ Patin werden:
Allgemeine Informationen zu Patenschaften.
Weitere Informationen erhaltet ihr auch von unseren viSozial - Mitarbeitern in Chile :
und unter:
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