Der Nikolaus im Casa de los Pinos
Heute war der Nikolaus zu Besuch im Casa de los Pinos. Ist ja klar, dass er verspätet ankam - die Reise im Schiff aus Deutschland bis hierher nach Chile ist ja auch wirklich kein Katzensprung.
Der „San Nicolas“ brachte die leckersten Äpfel, Nüsse und Gummibärchen. Die Schokoladenmännlein sind zwar lecker aber bei 30 Grad Außentemperatur gibt es für sie keine Überlebenschance. Angefangen haben wir den speziellen Tag mit ein paar Erklärungen über die Adventszeit. Die Schuhe, die wir die letzte Woche gebastelt hatten waren nun unserer eigener Adventskalender. An diesem Tag durfte ein Junge den Schuh Nr. 9 öffnen. Dieser enthielt zwei Briefe - von ehemaligen Volontären und Pateneltern geschickt, die die Bräuche der Vorweihnachtlichen Zeit in Deutschland beschrieben. An dieser Stelle ein Dank an die Autoren!
Als besondere Überraschung hatten wir für die Kinder ein Theaterstück geschrieben.
Wie das bei den Kindern ankam? Lest hier weiter
Hilfe für Santa Catarina
Ab dem 22/11/2008 wird das Itajaital im südlichen Bundesstaat Santa Catarina nicht mehr das selbe sein.
Nach über zwei Monaten unaufhörlichen Regens kam die Katastophe – Überschwemmungen und Erdrutsche, welche Berge versetzten. Die Natur hatte seine Opfer nicht ausgesucht, Reich und Arm wurden unter den Erdmassen verschüttet, Häuser, Villen, Hütten, Industrien, Geschäfte.
Nach zwei Tagen des absoluten Chaos wurden Helfer gebraucht um Hilfsgüter wie Lebensmittel, Kleider, Decken und Matratzen zu den Menschen zu bringen, welche aus ihren Häusern geflüchtet sind um nicht das eigene Leben zu verlieren.
Im Nachbarstädtchen Benedito Novo wurden zwei Bekannte unter den Erdmassen begraben, Irma Dallabrida und Luiza Girardi. Und unsere Freunde Dário und Jacomina wurden mit zwei Kindern im Ort Rodeio von einem rießigen Erdrutsch erfasst und verschwanden samt Haus und Hof und allen Tieren unter der Erde. Niemals habe ich solch eine Tragödie gesehen.
Rosane, unsere Mitarbeiterin, begann, in unserem Ort Doutor Pedrinho, welcher kaum vom Unwetter betroffen wurde, Hilfsgüter für Benedito Novo zu sammeln. Sie hat Plakate ausgehängt, ging zum Bürgermeister, hat um Hilfe von der Kirche und den Geschäften gebeten und Freiwillige zum Helfen gesucht.
Viele Menschen brachten Spenden, auch viele Arme teilten das bisschen was sie haben. Im Kirchensaal wurden die Spenden gesammelt, aufgeteilt und verpackt. In kurzer Zeit waren 12 Tonnen Hilfsgüter zusammen.
Am 28 November wurden die Spenden zu Obdachlosen in Benedito Novo, Rio dos Cedros, Timbó und Gaspar gebracht. Unser Lohn war die Freude in den Gesichtern der Personen, welche alles verloren haben was Jahre des Aufbaues bedurfte. Und die nicht wissen, wann sie wieder nach Hause können, das Zerstörte aufbauen um irgendwann wieder ein normales Leben füuhren können.
Auch in Chile erwarten wir nun den Nikolaus.
Da nun in Deutschland die Adventzeit in vollem Gang ist haben wir in Chile damit begonnen, einige der Bräuche den Kindern im Casa de los Pinos näherzubringen. Die Tradition geputzte Schuhe am Nikolaustag mit kleinen Geschenken gefüllt vor der Haustüre vorzufinden ist doch etwas Besonderes. Das sollen die Kinder in Chile dieses Jahr auch erleben.
Im Rahmen unserer Nikolausaktion haben wir uns am Mittwoch daran gemacht, Winterstiefel zu basteln. Gemeinsam mit unsere zwei neu eingetroffenen Voluntären aus Österreich Vera und Eva bereitete ich die Bastelaktion vor. Mit Karton, grünem Krepppapier, und bunten Schleifen ausgerüstet wollten wir uns an die Arbeit machen, kleine Schühchen zu basteln.
Plötzlich ein leichter Dämpfer: Nach Analyse des Kunststudenten Leo, der jeden Mittwoch mit den Kindern arbeitet, ist die Form der Schuhe zu kompliziert für die Kleinen. Wir werfen noch ein, dass die Größeren sich doch daran versuchen könnten, aber da kommt schon die Alternative: Wir schneiden aus roter Pappe 2 Winterstiefel aus und nähen diese dann mit goldener Schnur zusammen. Nicht exakt das, was wir geplant gehabt hatten, aber hier ist Flexibilität gefragt. Die Kinder starten mit vollem Elan und lassen sich auch von anfänglichen Schwierigkeiten beim Nähen nicht aus der Ruhe bringen. Geduldig und mit Begeisterung werden die Stiefel noch mit Pailetten und Glitzerstaub verziert. Mit weißer Watte verziert sehen diese roten Stiefel noch schöner aus.
Die Kinderaugen leuchten und ein ganz besonderer Nachmittag geht zu Ende. Was die Kinder noch nicht wissen ist, dass am nächsten Dienstag der Nikolaus zu Besuch kommt (am 06.12. ist das Casa de los Pinos leider nicht geöffnet). Aber auch ein verspäteter Nikolaus kann Freude bereiten. Dann erhalten die Kinder die Schuhe zurück und es gibt rote Äpfel mit Walnüssen.
Mit Spannung dürft ihr den nächsten Artikel erwarten, wenn wir von unserem ganz besonderen Nikolaustag (Theater und Briefe aus Deutschland) berichten.
Bis dann!
Weihnachten steht vor der Tür!
Letzten Freitag hat das viventura-Team für unseren Sozialtag wieder einmal die Bürotüren hinter sich zu gezogen und ist in die Schule San Juan Apostol in Villa Cerrillos gefahren. Voll bepackt mit Brot und Obst ging´s um 9:00 Uhr los.
Als wir ankamen, verteilten wir uns auf die 12 Klassen, um den Schülern und Lehrern ein wenig zu helfen. Die Kinder bekamen von uns viSozial-Kärtchen, auf die sie ein bisschen Weihnachtsstimmung bringen sollten. Das war für manche Kinder schwieriger als gedacht. Einige saßen 15 Minuten ratlos vor ihren Karten und starrten in der Gegend rum, während ihre Tischnachbarn fleißig Weihnachtsglocken und Krippen malten. Mit etwas Hilfe fingen aber auch die unkreativsten an die Buntstifte zu schwingen.
Obwohl die Schüler im fast immer sonnigen und warmen Arequipa noch nie Schnee, geschweigedenn einen Schneemann gesehen hatten, war dieser einer der beliebtesten Motive auf den Karten - auch wenn er nicht weiß, sondern oftmals blau oder sogar gelb war ![]()
Am häufigsten sah man jedoch das Jesuskind in der Krippe mit Maria und Josef, ein paar lila Schafe und Kühe. Als ich einen Jungen fragte, warum denn die Schafe lila seien, meinte er: “In Peru sind die Schafe so!” Achso, das war mir noch gar nicht aufgefallen, aber vielleicht seh ich ja mit etwas Glück noch einmal ein lilanes Schaf auf meiner Reise ![]()
Als nach über einer Stunde dann alle Kinder fertig waren, bekamen sie noch eine kleine vitaminreiche Stärkung und schon war auch dieser Sozialtag wieder vorbei. Der Abschied von den kleinen viel uns wie immer schwer. Aber wir sehen sie ja schon bald wieder bei der Weihnachtskampagne am 11. Dezember! seht hier mehr Bilder
Soforthilfe für Überschwemmungsopfer in Brasilien
Erdrutsche und großflächige Überschwemmungen sind die Folgen von 60 Tagen anhaltendem Regen im süd-östlichen Bundesstaat Brasiliens. Bei der schwersten Umweltkatastrophe der Geschichte des Landes kamen bisher 100 Menschen ums Leben. Ca. 100.000 Menschen sind von der Umwelt abgeschnitten, 80.000 haben ihr zu Hause verloren. Nahrungsmittel und Trinkwasser werden immer knapper und die Menschen beginnen aus Verzweiflung leere Häuser zu plündern.
Das kleine Dorf Doutor Pedrinho, wo auch unser Kollege Otto lebt und arbeitet, liegt auf 550m Höhe. Hier sind die Schäden nicht ganz so gross. Aber schon 20 km weiter im Tal herrscht das Chaos. Seine Mitarbeiterinnen Rosane und Mayumi organisieren mit anderen Gemeindemitgliedern aus Doutor Pedrinho Hilfe für die Gemeinden unten im Tal, welche im Moment nur mit Hubschrauber angeflogen werden können.
Auch viSozial e.V. möchte den Menschen von Doutor Pedrinho in Santa Catarina helfen - denn nicht nur jetzt - sondern auch, wenn die Katastrophe hoffentlich bald vorbei ist, benötigen die Menschen dort unsere Unterstützung für den Wiederaufbau ihrer Häuser und Siedlungen.
Ihr könnt spenden unter:
http://visozial.org/spenden/
Bitte gebt als Projekt “Katastrophenhilfe Brasilien” an.
Über das Ausmaß der Katastrophe wird man sich besonders bewusst durch Bilder. Hier ein paar links zu Fotos und mehr Informationen zum Unglück.
Spiegel Fotostrecke
viventura Blog
NTV
Welt
Erfolgsstory Ernaehrungskampagne
Im Mai 2008 fiel der Startschuss zu unserer Ernaehrungskampagne auf Capachica. Auf Capachica sind die meisten Menschen Selbstversorger, doch auf dieser Hoehe (ca. 3800 m) ist Landwirtschaft schwierig. Allein Kartoffeln, Mais und Quinua (das Andenkorn) gedeihen hier gut. Von einer ausgewogenen Ernaehrung kann keine Rede sein, und so wundert es nicht, dass die Kinder hier viel kleiner sind als in der Stadt und oftmals sehr duenn.
Fuer das Projekt konnte die peruanische Ernaehrungswissenschaftlerin Marie Isabel Parillo Onque gewonnen werden - ein wahrer Gluecksgriff, wie sich schnell zeigen sollte.
Ziel des Projektes ist und war
- allen Kindern eine ausgewogene Mahlzeit am Tag zukommen zu lassen,
- die die Muetter im Wechsel zubereiten
- und dabei Grundkenntnisse ueber Nahrungsbestandteile, eine ausgewogene Ernaehrung etc. erlangen.
Durchgefuehrt wird das Projekt in den Schulen und Kindergaerten (wawawasis) auf Capachica, in denen viSozial seit laengerem aktiv ist, d.h. im wawawasi und in der Schule von Hilata, im wawawasi Santa Maria und in der Schule von Llachón, insgesamt knapp 140 Kinder. Das Ganze sollte natuerlich auch messbar gestaltet werden. So wurden im Mai mit Einverstaendnis der Eltern Koerpergroesse und Gewicht von mehr als 120 Kindern aufgenommen. Die hohe Quote ist allein Marie Isabel zuzuschreiben. Mit unendlicher Geduld und Hingabe ueberzeugte sie in zahlreichen Gespraechen die Eltern davon, dass dies nur zum Besten ihrer Kinder waere, ihnen keine Nachteile daraus entstehen wuerden.
Die Auswertung dieser Messergebnisse zeigte fuer alle Orte mehr als 50 % Unterernaehrung, trauriger Spitzenreiter die Schule von Hilata mit 70,6 %. Ferner war eindeutig festzustellen, je juenger die Kinder, desto gravierender der Grad der Unterernaehrung. So kamen die wawawasis in Hilata und Santa Maria auf knapp 10 % mittlere bis ernste Unterernaehrung, z.T. schon verbunden mit den “aufgedunsenen Baeuchen”, die wir in Europa eigentlich nur mit Fernsehbildern aus Afrika in Verbindung bringen. Ausreisser in die andere Richtung, d.h. Uebergewicht gab es nur in Llachón. Nun gilt hier in Peru gerade auf dem Land immer noch dick = reich, und, um das Ergebnis schon einmal vorwegzunehmen, an dieser Quote haben wir nichts aendern koennen, keiner wollte seinen Reichtum aufgeben. :’(
Am 1. Juni wurde dann das erste Mal gekocht - bis heute erstellt Marie Isabel Muster-Speiseplaene fuer jeden Ort, wobei sie darauf achtet, moeglichst viel “Capachica-eigene” Produkte zu verwenden und auch die althergebrachten Zubereitungsarten zu beruecksichtigen. Hier gab es im Verlauf des Projektes manche Klippe, die sie jedoch mit Bravour gemeistert hat - ich moechte nicht wissen, wie es hier einem Europaeer ergangen waere
. Lebensmittel, die im Sinne einer ausgewogenen Ernaehrung auf Capachica aber kaum zu bekommen oder herzustellen sind wie Obst und Gemuese, schleppt sie bis heute muehsam selber dorthin. Sie besucht jeden Ort einen Tag in der Woche, hilft bei der Zubereitung, erklaert und beantwortet die Fragen, die die Muetter haben.
Bereits Ende Juli erfolgte die erste Kontrollmessung. Es waren gerade mal 2 Monate vergangen, so dass wir keine hohen Erwartungen hegten. Aber die Wirklichkeit belehrte uns eines Besseren - ueberall waren deutliche Verbesserungen messbar, sowohl die Anzahl der Faelle als auch den Grad der Unterernaehrung betreffend. So konnte durchgaengig die Anzahl der Kinder mit einer mittleren bis ernsten Unterernaehrung mindestens halbiert werden, aber auch in den leichterern Faellen gab es Verbesserungen bis hin zum Normalzustand. Besonders beeindruckend die Verbesserungsquoten in Summe in den wawawasis, Hilata mit 11,3 % und Santa Maria sogar mit 16,5 %. Dies zeigt wieder einmal, wie sensibel gerade die Kleinsten reagieren, und wie wichtig es ist, hier fruehzeitig zu helfen, bevor es zu irreparablen Schaeden kommt.
In diesen Tagen finden erneute Messungen statt. Ich kann es kaum erwarten, die Ergebnisse zu bekommen.
Gutes tun und gewinnen
Liebe viSozialis
In diesem Dezember könnt ihr viSozial e.V. unterstützen in dem ihr etwas gewinnt! Wie das geht?
Der deutsche Reiseanbieter viventura veranstaltet ein Adventsgewinnspiel , bei dem es 24 Fragen zu beantworten gibt - an jedem Tag eine. Für jede beantwortete Frage spendet viventura 0,25 Euro (Maximalsumme 10.000 Euro).
Das Geld, was dabei eingespielt wird, kommt unserem Projekt Casa de los Pinos in Chile zugute. Der Kindertagesstätte wurde Mitte September die Unterstützung vom Staat entzogen (Infos dazu findet ihr hier ). viSocial in Chile hat das Projekt übernommen, um es am Leben zu erhalten und so 150 Kindern tagsüber ein zu Hause zu geben.
Wir freuen uns, wenn ihr viSozial e.V. auf diese Weise unterstützt - es gibt tolle Preise zu gewinnen z.B. eine Patagonien-Reise und viele andere tolle Dinge!
Die Glücksfeen und -elfen vom Casa de los Pinos drücken euch fest die Daumen!

Wir bekommen Besuch!
Beim Besuch der letzten Reisegruppe erfuhren die Kinder vom Casa de los Pinos, dass man mit Perlen nicht nur Ketten, sondern auch wunderschöne Blumen machen kann. „Ich zeig euch wie das geht.“, sagte einer der deutschen Gäste, und setzte sich neben die Kinder.
Auch die Kinder haben etwas für die Gruppe vorbereitet, was diese noch nicht kannte. Der chilenische Tranditionaltanz Cueca istder für jung und alt ist und in Chile bei jedem Fest aufgeführt wird. „Wie wissen die Schritte, es ist ganz leicht“, riefen sie, und tanzten den Besuchern was vor.
Die Tage, an denen Besuch von Reisegruppen im Casa de los Pinos eintreffen sind für alle Beteiligten immer etwas besonders. Dann kann man sein Wissen und sein Können austauschen. Es wird von- und miteinander gelernt. Es werden viel Fragen gestellt und viele Fragen beantwortet. Dabei sind der Neugier und der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Sprachbarrieren werden überwunden. Und wenn beim Auffädeln der Perlen einmal welche zu Boden fallen, helfen alle beim Einsammeln mit!
Als deutsche Praktikantin arbeite ich jetzt seit über zwei Monaten mit den Kindern zusammen. Für mich war es schön zu erleben, wie eifrig und interessiert die Kinder, vom Kleinsten bis zum Ältesten, bei der Sache waren. Gut zwei Stunden lang fädelten sie konzentriert Perlen auf. Die fertige Ware kam auf den selbstgebastelten Verkaufstisch. Hier und dort hing man sich die Ketten und Armbänder um den Hals. Man verschenkte sein Produkt weiter. So blieben auch die Besucher nicht unbeschmückt.
Und auch ich bekam eine Kette um den Hals gehängt.
Dieses Geschenk kam von einem Mädchen, das sich mir bisher nur mit Vorsicht genähert hat. Ich denke, dass durch die kreativen Aktivitäten wie Kunst und Tanz am Nachmittag Barrieren überwunden, Ängste vergessen und das Selbstvertrauen der Kinder geweckt werden.
Meiner Meinung nach helfen die Besuche immer beiden Seiten.
Für die Reisegruppe ist es eine gute Erfahrung, denn durch die Sozialprojekte gewinnen sie einen Einblick in soziale Strukturen des Landes, das sie bereisen. Man kommt in Kontakt mir den Bewohnern und taucht ein in deren Alltagswelt. Die erstaunten Gesichter beim Zuschauen der Tanzaufführung sprachen Bände. Wie ist es möglich, dass die Kinder in so kurzer Zeit eine solche Performance zustande bringen? Wie ist es möglich, dass die auch das hyperaktivste der Kinder eine zwei Meter lange Kette vollendet, wo dieses doch normalerweise keine zwei Minuten still sitzen kann?
Wer schon mal mit Kindern gearbeitet hat weiß, dass jedem Kind grosses Talent und Potenzial innewohnt. Es liegt an der Aufgabe der Eltern und Erziehungsverantwortlichen dieses Potenzial hervorzurufen und zu steigern. Ich bin froh, dass sich das „Casa de los Pinos“ diese Aufgabe zu Herzen nimmt. In vielen Familien der Kinder herrschen größte Armut und andere Missstände.
Die Besuche entsprechen immer dem Motto: Nicht nur nehmen, sondern auch geben.
So kamen die Reisegruppen nicht ohne leere Hände. Als Spenden aus Deutschland brachten sie von Kuscheltieren, Schulmaterialien über Zahnputzzeug bis hin zu Fussbällen für die Kinder mit. Diese freuten sich riesig und in den Folgetagen konnte ich mich vor der Frage „Können wir mit dem Ball spielen?“ kaum retten.
Als die Kinder alles aufgeräumt hatten, die Perlen verstaut und die Stühle geordnet waren erhielten alle eine deutsche Süssigkeit. Mmhh, das schmeckt gut.
Nach dem täglichen Abendbrot zeigte ich den Kindern, wo sich Deutschland befindet. „Kommt man da mit dem Boot hin?“, fragten sie.
Bald werde ich mich mit ihnen auf eine Paddelreise nach Deutschland aufbrechen, doch zuvor müssen wir noch ein paar deutsche Sätze lernen. Wir wollen uns doch unterhalten können, wenn wir dort ankommen.
Danke an alle Besucher, die sich eingebracht haben. Danke für die Geschenke und Spenden, die den Alltag der Kinder bereichern. Und danke, dass die Kinder durch euren Besuch eine bessere Vorstellung davon bekommen können, dass es eine Welt außerhalb Casa Viejas gibt.
Bis bald,
Asja.
Ein Sack Flöhe und gaaaaaaaaaanz viel Spass!
Schlimmer als ein Sack Flöhe, sind 16 Kinder zu hüten
aber auch vieeeeeeeeeeeeeeeeeeel schöner! Am vergangenen Samstag begannen wir mit Exito Verde unsere Aktion “Tag der Kinder”, die ab sofort alle 3 Monate stattfinden wird.
Um den Kindern, die aus einem Viertel ohne jegliches Grün kommen, ein bisschen Natur zu zeigen fuhren wir mit ihnen in das Dorf Cajica, nördlich von Bogota. Mit einem Bus wurden sie in Manitas von unserem Fahrer Jose abgeholt und wir - das viSozial Team Bogota - und eine Gruppe Touristen von viventura Reisen empfingen sie.
Noch etwas müde von der Fahrt und dem frühen Aufstehen, stiefelten wir los. Aber schon nach einigen Metern frischer Luft, wurden die 16 Zwerge
munter und flitzen drauf los - vorbei an Eukalyptusbäumen, grünen Wiesen mit Kühen und einem Ausblick auf den Ort. Wir nutzten die wunderbare Umgebung um eine kurze Atemübung zu machen und die frische Luft in uns aufzusaugen.
Mit neuer Kraft ging es weiter bis zu einem Bauernhof, an dem wir eine Pause einlegten - bzw. an dem die Betreuer eine Pause einlegten, denn die Kinder schnappten sich sofort einen Ball und fingen an damit zu spielen, sich über die Wiese zu rollen und herumzutoben. Dass es ein bisschen regnete störte sie dabei überhaupt nicht. Zu sehen, wie die Kinder diese Freiheit und Natur genießen war nicht nur für sie ein Glücksmoment, sondern auch für uns Betreuer!

Zur Stärkung gab es dann frische Kuhmilch - noch warm vom Melken - und ein Bocadillo (Süßigkeit aus Guave)…. und dann ging es schon weiter, denn wir hatten Unterricht im “Merengones (typischer Nachtisch) herstellen. Die Kinder waren so aufgedreht, dass sie erst einmal gar nicht zuhörten und nur durcheinander quaselten, aber als Juan Carlos und Maria einfach einfingen zu erkären, gab es auf einmal eine ungewohnte Stille ![]()

Die kleinen klebten an den Lippen von Juan Carlos und beobachteten gespannt, wie das Eiweis für die Beisers steif geschlagen wurden. Jedes Kind durfte dann mit dem Spritzbeutel eine Reihe kleiner Merenges auf dem Backblech platzieren…. und natürlich durfte das Probieren der Rohmasse nicht fehlen.

Die ganz kleinen wurden von Miguel und einigen der Touristen auf die Schultern genommen, damit auch sie den Herstellungsprozess verfolgen konnten.
Um 16 Uhr setzen wir die Kinder wieder in den Bus, damit sie vor der Dunkelheit zu Hause ankommen. Sie waren immer noch total aufgedreht … und wir KO
Ein etwas anderer Ausflug
Letztes Wochenende haben sich 5 Voluntäre, drei Leiterinnen, die Chefin des Projektes Para dar Esperanza und 50 Kindern aufgemacht, um im Parque Carolina einen etwas anderen Samstag zu verbringen. Viele Kinder antworten, wenn man sie fragt in welchen Land sie leben: „In Quito“…..
Daher ist es für sie etwas besonderes aus ihrem Virtel zu kommen, wenn es auch nur für einige Stunden ist, um eine andere Seite ihrer Stadt zu sehen als die die sie kennen.
Man merkte schon auf der Busfahrt, wie fasziniert sie sind. Alle waren ruhig und haben sich die Nasen an den Scheiben plattgedrückt, den Verkehr, die Stadt und die Leute bestaunt. Vor Antritt der Fahrt wurden die 50 Kinder aber in Gruppen, je nach Alter aufgeteilt und jeder hat ein, je nach Gruppe, unterschiedlich farbiges Namenschild erhalten. So aufgeteilt wurden den Tag über vier Stationen durchlaufen.
Die Ältesten begannen mit einer Übungseinheit Capoeira. Weiter Stationen waren Fussball, Tanz und Yoga für die ganz Kleinen. Nach jeweils 45 Minuten wurde gewechselt. Read the rest of this entry »
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