viSozial-Patenschaften
Es sind immer die Kinder, die am meisten unter der Armut zu leiden haben. Daher bietet viSozial e.V. die Möglichkeit, eine Patenschaft für ein Kind in Südamerika zu übernehmen. Mit einem halbjährigen Beitrag von 60 Euro kann man den Kindern in unseren Projekten die Chance auf einen Schulplatz und somit auf Betreuung, Verpflegung, Bildung und eine bessere Zukunft geben.

Was bedeutet eine Patenschaft?
Eine Patenschaft heißt, sich bereit zu erklären, ein Kind oder einen Jugendlichen langfristig finanziell zu fördern. Dabei sichern die regelmäßigen halbjährlichen Beiträge eine solide Schulausbildung, eine vollständige Ernährung sowie medizinische Betreuung.
Jedoch möchten wir mit unserem viSozial-Patenschaftsprogramm keine einzelnen Kinder begünstigen weil sie einen Paten haben und andere vernachlässingen, weil sie leider keinen Paten haben. Die gesamten Spenden kommen daher dem gesamten Projekt zugute. So erhalten auch die Kinder Unterstützung, die leider keinen Paten haben. Auch versuchen wir nicht nur die Kinder zu unterstützen sondern auch ihr familiäres Umfeld mit einzubeziehen. Eine nachhaltige Entwicklung kann nach unserem Verständnis nur funktionieren, wenn die Hilfe ganzheitlich erfolgt und nicht einzelen Familienmitglieder begünstigt werden. Daher geben wir uns Mühe die Familien im Projekt zu integrieren und auch für sie Bildungsangebote zu unterbreiten.
Hier im Blog können die Paten in den jeweiligen Projekten sich über Neuigkeiten informieren und sogar auf Beiträge antworten. So haben wir die Möglichkeit einer beidseitigen Kommunikation geschaffen, dass Paten uns Feedback geben können und auch Ideen mit einbringen können, welche Vorhaben wir umsetzen können.
Durch die Übernahme einer Patenschaft für eines der Kinder im Projekt wird nicht nur ein einzelnes Kind sondern das gesamte Projekt unterstützt. Für die Kinder heißt dies nicht nur eine Betreuung durch geschulte Kräfte, sondern auch gemeinsames Mittagessen, Versorgung mit Schulmaterial und Kleidung sowie Bildung. Durch eine solide Grundausbildung haben die Kinder die Möglichkeit, ihre Zukunft selber in die Hand zu nehmen. Sie erhalten die Möglichkeit am wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichem Leben teilzunehmen, woran sie und ihre Familien momentan noch immer ausgeschlossen sind. Sie leben marginalisiert in armen Stadtteilen bzw. in peripher entlegenen Gebieten.
Die Übernahme einer Patenschaft erfolgt entweder so lange bis der Pate selber aus persönlichen Gründen entscheidet, seine finanzielle Unterstützung zu beenden oder aber das Patenkind das Projekt beendet oder verlässt.
Welchen Kindern wird geholfen?
Die Kinder für die eine Patenschaft abgeschlossen werden können, leben in einfachen und ärmlichen Familienverhältnissen, teilweise auch nur mit einem Elternteil oder einem nahen Verwandten.
Gibt es die Möglichkeit sich ein Patenkind auszusuchen?
Da die Seite zur Auswahl der Patenkinder sich zur Zeit noch im Aufbau befindet, wird es erst in kurzer Zeit möglich sein, sich ein persönliches Patenkinder auszusuchen. Unter der Filterfunktion kann man sich ein Kind nach einem spezifischen Projekt wählen. Hier findet man außer den Fotos auch ein paar Informationen über das Kind und erfährt von seinen Interessen.
Erhalte und erfahre ich auch zwischendurch etwas Persönliches von meinem Patenkind?
Mindestens einmal jährlich erhalten die Paten von ihren Patenkindern persönliche Post aus Südamerika. Zudem halten wir die Paten, genauso wie die Spender, auf diesem Blog auf dem aktuellsten Stand des Patenschaftsprojektes im Allgemeinen. Natürlich tun wir alles dafür, um den Kontakt dem Patenkind so persönlich wie möglich zu gestalten. Aber wir möchten dennoch an dieser Stelle darauf Aufmerksam machen, dass nicht alle Kinder schreiben können und zudem die Kinder ihren Familien viel in der täglichen Arbeit im Haus und in der Landwirtschaft helfen müssen, so dass sie wenig Freizeit haben. Außerdem kennen sie so etwas wie Brieffreundschaften noch nicht, so dass wir sie langsam sensibilisieren müssen, was eine Brieffreundschaft bedeutet.
Natürlich ist es möglich, dass Paten Briefkontakt zu dem Patenkind aufnehmen. Wir haben bestimmte Termine im Jahr festgesetzt an denen wir sämtliche Briefe und Pakete an die Patenkinder übergeben. Diese werden frühzeitig im Forum und auch hier im Blog mitgeteilt, so dass Zeit zum Versenden bleibt. Wir übersetzen vor Ort kostenlos alle Briefe ins Spanische und übergeben sie den jeweiligen Patenkindern.

Wir sind mit den Kindern und Betreuern des Projekts im Kontakt aber wir möchten uns nicht ausschließlich um einige wenige Kinder kümmern, die glücklich sind einen Paten zu haben, sondern allen das Gefühl geben, dass sie beachtet werden und wir uns um sie kümmern. Wir möchten die ohnehin schon existente Ungleichheit in den Ländern Südamerikas nicht noch durch die Begünstigung einzelner weniger Kinder mit Geschenken und Aufmerksamkeit festigen oder gar vergrößern, sondern allen Mitgliedern im Projekt die gleichen Chancen offerieren.
Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, das Patenkind vor Ort bei einer Reise zu besuchen und sich über die Lebensbedingungen im Projekt und bei der Familie zu erkundigen. Hier organisiert viSozial gerne das Treffen zwischen Pate und Patenkind.

Wie spende ich?
Durch den halbjährlichen Spendenbetrag von 60Euro (oder jährlich 120 Euro) wird die Patenschaft für 6 (bzw 12) Monate übernommen. Im Interesse des Kindes sind wir sehr an langfristigen Patenschaften interessiert. Aber natürlich ist die Abgabe der Patenschaft auch nach Ablauf des ersten bezahlten Zeitraums auch ohne jegliche Begründung möglich.
Wohin fließt das Geld?
Die Patenschaftsbeiträge fließen direkt an das jeweilige Patenschaftsprojekt der Patenkinder. Unsere Patenbetreuer vor Ort entscheiden gemeinsam mit den Projektleitern, für was das Geld jeweils sinnvoll eingesetzt werden soll (Verpflegung, Gehalt der Lehrer und Betreuer, neue Klassenräume, Schulmaterialien, medizinische Versorgung, etc). Wir achten stark darauf, dass die Gelder sinnvoll und nachhaltig eingesetzt werden. Daher überweisen wir dem Projekt keine Gelder sondern wir besprechen bei den kontinuierlich stattfindenden Treffen, für welche Zwecke die Gelder ausgegeben werden sollen.
Aufruf zu freien Spenden - keine Sonderüberweisungen für ein Einzelkind:
viSozial e.V. möchte darauf hinweisen, dass Sonderüberweisungen für nur ein Patenkind (z.B. Sonderspende für Patenkind Jose Cahui) aufgrund der ungleichen Behandlung und Begünstigung einzelner weniger Patenkinder nicht mehr möglich ist. Das heißt wir können leider keine Geldbeträge mehr für nur ein einziges Patenkind annehmen. Um den Kindern aber trotzdem eine Überraschung zum Schulanfang und zu Weihnachen zu ermöglichen, bitten wir um freie Spenden, die wir gezielter und sinnvoller für Kampagnen und Geschenken für alle Kinder des Projektes einsetzen können.
Gerne kann man zu den jeweiligen Kampagnen (Weihnachten oder Schulanfang) kleine Geschenke (bis zu 2 kg) und Briefe schreiben. Damit auch hier nicht einzelne Patenkinder bevorzugt werden, verteilen wir die Geschenke zu bestimmten angekündigten Zeitpunkten, so dass auch die anderen Kindern von den Patenschaftsbeiträgen ein kleines Geschenk erhalten. Dadurch können wir verhindern dass Kinder traurig sind, da sie nichts erhalten haben und sogar an sich selber Zweifeln, wieso sie keinen Paten haben. Dies ist traurig zu sehen und daher versuchen wir diesem entgegenzuwirken. Wir bitten dabei um das Verständnis aller Paten.
Welchen Kindern wird in Peru geholfen?
Kinder, die in Peru in unseren Projekten unterstützt werden, leben entweder in dem armen Stadtteil Arequipas Villa Cerillos bzw. auf der Halbinel Capachica. Die Probleme der Kinder sind sehr unterschiedlich. Während die Kinder auf Capachica aus relativ geordneten Familienverhältnissen kommen, gibt es in Villa Cerillos sehr viel größere familiäre Probleme. Durch das Patenschaftsprogramm haben die Kinder die Möglichkeit, eine Grundausbildung zu genießen und erhalten Kleidung und eine gesunde Ernährung. Seit 2002 vermittelt visozial Patenschaften für die Kinder der Grundschule in Villa Cerrillos, Arequipa. Im April 2004 nahmen wir eine weitere Schule in Llachón, am Titicacasee auf und seid April 2005 unterstützen wir auch die Grundschule in Hilata sowie den Kindergarten in Santa Maria und die Gemeinde in Chifron, ebenfalls am Titicacasee.

Weitere Informationen zu den einzelnen Patenschaftsprojekten finden sich hier:
Informationen zu Patenschaften in Villa Cerillos
Informationen zu Patenschaften in Llachón
Informationen zu Patenschaften in Chifron
Informationen zu Patenschaften in Hilata
Informationen zu Patenschaften in Santa Maria
Bei Interesse an einer Patenschaft gelangt man hier zum Patenschaftsformular für Patenkinder aus Peru
Gerne kann man Kontakt zu unserer Ansprechpartnerin Sonja oder Rosalino in Peru aufnehmen.
Welchen Kindern wird in Ecuador geholfen?
Kinder, die in Ecuador durch das viSozial-Patenschaftsprojekt unterstützt werden, leben in ärmlichen aber relativ geordneten Familienverhältnissen in Quilotoa. Quilotoa ist eine Gemeinde, die recht abgelegen auf dem Páramo, dem Hochland Ecuadors liegt, so dass deren wirtschaftliche Kraft durch diese Lage sehr begrenzt ist. Die meisten Familien leben in Lehmhütten mit Strohdach, geschlafen wird auf Strohmatten in Räumen ohne Fenster. Dies ist vor allem durch die rauen klimatischen Verhältnisse mit starkem Wind und niedrigen Temperaturen zu erklären. Die Familien überleben durch Subsistenzwirtschaft, verdienen sich ein wenig durch Tourismus hinzu, dennoch ist selten Bargeld vorhanden, um Anschaffungen zu tätigen. Ein weiteres Problem ist, dass die Kinder keine ausgewogene Ernährung erhalten, meist ernähren sie sich nur von Suppe mit Kartoffeln sowie Reis. Milch oder Obst und Gemüse gibt es selten. Hinzu kommt, dass die Schulausbildung defizitär und das Schulmaterial sehr begrenzt ist. Zudem müssen viele Kinder auch täglich ihren Familien auf dem Land helfen, so dass die Priorität hinsichtlich einer soliden Grundausbildung noch sehr gering ist. Genau an diesen Problempunkten möchte viSozial mit finanzieller Unterstützung des Patenschaftsprogramms ansetzen. Durch die Langfristigkeit des Patenschaftsprogramms können wir so den Kindern eine Schulausbildung (Grundschulförderung und Förderung weiterführender Schulen) garantieren.
Weitere Informationen zu den einzelnen Patenschaftsprojekten finden sich hier:
Informationen zu Patenschaften in der Grundschulförderung
Informationen zu Patenschaften im Projekt Förderung weiterführender Schulen
Bei Interesse an einer Patenschaft gelangt man hier zum Patenschaftsformular für Patenkinder aus Ecuador
Gerne kann man Kontakt zu unserer Ansprechpartnerin Britta in Ecuador aufnehmen.
Welchen Kindern wird in Chile geholfen?
Die Kinder, die wir in Chile mit unserem viSozial-Patenschaftsprogramm unterstützen, kommen aus dem ärmsten Stadtvierteln Santiagos. Die Kinder leben mit ihren Familien in kleinen selbstgebauten Häuser oft mit vielen Personen auf sehr engen Raum zusammen. Eines der Hauptprobleme des Stadtteils Puente Alto ist die starke Arbeitslosenrate, ca. ein Drittel der Einwohner haben keine regelmäßige Arbeit. Aus Frust greifen die Familien der Kinder oft auf Drogen und Alkohol zurück und lassen ihre Aggressionen an den Kindern aus. Viele Kinder werden zudem sexuell, seelisch oder körperlich missbraucht. Die meisten Kinder sind im Schulalter (6-18 Jahre) und besuchen eine Schule im Ort. In unserem Patenschaftsprojekt stellen wir sicher, dass die Kinder auch vor und nach dem Unterricht in der Tagesstätte Casa de los Pinos betreut werden. Sechs Erziehern, zwei Sozialarbeitern und Psychologen gewährleisten eine sehr gute Betreuung.
Weitere Informationen zu dem Patenschaftsprojekt findet sich hier:
Informationen zu Patenschaften im Casa de los Pinos
Bei Interesse an einer Patenschaft gelangt man hier zum Patenschaftsformular für Patenkinder aus Chile
Gerne kann man Kontakt zu unserer Ansprechpartnerin Katharina in Chile aufnehmen.
