viSozial in Peru

Obwohl Peru ein Wirtschaftswachstum von fast 5% nachweisen kann (F1), gilt es politisch wie wirtschaftlich nach wie vor als Entwicklungsland. Korruption ist an der Tagesordnung, der Staat bekämpft Armut und Arbeitslosigkeit leider erfolglos, obwohl es als erstes innenpolitisches Ziel der Regierung Alan García’s gilt. Rund die Hälfte aller Einwohner lebt in Armut, etwa 18 Prozent davon sogar in absoluter Armut und muss mit weniger als 1$ pro Tag und Person auskommen (F2). Die Armutsprobleme in Peru lassen auch den Umweltschutz in den Hintergrund treten - es gibt weder eine standardisierte Abfallentsorgung oder -trennung, noch Klimaschutz und leider mangelt es bisher auch an einem Umweltbewusstsein.

Lama

Peru ist eines der wenigen Länder mit größtenteils indigener Bevölkerung (52% - F3). In ländlichen Gebieten besteht oft kein Zugang zu fließend Wasser, Strom, einer guten Gesundheitsversorgung sowie Schulbildung, da der Staat vornehmlich städtische und touristische Gebiete fördert. Somit kann vor allem die Landbevölkerung kaum von der verbesserten Wirtschaftssituation des Landes profitieren. Geschürt durch die Angst vor Terrorismus, Arbeitslosigkeit, Hungersnöten und der mangelnden Unterstützung durch den Staat, flüchteten in den letzten Jahren Hunderttausende in die Städte, in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Dort wohnen sie nun meist in noch größerer Armut, haben kein Geld, um ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen und verdingen sich als Tagelöhner in Steinbrüchen, als Bauarbeiter oder Straßenverkäufer. Vielen Kindern ist es nicht möglich, die Schule zu besuchen, da sie zu Hause mithelfen sollen und somit besuchen fast 25 Prozent der unter 15-jährigen trotz Schulpflicht nicht den Unterricht. Die Analphabetenrate liegt bei rund 11 Prozent (F4).

Auch die Mangel- bzw. Unterernährung ist ein weit verbreitetes Problem, das wiederum auf die große Armut zurückzuführen ist, denn eine ausgewogene Ernährung ist vielen Familien finanziell oft nicht möglich. Fleisch, Milch, Obst und Gemüse sind relativ teuer und somit werden sie meist von der Einkaufsliste gestrichen. Auch eine Krankenversicherung können sich nur wenige leisten, und so müssen Familien für ihre Arztbesuche und Medikamente privat aufkommen.

Machu Pichu

Aus diesen Gründen hat sich viSozial in Peru dazu entschieden, ganz unterschiedliche Projekte in Arequipa, Puno und Capachica finanziell und aktiv durch inhaltliche Mitarbeit, Freiwilligenarbeit, Sozialtage, Patenschaftsprogramme, “community-based Tourism” und Sachspenden zu unterstützen. Wir möchten dem ärmeren Teil der Gesellschaft helfen, eine Ausbildung genießen zu können, eine ausgewogene Ernährung zu erhalten und medizinisch versorgt zu werden.

Daher betreuen wir in Arequipa folgende Projekte:

- 6 Kindergärten

- Die Schule San Juan Apostol (Pilotprojekt)

- Und die Canteras Sillar (Steinbruch)

Und am Titicacasee unterstützen wir folgende Projekte:

- das Blindenzentrum in Puno

- die Gemeinde Capachica (community-based Tourism)

- das Wasserprojekt auf Capachica

- die Gemeinde Chifrón

- Den Kindergarten in Santa María (Wawawasi)

- Die Grundschule Hilata

- Die Grundschule Llachón

Quellen:

(F1: Quelle: Auswärtiges Amt, http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Peru.html, Stand 19. November 2007)

(F2: Quelle: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit, http://www.bmz.de/de/laender/partnerlaender/peru/zusammenarbeit.html Stand 2006)

(F3: Quelle: wikipedia, http://de.wikipedia.org/wiki/Peru, Stand 2007)

(F4: Quelle: INEI, http://www.inei.gob.pe/perucifrasHTM/inf-soc/cuad10A.htm, Stand Dezember 2005)

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