Kindergärten
Die zweitgrößte Stadt Peru`s wird von 3 mächtigen Vulkanen umgeben und liegt in einer Steinwüste. Der Name ‘Arequipa’ stammt wohl von einem Inca, der durch das Tal reiste und bei einer Rast meinte: ‘Ari, quipay’, was soviel bedeutet wie: “Ja, bleib hier”. Obwohl es der Stadt im Vergleich zu anderen peruanischen Regionen relativ gut geht, gibt es auch hier sehr viel Armut.

Hier in Arequipa betreuen wir zusammen mit dem MVC (Movimiento de Vida Christiana) insgesamt 6 Kindergärten, die alle in den ärmeren Stadtteilen außerhalb des Zentrums liegen:
- Santa Rosita de Lima:
Der Kindergarten liegt in Miguel Grau, gleich neben Alto Jesus. Hier gibt es eine Großküche, den Comedor Santa Rosa und im gleichen Gebäude befindet sich der Kindergarten mit ca. 25 Kindern im Alter von 7 Monaten bis 4 Jahren. Sie werden dort von 8-14:30 Uhr betreut. Die Kinder bekommen im Kindergarten auch ein Mittagessen, bevor sie sich zu einem Mittagsschläfchen hinlegen.
- Nuestra Señora de Solidaridad:
In diesem Kindergarten gibt es zwei Klassen und es handelt sich eher um eine Vorschule, als um einen Kindergarten. Kinder bis 3 Jahre und Kinder von 4-5 Jahre sind jeweils in einer Klasse untergebracht. Bis zu 60 Kinder besuchen die “cuna” täglich. Es gibt zwei Erzieherinnen, die die Kinder in Lesen, Schreiben, Rechnen und Englisch unterrichten. Für den Besuch des Kindergartens müssen die Eltern 5 Soles im Monat bezahlen. Die Betreuung erfolgt dort von 8:15 bis 13:00 und die Kleinen werden mit einem warmen Mittagessen versorgt.
- Cuna Inmaculada Dolorosa:
In diesem Gebäude befinden sich außer der “cuna” zusätzlich eine Suppenküche, die bis zu 60 Senioren täglich versorgt, und ein medizinisches Zentrum. Insgesamt besuchen ca. 25 Kinder im Alter von wenigen Monaten bis 3 Jahre den Kindergarten. Hier wird gespielt, getanzt, gesungen und gelacht und ein Volontär ist immer willkommen. Zur Abwechslung kann auch draußen gespielt werden, denn an das Gebäude grenzt ein kleiner Fußballplatz an.
- Cuna Santa María:
Santa Maria ist ein Kindergarten oberhalb von Alto Jesus und liegt unweit des Kindergartens Nuestra Señora de Nueva Alborada. Er existiert seit 2003 und ihn besuchen ca. 25 Kinder. Es gibt nur einen Raum und kein fließendes Wasser. Die beiden Erzieherinnen kümmern sich sehr liebevoll um die Kinder. Die Kinder werden von 8-16 Uhr betreut, die Eltern bezahlen 0.50 Soles pro Tag. Auch hier bekommen die Kinder ein warmes Mittagessen und nachmittags noch einen Snack. Im Jahr 2006 hat hier viSozial einen kleinen Garten mit einigen Pflanzen angelegt, so dass die Kleinen auch draußen spielen können.

- Cuna Nuestra Señora de Nueva Alborada:
In diesem Kindergarten gibt es etwa 20 Kinder im Alter von 6 Monaten bis 4 Jahren. Die Kinder werden von zwei Erzieherinnen betreut: Lili und Juanita. Die Kinder bekommen dort Frühstück, Mittagessen und Nachtisch. Zwar kostet dies 0.50 Soles täglich, doch wenn die Eltern nachweisen können, dass sie sich dies nicht leisten können, dann dürfen die Kinder die cuna auch umsonst besuchen.

- Cuna Santo Toribio de Mogrovejo:
Insgesamt werden 30 Kinder im Alter von einigen Monaten bis ca. 3 Jahren von morgens 8 bis nachmittags 16h betreut. Dies ermöglicht den arbeitenden Müttern, einer geregelten Arbeit nachzugehen und ihre Kinder in sicherer Obhut zu wissen. Die Kinder erhalten ein warmes Mittagessen, welches abwechselnd von den Müttern zubereitet wird. Nachmittags gibt es auch die Möglichkeit, ein kleines Mittagsschläfchen zu halten. Die Eltern werden gebeten 10 Sol monatlich an die “cuna” zu zahlen, ein symbolischer Beitrag, mit dem wenigstens die Grundkosten gedeckt werden können.

Aktive Hilfe durch viSozial in den Kindergärten bedeutet:
- Unterstützung durch Nahrungsmittel (Milch, Obst, Reis, Kartoffeln, Gemüse,…)
- Sachspenden der Tourgruppen, wie Spielsachen, Schreibutensilien, Kleidung, Hygieneartikel
- Bau eines Gartens in der Cuna Santa María
- Organisation von Weihnachtskampagnen, Kindergartenfesten und Ausflügen
Was wird in der Zukunft geplant?
- Bau weiterer Gärten mit Pflanzen, Blumen und Spielgeräten für die Kinder
- Organisation von Ausflügen und Kindergartenfesten
- Finanzierung von Gesundheits- und Ernährungskampagnen, um schon die Kinder frühzeitig auf richtige Ernährung aufmerksam zu machen, und ihnen zu zeigen, dass Hygiene und der Umgang mit Wasser lebensnotwendig sind
Unterstützung durch Spenden:
Wer unser Vorhaben in den Kindergärten Arequipas unterstützen möchte, den bitten wir das folgende Spendenformular auszufüllen.
Unterstützung durch Freiwilligenarbeit:
Das Projekt unterstützen wir ebenfalls durch die kostenlose Vermittlung von freiwilligen Helfern, die sich als Volontäre für mindestens vier Wochen in einem Kindergarten engagieren möchten.

Kapazität:
Generell freuen wir uns immer über helfende Hände! Saison- und projektbedingt variiert jedoch die Nachfrage nach Freiwilligen in unseren Projekten. Im Durchschnitt benötigen wir aber ca. 5-7 Volontäre in den Kindergärten, um eine konstante Projektunterstützung gewährleisten zu können. Gerne kannst du mich direkt dazu befragen.
Kosten und Verantwortung:
Für uns ist es wichtig, folgendes von Anfang an klar zu stellen:
viSozial e.V. vermittelt ausschließlich den Kontakt zu ausgewählten Projekten und hilft ehrenamtlich bei Anfragen oder Problemen. Haftung durch viSozial e.V. ist ausgeschlossen. Für die Organisation von Versicherungen, Impfungen, Flügen, Unterkunft, Verpflegung, Visum und sonstigen organisatorischen Dingen ist der Volontär selbst verantwortlich, ebenso wie für die persönliche Sicherheit. Der Freiwillige übernimmt Flug- und Versicherungskosten, sowie die Kosten für Unterbringung und Verpflegung. Wir stellen keine Verträge oder ähnliches aus. Auf Wunsch kann aber ein Bestätigungsschreiben erstellt werden.
Dein Anforderungsprofil:
- Mindestalter: 20 Jahre
- Gute Spanischkenntnisse
- Aufgeschlossenheit, Toleranz, Geduld und Belastungsfähigkeit
- Grosses Interesse an fremden Kulturen
- Spaß daran, sich um Kinder mit besonderen Bedürfnissen zu kümmern, sie die Welt mit anderen Augen sehen zu lassen, mit ihnen zu spielen und für sie als Freund/in und Vertrauensperson da zu sein
- Bereitschaft mindestens 4 Wochen im Projekt mitzuarbeiten
Was für eine Freiwilligenarbeit in Peru spricht:
Zuallererst sprechen natürlich die dadurch gewonnene Auslandserfahrung und die Vertiefung der eigenen Sprachkenntnisse für eine Freiwilligenarbeit in Peru. Bei der späteren Stellensuche ist die Ausübung eines Ehrenamtes gerne gesehen, weil es einem als Bewerber soziale Kompetenz zuspricht. Des Weiteren hat man dadurch die Möglichkeit, eine fremde Kultur und Mentalität kennen zu lernen und ein Bewusstsein für die 3. Welt-Problematik zu schaffen.
Die Freiwilligenarbeiter erkennen dadurch, dass auch sie etwas von anderen Kulturen lernen können. Dabei wird nicht nur der Blick für das Erfassen sozialer Problematiken geschärft, sondern auch für mögliche Lösungsansätze. Freiwilligenarbeiter leisten somit einen Beitrag zum interkulturellen Dialog, zur Entwicklungszusammenarbeit und zur Erkenntniserweiterung, mit dem Ziel, eine grenzüberschreitende Solidarisierung in den sozialen und gesellschaftlichen Anliegen behinderter und benachteiligter Menschen zu erreichen.
Außerdem trägt dieser Schritt zur Entwicklung der eigenen Persönlichkeit bei, denn oft ist man auf sich alleine gestellt und muss gewichtige Entscheidungen alleine treffen und tragen.
Unterkunft:
Man hat generell zwei Möglichkeiten:
1.) Wenn man in einer Gastfamilie unterkommen möchte, können wir gerne bei der Suche behilflich sein. Wir stehen in gutem Kontakt zu einigen sehr netten Familien in Arequipa, die die Volontäre jederzeit herzlich willkommen heißen. Alle liegen zentrumsnah in guten Wohngebieten; es wird ein eigenes Zimmer, oft auch mit eigenem Bad gestellt, das Wohnzimmer und die Küche werden geteilt, wie in einer richtigen Familie. Verpflegung ist inbegriffen. Der Vorteil eines Gastfamilienaufenthaltes ist v.a. der enge Familienanschluss und die Möglichkeit, sein Spanisch anzuwenden, sowie schnell Kontakte zu Einheimischen knüpfen zu können.
2.) Alternativ kann man sich selbst in einem der zahlreichen Hostels, Posadas oder Hotels einquartieren, was den Vorteil bringt, flexibler und unabhängiger zu sein.
Zu beachten ist: weder das jeweilige Projekt, noch viSozial können die Volontäre bei der Freiwilligenarbeit finanziell unterstützen. viventura und viSozial helfen jedoch gerne bei der Buchung des Fluges, der Organisation eines Sprachkurses vor Ort und der Suche einer Gastfamilie.
Arbeitsinhalte des Volontariats:
Im Durchschnitt unterstützen uns ca. 6 Freiwilligenarbeiter, die den Kindergärtnerinnen bei der Unterrichtsvorbereitung und -gestaltung helfen, selbst den Unterricht (z.B. Englischunterricht) führen oder einfach nur mit den Kindern spielen. Die Volontäre sind den Kindern Vorbild und Freund zugleich. Etwas Eigeninitiative und eigene Ideen sind natürlich gefragt. Die Arbeitszeiten sind vormittags von 8-14h.
Willkommen ist grundsätzlich jeder: Schulabgänger, Studenten oder Rentner. Bei längeren Aufenthalten sind auch Schulpsychologen und Betreuer gefragt, die sich um die Kinder und ihre Probleme kümmern können. Auch Gesundheits- und Ernährungsberater werden gebraucht. Aber auch Handwerker, Ingenieure und Landschaftsgärtner können den Kindergärten helfen sie zu verschönern.
- Weitere allgemeine Informationen zum Freiwilligendienst sowie zu freien Stellen in Peru
- Antworten auf weitere Fragen findet man auch in den FAQs
Gerne kann man aber auch Kontakt zu unserer Ansprechpartnerin Sonja in Peru aufnehmen.
